You made me laugh when I thought I couldn’t anymore








Mit zitternden Stimme 
melde ich mich 
am Telefon. 
"Sie haben den Anerkennungsplatz."
Ich kann mich nicht zusammen reißen. 
Ich fange an zu jubeln 
und die Erzieherin 
an der anderen Leitung sagt:
"Oh man, es freut mich richtig, 
dass du jetzt bei uns arbeitest."
Sie freut sich mit mir 
und das fühlt sich gut an. 
Ich melde mich als 
allererstes bei M.,
da ich ihn versprochen habe, 
dass er der erste ist 
der Bescheid bekommt 
ob ich den Platz 
nun habe
oder nicht. 
Dann ruft mein Papa 
mich an 
und ich höre 
seine freudige Stimme. 
"Endlich passiert dieses Jahr mal was gutes."
Ich gehe mit Dario
und koche ein Auflauf
für meinem Papa. 
Ich habe so viele positive Energie 
in meinen Venen, 
dass ich all meinen Mitmenschen, 
was davon zurück geben möchte. 
Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, 
selbst als Stunden
nach dem Telefonat 
vergangen ist. 
Ich habe jetzt wirklich einen Job.
Ich verdiene mein eigenes Geld
und muss nicht Tag ein
Tag aus
den ganzen Tag 
mit meiner Mutter verbringen, 
die meine Wut 
ständig 
aufs neue  
hervor holt.
Um das alles ein wenig zu feiern 
gehe ich zu M. 
Er hat schon Bier kalt gestellt 
und ein Jonit liegt 
schon auf dem Tisch. 
Mit niemanden anderen 
möchte 
ich 
diesen Tag verbringen. 
Schöner könnte ein Tag 
für mich
im Moment nicht sein,
wenn ich ihn mit ihm verbringe.
 Ich spüre 
stetig 
dieses Kribbeln, 
wenn er mich berührt. 
Das alles zwischen uns 
ist 
so 
vertraut,
was ein schönes Gefühl ist.
Bei der Verabschiedung
umarmt er mich sehr lange
und ich wünschte, 
ich könnte bei dir bleiben. 
"Pass bitte auf dem Nachhauseweg auf dich auf."
Als ich zuhause angekommen bin 
erwartet mein Papa mich schon strahlend
und ich habe Angst,
dass er das Gras riecht.
Doch er ist so voller Euphorie, 
dass er rein gar nichts merkt. 
Mein Glück. 
Wir stoßen mit Sekt an
und ich spüre 
wie dankbar  
ich bin,
dass ich
 zwei so wundervoller Männer
an meiner Seite habe. 
Mein Papa 
unterstützt 
mich 
bei allem,
selbst bei Sachen, 
die er nicht versteht. 
Und M. 
zeigt mir 
seine warmen Gefühle
und schenkt mir einen sicheren Ort. 
Auch wenn die Dunkelheit 
nie weit von mir 
entfernt
ist,
versuche 
ich 
dieses Gefühl
so lange 
wie möglich
in meinem Herzen 
zu lassen
und
zu genießen.
Auch wenn es nur für einen Tag ist.


 

I can't remenber who I am. I feel like disappearing







Ich vergifte meinen Körper
mit all den Subtanzen, 
die ich in meinen Zimmer 
versteckt habe. 
All der Alkohol,
der mein bester Freund, 
mein ewiger Helfer in der Not, 
aber auch der Feind ist, 
der mir Geld aus der Tasche zieht 
und mich aufgequollen aussieht. 
All die chemischen Drogen, 
die ich nehme, 
wenn ich auf den Alkohol verzichten möchte. 
Die chemischen Drogen
geben mir einen anderen Sicht 
auf mein dunkles etwas, 
was mein Leben ist. 
Doch die Nebenwirkungen 
lassen nicht auf sich warten 
und wenn ich gerade runterkomme
sehne mich 
nach einer Person, 
die mich ganz fest hält. 
Meistens kommst du mir 
in den Sinn, 
obwohl M. an meiner Seite ist. 
Das hasse ich. 
Wahrscheinlich sehne ich mich 
nach dir, 
weil nur du die Person bist, 
die sich mit diesen Drogen auskennt
und genau weiß,
was man mir in diesen Moment sagen könnte. 
Doch ich weiß , 
dass wir uns nie wiedersehen werden 
und das okay, 
da ich keinen Platz mehr in deinen Leben habe
und das ist auch verständlich 
nach den ganzen Schmerz
mit den wir uns auseinander setzen mussten. 
Dann gibt es noch das endliche Gras,
welches ich rauche, 
wenn ich bei M. bin. 
Auch wenn Gras für viele 
keine "echte Droge" ist, 
merke ich die Wirkung 
oftmals viel zu sehr. 
Ich zucke mit den Augen
und das zittern hört gar nicht auf.
Die Schmerztabletten,
die ich schlucke wie Bonbons,
da mir der Unfall
nicht nur psychische Schmerzen
sondern
auch körperliche Schmerzen
vor die Füße geworfen hat. 
Und dann gibt es noch dieses Zeug, 
welches ich eigentlich nie mehr nehmen wollte,
weil ich genau weiß, 
dass ich damit mein Magen zerstöre
auf langer Sicht. 
Doch ich las nur 
Abführmttel 
und dann waren schon 
drei Packungen 
in meinen Warenkorb. 
Nach dem ersten einnehmen 
von mehr als 10 Tabletten 
merke ich 
wie mein Körper 
mich dafür verabscheut. 
Und alles nur, 
weil ich diesen 
Körper,
den ich in Spiegel sehe, 
nicht mehr sehen möchte. 
Auf meine Schlaftabletten
und Tavor 
kann ich nicht verzichten. 
Ich klammere mich 
an Tavor,
weil diese Angstzustände
mich gefangen halten
und ich selbst,
wenn ich in meinem Bett,
was für mich eigentlich
der sicherste Platz der Welt ist,
Panik bekomme,
wenn ich nachts 
ein Geräusch höre,
welches mir nicht vertraut ist
und ich dann stundenlang 
wie erstarrt in meinem Bett liege
und nur noch darauf warte 
bis irgendeiner in mein Zimmer kommt
und irgendwas mit mir macht, 
was ich nicht ertrage.
Ich bin mal wieder ein kleines Kind, 
die sich in Angst kleidet
und eigentlich nur Sicherheit brauch. 
Doch dieses Jahr 
hat 
mir
die 
Sicherheit 
gestohlen 
und
ich bin zu kraftlos
um 
sie
zu 
suchen.
Ich habe Angst.
Ich habe Panik. 
Den ganzen Tag. 
Ich vergifte meinen Körper,
weil nicht mehr weiß 
was richtig oder falsch ist. 
Ich weiß gar nichts mehr, 
außer das ich mich nicht mehr sicher fühle
und das ich ständig 
Enttäuschungen, 
Schmerz, 
Angst 
und Panik 
schlucken muss,
um meinen Mitmenschen 
nicht
 an meinen Innenleben 
teilhaben 
zu lassen. 
Selbstfürsorge
 ist 
so 
ein 
großes 
Wort, 
was ich verstehe
aber an mir selbst 
nicht 
anwenden kann, 
da ich nicht mehr weiß 
wie es ist
wenn man sich selbst 
akzeptiert
oder gar liebt. 
Ich bin nicht mehr die,
die ich vor diesem Jahr war
und das macht mir 
zusätzlich noch Angst
doch ich kann das nicht steuern. 
Ich habe mich zu einen Menschen
verändert, 
den ich nicht mehr wieder erkenne, 
deswegen schlucke ich mehr Pillen,
als Nahrung. 
Deswegen möchte ich nicht mehr 
vor die Tür gehen 
um das Grauen 
in meinen Leben
so klein wie möglich 
zu halten.





Fühlt sich wie sterben an




Wie kann es nur sein, dass man wirklich nirgendswo sicher ist?
Meine Mutter und ich steigen in ihr Auto um einkaufen zu fahren. Ich habe ein ungutes Gefühl in meiner Magengegend, aber da ich sowieso stetig Angst habe, denke ich mir nichts dabei.
Doch plötzlich sehe ich nur wie ein Auto auf uns zu rast und ins uns rein fährt. Als ich wieder zu mir komme, riecht es plötzlich nach Rauch. Ich weiß nicht wo der Geruch her kommt, also kriege ich Panik. Ich schaue zu meiner Mutter und rufe ihr zu, dass wir sofort auszusteigen müssen. Wir schaffen es aus dem Auto auszusteigen und plötzlich sind da so viele Menschen. Lauter Menschen schauen uns an und helfen meiner Mutter sich in ein anderes Auto zu setzten. Meine Mutter fängt an durchzudrehen und mich anzuschreien, dass ich ihr sofort ihre Tasche aus dem Auto holen soll. Völlig benommen suche ich nach ihrer Tasche, aber ich finde sie nicht. Aus dem Augenwinkel sehe ich das Auto was uns die Vorfahrt genommen hat. Zwei ältere Personen sind in ihrem Auto eingequetscht. Ich höre lauter Stimmen, die ich nicht zuordnen kann. Es wird die Polizei, die Feuerwehr und der Krankenwagen gerufen. Ich rufe mit zitternder Stimme meinem Papa an und dann werde ich schon von einer mir unbekannter Person in das Auto geholfen, wo meine auch Mutter liegt. Sie kann sich immer noch nicht beruhigen und ich kann nicht aufhören ins Leere zu starren. Ernst nachdem der Notarzt mir die Halskrause um gelegt und mich untersucht hat, fange ich an zu weinen. Mein Bauch und meine Brust schmerzt viel zu sehr. Endlich kommt mein Papa und da wird die Panikattake immer größer. Ich bettel den Notarzt an nicht mich ins Krankenhaus zu fahren, doch da er darauf bestehen, schaffe ich es nicht mich dagegen zu wehren. Die Polizei versucht mich zu befragen, doch ich bin so aufgelöst, dass ich nur stottern kann. Als man mir in den Krankenwagen half sah ich wie die aus dem anderem Auto endlich befreit wurden. Im Krankenwagen bekomme ich eine Infusion gelegt und natürlich werde ich gleich auf meine Narben angesprochen. "Haben Sie das Borderline Syndrom?" als scheint es nichts wichtigeres im Moment zu geben. Zig panikattaken und Bäche voller Tränen später sind wir am Krankenhaus angelangt. Ich werde in ein Raum geschoben und plötzlich stehen da viel zu viele Ärzte. Es ist ein riesen großes durcheinander. Ein Arzt zieht meine Jacke aus, eine fragt wie der Unfall passiert ist, einer zieht meine Hose aus, irgendjemand untersucht mein Bauch, einer befragt mich zu meinen Narben, einer sticht mir Nadeln durch meine Hand und irgendjemand versucht mich zu beruhigen. Doch als ich fast nackt vor den ganzen Ärzten liege und mich nicht bewegen kann, fühle ich mich schrecklicher den je. Jeder begutachtet mich. Natürlich wollen sie mir nur helfen, aber ich fühle mich wie ein lästiges Objekt, eine Kuh, die auf dem Weg zum Schlachter ist. Um innere Verletzungen auszuschließen zu können muss ich über Nacht bleiben. Als ich in ein Zimmer gebracht wurde, schaute ich mir mein Bauch an und lauter blaue Flecke lachten mich hämisch aus. Und mein Hals sieht so als hätte mich einer gewürgt. Mein Papa fährt kurz nachhause und macht extra Salat für mich, da ich das Krankenhaus Essen eh nicht esse. Ich weine immer zu. Ich kann meine Tränen nicht zurück halten. Ständig diese Bilder, dieser Rauch Geruch, verfolgt mich. Ich mache in der Nacht kein Auge zu. Ich frage mich ständig, weswegen dieses Leben nichts gutes für mich offen hat. Ich glaube, dass mein Leben mich tot sehen will. Obwohl es eigentlich schon reicht, dass ich mich tot sehen will. 



Baby, just make sure you’re doing the drugs and the drugs aren’t doing you






Kurz vor dem Feierabend
habe ich all 
meine Arbeit 
erledigt 
und mache mich 
auf dem Weg
zum Klo. 
Als ich endlich
ungestört 
bin,
schmeiße ich mir
die Pillen ein.
Auf dem Weg
zurück ins Büro,
versuche ich die Angst 
runterzuschlucken, 
die seit dem Unfall 
viel zu oft spüre. 
Diese Angst, 
wieder zu fallen,
ohnmächtig und hilflos 
irgendwo in der Ecke zu kauern.
Diese Bilder
verfolgen mich 
viel zu oft.
Das macht mich verrückt. 
Ich schaffe es ins Büro 
zu kommen 
ohne einen blutigen Vorfall.
Mein Papa hat noch was zutun, 
also versuche ich 
die Zeit 
tot zu schlagen
und
auf dem Rausch 
zu warten. 
Der kommt ganz plötzlich.
Er schleicht sich an mir ran
und ich spüre
wie sich meine Sicht 
vernebelt 
und 
sich
meine Gedanken 
im Nebel 
verstecken.
Als endlich Feierabend ist
und wir zum Auto gehen,
merke ich das mich
die Droge
völlig 
eingenommen 
hat 
und
ich
nur
noch
ein Projekt 
der Pillen 
bin. 
Doch mein Papa
scheint es nicht zu merken 
und deswegen
versuche 
ich 
mich
so ruhig
zu verhalten 
wie nur möglich.
Als wir zuhause
angekommen sind,
geht mein Papa gleich 
mit unserem Hund raus
und da diese Frau, 
die mal meine Mutter war, 
bei ihren 
ach so tollen Freund ist
bin ich nun ganz alleine 
in diesen vier Wänden, 
die mal mein zuhause war. 
Mir fällt es schwer 
zu laufen, 
also sitze ich mich 
nach draußen 
und rauche 
ein paar Kippen. 
Seit zwei Tagen 
bin ich nun 
auf dieser Droge 
und sie wirkt
heute
intensiver den je. 
Als ich es endlich 
geschafft 
habe
in mein Bett
zu gelangen,
merke ich 
plötzlich 
wie meine linke Hand
nicht aufhört zu zittern. 
Erst kommt mir in den Sinn, 
dass es ja nur eine Halluzination 
sein könnte,
doch als meine Hand 
nach mehreren Minuten 
immer noch nicht aufhört 
zu zittern, 
merke ich das es
real 
ist. 
Zitternd liege ich 
in meinem Bett 
verliere meinen Verstand 
und die bittere Erkenntnis 
das ich mein Leben 
auch ohne Drogen 
ertragen 
könnte. 
Nüchtern zu bleiben
gehört
wohl 
einfach nicht
zu meinen Stärken. 



Halt mich nicht, ich hab kein Bock mehr auf das alles hier






Ich will nicht mehr in dieser bösen Welt leben. In einer Welt, wo Pädophile Kinder in ihrem Zimmer gefangen halten, Kerle Frauen auf der Straße abfangen und ins Gebüsch ziehen oder wo Menschen andere Menschen aus  unerklärbaren Gründen ermorden, möchte ich nicht mehr leben. All diese grausigen Taten zerreissen mich. Ich habe Angst vor dieser bösen Welt. Ich möchte nie wieder mein Zimmer verlassen. Ich will nicht mehr diese Erinnerungen haben, die mich erschlagen. Ich möchte nicht immer ständig Angst vor jeden Mann haben, der mir auf der Straße begegnet. Ich möchte nicht mehr diese Horror Szenarien haben, die in meinem Kopf entstehen, wenn ein Mann hinter mir her läuft. Ich will nicht ständig Bilder vor meinem Augen haben, wie er meine Hand nimmt und mich ins Auto zieht. Ich kann mich nicht mal zurück in die Kindhet wünschen, weil ich dank des jahrelangen Missbrauches das Gefühl habe nicht mehr leben zu wollen. Ich projiziere meine Vergangenheit auf meine Realität. Ich wünschte, ich könnte damit aufhören, weil ich ja weiß das nicht jeder Kerl mich würgen und im Auto festhalten will. Auch wenn M. der friedlichste Mensch auf der Erde ist, habe ich oft Angst vor ihm und das sollte nicht sein. Er sollte für mich die kleine Sicherheit sein, doch ich weiß auf langer Sicht wird er irgendwas mit mir machen, wo ich das Gefühl habe tausend Tode zu sterben. Mir war eigentlich vorher schon klar, dass eine Beziehung mit einem Mann mich und das kleine Kind kaputt macht. Nur die Schlampe freut sich, aber die soll so lange im Hintergrund bleiben bis es brenzlich wird. Diese Angst vor Kerle die mich zu tode berühren, wohnt schon viel zu lange ihn mir. 
Ich kann nicht aufhören an den Tod zu denken. Ich kann nicht aufhören daran zu denken, wie meine Kindheit und meine Jugend war. Was leben wir nur in einer grässlichen Welt. Ich möchte hier nicht mehr sein. Ich kann nicht ständig Angstattacken haben. Die Angst bremst mich ständig aus. Ich kann so nicht mehr leben. Vor allem möchte ich das schon lange nicht mehr. 




Ein schöner Tag um drauf zu gehen






Ich habe mir wirklich was vorgemacht. 
Ich stehe draußen,
rauche 
und fange an zu weinen. 
Ich höre dieses unfassbar schöne Lied
und spüre mal wieder,
dass ich keine Heimat habe.
Egal wie gut ich mich mit M. 
verstehe, 
er ist nicht meine Heimat. 
Er wird es nie sein,
weil ich es nicht zu lassen werde, 
dass er so viel Macht besitzt 
mich irgendwann heimatlos 
zu machen. 
 Das Haus,
 in dem, 
wo ich wohne,
ist auch keine Heimat mehr. 
Alles wird hier nur schlimmer,
wenn meine Mutter anwesend ist. 
Hier ist es wie im Krieg.
Ein Wort 
und die Bombe 
geht hoch. 
Und wenn ich daran denke, 
dass ich hier die nächste Zeit 
hausen
werde, 
könnte ich mir 
tief in die Haut schneiden. 
Ich habe keine Arbeit, 
ich habe nichts 
wofür es sich lohnt 
aufzustehen. 
Ich fühle mich 
wie die größte Versagerin 
auf Erden. 
Ich schaffe es kaum 
mein Bett 
zu verlassen. 
Vernachlässige alles, 
vor allem mein Körper. 
Ich kann nicht in den Spiegel 
gucken
ohne 
daran 
zu denken, 
dass ich diese Person 
im Spiegelbild
am liebsten 
tot 
sehen
möchte. 
Ich möchte wieder
ein Grund haben
wofür 
es sich lohnt 
zu leben. 
Seitdem ich letztes Jahr, 
die Person verloren habe, 
die ich bis zum tot geliebt hätte, 
ist alles nur noch schlimmer geworden. 
 Das einzige was ich gut kann, 
ist Drogen zu konsumieren 
und Menschen 
von mich weg zu schubsen. 
Doch sowas kann ich nicht 
unter Stärken 
in einen meiner Bewerbungen schreiben.
Außer sie suchen 
genau das, 
ein herzloses Mädchen, 
was Gefühle verabscheut. 




Und du fragst dich, ob du dich den Menschen wieder näherst oder mehr entfernst von ihnen






Ich nahm dich in dem Arm, 
du nahmst mein Gepäck 
und danach meine Hand, 
weil ich dir vorher gesagt habe, 
dass ich Panik kriege, 
bei solchen Menschenmassen. 
Wir verstanden uns von Anfang an 
viel zu gut. 
Du redest
und redest. 
Ich glaube,
ich habe noch nie ein Kerl 
so viel an einem Stück reden hören. 
Wir kauften uns Bier, 
obwohl du eigentlich 
gar kein Bier magst. 
Deine Mutter 
war sofort nett zu mir 
und als ich ihr die Pralinen gab, 
die ich ihr als kleines Dankeschön gekauft habe, 
lächelte sie 
und bedankte sie sich. 
Als sie erfahren hat 
das ich rauche,
hat sie mir 
eine Schachtel Zigaretten 
geschenkt, 
damit ich meine teuren Schachteln 
nicht aufbrauchen muss. 
Noch nie hat mich eine Mutter
von einem Kerl 
gleich so lieb aufgenommen. 
Ich weiß noch wie eine Mutter 
von einem Wolf 
mir gesagt hat, 
dass ich hässlich sei. 
Seit dieser Sache 
vermeide ich es so sehr es geht, 
die Mütter von Kerlen 
kennenzulernen.
Ich bin nicht gerade
die Art von Frau, 
die man mit nachhause nimmt. 
Ich bin nicht gerade der Traum
von Schwiegermütter. 
Ich bin gepierct, 
tättowiert, 
habe rote Haare 
und trage viel große 
Band T-Shirts. 
Das Wochenende bei dir 
in der Hauptstadt 
war so durchwachsen, 
das ich kaum Worte dafür finde. 
Ich habe mir etwas vorgemacht.
Ich dachte, 
wenn du mich erst 
mit meinen Narben 
von dem Unfall 
und den Schwellungen 
im Gesicht 
siehst, 
wirst du anders von mir denken.
Ich dachte, 
ich könnte dich damit abschrecken. 
Aber ich habe gemerkt
wie du mich ansahst. 
Diese Blicke waren so intensiv.
Du sahst mich so an, 
als wäre ich das schönste
Mädchen 
auf der ganzen Erde. 
Das machte mich so nervös, 
weil ich genau wusste, 
dass es falsch ist, 
da ich M. 
an meiner Seite habe, 
der komplett das Gegenteil 
von dir ist. 
Als wir zum Badesee gangen
war ich so gemein zu dir. 
Ich habe gemerkt,
wie ich deine Gefühle 
mit jedem fiesen Wort
verletzte,
aber ich konnte nicht damit aufhören.
Er wollte trotz meinen Worten
noch meine Hand nehmen,
aber die verweigerte ich ihn.
Deine Augen wirkten so traurig, 
als wir endlich am See angekommen waren 
und ich dir dein Bier aufgemacht habe. 
Du starrtest die ganze Zeit auf dein Handy
und mir fehlten die Worte. 
Ich möchte dich doch nur von mir beschützen,
mehr nicht. 
Ich nahm zig Schlücke von meinem Bier 
und zündete mir gefühlt jede 10 Minuten 
eine Kippe an. 
Du sagtest mir, 
dass du mich liebst
und ich schwieg. 
Er wollte tausend Worte 
von mir hören 
und ich starrte 
einfach nur auf den See.  
Ich lenkte die ganze Zeit ab,
aber er hörte nicht auf nachzufragen. 
Ich erzählte das 
ich 
das alles nicht kann. 
Ich erzählte,
dass ich mir eine Beziehung
mit ihm nicht vorstellen kann. 
Auf dem Nachhauseweg schwiegen wir nur. 
Ich versuchte 
Späße zu machen, 
aber ich merkte 
wie er immer trauriger wurde. 
Als wir dann bei ihm zuhause angekommen 
waren,
machte er noch eine Folge 
iZombie an 
und wir lagen stumm nebeneinander.
Plötzlich fing ich leise an zu weinen, 
meine Beine hörten nicht auf zu zucken
und meine Gedanken hörten nicht auf 
mich anzuschreien.
Ich spürte so einen festen Druck
auf der Brust.
Ich wollte das nicht so beenden. 
Ich möchte ihn nicht verlieren.
Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten 
und ich drehte mich zu ihm um 
und klammerte mich an ihm.
 Er ließ es geschehen 
und so lagen wir Minuten 
oder Stunden.
Ich weiß es nicht. 
Als ich am nächsten Tag 
im Bus nachhause war,
dachte ich über den Abend nach. 
Ich kann dieses Verhalten nicht einordnen, 
welches ich die Nacht zuvor gezeigt habe. 
So unberechenbar 
war ich schon 
lange nicht mehr. 
Ich weiß, 
dass ich sein Herz gebrochen habe, 
und das es nicht richtig war 
mich an ihm zu klammern, 
als wäre ich eine 5 Jährige, 
aber ich glaube, 
ich habe mich einfach verloren und verwirrt gefühlt, 
weil er mir in den wenigen Tagen 
mehr Liebe gezeigt hat, 
als M. in den ganzen Monaten,
wo wir so viel Zeit miteinander verbracht haben.
Er hat mein Herz berührt 
und auch wenn ich es nicht richtig 
zeigen konnte, 
war ich ihm dafür sehr dankbar.
Ich habe nicht nur sein Herz gebrochen, 
sondern mein Herz auch gleich mit. 
Es schmerzt, 
alles schmerzt wieder so sehr. 
Menschen loszulassen 
war noch nie meine Stärke, 
Lieber verzwicke ich mich in tausenden Fehler,
kaum durchdachten Taten 
und zu 
bissigen Worten, 
als einen Menschen
loszulassen. 
Denn dann bin ich alleine
und bereit 
für den nächsten großen Fall.