Es ist unerträglich.
Es ist unerträglich
jeden Tag
mit dem Gefühl
der Ungewissheit
und der Angst
aufzustehen.
Ich schaffe
es
nicht
zu schlafen
ohne zig Mal
aufzuwachen.
Seit einer Woche
sind
meine
Eltern
nun endlich
auch auf dem Papier
geschieden.
Und ich weiß,
ich sollte mich freuen,
dass die Scheidung
endlich durch ist,
aber wenn ich den
traurigen Blick
meines Papa
sehe
wird mir ganz anders.
Wenn ich sehe wie
sich
mein
Brutkasten
alias
meine Mutter
aufführt
werde ich wütend.
Ich werde so wütend,
dass ich nicht mehr weiß
wohin mit mir.
Ich habe das Gefühl
mit jedem dramatisierenden Wort
mit jedem Vorwurf,
mit jedem Wort,
was nur so mit Selbstmitleid tropft,
verliere ich diese Frau.
Ich sehe sie an
und erkenne
meine Mutter
nicht mehr wieder.
Ich sehe sie an
und
ich
sehe
eine fremde Frau,
die mir ständig
ein schlechtes Gewissen
vorschreiben möchte.
Ich habe manchmal das Gefühl,
sie will
das ich mich schlecht fühle.
Als würde sie mir den Status
und den Preis
der
"schlechtesten Tochter der Welt"
verleihen wollen.
Es kann sein,
dass dies mich so emotional macht.
Es kann sein,
dass ich deswegen
bei jedem Menschen,
den ich auf der Straße begegne
panische Angst kriege.
Es kann der Grund sein,
dass ich deswegen
selbst high oder betrunken
nicht meine Emotionen im Griff habe
und mich so gut wie jedes Wort trifft
und
falsch
manche
Sachen
interpretiere.
Meine Gefühle
stressen
mich
so
sehr.
Es scheint so,
als wäre mein Herz
viel zu klein
für den Sturm
meiner erdrückende Gefühle.
Ich könnte nächtelang durchweinen,
wenn ich es zulassen würde.
Ich würde jede Nacht Drogen nehmen,
wenn ich das Geld dafür hätte.
Ich würde wieder anfangen
eine Woche
zu hungern,
wenn mein Papa nicht da wäre.
Ich würde nach dem hungern
wieder anfangen zu fressen
und das auszukotzen,
wenn ich alleine wäre.
Ich würde wieder stärker
anfangen
mich selbstzuverletzen,
wenn ich die Kraft
dazu hätte.
Ich würde nur noch
mit Tavor intus
rauszugehen,
wenn das bei meiner Ärztin
nicht zu auffällig wäre.
Ich würde mich endlich mit M. aussprechen,
wenn ich den Mut hätte
und wenn ich nicht wüsste,
dass er alles dafür tun würde
von den Thema abzulenken.
Ich würde mich von den letzten Menschen,
die mir noch geblieben sind,
distanzieren,
weil ich merke,
dass selbst
wenn sie es nicht absichtlich machen,
mich ständig verletzen.
Irgendwie gibt mir jede Person
im Moment,
dass Gefühl,
dass ich es nicht wert bin.
Nicht wert bin
richtig auf meine Fragen zu antworten.
Nicht wert
Nicht wert
überhaupt mit mir ein Gespräch
zu suchen.
Nicht wert
mich als eine Person
und nicht als ein Objekt
oder Spielzeug
wahrzunehmen.
Nicht wert
mit mir Zeit zu verbringen.
Mit jedem weiteren Tag
habe ich
das Gefühl,
dass ich nirgendswo rein passe.
Alle erscheinen mir so anders,
als ich.
Mit jedem weiteren Tag
habe ich
das Gefühl,
dass ich nirgendswo rein passe.
Alle erscheinen mir so anders,
als ich.
Aber ich weiß nicht,
ob ich mir das alles nur einrede,
weil meine Paranoia und meine Angst
mir ständig Ohrfeigen geben
oder ob es wirklich der Realität entspricht.
Im Moment
erscheint
mir eh alles
viel zu unreal.
Meine paranoides
und ängstliches Ich
haben
mich
im Griff
und
ich
kann
nur
zuschauen
und abwarten,
was sie mir als nächstes
einreden wollen.

