I’m homesick for arms that don’t want to hold me






"Ich möchte so ein Leben nicht mehr führen."
flüstere ich leise. 
Ich flute mein Bett
 mit Tränen 
und wenn ich nicht
 so kraftlos 
wäre, 
würde ich um mich schlagen. 
All das
 woran 
ich
 mich 
die letzten Monate 
 festhalten konnte, 
verschwindet mit jedem Tag mehr. 
Es ist wieder ein ewiger Fall. 
Als das mit meinem Wunderkind 
zu Grunde ging, 
konnte ich mich noch
 an meinem Todesgewicht 
festhalten, 
aber ich bin zu einem Elefant geworden. 
Also kann ich mich 
nicht mal mehr
 an meine Knochen
 festhalten. 
Ich wünschte, 
ich könnte mich 
in meinem Zimmer 
einschließen 
und mich nur von Alkohol 
ernähren. 
Ich will nichts mehr essen, 
nur jahrelang schlafen
 und mich betäuben. 
Alles kommt wieder hoch 
und ich spüre einfach, 
dass das alles 
nicht mehr
 lange
 gut 
gehen
 wird. 
Ich werde einsam
 enden 
und 
wieder 
die Isolation
 als meinem besten Freund 
ansehen 
und
 mit ihm
 durch 
Stille 
kommunizieren. 
Ich kann mich
 nicht mehr 
lange 
 an dir 
festhalten, 
dafür 
stehen
 so viele 
ungesprochen Worte
 zwischen uns. 
Bald wird mein neustes Tattoo
 auf meinem Oberschenkel 
auch zu dir passen. 
"Dein Geruch war meine Heimat."
 Die Betonung liegt auf war.  
Alles was wir haben
 und 
hatten
 ist bald Vergangenheit. 
Eine bittere Erkenntnis, 
die mich zum weinen bringt. 
Aber wie lange
 soll 
ich 
das alles
 noch 
versuchen 
zu retten,
 wenn du nur stumm daneben stehst, 
 und meine Taten keine Blicke würdigst? 
Ist das alles noch was wert?  
Verdammt, ich weiß es nicht





Ich träume jede Nacht von einem Trümmerfeld in dem jemand lebt. Dann seh ich, das bin ja ich selbst.






Februar, Februar,
was für ein Monat.
Seit Jahren
 kann ich diesen Monat
 nicht leiden.
Seit Jahren
quälen mich diese schaurigen Momente,
die mir ständig die Sicht nehmen
und ich merke
 wie ich mit jedem Mal
 trauriger werde.
So viele Wolfsmomente
schlagen auf mich ein.
Ein Grund
mehr den Valentinstag zu hassen,
da ich vor Jahren
diesen Tag
 mit einem Wolf
 geteilt habe.
 Noch schlimmer ist,
dass dieser Wolf
immer noch
 in meinem Leben
herum läuft
 und mit jeder weiteren Nachricht
mich zu einen Treffen
 drängt.
 Ich weigere mich ständig,
doch es wird einen Tag kommen,
wo ich ihn sehen muss,
damit er endlich locker lässt.
 Ich will ihn nicht sehen.
Ich weiß ganz genau,
dass er irgendein
abfälliges Kommentar
über mein Gewicht ablässt,
da ich seitdem
wir uns das letzte Mal gesehen haben,
glaub ich,
zugenommen habe.
Noch schlimmer ist
der 24. Februar.
Das Wochenende voller Schmerzen
und Würgegriffe.
Ein Montag
voller Scham
und Selbsthass.
Nun kommt noch dazu,
dass letztes Jahr
genau in dieser Zeit
 mein Papa
herausgefunden hat,
dass meine Mama
ihm fremdgeht.
 Diese Nacht werde ich nie vergessen.
Wie völlig hilflos
ich
mich
 gefühlt
 habe
 in der Angst,
dass mein Papa
 mich
mit
 ihr
alleine
lässt.
Ich habe mich gefühlt,
 als wäre ich wieder 5 Jahre alt.
Klein, verlassen und ohne Macht.
Nun ist in ein paar Monaten
 das Trennungsjahr durch
 und mein Papa
 ist
 dann
endgültig geschieden.
 Dann bin ich offiziell ein Scheidungskind.
Wie ich diesen Ausdruck verabscheue.
Die Sorgenfalten
von meinem Papa
werden immer mehr,
da er die Hälfte
 von seinem Geld
an eine Frau abgeben muss,
die all seine Gutmütigkeit ausgenutzt,
beschmutzt
und in den Dreck gezogen hat.
 Ich vermisse meine Mutter nicht,
 vor allem nicht,
 wenn sie mich
 ständig unter Druck
setzt
und sie auf die Tränendrüse
 drückt
 nur um mich zu manipulieren.
Sie denkt,
 sie könnte so eine Show abziehen
und ich könnte ihr verzeihen.
Ich weiß nicht mal,
ob ich ihr jemals verzeihen kann.
Ihre narzischtische Züge
unterdrücken mich. 
Nun gibt es auch noch M.
Wir sind nun
 seit einem Jahr zusammen
und treffen uns
ab Sommer
 schon zwei Jahre.
Ich weiß nicht
 wie ich darüber fühlen soll.
Ich weiß nicht
 wie es mit uns weitergeht.
Ich weiß nur,
dass ich bei ihm bleiben möchte.
Auch wenn mir Leute sagen,
dass ich eine Person verdient habe,
 bei der ich auch weiß,
dass sie mich liebt.
Doch
wir
bekommen
meistens die Liebe,
wo wir denken,
dass wir sie verdient haben.
Also in meinem Fall keine Liebe.
Nur ein lustiges
und wärmendes
zusammen sein,
Nähe spüren,
 Drogen nehmen,
viel rauchen,
viel trinken
 und
 vielleicht
 ein Hauch von Gefühlen.
Mehr hat M. nicht
und um ihm nicht
 zu verschrecken,
muss ich die Welle
an Gefühlen
unausgesprochen
 lassen.
Wäre leichter,
 wenn er nicht wüsstest,
dass ich ihn liebe.
Doch man kann Worte
 nicht ungeschehen
 machen
 und ich kann nur hoffen,
dass er irgendwann
solche Gefühle
zulassen kann.
Aber ob das dann
mir
zugute
 kommt
 oder einer anderen Frau,
weiß ich nicht.
Jahrelang konnte ich ohne Liebe leben,
doch
jetzt
wo die Gefühle so stark sind,
 kann
 ich
 sie
nicht mehr ignorieren.
Die Wut
hat sich
wieder tief in mir versteckt,
 doch die Enttäuschung ist noch da.
Ich brauche irgendein Zeichen.
Irgendein Zeichen,
dass ich weitermachen soll.
Aber ich bekomme
 nur ein Tritt
 ins Gesicht,
wenn ich sehe
 wie sehr sich Paare lieben
 oder wenn ich merke,
 dass dieses stark sein
 überhaupt nichts bringt
und ich wieder
weinend
 im Bett liege
und mein einziger Halt Drogen sind.  
Alle haben Liebe gegen Drogen getauscht. 
Nur ich kann im Moment von beiden nie genug bekommen.
 Ich bin zu gierig 
und deshalb 
ist 
alles
 was ich bekomme Verlustängste, 
Aggressionen 
und tiefe stumpfe Leere,
die mich anschreit. 
Fuck this hurts, I won't lie.
Doesn't matter how hard I try,

half the words don't mean a thing.
And I know that I won't be satisfied.





Ich weiß nicht was der größere Fehler ist, jetzt zu gehen oder zu bleiben






Mit Bier intus
 sitze 
ich
 bei meiner Therapeutin. 
Ich erzähle ihr, 
was die letzte Zeit 
alles passiert ist 
und als ich dann von M. anfange, 
fange ich an zu zittern
 und zu beben. 
Mein Herz 
schlägt viel zu schnell 
und mir ist gleichzeitig 
so kalt und warm. 
Wenn meine Therapeutin 
mich nicht ständig 
daran erinnern würde, 
mal ein und aus 
zu atmen, 
würde 
ich 
das 
vergessen.
Ich fühle mich so erbärmlich.
 Ich 
kämpfe 
so sehr 
mit den Tränen,
 dass es mich anstrengt.
 Meine Trauer 
 vermischt
 sich mit so vielen Gefühlen, 
dass ich nicht mehr klar denken kann. 
Durch die Worte 
von meiner Therapeutin 
wird mir eiskalt bewusst, 
warum
 ich 
mich plötzlich
 so jämmerlich, 
verlassen 
und benutzt fühle. 
M. hat mir mit seiner Aktion 
das Gefühl gegeben, 
wie es die Wölfe 
und meine Mutter
 mir schon vorher 
vor die Füße 
gekotzt haben. 
Diese Gedanken, 
dass du mich nur benutzt hast
und mich wahrscheinlich 
nur deswegen
so 
lange
ausgehalten hast,
weil ich mich 
nie geweigert habe
und nie
um mich geschlagen habe, 
als du mir
viel zu oft
die Klamotten 
auszogen hast,
hört einfach nicht auf.
 Du hast mich mit deinem Lachen 
und deiner warmen Nähe, 
in dein einsames 
und dunkles Loch, 
 was wohl dein Herz ist, 
gelockt. 
Und jetzt wunderst du dich, 
warum ich voller Gefühle verrückt werde. 
Ich bin viel zu viel für dich. 
Du ziehst dich zurück 
und strafst mich
 mit deiner Stille, 
nur weil ich Worte gesagt habe, 
die dir nicht gefallen.
Die Worte von mir, 
haben dir wohl gezeigt, 
dass ich doch nicht so emotionlos bin, 
wie du angenommen hast.
Es war auch mein Fehler 
Ich habe dich 
im Glauben gelassen, 
dass ich so bin. 
Du
 möchtest 
mit 
mir 
immer noch Zeit 
verbringen, 
aber du tust nichts dafür. 
Ich gebe und gebe
 und nimmst und nimmst nur.
Du denkst dir gar nichts dabei,
 doch ich bin das alles so leid. 
Ich bin es leid keine wirkliche Rolle 
in deinem Leben
 zu spielen. 
Ich wollte auf uns bauen,
 damit wir auch
 noch 
eine Zukunft
 zu zweit haben. 
Aber du hast mich so sehr verletzt. 
All die Wunden, 
die ich mir selbst zugefügt habe,
 sind ein scheiß Dreck 
dagegen. 
Ich könnte dich 
tagelang anschreien
 und die Wut 
würde trotzdem nicht vergehen. 
Ich frage mich so oft, 
wie er sich das alles so mit mir vorgestellt hat. 
Etwa 
das wir beide
  eine unverbindlich Beziehung 
haben. 
Es bloß nicht an die große Glocke hängen. 
Bloß
 nicht 
deiner Mutter 
davon erzählen.
Das könnte
schließlich 
vielleicht bedeuten, 
dass deine Mutter 
dich häufig
auf mich anspricht, 
was dir ja nur zu 
unangenehm ist.
Bloß die Gefühle
 nicht so sehr 
an dich ranlassen 
aus was für einen Grund 
auch immer. 
Ich weiß, 
ich bin schwer zu händeln.
 Ich bin viel zu impulsiv. 
Tanze bewusst vor dem Tod umher, 
damit er mich erwischt. 
Aber diese Seite
 habe
 ich 
vor dir
 nie 
raus gelassen. 
Ich habe die Dunkelheit versteckt. 
Sie war nur an meinen Narben sichtbar.
 Und selbst die 
hast du 
 kommentarlos hingenommen. 
Ich habe das Gefühl, 
dass wir beide 
eine komplette andere Ansicht haben, 
was Beziehungen angeht.  
Du hast nur Schiss, sagte meine Therapeutin
 Aber das habe ich doch auch. 
Ich habe dir so viel von mir gezeigt 
und jetzt wünsche ich mir, 
dass ich das doch nie getan hätte.
 Ich weiß nicht wie es weitergehen soll.
 Ich weiß gar nichts mehr, 
außer
 das mein Zigaretten und Alkohol Konsum
 gestiegen
 ist 
und meine Gefühle 
mich schwach 
und 
splitterfasernackt 
machen. 
Ich will nicht nur für dich ein Objekt sein.
 Aber ich muss mir eingestehen, 
dass dies wohl der Fall ist. 
Die Liebe scheint mich zu hassen. 
Sie schlägt bitter böse auf mich ein 
und ich liege weinend daneben.