Ich bin schon so lange leblos, doch wache jeden Tag auf und lasse das Leben auf mich regnen. Ich bin wieder etwas sportlich aktiver und versuche meine Ernährung umzustellen, was eigentlich nur heißt, dass die Essstörung wieder all meine Sinne übernommen hat. Mein Körper ist immer noch eine Hülle, die mit meinen impulsiven Gedanken und meinem Handeln gekennzeichnet ist.
Es scheint als hätte M. mich blockiert und die unlogische Reaktion darauf ist, wieder eine toxische Person in meinem Leben zu lassen, und zwar ich selbst.
Die Kinder spielen im Hof und ich bin innerlich tot.
Ich bin in einer toxischen Beziehung mit dem Monat Januar
Ich dachte immer
meine Depression
zeigt sich mit zu viel Alkohol.
Doch nun jetzt,
wo meine Welt
sich in den Tod gestürzt hat,
renne ich von Arzttermin
zu Arzttermin,
um das letzte lebende
in mir
auch noch
zu töten.
Der Alkohol
liegt trostlos
in der Ecke.
Ich schaffe es kaum
mich zu bewegen
ohne
zu
weinen
oder Schmerzen
zu haben.
Vielleicht lasse ich den Alkohol liegen,
weil ich es nicht verdient habe
Linderung zu erfahren.
Ich verstehe mich selber nicht mehr.
Ich weiß nur eins,
so tief bin ich noch nie gesunken.
So verfalle ich in Stille
und der,
der eigentlich mit mir im selben Boot sitzt,
tut es mir gleich.
Die Stille ist so ohrenbetäubend,
dass kein Wort
der Welt
beschreiben könnte,
was in mir vorgeht.
Ich habe viel Blut verloren und ich bade darin.
