I can't remenber who I am. I feel like disappearing







Ich vergifte meinen Körper
mit all den Subtanzen, 
die ich in meinen Zimmer 
versteckt habe. 
All der Alkohol,
der mein bester Freund, 
mein ewiger Helfer in der Not, 
aber auch der Feind ist, 
der mir Geld aus der Tasche zieht 
und mich aufgequollen aussieht. 
All die chemischen Drogen, 
die ich nehme, 
wenn ich auf den Alkohol verzichten möchte. 
Die chemischen Drogen
geben mir einen anderen Sicht 
auf mein dunkles etwas, 
was mein Leben ist. 
Doch die Nebenwirkungen 
lassen nicht auf sich warten 
und wenn ich gerade runterkomme
sehne mich 
nach einer Person, 
die mich ganz fest hält. 
Meistens kommst du mir 
in den Sinn, 
obwohl M. an meiner Seite ist. 
Das hasse ich. 
Wahrscheinlich sehne ich mich 
nach dir, 
weil nur du die Person bist, 
die sich mit diesen Drogen auskennt
und genau weiß,
was man mir in diesen Moment sagen könnte. 
Doch ich weiß , 
dass wir uns nie wiedersehen werden 
und das okay, 
da ich keinen Platz mehr in deinen Leben habe
und das ist auch verständlich 
nach den ganzen Schmerz
mit den wir uns auseinander setzen mussten. 
Dann gibt es noch das endliche Gras,
welches ich rauche, 
wenn ich bei M. bin. 
Auch wenn Gras für viele 
keine "echte Droge" ist, 
merke ich die Wirkung 
oftmals viel zu sehr. 
Ich zucke mit den Augen
und das zittern hört gar nicht auf.
Die Schmerztabletten,
die ich schlucke wie Bonbons,
da mir der Unfall
nicht nur psychische Schmerzen
sondern
auch körperliche Schmerzen
vor die Füße geworfen hat. 
Und dann gibt es noch dieses Zeug, 
welches ich eigentlich nie mehr nehmen wollte,
weil ich genau weiß, 
dass ich damit mein Magen zerstöre
auf langer Sicht. 
Doch ich las nur 
Abführmttel 
und dann waren schon 
drei Packungen 
in meinen Warenkorb. 
Nach dem ersten einnehmen 
von mehr als 10 Tabletten 
merke ich 
wie mein Körper 
mich dafür verabscheut. 
Und alles nur, 
weil ich diesen 
Körper,
den ich in Spiegel sehe, 
nicht mehr sehen möchte. 
Auf meine Schlaftabletten
und Tavor 
kann ich nicht verzichten. 
Ich klammere mich 
an Tavor,
weil diese Angstzustände
mich gefangen halten
und ich selbst,
wenn ich in meinem Bett,
was für mich eigentlich
der sicherste Platz der Welt ist,
Panik bekomme,
wenn ich nachts 
ein Geräusch höre,
welches mir nicht vertraut ist
und ich dann stundenlang 
wie erstarrt in meinem Bett liege
und nur noch darauf warte 
bis irgendeiner in mein Zimmer kommt
und irgendwas mit mir macht, 
was ich nicht ertrage.
Ich bin mal wieder ein kleines Kind, 
die sich in Angst kleidet
und eigentlich nur Sicherheit brauch. 
Doch dieses Jahr 
hat 
mir
die 
Sicherheit 
gestohlen 
und
ich bin zu kraftlos
um 
sie
zu 
suchen.
Ich habe Angst.
Ich habe Panik. 
Den ganzen Tag. 
Ich vergifte meinen Körper,
weil nicht mehr weiß 
was richtig oder falsch ist. 
Ich weiß gar nichts mehr, 
außer das ich mich nicht mehr sicher fühle
und das ich ständig 
Enttäuschungen, 
Schmerz, 
Angst 
und Panik 
schlucken muss,
um meinen Mitmenschen 
nicht
 an meinen Innenleben 
teilhaben 
zu lassen. 
Selbstfürsorge
 ist 
so 
ein 
großes 
Wort, 
was ich verstehe
aber an mir selbst 
nicht 
anwenden kann, 
da ich nicht mehr weiß 
wie es ist
wenn man sich selbst 
akzeptiert
oder gar liebt. 
Ich bin nicht mehr die,
die ich vor diesem Jahr war
und das macht mir 
zusätzlich noch Angst
doch ich kann das nicht steuern. 
Ich habe mich zu einen Menschen
verändert, 
den ich nicht mehr wieder erkenne, 
deswegen schlucke ich mehr Pillen,
als Nahrung. 
Deswegen möchte ich nicht mehr 
vor die Tür gehen 
um das Grauen 
in meinen Leben
so klein wie möglich 
zu halten.





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