ich würde gerne wisen,
wo meine seele ist,
wie es ihr geht,
oder ob sie schon tot ist,
zerzägt, zerrissen
von den wölfen
auf dem friedhof
der toten, viel zu jungen seelen,
verweilt.
ich frage mich
was mit meiner seele passiert ist,
als ich von den maden
in meiner hülle
aufgefressen
im dreck lag
und den Tod in mein Zimmer ließ.
als ich hungernd
jeden Tag
auf der waage stand
und das essen verweigert hab.
als ich blutend und benommen
mein zimmer wischte,
weil die teufelswunden
nicht aufhören wollten
zu schreien
und zu bluten.
als ich im psychischen knast saß ,
zwanghafte nahrung schlucken musste,
sie aus mir herausschneiden wollte
und den ersten todesversuch
hinter mir hatte.
als ich die tränen
der lebendig begrabende Liebe
vergoss,
mir die arme
aufschlug,
zerschnitt,
verätze,
verbrannte
und meine inneren wunden
versuchte
täglich mit alkohol
zu desinfizieren.
als ich unter
unter den wölfen
und anderen männlichen tiere
lag,
die berührungen
mich zum fall brachten,
das kind von früher
in meiner hülle auftauchte
und ich nichts mehr
außer den tod sah.
als ich das zimmer nicht verließ,
die kraft in mir verbraucht war,
die dunkelheit nie hell wurde
und die angstzustände
meine knochen lähmten.
als ich hilflos
auf der liege
von den ärtzen lag
und sie versuchten
mein Leben
mit einer Nadel
wieder heil
zu nähen.
als ich ständig
die schule schwänzte
und mich bei meiner herzensdame
versteckte
weil ich nicht mehr
unterscheiden konnte
ob die
inneren
oder die körperlichen
schmerzen
mir wunden verabreichten.
als ich zum kettenraucher
wurde
und der penner
in meinen inneren
auftauchte
um für immer zu bleiben.
als ich
unendliche todesversuche
hinter mir hatte
und nichts half
um mich wieder
lebendig
zu machen.
als ich die
in nebelgehüllten
kindheitserinnerungen
meinen kopf
erreichte,
wo ich nicht mehr wusste
wo unten und oben war,
meine familie
für die blindheit verachtete
und ich nichts mehr war
als ein jämmerliches reh.
als mein vater auf mich einschlug,
meine mutter mich
mit verachtung
und trauer
strafte,
meine schwester
fast in den Tod stolperte,
die schuldgefühle
mich plagten
und ich mir nur wünschte,
das mein Leben
endlich
ein Ende hat.
würdest du dich
für mich schämen,
verschollene seele?
würdest du
auf mein Grab
spucken
und spüren hass
für verspüren?
würdest du
für meine pure existenz
in scham zerfließen?
verwunderte seele,
ich wünschte
ich hätte dich retten können.
ich wünschte,
ich hätte schreien können
und die wölfe
von mir schubsen
und losrennen können
bevor es zu spät
gewesen wär.
ich hätte mich
mit händen füßen
wehren
und dich fest halten sollten
bevor sie mir
dich wegnehmen könnten.
ich wünschte,
ich wär für dich
ein besser mensch gewesen,
die nicht schweigt,
wenn sie nicht schweigen soll.
jemand der die kraft hat
sich zu wehren
und mut zu beweisen.
ich wünschte,
ich könnte dir beweisen,
dass ich aus meinen fehlern gelernt
und die todesgefühle
von mir abgeschüttelt habe
und dir nicht
tag aus
tag ein
ein lebloses Leben zeigen,
welches nur
vor sich hin trinkt,
vor sich hin blutet,
vor sich hin pillen schluckt,
vor sich hin hungert,
vor sich hin schweigt,
vor sich hin berührungen erträgt,
vor sich hin todesversuch vollbringt
und den tod entgegen geht.
ich kann nicht aufhören
an dich zu denken,
halb tote
oder tote seele.
du fehlst mir,
auch wenn ich dich
nur kurz zeit hatte.
ich hoffe,
falls du nicht mehr atmest,
dass du ein
fensterplatz im himmel hast.
ich vergesse dein nicht, versprochen.
es tut mir leid, meine wunderschönen wesen, das ich so lange in der stille gehaust habe. ich weiß, diese worte wiederhole ich jedes mal aufs neue, doch es ist einfach eine tatsache, dass ich immer viel zu lange brauche um euch auf eure wundervollen kommentare zu antworten. ich will euch gerne sagen, dass ich mich in dieser sache ändere, aber ich glaube, ich würde dann lügen, und ihr habt lügen nicht verdient. nicht hier, nicht von mir, nicht in diesen Leben.
auch wenn ich euch keine wörter hinterlasse denke ich an euch, ich vergesse euch nicht, in meinen herzen speichere ich all eure worte. ihr gibt mir viel, auch wenn ihr 'nur' stumm mit liest. eure existenz ist mir wichtig, und das jetzt nicht, weil ihr eines meiner leser seid, sondern weil ihr ein Leben habt, was ihr hoffentlich bald leben könnt.
auf eure kommentare antworte ich so schnell es geht, ich hoffe, ich schaffe es noch diese woche, ich hoffe es, passt auf euch auf.