Self care is getting so drunk that you forget you hate yourself







Ich habe wirklich alles versucht. 
Ich habe eiskalt geduscht, 
bin auf meinem Balkon barfuß 
auf und ab gegangen 
mit lauter Musik, 
habe viel geraucht
und viel getrunken, 
habe gegen Wände geschlagen 
und versucht mich 
mit Youtube Videos abzulenken. 
Doch die Dunkelheit zerfrisst 
meinen Körper 
so sehr, 
dass ich nicht mehr weiß
wohin mit meinen Gefühlen. 
Nach der schönsten Zeit 
fühle ich mich wie ein Geist, 
der durch meine Wohnung 
herum irrt. 
Ich weiß nicht mehr wohin 
mit mir, 
wenn ich nicht ihre Anwesenheit spüre.
Ich habe lange nicht meine Haut zerstört 
und ich dachte 
mit meinen 25 Jahren
wäre 
diese Sache 
endlich unter den Tisch gekehrt.
Doch dieser Selbsthass 
erschreckt 
mich
immer dann, 
wenn die Traurigkeit 
meinen Körper 
heimsucht.
Der Mond scheint durch mein Fenster,
betrachtet mich
und ich habe das Gefühl,
dass er enttäuscht von mir ist
und meine jämmerliche Seite
am liebsten nicht sehen würde.
Ich kann mein Verhalten 
nicht
beschönigen.
Dazu habe ich auch 
keine Kraft mehr dafür. 
Ich wäre ja schon froh, 
wenn ich es morgen schaffen würde
meine Haare zu waschen.
Ich würde nächste Woche 
am liebsten 
bei meiner Arbeit anrufen 
und sagen, 
dass ich nicht arbeiten komme,
weil ich mich fühle, 
als würde ich 
Stück für Stück 
verschwinden. 
Die Realität 
widert mich an.
Ich möchte so lange 
schlafen 
bis ich endlich weiß, 
wo sich das Glück versteckt, 
wenn ich nicht bei ihr bin. 
Ich kann sehr gut allein sein. 
Ich kann meine Wände
mit lauter Bilder gestalten, 
nachmittags anfangen zu trinken 
und mein Bett kaum verlassen, 
aber all das bringt mir nichts, 
wenn der Realitätsschock 
einsetzt 
und ich so lange weinen möchte,
bis mein Zimmer 
ein Meer
aus Gefühlsabfällen wird. 




Ich bin nichts als eine Schnapsidee






Meine erste eigene Wohnung.
Ein Drahtseilakt aus 
Alkoholiker Verhalten,
Wahrnehmungsstörung, 
lauter Herzschläge voller Hungern 
und zu viele Medikamente, 
pünktlich die Miete überweisen, 
wenig Geld fürs Essen ausgeben
um sich andere Sachen leisten zu können. 
Voller Gedanken wie: 
"Warum sollte ich viel Geld für Essen ausgeben, 
wenn mein Körperbild mir sagt, 
dass ich so wenig Essen wie möglich verdient habe?" 
Meine Wohnung soll mein Zuhause sein. 
Dort wo ich sein kann wie ich bin.
Doch das was ich bin, 
sind lauter psychische Krankheiten, 
die ich nicht abschütteln kann. 
Die Nächte sind nur voller 
verwirrende Träume, 
die der erhöhten Medikation  
und den Alkohol geschuldet sind. 
Ich sollte aufatmen. 
Ich bin einen neuen Schritt gegangen. 
Ein weiterer Schritt des Erwachsens werden, 
doch ich kann das nicht sehen. 
Ich werden ab August mehr Verantwortung 
in meiner Arbeit tragen 
und mein Hirn 
rotiert 
und findet keine Ruhe,
weil ich mich kenne. 
 Kann ich diese Verantwortung tragen? 
Werde ich versagen, 
weil ich das alles nicht gewachsen bin?  
Ich brauche ein Pausen-Knopf in meinem Leben.
Ich brauche endlich Ruhe. 
Eigentlich brauche ich immer Ruhe, 
doch das Leben 
dreht sich viel zu schnell 
und ich komm nicht mit. 
Ich bleibe stehen.
Alle scheinen mich zu überholen
und ich starre nur vor mich hin 
und hoffe,
dass niemand sieht, 
wie ich im Boden versinke.