Ich kann mein Leben
gerade nicht in Worte fassen.
All diese Tage
ziehen an mir vorbei,
als wären sie nie dagewesen.
Jedes weitere Gefühl,
welches meine Sinne fesselt,
ist nur ein Tropfen auf den heißem Stein.
So oft möchte ich
einfach weinen
und in Ruhe gelassen werden,
doch dafür habe ich keine Zeit.
Ich hetze
von einer Aufgabe
in die nächste
und dabei
bleibe ich selbst
auf der Strecke.
Ich sehne mich an einem Tag,
wo die Angst zuhause bleibt,
doch stündlich erreicht sie mich
und ich weiß
immer noch nicht
wie ich mit diesem Gefühl
umgehen soll.
Selbst wenn ich bei M. bin,
lässt sie mich nicht in Ruhe.
Sie schrenkt
so sehr
mein Handeln
ein,
dass ich oftmals
anfange zu dissoziieren
und für Minuten
nicht mehr bei mir bin.
Auch im Traum
erreicht
die Angst mich
und
ich wache völlig panisch auf
und traue mich nicht
wieder einzuschlafen.
Lauter Nachrichtenberichte
machen das alles nicht leichter.
Vergewaltigung hier, Missbrauch da.
Wenn allein nur dieses Thema
angeschnitten wird,
fühlt es sich so an,
als müsste ich mich übergeben.
Die ganze Nahrung
in meinem Bauch
plus dieses Thema
ist
keine gute Kombi.
Wie soll da meine Seele
Frieden von dem Missbrauch finden?
Wie soll ich
ohne verschiedensten Substanzen
mich davon beruhigen?
Ich weiß nur,
dass mein Herz
ständig
zerbrochen
in meinem Bett liegt,
weil der Schmerz
von den Erinnerungen
zu überwältigend ist.
Ich würde gerne aufhören
darüber nachzudenken,
aber die Welt gibt mir ständig Impulse daran
und ich bin wieder am Anfang.
Wie soll ich das je hinkriegen
ohne Angst anderen Menschen zu begegnen?
Wie kann mein Trauma
in Frieden ruhen,
ohne das die Wunde ständig wieder neu aufgerissen wird?
Alles vergeht,
nur dieses Gefühl,
dass mich das Trauma
lebensunfähig
macht,
nicht.