Mit Bier intus
sitze
ich
bei meiner Therapeutin.
Ich erzähle ihr,
was
die letzte Zeit
alles passiert ist
und als ich dann von M. anfange,
fange ich an zu zittern
und zu beben.
Mein Herz
schlägt viel zu schnell
und mir ist gleichzeitig
so kalt und warm.
Wenn meine Therapeutin
mich nicht ständig
daran erinnern würde,
mal ein und aus
zu atmen,
würde
ich
das
vergessen.
Ich fühle mich so erbärmlich.
Ich
kämpfe
so sehr
mit den Tränen,
dass es mich anstrengt.
Meine Trauer
vermischt
sich mit so vielen Gefühlen,
dass ich nicht mehr klar denken
kann.
Durch die Worte
von meiner Therapeutin
wird mir eiskalt bewusst,
warum
ich
mich plötzlich
so jämmerlich,
verlassen
und benutzt fühle.
M.
hat mir mit seiner Aktion
das Gefühl gegeben,
wie es die Wölfe
und meine
Mutter
mir schon vorher
vor die Füße
gekotzt haben.
Diese Gedanken,
dass
du mich nur benutzt hast
und mich wahrscheinlich
nur deswegen
so
lange
ausgehalten hast,
weil ich mich
nie geweigert habe
und nie
um mich geschlagen habe,
als du mir
viel zu oft
die Klamotten
auszogen hast,
hört einfach nicht auf.
Du hast mich mit
deinem Lachen
und deiner warmen Nähe,
in dein einsames
und dunkles Loch,
was wohl dein Herz ist,
gelockt.
Und jetzt wunderst du dich,
warum ich
voller Gefühle verrückt werde.
Ich bin viel zu viel für dich.
Du ziehst
dich zurück
und strafst mich
mit deiner Stille,
nur weil ich Worte
gesagt habe,
die dir nicht gefallen.
Die Worte von mir,
Die Worte von mir,
haben dir wohl gezeigt,
dass ich doch nicht so
emotionlos bin,
wie du angenommen hast.
Es war auch mein Fehler
Ich habe dich
im Glauben gelassen,
dass ich so bin.
Du
möchtest
mit
mir
immer noch
Zeit
verbringen,
aber du tust nichts dafür.
Ich gebe und gebe
und nimmst
und nimmst nur.
Du denkst dir gar nichts dabei,
doch ich bin das alles so
leid.
Ich bin es leid keine wirkliche Rolle
in deinem Leben
zu spielen.
Ich wollte auf uns bauen,
damit wir auch
noch
eine Zukunft
zu zweit
haben.
Aber du hast mich so sehr verletzt.
All die Wunden,
die ich mir
selbst zugefügt habe,
sind ein scheiß Dreck
dagegen.
Ich könnte dich
tagelang anschreien
und die Wut
würde trotzdem nicht vergehen.
Ich frage
mich so oft,
wie er sich das alles so mit mir vorgestellt hat.
Etwa
das
wir beide
eine unverbindlich Beziehung
haben.
Es bloß nicht an die
große Glocke hängen.
Bloß
nicht
deiner Mutter
davon erzählen.
Das könnte
schließlich
vielleicht bedeuten,
dass deine Mutter
dich häufig
auf mich anspricht,
was dir ja nur zu
unangenehm ist.
Bloß die
Gefühle
nicht so sehr
an dich ranlassen
aus was für einen Grund
auch
immer.
Ich weiß,
ich bin schwer zu händeln.
Ich bin viel zu impulsiv.
Tanze bewusst vor dem Tod umher,
damit er mich erwischt.
Aber diese
Seite
habe
ich
vor dir
nie
raus gelassen.
Ich habe die Dunkelheit
versteckt.
Sie war nur an meinen Narben sichtbar.
Und selbst die
hast du
kommentarlos hingenommen.
Ich habe das Gefühl,
dass wir beide
eine
komplette andere Ansicht haben,
was Beziehungen angeht.
Du hast nur Schiss, sagte meine Therapeutin.
Aber
das habe ich doch auch.
Ich habe dir so viel von mir gezeigt
und jetzt
wünsche ich mir,
dass ich das doch nie getan hätte.
Ich weiß nicht wie
es weitergehen soll.
Ich weiß gar nichts mehr,
außer
das mein Zigaretten
und Alkohol Konsum
gestiegen
ist
und meine Gefühle
mich schwach
und
splitterfasernackt
machen.
Ich will nicht nur für dich ein Objekt sein.
Aber ich muss mir eingestehen,
dass dies wohl der Fall ist.
Die Liebe
scheint mich zu hassen.
Sie schlägt bitter böse auf mich ein
und ich liege weinend daneben.