Heute ist alles grau. Selbst meine Gedanken verlieren ihre Blätter.






Seit dieser Woche 
konnte ich endlich anfangen
in einer Kita zu arbeiten.
Und ich dachte wirklich, 
dass sich meine Laune 
dadurch bessern könnte. 
Ich habe die ganze Zeit 
mein ständiges genervt sein
auf meine Arbeitslosigkeit
geschoben. 
Doch ich merke, 
dass sich meine Laune 
nicht grundlegend bessert,
nur weil ich wieder 
mein geliebten Beruf nachgehen kann. 
Die ersten beiden Tage verliefen 
so gut. 
Ich dachte, 
ich könnte 
meine
ständige Angst
zu Seite schieben. 
Doch ich habe vergessen 
wie kraftlos mich 
die Arbeit macht 
und ich am liebsten
den restlichen Tag
nachdem Feierabend 
nur noch schlafen möchte. 
Die gestrige Nacht 
hat 
mir
zusätzlich
noch meine ganze Kraft
geraubt.
Ich habe wieder
von Männern
geträumt,
die mich
missbraucht haben.
Mit toten Augen
bin ich heute
den ganzen Tag
rum gelaufen.
Ich wollte Ruhe
doch mein Kopf
hörte nicht auf
mir den Traum
immer wieder
ins Gedächtnis zu rufen.
Ausgerechnet heute
war auch noch
Frühstücksstag,
wo es für die ganze Gruppe
frische Brötchen gab.
Am Anfang wollte ich nicht
unhöflich sein
und aß eine Hälfte
eines Brötchen.
Und dann aß ich
plötzlich mehr
nur damit
ich
 diesen Traum
verdränge.
Lieber habe ich
einen puren Selbsthass
nach dem essen.
Lieber stürze ich mich
in die Selbstzerstörung,
wenn ich mehr essen,
als ich eigentlich ertrage,
als wenn ich Flashbacks
von den ganzen Übergriffen
habe.
Eigentlich hatte ich heute
so viel vor.
Ich hätte eigentlich
nach der Arbeit
Therapie,
aber
nun sitze ich kraftlos
auf meinem Bett,
vollgepumpt
mit Abführmittel,
um dieses ekelige Gefühl
des zu viel Essens
nicht mehr so stark zu spüren.
Ich hätte es einfach nicht ertragen
mit diesen Gedanken
und Flashbacks
Öffentliche Verkehrsmittel
zu nutzen,
die mir ja zusätzlich
noch Panikattacken
bereiten.
Ich hätte es nicht geschafft
mit ruhigen Herzen
zu Therapie zu gehen.
Auch wenn meine Therapeutin
sehr viel von mir weiß
und ich sie auch sehr schätze,
möchte ich einfach nicht,
dass sie mich sieht,
wenn ich mich selbst
verlier'
in diesem Strudel
voller Angst
und Flashbacks.
Davon erzähle kann ich,
aber
das
sie
das
so hautnah
miterlebt
ertrage ich nicht.
Ich möchte einfach
nicht
das
man
mir anmerkt
 mit welchen Gefühlen
ich
 zu kämpfen hab.
Dafür
fühle
ich
gerade
viel
zu viel,
was
mich
sprachlos macht.
Dieser Traum
hat mein Tag
beschmutzt,
mich beschmutzt,
meine Gedanken
in eine falsche Richtung gedrückt.
Der Traum
hat
mein
Verhalten
klein gemacht.
Mich überwältigt.
Mich wieder
zum
kleinen Kind
gemacht,
was
gefressen
gegessen hat,
um all die traumatische
Ereignisse
zu verdrängen.
Und ich habe Angst.
Ich habe Angst
wie oft
dieses Verhalten
mein Körper erreicht.
Schließlich bin ich doch
eine erwachsene Frau
und doch viel
reifer
als das
kleine Ich
vor vielen Jahren.
Eigentlich. 
Doch
das
Gefühl
lässt
mich
einfach
nie los
klein zu sein. 
Ein Kleinkind
zu sein,
was mit ihren Leben
einfach nicht klar kommt.
Ich habe so oft gesagt: “Ich mache das nie mehr.”
 Doch ich glaube auf dem Weg nach oben 
liegen überall Drogen.
 Meine Freunde haben alle gezogen.
 Ich habe gebaut und geraucht und gelogen








Fear might be the death of me






Wir liegen im Bett. 
Du legst deinen Arm 
um mich
und ich bekomme 
plötzlich Atemnot. 
Das atmen fällt mir so schwer. 
Meine Gedanken kreisen 
sich nur um diese eine Sache. 
Ich bin überwältigt 
von seiner Nähe 
und 
ich 
weiß
nicht 
ob 
positiv
oder negativ.
Dumme Hure,
du weißt doch,
dass es negativ ist.
Es weiß nur, 
dass es sich gerade so 
anfühlt, 
als würde ich 
wegen seiner Nähe 
ersticken. 
Lauter Bilder schwirren
mir durch den Kopf.
Ich versuche mir ständig
selber einzureden, 
dass ich keine Angst
haben brauch. 
Es ist M.
und kein Wolf. 
Doch 
ich 
kann
verdammt nochmal
nicht atmen 
und versuche zu ignorieren
und auszublenden,
dass er mich immer wieder 
auf die Stirn küsst. 
Es ist der Anstoß 
zu etwas größeren. 
Ich dachte 
seit langen wieder, 
dass ich seine enge Nähe 
ertragen 
und sogar genießen kann, 
doch jetzt bin ich wieder am Anfang
angelangt,
wo ich nie wieder 
ankommen wollte. 
Ich würde mich gerne 
unter tausend Decken 
verstecken,
weinen
und mich 
grün 
und blau
 schlagen.
Ich will endlich
wieder normal atmen können.
Ich will das er mich 
in Ruhe schlafen lässt. 
Ich will das diese panische Angst
vor Nähe 
und davor 
splitterfasernackt 
zu sein,
 aufhört. 
Doch 
ich habe 
das Gefühl, 
dass diese panische Angst 
nie aufhört 
in mir 
zu existieren,
selbst wenn ich 
von einer Person 
angefasst werde
für die ich Gefühle hege.
Und das macht mir zusätzlich 
noch Angst. 
Ich will nicht jedes Mal 
zusammenzucken, 
wenn mich jemand berührt. 
Ich will endlich 
mehr als einmal im Monat
das Gefühl habe, 
dass ich die enge Nähe 
genießen kann. 
Ich will endlich 
aus dieser Angst 
ausbrechen, 
die mich so lähmt. 
Doch jedes Mal, 
wenn ich ein Schritt 
aus der Angst 
gemacht habe, 
kommt etwas
und ich falle zurück 
in alte Muster. 
Ich verfalle in Panik
und kann mich vor Panikattacken 
nicht mehr schützen,
wenn mich jemand berührt. 
Und alles nur, 
weil mich Wölfe berührt haben, 
obwohl ich es nicht wollte. 
Alles nur weil 
mir der Kindheitswolf 
schon früh gezeigt hat, 
dass ich ein Objekt 
seiner Lust 
bin 
und nichts anders. 
Wenn ich an all die Momente 
zurück denke, 
wo mich Wölfe 
oder Männer und Frauen  
mich berührt haben
und
weil sie nur
 darauf aus waren 
mich nackt zu sehen, 
mich zu Sachen gedrängt haben, 
weil ihnen ihre Bedürfnisse 
stetig wichtiger waren, 
als meine, 
könnte ich kotzen. 
Ich möchte endlich 
wie ein Mensch behandelt werden. 
Doch ich verfalle immer 
in das Gefühl 
zurück 
ein Objekt für die Lust
von anderen 
zu sein. 
Egal wie lieb 
M.
auch zu mir ist, 
wenn alles in 
mir drin schreit, 
dass ich ein Objekt bin, 
kann seine
liebvollsten Berührungen 
gar nichts dagegen machen. 
Und das tut mir für ihn leid, 
dass ich so gut wie ständig 
zu scheu bin, 
wenn es um Nähe geht. 
Ich dachte wirklich,
ich bin auf den guten Weg. 
Für ein paar Momente 
fühlte ich mich 
mehr wie ein Mensch,
 wenn M. mich anfasst. 
Für ein paar Momente 
fühlte 
ich mich  
stärker 
als 
die 
Angst. 
Doch die Angst 
ist eine Hure, 
meine Gedanken 
eine Müllkippe 
und meine Gefühle 
ein Aschenbecher. 
Ich bin 
und 
ich 
bleibe
ein 
ängstliches Objekt, 
mehr nicht.






I wanted to be physically erased and start over again. I didn’t want to be here. I didn’t want to be there. I guess I wanted to be nowhere, I wanted to listen to my brain talk inside of nothingness. I wanted to be untouchable and have no need.







Es ist unerträglich. 
Es ist unerträglich 
jeden Tag 
mit dem Gefühl 
der Ungewissheit 
und der Angst 
aufzustehen. 
Ich schaffe
es 
nicht
zu schlafen
ohne zig Mal 
aufzuwachen. 
Seit einer Woche 
sind 
meine 
Eltern 
nun endlich 
auch auf dem Papier 
geschieden. 
Und ich weiß, 
ich sollte mich freuen, 
dass die Scheidung 
endlich durch ist, 
aber wenn ich den 
traurigen Blick 
meines Papa 
sehe
wird mir ganz anders. 
Wenn ich sehe wie 
sich 
mein 
Brutkasten 
alias 
meine Mutter 
aufführt 
werde ich wütend.
Ich werde so wütend, 
dass ich nicht mehr weiß
wohin mit mir. 
Ich habe das Gefühl 
mit jedem dramatisierenden Wort
mit jedem Vorwurf,
mit jedem Wort, 
was nur so mit Selbstmitleid tropft,
verliere ich diese Frau. 
Ich sehe sie an
und erkenne 
meine Mutter 
nicht mehr wieder. 
Ich sehe sie an 
und 
ich
sehe 
eine fremde Frau, 
die mir ständig
ein schlechtes Gewissen
vorschreiben möchte.
Ich habe manchmal das Gefühl,
sie will
 das ich mich schlecht fühle.
Als würde sie mir den Status
und den Preis 
der
"schlechtesten Tochter der Welt"
verleihen wollen. 
Es kann sein, 
dass dies mich so emotional macht.
Es kann sein, 
dass ich deswegen 
bei jedem Menschen,
den ich auf der Straße begegne
panische Angst kriege. 
Es kann der Grund sein, 
dass ich deswegen 
selbst high oder betrunken
nicht meine Emotionen im Griff habe
und mich so gut wie jedes Wort trifft
und 
 falsch
 manche
Sachen
 interpretiere.
Meine Gefühle 
stressen 
mich 
so 
sehr. 
Es scheint so, 
als wäre mein Herz 
viel zu klein
für den Sturm 
meiner erdrückende Gefühle. 
Ich könnte nächtelang durchweinen, 
wenn ich es zulassen würde. 
Ich würde jede Nacht Drogen nehmen,
wenn ich das Geld dafür hätte. 
Ich würde wieder anfangen 
eine Woche 
zu hungern, 
wenn mein Papa nicht da wäre. 
Ich würde nach dem hungern
wieder anfangen zu fressen 
und das auszukotzen, 
wenn ich alleine wäre.
Ich würde wieder stärker
anfangen 
mich selbstzuverletzen, 
wenn ich die Kraft 
dazu hätte.
Ich würde nur noch 
mit Tavor intus 
rauszugehen, 
wenn das bei meiner Ärztin 
nicht zu auffällig wäre. 
Ich würde mich endlich mit M. aussprechen, 
wenn ich den Mut hätte
und wenn ich nicht wüsste, 
dass er alles dafür tun würde
von den Thema abzulenken. 
Ich würde mich von den letzten Menschen,
die mir noch geblieben sind,
distanzieren, 
weil ich merke, 
dass selbst 
wenn sie es nicht absichtlich machen,
mich ständig verletzen. 
Irgendwie gibt mir jede Person 
im Moment,
dass Gefühl,
dass ich es nicht wert bin. 
Nicht wert bin 
richtig auf meine Fragen zu antworten.
Nicht wert 
überhaupt mit mir ein Gespräch 
zu suchen. 
Nicht wert
mich als eine Person 
und nicht als ein Objekt 
oder Spielzeug 
wahrzunehmen. 
Nicht wert
mit mir Zeit zu verbringen.
Mit jedem weiteren Tag
habe ich
das Gefühl,
dass ich nirgendswo rein passe.
Alle erscheinen mir so anders,
als ich. 
Aber ich weiß nicht, 
ob ich mir das alles nur einrede, 
weil meine Paranoia und meine Angst 
mir ständig Ohrfeigen geben
oder ob es wirklich der Realität entspricht. 
Im Moment 
erscheint 
mir eh alles 
viel zu unreal. 
Meine paranoides
und ängstliches Ich
haben 
mich 
im Griff 
und 
ich 
kann 
nur 
zuschauen
und abwarten, 
was sie mir als nächstes
einreden wollen. 






Even now. when people lean down to touch me, or hug me, or put a hand on my shoulder, I hold my breath. I turn my face. I want to cry.






Mein Körper ist wieder 
ein lebendiger 
Aschenbecher. 
Bei jedem Gefühl, 
was mich 
zu überwältigen droht,
drücke ich eine Kippe
auf mir aus. 
Ich will dieses Feuer, 
was ich in mir spüre, 
auf meinen Körper verlagern. 
Es ist eh egal, 
so ein paar Narben 
mehr oder weniger
fällt nun auch nicht mehr auf. 
Diese emotionale Seite 
in mir 
nimmt 
Überhand 
und ich kann 
dagegen 
nicht 
mehr ankämpfen. 
Die Panikattacken
und Angstzustände
nehmen mich völlig ein,
dass ich wieder nach Tavor greife. 
Raus gehen
ist 
eine Qual. 
Auto fahren 
ist die Hölle. 
Und eine Berührung
von fremden Männer
machen mich so panisch
und klein. 
So viel geweint 
wie in den letzten paar Wochen
habe ich schon 
lange nicht mehr. 
Früher
habe ich 
angefangen mich 
zu schneiden,
wenn ich geweint habe, 
weil ich dieses starke Gefühl
der Trauer 
nicht 
ertragen habe. 
Aber die Zeiten haben 
sich geändert. 
Ich werde plötzlich 
so starr,
wenn ich weine. 
Als könnte ich mich 
nicht bewegen.
Der Tränenschleier 
vernebelt mir die Sicht. 
Ich sehe nichts 
außer den Todesnebel. 
Wenn ich nicht die Drogen 
und das hungern 
hätte, 
würde
ich 
noch 
mehr 
durchdrehen. 
Ich habe so oft das Gefühl,
dass ich nahezu am durchdrehen bin.
Ich kann mich selber nicht mehr kontrollieren. 
Meine negativen Gedanken 
und Gefühle
 kontrollieren mich
und fühle mich so 
gefangen 
in mir selbst. 
Ich klammer mich 
stundenlang 
an meine Kuscheltiere
und an meinen Kippen, 
doch nichts gibt mir Halt. 
Ich bin haltlos. 
Ich
falle
haltlos
in 
das
was
sich 
Leblosigkeit 
nennt.




   

Du und ich, so richtig funktioniert das nicht. Ich fühle mich zu frei für deinen goldenen Käfig.





Und ich mag nicht, 
die Gefühle, 
die ich fühle, 
wenn ich bei dir bin. 
Ich mag nicht, 
dass nervöse zittern 
und dieses ständige Herzklopfen. 
Ich mag es nicht wie du mich ansiehst.
Ich mag nicht wie du 
meine Beine 
auf deinen Schoss legst, 
wenn du merkst,
dass ich so langsam müde werde. 
Wir reden mal wieder darüber
wie wir uns kennengelernt haben. 
Wir waren früher 
komplett andere Menschen, 
aber uns trotzdem viel zu ähnlich. 
Wir waren beide 
für die ganzen Menschen 
viel zu unsichtbar. 
Wir konnten 
die Menschen 
auf der Party nicht leiden 
und das hat uns irgendwie 
zusammen gebracht.
Aber als ein Gerücht 
zur Sprache kommt, 
was ich vorher noch nie gehört habe,
lässt mich das kurz verstummen. 
Ein Wolf
scheint dir zu der Zeit 
erzählt zu haben, 
dass das Gerücht rum ging,
dass wir beide auf der Party 
übereinander her gefallen sind.
Wir beide müssen so lachen, 
doch natürlich entspricht das nicht 
der Realität. 
Ich hätte dich zu dieser Zeit 
nie angefasst, 
denn dafür war ich viel zu 
gefangen in der Angst vor Nähe.
Wenn du dann erzählst, 
dass du so froh bist 
mich kennengelernt zu haben
und ich das beste bin, 
was dir je passiert ist,
möchte ich es wirklich glauben. 
Wirklich. 
Aber das was wir haben
ist keine Liebesgeschichte
und für uns gibt es kein Happy End. 
Du bist nicht der Mann, 
den ich heiraten würde.
Du bist nicht die Person, 
mit der ich eine 
gemeinsame Zukunft planen würde. 
Die Zeit ist vorbei, 
wo wir illegale Sachen gemacht haben, 
ich vor der Polizei weg gerannt bin 
und ich dich 
zu mir nachhause gebracht habe, 
weil du dir beim randalieren 
deine Hand verletzt hast. 
Die Zeit ist vorbei, 
wo du panische Angst 
um mich hattest, 
nachdem ich
 auf den Weg 
von dir 
zu mir nachhause,
gefallen bin
und ich lauter Wunden
im Gesicht davon getragen habe. 
Ich weiß, 
dass du dir deswegen 
Vorwürfe gemacht hast, 
auch wenn du es mir nie erzählt hast.
Früher konnte ich dank
deinen Taten spüren, 
wie sehr ich dir bedeute. 
Aber nun kann ich nicht mal mehr sagen,
ob die ganzen Taten wirklich 
gezeigt haben, 
dass ich mehr für dich bin,
als eine gute Freundin, 
weil deine knallharten Worte
mein inneres kalt,
verletzlich 
und wütend gemacht haben.
Ich würde dir nie von meinen 
Ängsten erzählen, 
die mich jeden Tag plagen. 
Ich könnte dir nie den Hintergrund 
erklären,
weswegen ich manchmal 
um mich und mich selber schlage, 
mich mit Zigaretten verbrenne 
oder Schandtaten in meine Haut schneide. 
Ich würde dir niemals erzählen, 
dass ich mir chemische Drogen 
rein schmeiße, 
weil ich nur so von mir selber 
entkommen kann 
und ich erst 
richtig atmen kann, 
wenn ich vollkommen betäubt bin. 
Ich könnte dir nie davon erzählen, 
dass die Essstörung 
immer noch mein Alltag 
bestimmt. 
Das es ein Wechselspiel 
zwischen hungern, 
fressen und kotzen ist. 
Ich würde dir nie 
erzählen, 
dass mich 
immer die gleichen Albträume 
plagen
und ich völlig 
panisch und schweiß gebadet 
davon wach werde 
und ich mich dann wieder 
unter meine Bettdecke verstecke 
mit einem Kuscheltier in der Hand. 
Ich würde dich niemals anrufen, 
wenn ich so stark weine, 
weil mich die Trauer und die Wut
erstickt. 
Ich kann 
eine Flasche Jägermeister trinken, 
paar Joints 
und Kette rauchen, 
ohne mich zu übergeben. 
Du kannst mit mir 
stundenlang 
Marvel Filme anschauen, 
frauenfeindlichen Rap hören 
und Horrorspiele zocken.
Ich kann dir ständig 
dabei zuhören, 
wenn du über etwas redest, 
was dich begeistert, 
was so in der Seele brennt. 
Ich wollte schon so oft gehen. 
Einfach unsere Zeit hinter mir lassen, 
aber nun sitze ich wieder neben dir
und weiß, 
dass wir uns eigentlich 
immer noch sehr ähnlich sind. 
Aber es steht so viel zwischen uns. 
All die ungesagten Worte, 
aber vor allem du stehst 
uns im Weg. 
Ich habe dich 
über mich selbst gestellt.
Ich habe deine Gefühle
und deine Bedürfnisse 
über meine gestellt 
und genau das ist 
das Problem. 
Andere würden sagen, 
so ist das in der Liebe,
doch das alles hat 
damit nichts zutun. 
Es ist keine Liebe,
wenn jemand 
rein gar nichts 
dafür tut, 
um eine Beziehung 
aufrecht zu erhalten. 
Es ist keine Liebe, 
wenn man selbst nichts gibt, 
sondern nur nimmt,
nimmt,
nimmt. 
Es ist keine Liebe, 
wenn man alles als Selbstverständlichkeit 
ansieht,
den anderen wie Dreck behandelt 
und davon ausgeht, 
dass der andere trotzdem immer 
wieder ankommt. 
Es ist keine Liebe,
punkt.
Ich weiß nicht, 
was alles noch passieren muss, 
dass ich endlich wegen dieser Aussage
meine Beine 
in die Hand 
nehme 
und anfange
zu rennen.
Weg rennen.
Weg
von
dir
und 
deinen Worten,
die mich dazu bringen sollen
bei dir 
zu 
bleiben.