Meine erste eigene Wohnung.
Ein Drahtseilakt aus
Alkoholiker Verhalten,
Wahrnehmungsstörung,
lauter Herzschläge voller Hungern
und zu viele Medikamente,
pünktlich die Miete überweisen,
wenig Geld fürs Essen ausgeben
um sich andere Sachen leisten zu können.
Voller Gedanken wie:
"Warum sollte ich viel Geld für Essen ausgeben,
wenn mein Körperbild mir sagt,
dass ich so wenig Essen wie möglich verdient habe?"
Meine Wohnung soll mein Zuhause sein.
Dort wo ich sein kann wie ich bin.
Doch das was ich bin,
sind lauter psychische Krankheiten,
die ich nicht abschütteln kann.
Die Nächte sind nur voller
verwirrende Träume,
die der erhöhten Medikation
und den Alkohol geschuldet sind.
Ich sollte aufatmen.
Ich bin einen neuen Schritt gegangen.
Ein weiterer Schritt des Erwachsens werden,
doch ich kann das nicht sehen.
Ich werden ab August mehr Verantwortung
in meiner Arbeit tragen
und mein Hirn
rotiert
und findet keine Ruhe,
weil ich mich kenne.
Kann ich diese Verantwortung tragen?
Werde ich versagen,
weil ich das alles nicht gewachsen bin?
Ich brauche ein Pausen-Knopf in meinem Leben.
Ich brauche endlich Ruhe.
Eigentlich brauche ich immer Ruhe,
doch das Leben
dreht sich viel zu schnell
und ich komm nicht mit.
Ich bleibe stehen.
Alle scheinen mich zu überholen
und ich starre nur vor mich hin
und hoffe,
dass niemand sieht,
wie ich im Boden versinke.







