bestehen
nur noch
aus Kraftlosigkeit,
Suizidgedanken,
Angst,
Unsicherheit
und Selbsthass.
Jeden Tag
fällt es mir
schwerer aufzustehen.
Ich sehe in alles keinen Sinn mehr.
Nicht mal in meiner Arbeit,
obwohl das eigentlich
das einzige war,
wofür es sich noch gelohnt hat
aufzustehen.
Doch meine Stimmen
und meine Unsicherheit
machen mir alles kaputt.
Ich glaube nicht,
dass ich jemals
eine gute Erzieherin
werde.
Ich bin so kreativlos.
Wer würde eine kreativlose Erzieherin
schon einstellen?
Ich frage mich,
wie ich mein lebenlang
arbeiten soll,
wenn mir dieses Jahr
schon in den Knochen
hängt
und
ich
am liebsten
die Tage
durchschlafen möchte,
weil mir alles zu anstrengend ist.
Mein Lebenslauf
zeigt
schon
viel zu viele Lücken auf,
dass ich es mir
nicht leisten kann,
Monate zuhause zu bleiben.
Meine Zukunft
erscheint mir so dunkel.
Ich kann mich
einfach nicht
in zehn Jahren sehen.
In zehn Jahren
sehe
ich
mich
unter der Erde.
Andere sehen
sich
in zehn Jahren,
als Mutter,
verheiratet,
in einer eigenen Wohnung
und selbstbewusster.
Doch meine Zukunft
wird nicht
so sein.
Ich will keine Kinder.
Ich bin nicht
der Typ
von Frau,
die man heiraten möchte
und selbstbewusst
war ich noch nie.
Ich habe schon
immer
mit mir
und meinen Aussehen
gekämpft.
Zwar habe
ich
mein Aussehen
drastisch
verändert,
aber das hat alles nichts gebracht.
Ich fühle
mich
immer noch
wie ein hässlicher,
jämmerlicher
Elefant.
Und wie soll sich das jemals ändern,
wenn mein Körper
mir ständig Streiche spielt?
Mein Körper
kann sich nicht
entscheiden,
ob er
an
einen Hungertot
erleiden will
oder er sich
bei Weight Watchers
anmelden soll.
Meine Essstörung
hat sich seit
dieses Jahr
gewandelt.
Jetzt
hänge
ich
zwischen
hungern und fressen.
In meinem Prinz Pi Beutel
verstecke die Lebensmittel
für meinen heimlichen Fressabend.
So wie früher
als ich
unter meinem Bett
meine geklauten Süßigkeiten
vor meinem Eltern
versteckt habe.
Ich fühle mich an den Anfang
von meiner Essstörung zurück versetzt,
wo ich ständig versucht habe
meine Mahlzeiten zu kürzen,
um dann am Wochenende
die Brötchen im Keller
in mich
rein zu stopfen.
Die Abführmittel
stapeln sich
und ich
wundere mich
mit jedem Tag,
wie mein Magen
das nur aushält.
Wenn ich an Magenkrebs
irgendwann sterbe,
würde mich das
kein Stück wundern.
Mein Magen
kennt
einfach
keine normale Portionen.
Ich habe einfach kein Maß
dafür
und entweder
habe
ich
Magenschmerzen
wegen dem vielen essen,
oder wegen den hungern.
Ich weiß noch,
wie meine erste Therapeutin
die ganze Zeit dachte,
ich hätte Bulimie,
was früher überhaupt nicht stimmte,
doch jetzt
erkenne ich Merkmale
davon
in meinen Verhaltensweisen
und das macht mir Angst.
Mit Magersucht
zu leben
ist schon anstrengend genug.
Wie soll ich
dann noch
mit dieser Erkrankung
klar kommen?
Ich pack nicht
noch
eine psychische Erkrankung.
Die Angststörung,
die letztes Jahr
noch dazu
gekommen ist,
machte mich zu einen Wesen,
was gar nichts mehr packte,
ohne Tavor.
Und gegen Bulimie
kann man
keine Tabletten schlucken.
Niemand
kann mich
davor schützen
und das ist das schlimmste.
Ich kann niemanden
von meiner Vorahnung erzählen.
Wer würde mich schon ernst nehmen?
Ich bin viel zu einsam
und wortlos
um dafür
die richtigen Worte zu finden.
Ich bin ein Bündel
voller psychischen Störungen
und einer Persönlichkeitsstörung.
Ein Blick auf meinen Diagnosen
und ich könnte kotzen.
Ich fühle mich,
als wäre ich an mein Limit angelangt.
Ich weiß nicht mal mehr,
wie ich die nächsten Tagen überstehen soll,
ohne mich
in irgendeiner Form
selbstzuverletzen.
Das Leben
ist
ein
einziger Schmerz
und mit jedem weiteren Fehler,
die ich mache,
wird das Gefühl
noch
stärker,
einfach
einen Schlussstrich
zu ziehen.
Ich rede nie darüber,
doch ich glaube,
aufgeben hilft.
Und du weißt, irgendwann geht der Moment vorbei,
dabei wollte ich doch Unendlichkeit.