Ich versuche ja, keine Angst zu haben, verstehst du. Aber ich mache trotzdem alles kaputt. Ich baue trotzdem immer scheiße.








Es ist 2 Uhr morgens. 
Ich bin auf dem nachhause Weg
und
 steh unter Spannung. 
Ich weiß nicht wohin 
mit 
meinen ganzen Gefühlen. 
Wenn mir nicht von einem Wolf
 vor Jahren
meine Stimme 
genommen 
 hätte
würde 
ich 
schreien.
So laut 
sodass
mein Herz 
vor Schreck 
zerspringt
und meine Gefühle
tot in der Ecke liegen.
Von Sekunde zu Sekunde
wird 
alles 
schlimmer. 
Ich trete gegen alles 
was mir in den Weg 
kommt. 
Eine Laterne,
eine Ampel,
Müllsacke 
ganz egal. 
Es ist viel zu viel passiert
in den Abendstunden. 
Diese verganenen Stunden
bringen
mich
um
den Verstand.
 Was habe ich nur wieder angerichtet?
Plötzlich 
fange 
ich 
an 
zu 
weinen.
Wie soll es nur weitergehen?
Ich hader mit mir selbst. 
Die Gefühle haben die Überhand 
übernommen.
Ich lasse mich von ihnen leiten 
und das 
kann ich 
nicht ertragen.
Ich sehe immer noch dein Gesicht vor mir. 
Ich kriege zu viel.
Ich trete gegen irgendwas ein. 
Was genau das war 
nehme 
ich 
gar 
nicht
mehr wahr. 
Mir stockt der Atem.
Es fühlt sich so an 
als 
würde
ich 
vor 
lauter Gefühlen
ersticken.
Der Alkohol in meinem Blut 
hilft
mir 
nicht,
deine braungrünen Augen
sehe
ich
immer noch
mich liebevoll anschauen.
Ich versuche 
ein 
und
aus
zu atmen
aber egal
was ich mache
ich spüre deine Anwesenheit  
neben mir
obwohl 
du schon längst 
in deinem Bett liegst 
und schläfst.
Ich bin verwirrter denn je.
Ich habe solche Angst.
Ich möchte nichts falsch machen
aber egal
welchen Weg
ich
gehe,
ich
zersprenge 
alles
mit meinem Verhalten.
Ich komme zuhause an 
und nehme 
eine kleine Überdosis. 
Ich will endlich nichts mehr spüren.







Sadness is leaking out of my skin and it’s drowning all the people around me. Stay away from me, please. I’m dangerous.








Nun ist das Praktikum vorbei. 
Ich vermisse die kleinen dort jetzt schon. 
Noch nie habe ich mich bei einer Arbeit 
so angenommen gefühlt. 
Wie soll ich jetzt meine Tage gestalten?
Ich habe viel zu viel Zeit. 
Viel zu viel Zeit 
um mich 
immer weiter zu zerstören.
Wie soll ich tag aus tag ein 
mit diesem Elefanten Körper 
zurecht kommen 
ohne 
mich 
jeden Tag 
selbstzuverletzen? 
Ich vermisse jetzt schon 
die Einrichtung. 
Die gemütlichen Stunden, 
wenn A. mich in den Arm nimmt, 
den Kopf auf meine Schulter legt 
und sich komische Videos anschaut 
oder Kinderspiele im Internet spielt. 
Und die gemeinsame Zeit mit K.
K. ist so verletzlich 
und stark 
zugleich. 
Eine Kämpferin 
mit weinenden Herzen, 
was anfängt zu schreien 
wenn sie sich angegriffen fühlt.
Obwohl sie mich ständig versucht hat zu ärgern
habe 
ich 
ihre weiche Seite 
kennenlernen dürfen. 
Sie hat mich gleich in ihr Herz 
aufgenommen, 
was bei ihr nicht 
selbstverständlich 
ist. 
Ich vermisse jetzt schon 
die Momente, 
wenn ich gerade Feierabend gehabt habe 
aber
sie mich nicht gehen lassen wollte.
Wo sie sich an mich klammert 
und mir die Tür versperrt
sodass ich nicht raus kann. 
Selbst die Momente, 
wenn die Kids durchdrehen,
anfangen zu schreien, 
um sich schlagen, 
Erzieher schlagen, 
sich selber schlagen
möchte 
ich 
nicht 
 missen.
 Auch wenn ich es nie für möglich gehalten hätte,
ich habe mich an diese Aggressionen gewöhnt. 
Ich habe gelernt damit umzugehen, 
zumindest auf der Arbeit. 
Doch wenn es um mich geht 
kriege 
ich 
immer 
noch 
wackelige Knie, 
fange an zu weinen, 
wenn einer mich anschreit
oder schlägt. 
Ich habe noch einen weiten Weg vor mir
und ich weiß nicht 
wie ich den jemals 
meistern soll. 
Wann fangen bloß die guten Zeiten an? 
Manchmal konnte ich sie erahnen, 
erhaschen 
wie 
ein 
Luftzug 
der durch mein kaltes Zimmer 
weht. 
Doch nun sind sie eingefroren, 
sowie 
mein Herz. 
 Ich erfriere an meiner eigenen Kälte. 
Na bist du doch wie dein Vater? 
Die warmen Zeiten sind nun vorbei 
und mit jeden weiteren Tag
werde 
ich 
kälter. 
Du bist meine Heizung, 
aber
leider 
bist 
du 
nicht 
hier
und 
ich starre 
Löcher 
in meine Wände. 
Sehnsucht schlägt mir 
mein Herz 
wund. 
Es ist kaum 
auszuhalten.
Ich bin stumm. 
Sowie so oft.
Ungesagte Worte
sind 
wohl
voll
mein Ding.









Du denkst, ich habe das alles vergessen was du mir angetan hast doch ich sehe dein Gesicht jedes mal wenn ich einschlaf







Es wird dunkel um mich herum.
Dein Gesicht taucht auf.
Du bist über meine hohe Mauer gesprungen, 
wie auch immer du das geschaffst hast. 
Ich hänge in einer Zeitschleife fest, 
wo du mich immer wieder anfasst. 
Immer und immer wieder. 
Lauter Emotionen 
sammeln 
sich 
in meiner Brust.
Ich fange an zu weinen. 
Ich ertrinke 
in den Tränen,
in den Erinnerungen 
und im Alkohol 
um das in mir
zu betäuben.
Du bist hartnäckig.
Ziehst immer wieder meine Hose runter, 
wenn ich versuche 
sie hoch zu ziehen. 
Verdammt 
die Tränen hören 
einfach nicht auf 
meine Wange
herunter zu laufen.
Die Kippe berührt meine Haut. 
Der Schmerz tötet nicht deine Anwesenheit 
in meinen innern. 
Was hast du nur mit mir gemacht? 
Ich kann mich nicht mehr berühren. 
Alles 
wirklich 
alles 
hast 
du 
angefasst. 
Ich komm nicht von diesen Erinnerungen los. 
Du hast mich kaputt gemacht. 
Der Abgrund lächelt mir verführerisch zu. 
Ich überlege nicht lange, 
ich springe dort hinein 
und lass mir lieber von den Tod 
alle Sinne 
nehmen 
als dich 
neben mir zu spüren
obwohl 
du
gar 
nicht 
da
 bist. 



 

Ich wär so gern dein Superheld







Die Blätter verfärben sich 
in den 
wunderschönsten Farben. 
Um mir herum stürmt ein Wirbelsturm. 
In einem Moment 
ist 
alles 
ruhig.
Ich spiele mit den Kindern, 
lache mit ihnen
und plötzlich
ist ein kleines Wort 
zu viel 
und 
der Sturm 
stürmt 
durch 
das ganze Haus.
Türen knallen, 
sie fangen an zu schreien, 
Tränen fließen auf den Boden, 
werfen mit Gegenständen 
und laufen weg. 
Ich stehe kurz neben mir. 
Versuche ruhig zu atmen 
und sammle mich. 
Ich gebe ihnen Zeit 
um 
ein wenig 
runterzukommen, 
mach mir ein Tee 
und lauter Gedanken, 
die nicht aufhören wollen 
mich als Auslöser dieser verzwickten Situation
zu sehen. 
Es gibt hier lauter Momente, 
wo mir kurz den Atem fehlen. 
Das einzige Mädchen in dieser Wohngruppe, 
wo ich arbeite 
liegt weinend in meinen Atmen 
und stammelt 
Worte, 
die ich nicht verstehen kann. 
Sie ist lauter Angst. 
Ich warte vor der Badezimmertür,
damit sie weiß 
das keiner ihr was 
antun kann, 
wenn sie am duschen ist.  
Wir hören zusammen Musik, 
sie zeigt mir ihren besten Moves 
und ich tanze bekloppt daneben 
damit 
ich 
sie 
endlich
wieder 
lächeln 
seh. 
Ich habe Feierabend. 
Sie schaut traurig. 
Ich vergewisser ihr das ich am Montag wiederkomme,
nehme sie in den Arm 
und 
schließe ihre Zimmertür.
Ich verlasse das Haus
aber 
die Momente 
hören nicht auf 
sich in meine Gedanken 
zu mischen. 
Aber all das ist mir wert. 
Diese Arbeit ist goldwert. 
In keinen anderen Bereich möchte ich später arbeiten.
Da bin ich mir sicher.




And now I just sit in silence. Sometimes quiet is violent








Dieser Satz
hallt 
nach.
Mein Herz setzt aus
und 
ich 
merke 
das 
ich 
anfange zu zittern. 
Ihr geht nach unten 
und ich versinke im Bett. 
Flashbacks zertrümmern mein Hirn 
bis alles verschwimmt. 
Ich fange an bitterlich zu weinen. 
Ich bin nicht mehr hier.
Ich bin nicht mehr 21 Jahre alt . 
Ich bin bei ihm im Zimmer
und ein kleines Kind. 
Du ziehst deine
 und meine Hose aus. 
Was ist hier los?
Von weit entfernt 
höre 
ich 
eine Stimme. 
Sie schreit immer wieder 
Nein nein nein nein nein nein nein 
hör auf 
bitte
bitte 
hör auf
Ich will das nicht. 
Viel zu spät merke ich, 
dass ich wohl die Person bin, 
die schreit. 
Er hört nicht auf.
Er wird immer brutaler 
und  
ich bekomme keine Luft mehr. 
Du hälst deine Hand auf meinem Mund. 
Ich will das nicht
ich will das nicht
ich will das nicht.
Ich ersticke an den Bilder.
Zeit ist nicht mehr vorhanden. 
Die Minuten verstreichen 
und ich weiß nicht mehr 
wie lang 
dieses schreien,
dieses weinen, 
diese Panikattake, 
diese Bilder 
 mich 
schon
gefangen 
halten.
Ich schlage um mich
immer
und 
immer 
wieder. 
Alles schmerzt. 
Noch immer
 bekomme ich keine Luft. 
Ich versuche von ihm zu weichen
doch ich kann mich nicht bewegen
als hätte er mich gefesselt
sodass ich keine Chance habe 
vor ihm 
zu fliehen.
Ich spüre plötzlich etwas hartes. 
Ich kleines Mädchen 
blute 
untenrum. 
Es tut so weh 
hör doch bitte auf.
Nach gefühlten Stunden
ist 
er 
fertig
und 
ich 
am Ende. 
Ich spüre sein Schweiß 
auf 
meinem Körper. 
Alles ist so ekelig
vor allem ich selbst. 
Ich zittere
und
lache
wenn meine Eltern
kurz reinkommen
um nach den rechten zu sehen.
Danach
spielen wir
wieder Playstation
 als
wäre
nichts
passiert.
 Alles verschwimmt wieder.
Ich bin wieder 21 
und in ihren Bett. 
Noch nie waren die Flashbacks 
so stark 
so real 
so bedrückend.
Nun weiß ich, 
dass ich mir 
das alles nicht nur 
ausgedacht habe. 
Jetzt habe ich es schwarz auf weiß. 
Ich wünschte ich wäre tot.
Ich schaue zitternd auf die Uhr
5 Uhr morgens.
Noch immer bin ich alleine. 
Wo bleiben die nur?
Schlucke meine Pillen 
und versinke wieder 
in den viel zu großen Bett. 
Ich schäme mich zu Tode. 
Kann man von zu viel Scham sterben? 
Ich atme aus.
Ich hoffe es doch.

 

Controll is an illusion






Irgendwas läuft 
gewaltig schief.
Ich laufe 
in Richtung 
Dunkelheit,
wo das Ende 
vorbestimmt ist. 
Meine Gedanken 
drehen sich die ganze Zeit
im Kreis. 
Warum. Warum verdammte scheiße hast du das zugelassen, 
dass dein Körper so aussieht als wäre er ein Elefant?
Ich hasse diese Gedanken. 
Sie machen mich verrückt
bis ich an nichts mehr anderes denken kann 
als 
an tagelanges hungern.  
Warum kann ich nicht aufhören 
mich im Kreis zu drehen? 
Warum nehme immer zu, wieder ab, wieder zu, wieder ab 
bis alles zum tode gestimmt ist 
und 
ich 
merke 
wie 
mein Körper
schon 
mit 
dem Leben 
abgeschlossen 
hat?
Ich brauche endlich Kontrolle 
in dieser Sache. 
Ich möchte mich nicht mehr von der Essstörung 
kontrollieren 
lassen
doch ich merke 
tag täglich
wie sie mir 
die Luft
zum atmen 
nimmt 
und ich mich 
ganz klein machen will,
 Meere weinen möchte
und eine Flasche Schnaps 
in meine verkorkste Leber 
schütten 
möchte.
Nur das trinken lässt mich wieder atmen, 
wenn die Essstörung 
mir 
jeglichen Raum 
zum atmen 
nimmt.
Von eine Sucht 
in die andere Sucht. 
Ich leide unter jeglichen Kontrollverlust. 
 
 

Hungerfahrt statt Studienfahrt








Trauige Zeiten
trauiges ich. 
Die ständigen Fragen 
"Warum isst du nichts"
und meine ständige Antworten
"Ich habe kein Hunger"
lassen mich müde stimmen. 
Ständige Sätze 
wie 
"Unter Stress habe nie Appetit"
hängen mir zum Halse raus.
Sätze wie 
"Kein Wunder das du so dünn bist, 
wenn du so gut wie nichts isst"
kann ich einfach kein Glauben schenken, 
wenn ich an mir runtergucken 
und alle Fehler von mir aufleuchten.
  Ich fühle mich so außen vor, 
wenn Menschen darüber reden, 
was sie gerne essen. 
Ich bin ein Alien
unter den Menschen,
die am Mittagstisch sitzen 
und essen können 
ohne darüber nachzudenken 
was die Nahrung 
mit ihren Körper macht. 
Nüchtern neben meine Klassenkameraden 
zu sitzen 
und zu essen 
macht mir so Angst.
Wenn es um Nahrung geht
verhalte ich mich zwanghaft.
Ich esse jeden Tag das gleiche
und um die genau die gleiche Uhrzeit
und jetzt muss ich mich neu sortieren
und das macht mich wahnsinnig
und verdammt unsicher.
Die Angst steigt
bis ich
nichts anderes spüre
außer dieses Gefühl.
Ich fange an zu zittern 
und meine Kopfschmerzen 
hören einfach nicht 
mein Hirn zu belagern.
Ein Mädchen schaut mich immer wieder an. 
Ich hab angst das ich aufgeflogen bin. 
Das doch Essstörung auf meiner Stirn steht. 
Ich beeile mich so schnell wie es nur geht. 
Ich verlasse den Esstisch 
und rauche zwei Kippen nacheinander. 
Ich kann das einfach nicht. 
Ich kann nicht meine Essstörung loslassen.
Ich kann einfach nicht so tun 
als wäre alles okay 
und mehrere Mahlzeiten 
am Tag
essen.
Ich kann das nicht.
Ich kann das alles nicht mehr. 
Ich will weg
nur weg
Am liebsten ganz weit weg von meinen Gedanken 
und meinen Körper.
Ich will ihn einfach nicht mehr haben.