Ich bin so müde. Und die Zeit. Sie flüstert vom Schweigen.





Ich kann mich besinnungslos trinken, 
bis ich das Gefühl habe,
 ich müsste mich bei allen Menschen entschuldigen, 
dass ich in ihren Leben getreten bin.
Ich kann so viele Drogen nehmen, 
bis ich nachts auf den Fußboden hocke 
und mich frage, 
ob ich überhaupt einen Grund habe zu leben.
Ich kann so viel hungern, 
bis ich den Geist im Spiegel 
nicht mehr erkenne.
Ich kann so lange in alten Erinnerungen leben,
 bis mir meine Gegenwart unreal vorkommt.
Ich kann mir
 wieder Wunden in meine Haut schneiden
 und mich fragen, 
wann ich endlich den Schmerz spüre, 
den ich verdient habe.
Ich kann wieder die Panik 
in meinen Venen spüren, 
bis alle Männer aussehen 
wie die Wölfe,
 die mir meine Würde genommen haben.
Ich kann so oft in der Therapie sitzen
 und über heraus gekotze Gefühle sprechen,
 bis mein Inneres sich völlig taub und leer anfühlt.
Ich kann so oft die Weihnachtszeit verfluchen, 
doch jedes Jahr 
kommt Weihnachten viel zu früh. 
Die ganzen Flashbacks kommen viel zu früh 
und zerfetzten mein Inneres, 
bis sich mein Herz anfühlt, 
als würde das Monster 
in mir mein Herz in Flammen setzen.
Das gebrannte Kind in mir schreit
 und ich versuche es mit Selbstzerstörung still legen.
 Doch in den Träumen 
suchen mich meine Ängste ein 
und ich spüre, 
ich kann nicht vor meinen Grauen weg rennen, 
egal wie schnell ich versuche zu rennen.
 Ich falle hin und ertrinke in alten Erinnerungen. 




1 Kommentar:

  1. All die Menschen, die Blogger verlassen haben. Aber du bist noch immer hier. Danke, dass du da bist. Danke, dass du die Worte findest, die ich fühle. Die ich tagtäglich erlebe. In Worte kleidest, was mich nicht schlafen lässt. Ich bin froh, dass es dich gibt, auch wenn das jetzt noch so höhnisch klingen mag. Ich bin hier und bereit, dein Inneres zu halten. Mit Vorsicht, weil ich weiß, dass er zerbrochen ist. Du bist nicht alleine. Du bist wertvoll.

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