Meine psychischen Erkrankungen liegen wohl in meinen Genen. Mein Opa mütterlicherseits hat Depressionen und ist trockener Alkoholiker. Meine "Mutter" ist eine biestige Narizstin mit depressive Episoden. Mein Papa ist jedes Jahr, seitdem ich denken kann, den Burrnot nah und seine depressive Stimmung sucht ihn oft heim. Meine Schwester hat (wegen mir? Oh ja wegen mir) eine Essstörung und in ihrem Kopf haben sich auch schon oft Depressionen festgesetzt. Und ich? Ich schleppe so viel in mir herum, dass ich sie so gut wie jeden Tag am liebsten verdrängen möchte. Meine Essstörung nagt sich seit über 10 Jahren an meinen Körper fest. Ich finde nie das richtige Maß. Als Kind habe ich meine Ängste und mein Trauma versucht mit Essen zu verdrängen. Und als Teenager bis heute lasse ich mein Körper auf der Strecke und verbiete ihn jegliche Nahrung um weniger zu sein. Um weniger zu fühlen. Um wenig Raum einzunehmen bis ich irgendwann verschwinde.
Die Borderline Persönlichkeitstörung schenkt mir zu viele Stimmungsschwankungen und Wutattacken. Die Traumatas machen mich zu einem ängstlichen Kind. Die Depression schreit mich an und die Angststörung möchte am liebsten, dass ich mich jahrelang vor der Welt verstecke. Die Angststörung ging Hand in Hand mit dem Trauma. Meine Erinnerungen aus meiner Kindheit, die mich am meisten geprägt haben mit den Schamerinnerungen an den Missbrauch, war die große Angst vor der Dunkelheit, das böse Menschen (vor allem Männer) mir was antun möchten und vorm alleine schlafen. Ich habe mich nicht sicher gefühlt. Nicht mal in meinem eigenen Bett. So viele Angst - und Panikattaken musste mein kleiner Körper aushalten bis ich gemerkt habe, dass dieses auffällige Verhalten nicht gern gesehen wird, vor allem nicht von meiner Mutter. Die selbstverletzene Verhaltensweisen wie den starken Suchtdruck macht mich zu einem Wesen, was ich kaum noch wieder erkenne, wenn ich mit blutigen Wunden, roten Augen und trockelnen Beinen auf den Badezimmerboden falle und mir wünsche, dass es was gibt, was mich aufhält. Mich aufhält davor mir all die schlimmen Dinge anzutun, die mein Tod bedeuten könnten.

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