Fear might be the death of me






Wir liegen im Bett. 
Du legst deinen Arm 
um mich
und ich bekomme 
plötzlich Atemnot. 
Das atmen fällt mir so schwer. 
Meine Gedanken kreisen 
sich nur um diese eine Sache. 
Ich bin überwältigt 
von seiner Nähe 
und 
ich 
weiß
nicht 
ob 
positiv
oder negativ.
Dumme Hure,
du weißt doch,
dass es negativ ist.
Es weiß nur, 
dass es sich gerade so 
anfühlt, 
als würde ich 
wegen seiner Nähe 
ersticken. 
Lauter Bilder schwirren
mir durch den Kopf.
Ich versuche mir ständig
selber einzureden, 
dass ich keine Angst
haben brauch. 
Es ist M.
und kein Wolf. 
Doch 
ich 
kann
verdammt nochmal
nicht atmen 
und versuche zu ignorieren
und auszublenden,
dass er mich immer wieder 
auf die Stirn küsst. 
Es ist der Anstoß 
zu etwas größeren. 
Ich dachte 
seit langen wieder, 
dass ich seine enge Nähe 
ertragen 
und sogar genießen kann, 
doch jetzt bin ich wieder am Anfang
angelangt,
wo ich nie wieder 
ankommen wollte. 
Ich würde mich gerne 
unter tausend Decken 
verstecken,
weinen
und mich 
grün 
und blau
 schlagen.
Ich will endlich
wieder normal atmen können.
Ich will das er mich 
in Ruhe schlafen lässt. 
Ich will das diese panische Angst
vor Nähe 
und davor 
splitterfasernackt 
zu sein,
 aufhört. 
Doch 
ich habe 
das Gefühl, 
dass diese panische Angst 
nie aufhört 
in mir 
zu existieren,
selbst wenn ich 
von einer Person 
angefasst werde
für die ich Gefühle hege.
Und das macht mir zusätzlich 
noch Angst. 
Ich will nicht jedes Mal 
zusammenzucken, 
wenn mich jemand berührt. 
Ich will endlich 
mehr als einmal im Monat
das Gefühl habe, 
dass ich die enge Nähe 
genießen kann. 
Ich will endlich 
aus dieser Angst 
ausbrechen, 
die mich so lähmt. 
Doch jedes Mal, 
wenn ich ein Schritt 
aus der Angst 
gemacht habe, 
kommt etwas
und ich falle zurück 
in alte Muster. 
Ich verfalle in Panik
und kann mich vor Panikattacken 
nicht mehr schützen,
wenn mich jemand berührt. 
Und alles nur, 
weil mich Wölfe berührt haben, 
obwohl ich es nicht wollte. 
Alles nur weil 
mir der Kindheitswolf 
schon früh gezeigt hat, 
dass ich ein Objekt 
seiner Lust 
bin 
und nichts anders. 
Wenn ich an all die Momente 
zurück denke, 
wo mich Wölfe 
oder Männer und Frauen  
mich berührt haben
und
weil sie nur
 darauf aus waren 
mich nackt zu sehen, 
mich zu Sachen gedrängt haben, 
weil ihnen ihre Bedürfnisse 
stetig wichtiger waren, 
als meine, 
könnte ich kotzen. 
Ich möchte endlich 
wie ein Mensch behandelt werden. 
Doch ich verfalle immer 
in das Gefühl 
zurück 
ein Objekt für die Lust
von anderen 
zu sein. 
Egal wie lieb 
M.
auch zu mir ist, 
wenn alles in 
mir drin schreit, 
dass ich ein Objekt bin, 
kann seine
liebvollsten Berührungen 
gar nichts dagegen machen. 
Und das tut mir für ihn leid, 
dass ich so gut wie ständig 
zu scheu bin, 
wenn es um Nähe geht. 
Ich dachte wirklich,
ich bin auf den guten Weg. 
Für ein paar Momente 
fühlte ich mich 
mehr wie ein Mensch,
 wenn M. mich anfasst. 
Für ein paar Momente 
fühlte 
ich mich  
stärker 
als 
die 
Angst. 
Doch die Angst 
ist eine Hure, 
meine Gedanken 
eine Müllkippe 
und meine Gefühle 
ein Aschenbecher. 
Ich bin 
und 
ich 
bleibe
ein 
ängstliches Objekt, 
mehr nicht.






1 Kommentar:

  1. tut mir so leid. ich verstehe. es tut mir so leid. ich hoffe du entkommst.

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