Ich nahm dich in dem Arm,
du nahmst mein Gepäck
und danach meine Hand,
weil ich dir vorher gesagt habe,
dass ich Panik kriege,
bei solchen Menschenmassen.
Wir verstanden uns von Anfang an
viel zu gut.
Du redest
und redest.
Ich glaube,
ich habe noch nie ein Kerl
so viel an einem Stück reden hören.
Wir kauften uns Bier,
obwohl du eigentlich
gar kein Bier magst.
Deine Mutter
war sofort nett zu mir
und als ich ihr die Pralinen gab,
die ich ihr als kleines Dankeschön gekauft habe,
lächelte sie
und bedankte sie sich.
Als sie erfahren hat
das ich rauche,
hat sie mir
eine Schachtel Zigaretten
geschenkt,
damit ich meine teuren Schachteln
nicht aufbrauchen muss.
Noch nie hat mich eine Mutter
von einem Kerl
gleich so lieb aufgenommen.
Ich weiß noch wie eine Mutter
von einem Wolf
mir gesagt hat,
dass ich hässlich sei.
Seit dieser Sache
vermeide ich es so sehr es geht,
die Mütter von Kerlen
kennenzulernen.
Ich bin nicht gerade
Ich bin nicht gerade
die Art von Frau,
die man mit nachhause nimmt.
Ich bin nicht gerade der Traum
von Schwiegermütter.
Ich bin gepierct,
tättowiert,
habe rote Haare
und trage viel große
Band T-Shirts.
Das Wochenende bei dir
in der Hauptstadt
war so durchwachsen,
das ich kaum Worte dafür finde.
Ich habe mir etwas vorgemacht.
Ich dachte,
Ich dachte,
wenn du mich erst
mit meinen Narben
von dem Unfall
und den Schwellungen
im Gesicht
siehst,
wirst du anders von mir denken.
Ich dachte,
Ich dachte,
ich könnte dich damit abschrecken.
Aber ich habe gemerkt
wie du mich ansahst.
Diese Blicke waren so intensiv.
Du sahst mich so an,
als wäre ich das schönste
Mädchen
auf der ganzen Erde.
Das machte mich so nervös,
weil ich genau wusste,
dass es falsch ist,
da ich M.
an meiner Seite habe,
der komplett das Gegenteil
von dir ist.
Als wir zum Badesee gangen
war ich so gemein zu dir.
Ich habe gemerkt,
wie ich deine Gefühle
mit jedem fiesen Wort
verletzte,
aber ich konnte nicht damit aufhören.
Er wollte trotz meinen Worten
noch meine Hand nehmen,
aber die verweigerte ich ihn.
Er wollte trotz meinen Worten
noch meine Hand nehmen,
aber die verweigerte ich ihn.
Deine Augen wirkten so traurig,
als wir endlich am See angekommen waren
und ich dir dein Bier aufgemacht habe.
Du starrtest die ganze Zeit auf dein Handy
und mir fehlten die Worte.
Ich möchte dich doch nur von mir beschützen,
mehr nicht.
Ich nahm zig Schlücke von meinem Bier
und zündete mir gefühlt jede 10 Minuten
eine Kippe an.
Du sagtest mir,
dass du mich liebst
und ich schwieg.
Er wollte tausend Worte
von mir hören
und ich starrte
einfach nur auf den See.
Ich lenkte die ganze Zeit ab,
aber er hörte nicht auf nachzufragen.
Ich erzählte das
ich
das alles nicht kann.
Ich erzählte,
dass ich mir eine Beziehung
mit ihm nicht vorstellen kann.
Auf dem Nachhauseweg schwiegen wir nur.
Ich versuchte
Späße zu machen,
aber ich merkte
wie er immer trauriger wurde.
Als wir dann bei ihm zuhause angekommen
waren,
machte er noch eine Folge
iZombie an
und wir lagen stumm nebeneinander.
Plötzlich fing ich leise an zu weinen,
meine Beine hörten nicht auf zu zucken
und meine Gedanken hörten nicht auf
mich anzuschreien.
Ich spürte so einen festen Druck
auf der Brust.
Ich wollte das nicht so beenden.
Ich möchte ihn nicht verlieren.
Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten
und ich drehte mich zu ihm um
und klammerte mich an ihm.
Er ließ es geschehen
und so lagen wir Minuten
oder Stunden.
Ich weiß es nicht.
Als ich am nächsten Tag
im Bus nachhause war,
dachte ich über den Abend nach.
Ich kann dieses Verhalten nicht einordnen,
welches ich die Nacht zuvor gezeigt habe.
So unberechenbar
war ich schon
lange nicht mehr.
Ich weiß,
dass ich sein Herz gebrochen habe,
und das es nicht richtig war
mich an ihm zu klammern,
als wäre ich eine 5 Jährige,
aber ich glaube,
ich habe mich einfach verloren und verwirrt gefühlt,
weil er mir in den wenigen Tagen
mehr Liebe gezeigt hat,
als M. in den ganzen Monaten,
wo wir so viel Zeit miteinander verbracht haben.
wo wir so viel Zeit miteinander verbracht haben.
Er hat mein Herz berührt
und auch wenn ich es nicht richtig
zeigen konnte,
war ich ihm dafür sehr dankbar.
Ich habe nicht nur sein Herz gebrochen,
sondern mein Herz auch gleich mit.
Es schmerzt,
alles schmerzt wieder so sehr.
Menschen loszulassen
war noch nie meine Stärke,
Lieber verzwicke ich mich in tausenden Fehler,
kaum durchdachten Taten
und zu
bissigen Worten,
als einen Menschen
loszulassen.
Denn dann bin ich alleine
und bereit
für den nächsten großen Fall.
Herzzerreißend. Es tut mir so leid...
AntwortenLöschen