Die Sonne
kämpft
sich
durch
die
dunklen Wolken.
Ich setze mich
auf einen
abgelegenen Platz,
wo ich alles
von den Skaterplatz
im Blick habe.
Ich hole mein Buch raus,
öffne mein Bier
und genau
dann
kommt
ein Kerl zu mir
und fangt an mit mir zu reden.
Ich sehne mich nach Stille
um endlich mal
wieder
das Buch
anzufangen.
Er war Afrikaner
und
und
sprach nur ein fetzten Deutsch
deshalb verstand ich ihn kaum.
Am Anfang war er noch ganz nett,
fragte mich was ich so mache,
wo ich wohne,
wie ich heiße
doch
als
er
mich
plötzlich
fragte
ob
ich
einen Freund
hätte
wurde mir
ein bisschen
mulmig zumute.
Ich verneinte
und
er
fragte
immer
wieder
wieso.
"So eine schöne Frau
kann doch nicht
kein Freund habe.",
sagte er mir
und ich fing an
nervös zu lachen.
Die Angst
klopfte bei mir an.
Zum Glück spürte
ich
sie
nur
gestämpft
da ich ein paar Pillen tavor
intus habe.
Er redete immer weiter
obwohl
ich
versuchte
weiterzulesen.
Ihm störte das gar nicht.
Ich war so vertieft
in
der
Angst
gefangen,
gefangen,
dass ich ein Teil
seiner Worte einfach nicht
hörte.
Doch plötzlich
fing
er
die
ganze Zeit
an über Sex
zu reden.
Die Panik schrie
in mir,
schlug die ganze Zeit
gegen
mein Kopf
renn weg
renn weg
renn weg
Dann fing
er
an
mich
immer wieder
zu berühren.
an
mich
immer wieder
zu berühren.
Obwohl es nur
auf meinem Oberschenkel war
und mein langer Rock
alles verdeckte
schmerzte jede Berührung.
Mein Herz
schlug Alarm
und ich hatte die ganze Zeit
das Gefühl
das
ich
zerbrechen
würde,
wenn er mich noch
einmal anfasst.
Ich will
mich
so
tief
in
mir
verstecken
das
mich
niemand
mehr
sieht
und mich
niemand
mehr anfassen kann.
Ich will
mich
so
tief
in
mir
verstecken
das
mich
niemand
mehr
sieht
und mich
niemand
mehr anfassen kann.
Er fing weiter an
mir seine
Sex Geschichten
zu erzählen
als endlich
sein Handy
klingelte
und er
zu
seinem Kumpel
ging.
Innerlich
war
ich
immer
noch
am zittern.
Exte das ganze Bier hinunter
und wartete auf das hohle stumpfe Gefühl
des angetrunken sein
aber es kam
nicht.
Ich machte
ein weiteres Bier
auf,
wollte weiterlesen
doch ich konnte mich
einfach
nicht mehr
darauf konzentrieren.
Die Angst schrie
meine Sinne taub.
Ich konnte hier nicht mehr bleiben.
Ich verließ diesen Ort
so schnell es ging
doch das
ekelige Gefühl
ekelige Gefühl
ließ
nicht
nach.
Alles an mir
empfand
ich
als
ekelig.
Mein Körper
ist mehr
was
ich
je
ertragen
könnte.
Nur das stumpfe leere Gefühl
im Magen
war eines der guten Sachen
meines Tages.
Ich stieg in den Zug
und wünschte
mich
einfach
nur
aus
meinen
Körper
raus.
Ihn jeden Tag
aufs neue
zu ertragen
fällt
mir
immer
schwerer.
Die Essstörung
spielt
ein
Spiel
mit mir.
Es ist ein Albtraum
dieses Spiel
mit einem geschändigten Körper
zu treiben.
Wer stirbt als erstes?
Du oder ich?
Und auch wenn die Erkenntniss
grässlich ist,
weiß ich
das
ich
die erste
bin
die bei
diesem Spiel
gewinnt.
Ich bin so so so froh dass du tavor genommen hast meine liebe. Das klingt so schrecklich, dass ich am liebsten da gewesen wäre um dich zu beschützen. Da bin ich gut drin. Zur not hätt ich ihn auch weggeboxt und mir selbst eine gefangen. Traurigerweise macht es wirklich Sinn dich wieder in den Essstörungsgedanken zu verfangen, es ist eine Beschäftigung die dir irgendwann alle Sinne raubt und so kannst du dich mit nichts anderem mehr wirklich beschäftigen. Und auch wenn du es wahrscheinlich anders gemeint hast, wirst du irgendwann über die ES siegen und weiterleben. Ich bin mir so sicher, dass du irgendwann wirklich leben wirst. Vielleicht schreibst du auch ein Buch über dein leben oder du wirst Kindern helfen wenn sie durch ihre schweren Zeiten gehen. Weil DU überlebt hast. Nach allem was dir angetan wurde. Ich hab dich lieb, N. Und ich denke an dich.
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