Melancholie liegt in der Luft und alles riecht nach dir. In jeder Straßenecke tauchst du mit einem Beutel voller Erinnerungen auf. Meine Sicht verschwimmt. Ich lebe nicht mehr im Hier und Jetzt, nur noch in alten Erinnerungen. Meine Beine fühlen sich schwer an, als würde ich einem Lkw nur mit meinen Füßen ziehen. Ich sehe dich mit einer Bierflasche und einem Joint in der Hand. Ich höre dich lachen und ich habe das Bedürfniss mit dir zu reden, obwohl du nur ein Geist voller Erinnerungen bist. Ich zünde mir eine Zigarette an und möchte dir eine geben, weil du wie immer zu wenig Zigaretten hast und dafür zu viel rauchst. Ich versuche mich zu erinnern, dass du nur eine vergangene Erinnerung bist, also lasse ich die zweite Kippe in der Tasche. Du läufst viel zu schnell. Ich komme mit meinen kurzen Beinen nicht hinterher, möchte ich dir zu rufen. Und erschrecke mich das plötzlich vor mir nur ein Ehepaar läuft, die keine Ähnlichkeiten mit dir (uns) hat. Unsere Ecke, wo wir uns immer verabschiedet haben, sieht so traurig aus. Da werden meine Beinen plötzlich schneller, damit die Trauer mich nicht einholt und sich nicht auf meinem Gesicht kennzeichnet. Ich spüre deine Umarmung kurz auf meiner Haut und zünde mir noch eine Zigarette an. Das ist alles nicht real, schreie ich meinem Verstand zu, und der lacht mich nur aus. Als ich endlich Zuhause bin, wasche ich mir die Hände und ich sehe dich neben mir, wie du viel zu betrunken deine blutigen Hände wäscht und ich dich tausend mal ermahnen muss leiser zu sein, damit meine Eltern nicht wach werden. Plötzlich sind deine Hände meine Hände und ich frage mich, ob ich so langsam verrückt werde. Ich mache mir viel zu früh ein Bier auf und verfalle in einem Tunnel voller Dissoziation. Die ganzen Erinnerungen machen mich zu einem unrealen Menschen, der viel zu viel trauert. Ich habe dich so lange nicht mehr gesehen. Die Erinnerungen vermischen sich in einem Strudel voller "Ich möchte vergessen was war" und "Ich möchte mich so lange in vergangenen Zeiten suhlen, bis ich alle Momente zu Tode analysiert habe." Ich möchte mit dir reden, obwohl ich weiß, dass ich dir gar nichts mehr zu sagen habe. Ich möchte nur neben dir sitzen und so lange Bier mit dir trinken, bis sich die Stille nach Vergebung anfühlt. Ich möchte dir verzeihen und ich hoffe, du schaffst es auch mir zu verzeihen, dass du dich für mich eher wie ein böser Geist anfühlst, als wie nach einer vertrauten Person.
I forget how to be a person
Wie kann ich zu so einer Zeit
Worte finden,
wenn mit jeder neue Info
mein Hirn
anfängt Feuer zu fangen?
Ich habe das Gefühl
dieses Jahr
besteht
nur
aus
Tiefpunkte.
Und ich hasse es
wie jämmerlich
das klingt.
Mein ganzes Leben
fühlt
sich
nicht mehr an,
als wäre es meins.
Erst hat
mein Körper
den Geist
aufgegeben
und ich kann
nicht zählen,
wie oft
ich
weinend
auf dem Boden saß,
weil ich meine Gefühle
nicht
aushalten
konnte.
Ich habe die Kontrolle
über mein Verhalten
verloren.
Ich weine
an
den
unpassenden Stellen
oder zeig
zu den falschesten Momenten
meine eiskalte Seite.
Bei mir gibt es nie
ein Mittelmaß
und so langsam
sollte ich mich
daran
gewöhnt haben,
aber mein Fass ist so voll.
Mein Fass liegt
ertrunken
auf dem Boden
und ich trinke
auf meine Unbeständigkeit.
Ich kann froh sein,
dass ich in dieser Zeit
wenigstens
noch Wochenweise arbeiten kann,
aber die Zeit
zuhause
bringt
mich dazu
mehr zu trinken.
Ich versuche alles mögliche
zu verdrängen,
wälze mich im Schlaf
und werde von Albträumen
geplagt,
finde alte Bilder
von meinen Kindheitswolf
und seitdem
steigert sich mein Alkoholkonsum.
Ich finde keinen Halt mehr
und wenn doch,
bin ich zu betrunken
um mich daran festzuhalten.
Dazu kommt
meine Impulsivität
gespart
mit dem Drogenkonsum,
der mir überall an meinem Körper
blaue Flecke beschert hat,
Mein Körpergefühl
ist des Grauen.
Ich kann mich nicht mehr
im Spiegel
anschauen
ohne Hassparolen
an mein Inneres zu schreiben.
Oftmals denke ich,
dass an meiner Gewichtszunahme
das einzig gute ist,
dass meine Haare wie Unkraut wachsen.
Ich möchte mich an diese positive Sachen klammern,
aber ich denke viel zu oft daran,
dass dieser scheiß Virus
mir bestimmt
das Leben
gekostet hätte,
als ich wegen
den Hungern
mit einer Lungenentzündung
im Krankenhaus lag
und ich
keine Kraft hatte
mich zu bewegen.
Ich weiß nicht,
warum meine Gedanken
so sehr daran hängen.
Ich fühle mich an diese Gedanken gekettet
und möchte mich am liebsten
jedes mal entschuldigen,
wenn ich etwas esse.
Ich fühle mich gefangen,
in einem viel zu großen Körper
und in einem viel zu dunklen Leben.
Ich will am besten gar keinen Körper mehr haben. Ich will aufhören so selbstmitleidig zu sein. Das ist ja ekelhaft. Ich will nicht mehr ekelhaft sein. Ich will Ruhe. Alles was ich will ist Ruhe.
Die Panik
hat
sich
ein Haus
in
mein
Inneres
gebaut.
Jedes mal,
wenn die Angst
mit Fackeln
das Haus
anzündet,
kommt die Panik
heraus
und
schreit
in
einem
Ton,
wo ich mich
nur zusammen kauern kann
und meinen Atem
aufs neue zu verschlucken.
Du hast mir gesagt,
wenn ich weine,
werden meine Augen grün.
Und seit Tagen
wenn ich in den Spiegel blicke,
sehe ich ein Geist
mit grünen Augen
und einem aufgequollen Gesicht.
und einem aufgequollen Gesicht.
Ich bin so weit weg,
doch hab all meine Gefühle
mitgenommen.
Jede weitere Schritt
geht
in
den
tiefen Abgrund.
Wenn ich nicht wüsste,
dass ich existiere
würde ich selbst
das anzweifeln.
It's getting harder and harder to breathe
Ich schreie in mich rein
"Ich möchte nicht geboren sein."
Aus unterdrückter Wut
zertrümmre
ich
meine Lidschattenpalette,
volle Rasierschaumdosen
und einen Aschenbecher.
Ich verfalle
in lauter Panik,
dass selbst das Wort
Panikattacke
nicht das beschreiben kann,
was ich durchlebe.
Ich verbrenne mich
und
ich warte
auf den Schmerz,
der meine ganzen Gedanken
wegätzt.
Doch ich sitze
immer noch hier
mit Wut
im Bauch
und kotze
in mich herein.
Der nächste Tag
bereitet
mir Horrorgefühle
und
die Übelkeit
durchschwemmt
meinen ganzen Magen.
Hier alleine zu sein
in dem Haus
voller Geister
macht
mich
zu
ein Wesen,
was ich schon
immer gehasst habe.
Alles um mich herum
fühlt
sich
nicht
real
an.
Ich will wieder
in die Stadt
voller Berge,
in ihre Arme fallen
und endlich
meinen Atem
wiederfinden,
den
durch
meine ganze Panik
verloren habe.
Ich bin so müde. Und die Zeit. Sie flüstert vom Schweigen.
Ich kann mich besinnungslos trinken,
bis ich das Gefühl habe,
ich müsste mich bei allen Menschen entschuldigen,
dass ich in ihren Leben getreten bin.
Ich kann so viele Drogen nehmen,
Ich kann so viele Drogen nehmen,
bis ich nachts auf den Fußboden hocke
und mich frage,
ob ich überhaupt einen Grund habe zu leben.
Ich kann so viel hungern,
Ich kann so viel hungern,
bis ich den Geist im Spiegel
nicht mehr erkenne.
Ich kann so lange in alten Erinnerungen leben,
Ich kann so lange in alten Erinnerungen leben,
bis mir meine Gegenwart unreal vorkommt.
Ich kann mir
Ich kann mir
wieder Wunden in meine Haut schneiden
und mich fragen,
wann ich endlich den Schmerz spüre,
den ich verdient habe.
Ich kann wieder die Panik
Ich kann wieder die Panik
in meinen Venen spüren,
bis alle Männer aussehen
wie die Wölfe,
die mir meine Würde genommen haben.
Ich kann so oft in der Therapie sitzen
Ich kann so oft in der Therapie sitzen
und über heraus gekotze Gefühle sprechen,
bis mein Inneres sich völlig taub und leer anfühlt.
Ich kann so oft die Weihnachtszeit verfluchen,
Ich kann so oft die Weihnachtszeit verfluchen,
doch jedes Jahr
kommt Weihnachten viel zu früh.
Die ganzen Flashbacks kommen viel zu früh
und zerfetzten mein Inneres,
bis sich mein Herz anfühlt,
als würde das Monster
in mir mein Herz in Flammen setzen.
Das gebrannte Kind in mir schreit
Das gebrannte Kind in mir schreit
und ich versuche es mit Selbstzerstörung still legen.
Doch in den Träumen
suchen mich meine Ängste ein
und ich spüre,
ich kann nicht vor meinen Grauen weg rennen,
egal wie schnell ich versuche zu rennen.
Ich falle hin und ertrinke in alten Erinnerungen.
Tot oder nicht das ist hier die Frage
Ein Lebenzeichen:
Ich finde alte Erinnerungen in einer Box. Deine Worte hallen ewig nach. Irgendwo habe ich mich wohl geschnitten. Ich blute. Wie passend. Als würde ich mich jedes mal aufs neue an alten Erinnerungen schneiden. Ich rauche unsere Vogue Zigaretten, die nach Jahren noch in meinem kleinen Zimmer liegen. Ich bin betäubt von Kopf bis Fuß und weiß nicht wo du bist. Ob du mich hasst und mir den Teufel an den Hals wünschst. Verdient hätte ich es. Kein poetische Worte, nur Drogenbesetze Worte fließen aus mir heraus und ich fühle mich so klein.
Ich hör' die Schreie, wenn ich die Augen zu schließen wage. Ich saß Monate im Zimmer, wollt mit niemand' reden. Ich mein' wirklich Monate und keine miesen Tage. Ich hab' aufgehört mit allem, was mir je was gab. Jeder wartet auf den Tag, an dem ich endlich rausgeh'. Doch die Angst, sie übermannt mich, und ich hab's nicht in der Hand. Ich saß in diesem Raum und schloss mich ein, ich wollt' mit niemanden mehr sein.
Mit dem Herbst kam die Isolation, die sich an mir fest geklammert hat, wie das Dreck in meinem Inneren. Ich kann sie nicht abschütteln und vergrabe mich in mein Bett.
Ich schaffe es kaum aus meinem Bett, trinke mich um den Verstand, rauche wie eine Verrückte und lass mir von der Magersucht meine Sinne vernebeln. Ich bin nicht richtig hier. Ich bin ganz weit weg, doch wo genau ich bin, kann ich auch nicht sagen. Die Drogen bringen mir keine Klarheit. Nur bittere Tränen und eine passive Haltung. Die Arbeit in der neuen Kita lässt mich jeden Tag kraftlos zurück, dass ich jedes Treffen absage. Ich ertrage keine Menschen, in meiner freien Zeit, um mich herum.
Ich enttäusche Menschen um mich herum, doch ich schaffe es einfach nicht aus mir selbst heraus.
Ich bin verloren in mir selbst. Jeder Ausweg aus meinem verbitterten Ich entpuppt sich als Sackgasse.
Ich habe keine Kraft mehr. So hässlich das auch klingt. Ich komm aus meiner Isolation nicht heraus.
Ich lasse mich selbst auf der Strecke und habe keine Verbindung mehr zu mir selbst.
Lasst mich einfach schlafen. So lange bis dieses grässliche Gefühl endlich die Finger von mir lässt.
Ich schaffe es kaum aus meinem Bett, trinke mich um den Verstand, rauche wie eine Verrückte und lass mir von der Magersucht meine Sinne vernebeln. Ich bin nicht richtig hier. Ich bin ganz weit weg, doch wo genau ich bin, kann ich auch nicht sagen. Die Drogen bringen mir keine Klarheit. Nur bittere Tränen und eine passive Haltung. Die Arbeit in der neuen Kita lässt mich jeden Tag kraftlos zurück, dass ich jedes Treffen absage. Ich ertrage keine Menschen, in meiner freien Zeit, um mich herum.
Ich enttäusche Menschen um mich herum, doch ich schaffe es einfach nicht aus mir selbst heraus.
Ich bin verloren in mir selbst. Jeder Ausweg aus meinem verbitterten Ich entpuppt sich als Sackgasse.
Ich habe keine Kraft mehr. So hässlich das auch klingt. Ich komm aus meiner Isolation nicht heraus.
Ich lasse mich selbst auf der Strecke und habe keine Verbindung mehr zu mir selbst.
Lasst mich einfach schlafen. So lange bis dieses grässliche Gefühl endlich die Finger von mir lässt.
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