Ich wäre so gerne mal wieder glücklich ohne Drogen zu nehmen




Die Situation zuhause spitzt sich zu. 
Meine Mutter hat anscheinend ihr Verstand verloren 
sowie ich vor Jahren. 
Sie startet ein Gefühlsamoklauf. 
Sie beleidigt mein Vater 
und mit jeden weiteren bösen Wort schießt sie auf mein Vater 
und auf mich ein. 
Ich stehe stumm daneben 
und versuche nicht laut los zu schreien. 
Ich glaube, 
wenn ich einmal angefangen habe 
zu schreien 
höre ich 
so schnell nicht mehr auf. 
Sie hat unsere Familie aufgegeben 
und ignoriert all ihre Fehler. 
Alle anderen sind schuld. 
Vor allem mein Vater 
und ich mit meinen ständigen Versuche ins Grab zu gelangen.
 Ihre Rolle als Mutter hat sie abgelegt
 und sucht sich gleich jemanden anderen 
um vor uns zu fliehen. 
Ich habe anscheinend meine Mutter verloren. 
Ich schaue sie an 
und seh eine fremde Person vor mir. 
Wenn sie mich versucht anzufassen 
zucke ich zusammen. 
Ich ertrage ihr Verhalten 
und Anwesenheit 
 nicht mehr. 
Auch wenn es hart klingt, 
es wäre besser wenn sie geht. 
Vor allem für mein Papa. 
Er geht immer mehr kaputt an ihr 
und ich versuche ihn aufzufangen, 
wenn er fällt 
und mir seine Sorgen anzuhören. 
Da wundert sich meine Therapeutin 
warum ich so viel trinke. 
Sie redet lauter Floskeln, 
beurteilt mein Körper
 und mein aufgeschwommenes Gesicht 
und ich werde immer und immer kleiner. 
Ich will raus rennen 
und sie nie wiedersehen.
 Dieses Gefühl mich bei ihr wohl zu fühlen
 hat sie in 50 Minuten im Keim erstickt. 
Egal wo ich hin gehe 
staut sich ein Sturm auf. 
Ich gerate in ihn hinein 
und komm völlig aufgewühlt daraus. 
Mein Körper sieht aus 
als hätte ich 
eine harte Schlacht 
hinter mir. 
Er ist voller voller Brandnarben an meinem Bauch und Oberschenkel, 
voller Narben an den Armen, Beinen, Hüfte 
und der Pulsader, 
die mir zeigt das es besser gewesen wäre 
mein Leben vorzeitig zu beenden. 
Voller Aschenbecher Narben 
von Nächte, 
wo der Schmerz 
und der Hass 
sich zusammen getan haben 
um auf mich ein zu prügeln.
 Ich will wieder weniger werden
 und um wenigstens ein Alkohol freien Tag zu schaffen 
suche ich mir 
andere Drogen
und verdränge 
was das wohl für Folgen hat. 
Ich falle immer tiefer in die Abhängigkeit hinein. 
Konsumiere was das Zeug hält 
um endlich vor mir selbst zu fliehen.
 Ich verabscheue meine Existenz 
und sehne mich nach den weiteren Fall, 
nur um zu sehen ob mein Lebenswille sich irgendwo in meinem Herzen versteckt hat. 
Nur dann weiß ich ob es wirklich Zeit ist zu gehen.





Ich war als Kind schon scheiße






Wie konnte ich denken,
 dass ich an diesen Feiertage nicht mein Verstand verliere? 
Wie konnte ich denken, 
dass ich an diesen Tagen
 nicht versuche mein ganzen Schmerz und Scham
versuche weg zu schneiden
und am Ende auf dem Fußboden liege, 
mein Herz völlig austickt 
und Blut an meinem Arm herunter läuft? 
Wie konnte ich denken, 
dass ich unbeschadet davon komme?
Ich hätte es besser wissen müssen.
 Schließlich kenne ich dieses Verhalten von mir nur zu gut. 
Ich kann nur noch daran denken 
wie all das Grauen an den Feiertagen begonnen hat. 
Wie klein und hilflos ich war 
und es immer noch bin. 
Ich kann nur noch daran denken, 
dass wenn ich es meinen Eltern erzählen würde, 
sie mir nie glauben würden.
 Ich könnte es ihnen nicht verübeln. 
Ich war über diese ganzen Jahre so stumm. 
Ein stummen Mädchen, 
welches sich an die Selbstzerstörung verkauft hat. 
Und in all den Jahren 
habe ich mein 
Schlampen Ruf 
allen Grund 
zum existieren gegeben. 
Und mit diesen ganzen Gedanken
 und Erinnerungen
 verweile ich den ganzen Abend 
und die Nacht
 und all der Frohsinn,
 der nur wegen M. sich in meinem Herzen eingenistet hat, 
ist nun weg.
 Nun weiß ich wieder, 
dass ich viel zu unbeständig für andere Menschen bin. 
All diese Stimmungsschwankungen 
kann ich keinen Menschen zumuten
 vor allem nicht dir. 
Ich fühle mich schmutziger den je 
und ich weiß das dieses Gefühl ewig bleibt. 
Egal ob ich mich für einen Menschen freiwillig ausziehe 
oder ob mir einer mit Gewalt was antun möchte. 
Nichts kann dieses Gefühl rein waschen. 
Selbst du nicht.




Why do people stay longer in my head then they do in my life





Ich dachte die ewige Wut gemischt mit Traurigkeit wäre vorbei. 
Ich benutze meine Haut als Aschenbecher 
und heule den Mond mit meinen ewigen Lasten vor. 
Warum müssen alle Menschen gehen, 
die sich in meinem Herzen so wohl gefühlt haben? 
Warum fühlt sich das Haus indem ich wohne so fremd an? 
Ich fühle mich so falsch in dieser Welt. 
Als wäre ich kein Bestandteil dieser Welt. 
Es wäre ich ein ewiger Fehler. 
Ein Fehler für die Menschen, 
die mir jemals was bedeutet haben. 
Ein Fehler, 
den man niemals wiederholen möchte.
 Ein Fehler, 
den man keines Blickes mehr würdigt. 
Ein Fehler über den man nicht mehr nachdenken möchte. 
Ich gehöre hier einfach nicht mehr hin.




Wunder liegen bei Wunden, darum werden uns Narben bleiben






Ich weiß nicht was ich davon halten soll.
Du triffst dich ständig mit einen meiner früheren Wölfe. Ständig erwähnst du seinen Namen und jedes Mal aufs neue prallen Erinnerungen auf mich ein und ich sehe mich wieder in seinem Bett und ich höre wie der Regen an die Scheibe klopft. Ich sehe mich innerlich weinen und ich spüre wie mein Herz diese Erinnerungen nicht stand halten kann. Du weißt, wie fies er zu mir war. Wie er schreckliche Sachen über mich erzählt hat und mich mit den Namen Schlampe betitelte. Seitdem du ständig betonst, wie lustig es mit ihm ist Zeit zu verbringen, höre ich meine Stimmen ständig Schlampe rufen. Natürlich weißt du nicht, wie er ohne mit der Wimper zu zucken mir meine Klamotten auszog, selbst als ich mich versucht habe zu wehren. Schließlich behält man die größte Dunkelheit immer für sich. Trotzdem hätte ich von dir erwartet, dass du dich von ihm entfernst sowie ich es mit deiner Ex Freundin gemacht habe, da ich dir ein gutes Gefühl geben wollte. Wahrscheinlich kann ich sowas von dir nicht erwarten. Ich kann nicht ständig erwarten, dass Menschen genau das gleiche für mich tun würden, wie ich für sie. Du triffst dich häufiger mit ihm als mit mir und das hinterlässt Enttäuschung in meinem Herz. Wenn ich daran denke, dass ich mich irgendwann auf der gleichen Seite des Sofas hinsetze, wo auch mal der Wolf saß, wird mir ganz schlecht. Ich weiß ganz genau, wenn du bald dein Geburtstag feierst und du mich und auch den Wolf einlädst, werde ich mich zuhause unter Decken verstecken und dort Stunden verweilen. Wenn ich daran denke, dass ich mich im gleichen Raum wie er mich bewege, werde ich ganz panisch und kann nicht aufhören meine Haut blutig zu kratzen. Wenn ich nur an sein rotes lockiges Haar und seine etwas bereitere Statur denke wird mir ganz anders. Ich kann nicht von dir verlangen dich nicht mehr mit ihm zu treffen. Da habe ich kein Recht zu. Aber ich dachte du würdest etwas Empathie zeigen und mir das Gefühl geben, dass meine Worte einen Wert haben und nicht in Vergessenheit geraten. Doch da lag ich wohl vollkommen falsch, wie in so vielen Dingen.





Wie überlebt man einen Tag den man gar nicht überleben will?







Was für ein Wochenende.
Ich weiß gar nicht 
wo mir der Kopf steht.
Das Wochenende war getränkt in
voller Wärme einer lieben Person
die ich gar nicht genießen konnte,
ganz viel Alkohol, 
Drogen, 
zwei Tage ohne essen
und
ein bekannter Fremder,
bei dem ich die Nacht über blieb.
Das Wochenende war getränkt 
von leeren Versprechen, 
die mir die ganze Nacht raubten.
 Dunklen Taten,
die ich wohl niemals vergessen werde. 
Dunkle Taten,
von dem ich mir schwor, 
sie niemals in meinem Leben zu machen. 
Ich habe dabei auf meine verlorene Seele 
quasi eingeschlagen, 
nur weil 
das Nein sagen so schwer viel 
und ich getan habe, 
was von mir verlangt wurde.
Durch das verstummen habe
ich mich selbst 
verwundetet, 
was mir erst richtig auffiel 
als ich im Zug auf den Weg nachhause war. 
All die dunklen Taten 
letzte Nacht 
und heute Morgen 
prasselten auf mich ein. 
Ich hätte schreien können 
vor Scham.
Der ganze Sonntag 
war getränkt in 
ständigen Panikattaken, 
wo ich kaum Luft bekam,
geweint 
und gezittert habe.
Einmal Hure immer Hure.
An was anderes konnte ich nicht denken.
Ich merkte von Mal zu Mal, 
wie du anfingst dich zu entfernen.
Ist ja auch klar. 
Wenn man mit mir alles machen kann, 
ohne das ich wiederspreche,
wer hat dann auch noch Interesse  
an meiner Persönlichkeit.
Wer will mich schon haben,
wenn der erste Spannungsbogen 
draußen ist 
und man das bekommen hat, 
was man nur die ganze Zeit wollte?
Panik war mein ständiger Begleiter 
selbst am Montagmorgen, 
wo ich mit zitternder Stimme 
nach einen Medikament in der Apotheke fragte.
Und schon wieder habe was in mir getötet,
was wahrscheinlich nie da war,
aber es fühlt sich so an,
als wäre irgendwas in mir gestorben. 
An dieses tote Gefühl 
in meinem inneren 
werde ich mich wohl nie gewöhnen. 
Als ich dann heute 
einer meiner ersten Wölfe
im Bus begegnete 
fühlte sich mein Herz 
mit Schmerz. 
Seine Anwesenheit 
ließ mich innerlich aufschreien.
Alles kam wieder hoch 
und ich ertrug es nicht, 
dass er nicht mal ein Meter von mir entfernt war
und wahrscheinlich nicht mal mehr wusste,
dass dank ihn
Stunden voller Scham und Ekel ertragen musste
und 
immer mehr Angst 
vor der Nähe bekam.
In diesen Zeilen 
kann ich gar nicht ausdrücken,
wie sehr mich das alles zu Boden drückt.
Worte können niemals ausdrücken 
was in mir brodelt. 
Ich spüre nur das mir jeder Schritt schwer fällt
und ich die ganze Zeit 
das Bedürfnis habe 
mir die Pulsader aufzuschneiden.
Mit diesen Hurenverhalten,
was ich an den Tag lege,
werde ich wohl stetig allein bleiben.
Was anderes
verdiene
ich auch einfach nicht.
Alle Gedanken kreisen sich im Kreis.
Leben oder sterben?
Ich habe meine Wahl wohl schon längst getroffen, 
auch wenn der kleine Lebenswille in mir 
das nicht einsehen will. 
Ich weiß nicht mehr was ich vom Leben hat
und genau 
deswegen 
macht 
es
für
mich
so 
schwer
den Sinn 
 meiner Existenz zu verstehen.




I know I can survive this but I don’t know if I want to






All die Worte, 
die ich schreiben möchte, 
hinterlassen nichts 
als 
lauter Leere in mir. 
Ich füttere mich täglich 
mit Lügen wie
"Du wirst damit schon klar kommen."
Doch ich hänge in den Seilen 
und so langsam 
fängt 
das Seil 
an zu reißen.
Ich suche all die Aufmerksamkeit
von anderen Menschen,
fixiere mich auf ihre Worte
damit ich nicht 
in der Stille 
abhanden komme.
All die Gefühle,
die ich nicht zeigen darf,
lass ich in die Gespräche
einfließen
um zumindest
Halt in Worten
zu haben.
Baue mir
ein Raum
voller Illusionen,
nur damit sie mir
keiner nehmen kann.
Mir wurde einfach schon viel
zu viel
genommen.
Ich versuche 
für all die Menschen da zu sein, 
vor allem für meinem Papa,
der keinen Boden 
mehr unter seinen Füßen hat. 
Ich versuche ihn aufzufangen 
doch ertabe mich dabei,
wie groß diese Last
doch auf meinen Schultern liegt.
In diesem Höllenhaus
kann ich kein Kind mehr sein. 
Ich bin die,
die stätig versucht 
die Wände 
vor den Einsturz 
zu bewahren. 
 Doch alles stürzt 
wieder ein, 
wenn meine Eltern sich streiten, 
und 
die Türen 
knallen lassen. 
Mein Herz 
hat ständig Panik 
und ich lasse mich 
davon beeinflussen.
Ich bin ständig
auf Alarm-Modus
und habe Angst
vor jedem lauten Wort,
welches ich von meinen Eltern höre.
 Versuche all die Gefühle 
zu betäuben 
indem ich immer früher anfange 
zu trinken. 
Doch selbst wenn sich 
mein Körper 
mit Alkohol füllt,
fühle ich 
wie ich immer trauriger werde
und nicht aufhören kann 
meine Tränen 
runterzuschlucken. 
In diesen Höllenhaus
habe ich gelernt 
meine Gefühle 
ständig zu unterzudrücken.
Hier haben Gefühle 
keinen Platz
und ich selbst
schon lange nicht mehr. 








Maybe im just not meant for anyone






Mein betrunkendes Ich 
wollte dir
was liebes schreiben,
doch 
ich 
konnte 
es nicht
den ganzen Tag lang.
Ich 
tippte 
dir
nur kleine Gemeinheiten.
Ich schaffte es einfach nicht
auf irgendeiner Art und Weise
nett 
zu dir zu sein.
Bei jeder weiteren Nachricht 
lief 
mein Mut 
davon 
und 
ließ 
mich 
einsam 
zurück. 
 Kein Wort 
könnte 
das Chaos 
beschreiben, 
was du bei mir zurück gelassen hast. 
Kein Satz 
der Welt 
könnte
diesen Kampf 
zwischen warmen Gefühlen
und lauter Panik 
erklären. 
Nichts würde 
mein dunkles Ich 
erklären, 
welches sich 
in Scham 
suhlt 
nach jeden unseren Treffen. 
All die anderen Mädchen 
würden 
dich 
mit Liebeshymen 
voll kleistern 
und 
ich 
sitz einfach nur 
schweigend 
neben dir, 
weil in mir 
nichts als 
wütende Leere 
herrscht. 
 Meine Worte 
haben sich von mir 
verabschiedet 
und 
hinterlassen 
in mir nichts 
als Aggressionen, 
die ich versuche zu betäuben. 
Mein betrunkendes Ich 
wird zum Alltag, 
wie das kleine etwas in mir 
was ständig weint. 
Ich habe nichts mehr 
woran 
ich 
mich 
festhalten 
kann.
Ich falle 
und falle 
bis 
alles 
in 
mir 
zerbricht.