What the hell is tragedy? I am.
Tret' die scheiß Gefühle lebendig in den Sarg
Jetzt weiß ich warum ich mit 14 Jahren so traurig war. Wenn man nicht schläft wird man traurig, depressiv und antriebslos. Mit 14 und 15 Jahren habe ich so gut wie nie geschlafen. Meine Nächte waren dunkel und ruhelos, ohne eine Minute voller seelenruhigen Schlaf. Ich war immer wachsam und immer auf der Hut. Ich hätte ständig Angst. Angst vor der Nacht und Angst vor dem Schlaf. Was passieren würde, wenn ich einmal tief und fest schlafen würde? Die Angst vor jemanden Unbekannten der in unser Haus eindringen könnte, holte mich selbst dann ein, wenn ich voller Kraftlosigkeit plötzlich einschlief. Mein Körper war ständig wachsam aber doch ohne Energie. Und da wunderte sich einer, dass meine Persönlichkeit sich plötzlich änderte und ich mein Leben komplett an die Wand fuhr.
Ich höre mir das Hörbuch von "Girl in Pieces" an und spüre den Schmerz der Hauptdarstellerin. So wie sie war ich auch. Zwar habe ich eine andere Lebensgeschichte, aber den Schmerz habe ich auch gespürt. Diesen Schmerz, der dich verschluckt, und nicht wieder ausspuckt. Der dich leblos zurücklässt, ohne einen Funken Hoffnung. Und jetzt mit fast 30, fühle ich mich so ausgebrannt. Als hätte ich schon 10 Leben gelebt. Ich möchte gar nichts mehr. Selbst das Atmen fällt mir schwer. Autos fahren schnell über die Autobahn und ich merke, ich bin schon seit Wochen gar nicht mehr richtig da.
Ich hoffe das sind die letzten Worte, die ich dir widme.
The voices in my head keep telling me I'm not okay. It's feeling like a hurricane in my brain.
Die Weihnachtslichter leuchten in ihren schönsten Farben, doch ich bin so leer. Die letzten Wochen fraßen mich von innen auf. Den Gang auf dem Friedhof, um meinen Großvater zu beerdigen und zu spüren wie der Verlust und die Trauer mich ein Loch schubst, wo nichts mehr ist außer Dunkelheit, die mein ganzes inneres einnimmt. Meinen Kindheitswolf in die Augen zu blicken und genau zu wissen, dass er mein Kindheits-Ich all den Sinn des Lebens geraubt hat. Die Wochen voller Überstunden auf der Arbeit, die mir meine letzten Nerven raubten und mich nur erschöpft zurück ließ. Die Schlaflosigkeit, die in meinem Körper wohnte, spielte Spielchen mit mir. Wer schafft es länger wach zu bleiben, ohne die Fassung zu verlieren?
Die ganzen Erinnerungen, die in dem Weihnachtsmonat hausen, jagen mir Jahr für Jahr Angst ein. Den Weg zur meiner Therapeutin wäre so beruhigend, wäre nicht die Dissoziation und eine Begegnung mit meinem Ex-Freund, die alle die traumatisierende Erinnerungen an unsere Zeit vor meinen Augen wie ein Horrorfilm ablaufen lässt. Genau in diesem Moment schreit mein Kopf und mein Körper nach Hilfe und als ich endlich aus der Bahn aussteige, merke ich wie wackelig meine Beine sind und ich am liebsten wie in den Filmen mitten auf der Straße zusammen brechen möchte. In der Therapiestunde laufen nur noch Verzweiflungstränen. Die ganzen Wochen haben mich nicht nur aufgefressen, sondern auch mir den kleinsten Funken Hoffnung genommen. Ich spüre deutlich, ich möchte nicht mehr hier sein. Nicht mehr in so eine Welt, die mir ständig meine größten Ängste vor die Füße spuckt.
Worst person alive
Von Träumen, die voller Hoffnung sind und eine Realität, die eine Horror Show gleicht, fühle ich mich wie ausgebrannt. Meine Zeit rennt an mir vorbei, dabei versuche ich doch nicht still zu stehen. Mein Kopf ist ständig in Alarmbereitschaft. Alles ist ständig zu laut. Ich sehne mich nach den Jahren voller Stille, wo die Isolation meine beste Freundin war. Ich möchte, dass mein Bett wieder mein Hafen ist, wo ich zu Ruhe komme und nicht wie ein harter Stein ist, wo der Schlaf unmöglich erscheint. Ich sehne mich nach der Zeit, wo ich die Wut runterschlucken konnte. Jetzt brodelt sie in mir und wirft mir Gedanken in den Kopf, die ich am liebsten raus schreien möchte, weil ich sie nicht mehr ertrage. Ich verabscheue mein Spiegelbild, meine Essgewohnheiten, meine schlechte Laune jeden Tag, meinen Schlafrhythmus, meine falschen Entscheidungen und vor allem mich selber. Mein Leben erscheint mir fremd. Wie das Leben von einem Fremden, den ich am liebsten nicht kennen möchte.
being a person is insane
In der letzten Therapiestunde erzählte ich, dass es so langsam bergauf geht. Das ich eine Freundin in meinem Geisterdorf gefunden habe und das meine Stimmung nicht mehr Tiefdunkel ist. Jetzt sitze ich hier und würde mir am liebsten meinen ganzen Körper anzünden. Meine Gedanken fallen wieder in die Todesspirale und meine Tränen wollen mich ertrinken. Die Selbstverletzung weicht nicht mehr von meiner Seite. Mein Körper ist Mal wieder viel zu groß und mein Gesicht eine Fratze, die ich nicht ertrage anzuschauen. Streitigkeiten bringen mich zu Fall und Wahrheiten fluten den Raum, die mich verfolgen. Verlustängste werden zu Schatten, die mich erschrecken. Der Selbsthass wird zum Gewitter, das über meinen Kopf schwebt und mich bei jedem Donnerhass erstarren lässt. Ich möchte nicht mehr reden und keiner soll mich anschauen. Ich möchte in mich versinken. Einfach nur die Stille hören und mich verstecken. So lange bis die ganze Welt mich vergisst und ich mich selbst auch.
These drugs are calling me
Ich verweile immer in Beziehungen, wo es um Konsum geht. Sei es Gras, Alkohol, weißes Schnee oder Pillen. Ich weiß aber auch, dass ich ein Teil dazu beitrage. Mein Alkoholkonsum ist nach meinen Psychiatrie so hoch geworden, dass ich in der nächsten Klinik jeden Tag einen Alkoholtest machen musste. Seit meine Angststörung mich in die Hölle meines Inneren versperrt hat, schluckte ich täglich ein paar Milligramm Tavor. Den starken Graskonsum kam mit meinem Exfreund. Doch all das Gras machte mich nur traurig. Jetzt weiß ich, konsumiere die Blüten nur mit Leuten, die dich wert schätzen und dich nicht mit dir spielen wie ein ungeliebtes Spielzeug. Jetzt bin ich umhüllt von einer Person, der eine Wundertüte braucht um überhaupt zu existieren und schlafen zu können und den Alkohol nur zu einen wütenden Groll macht. Ich habe schon so oft in meinem Leben gedacht, dass die Menschen, die ich so sehr liebe, mich nur ertragen, wenn sie high, betrunken oder beides sind. Tausendmal, ach was schreibe ich hier, Millionen Mal, kam mir schon die Frage, wie viel Liebe ist Wirklichkeit und wie viel nur geschuldet durch das konsumieren. Ich möchte liebenswert sein und presse mich in eine Person, aus der ich manchmal ausbrechen möchte. Ich zerstöre ganz oft die Liebe, die mir gut tut, nur um wieder an eine Personen zu gelangen, wo ich mich so oft ganz klein fühle und Sachen tue, die mir nicht gut tun, nur damit die Welle an Wut nicht meine Seele zerreisst.
I'm not afraid of God. I am afraid of man
Ich kann Gewalt nicht ertragen. Egal in welcher Form sie passiert. Um mich herum wird alles schwarz und ich bin wieder ein ganz kleines Kind. Doch du fährst ein ganz anderen Film. Der Alkoholgeruch rieche ich von Kilometer Entfernung und alles in mir verkrampft sich. Du erzählst mir private Sachen und erzählst mir all deine Lügen, die du mir auf ein Silbertablett serviert hast. Ich bin so stumm, doch Versuche ruhig zu bleiben. Doch als du auf Klo verschwindest und ständig ins Telefon schreist, verstecke ich mich unter der Decke mit meinen Kopfhörer. Ich gehe raus und du hälst mich fest und möchte schreien: "Fass mich nicht an." Du lässt mich los, schubst mich weg und ich mache die Tür auf und setzte mich draußen vor die Tür. Der Sonnenuntergang wäre so schön würde nicht schon wieder meine ganze Welt zerbrechen würde. Ich kann mich nicht bewegen. Ich spüre seine Wut noch durch die Haustür. Und all das macht mich Splitterfasernackt. Die Angst schließt mich in ein Käfig ein, aus dem ich nicht so leicht herauskomme. Ich schütte einen kleinen Rest Vodka weg, den du mir fast ausgetrunken hast. Den Rest trinke ich und schütte ihn angewidert weg. Der Alkohol macht deine Aggressionen nur noch viel größer. Am liebsten würde ich schreien: "Schlag mich zusammen. Mach es einfach. Ich will nur das deine ohrenbetäubende Wut nachlässt." Auch wenn ich nicht der Grund seiner Wut bin und er mir tausend Mal verspricht, dass er mir nie Gewalt antun würde. Aber ich bin ein verängstiges Reh und glaube rein gar nichts mehr. Nach gefühlt Stunden gehst du und ich möchte dich am liebsten niemals mehr in meine Wohnung lassen. Ich habe mir geschworen das meine Wohnung ein Rückzugsort für mich ist, um in Sicherheit zu sein. Das wurde schon seit Monaten zunichte gemacht von dir und deinen Freunden, die keine Grenzen kennen. Ich suche mir immer die falschen Menschen aus, an die ich mich festklammere. Ich wollte helfen, doch gegen so einer Wut komme ich niemals an. Ich schaue mein Handgelenk an, die ich mit einem Feuerzeug verbrannt hatte. In der einen Hand wieder zu viel Tavor und Alkohol. Ich weiß nicht wie ich diese Nacht überstehen soll. Schlafen ist der größte Feind. Und mein Kopf möchte, dass ich nicht mehr auf der Welt bin. Es ist stetiger Kampf mit dem überleben. Ich dachte, ich hätte mich raus gekämpft, doch die falschen Menschen bringen wohl in mir auch das schlimmste wieder zum Vorschein.
Was ist dunkler? Die Nacht oder meine Gedanken?
Das Leben ist ein Haufen voller schmerzhaften Erinnerungen. Ich kann mich nicht wehren. Die Triggerpunkte erdrücken meine Manie. Vor ein paar Stunden war ich voller Freude und Zufriedenheit. Ich habe die ganze Welt umarmt und war hippelig, wie ein Flummi in seinen besten Jahren. Kindheitserinnerungen. Kindheitserinnerungen. Kindheitserinnerungen. Für rein gar nichts anderes habe ich mehr Kraft. Die Tränen schmerzen so sehr, als hätte mich einer ins Gesicht geschlagen. Du wütest. Ich höre nur: "Ich bringe ihn um." Und die Tränen schmerzen plötzlich so, als hätte mir einer in den Bauch geschlagen. "Wenn du nicht handelst, bist du dafür verantwortlich, dass anderen Kinder, dass gleiche wie dir passiert." Wimmern. Atemnot. Plötzlich sind deine Arme um mich. Ich wehre mich, immer wieder. Jetzt sind es nicht die Tränen die Schmerzen, sondern deine Worte. Deine Worte haben mich bewusstlos geschlagen. Ich bin im Koma, aber ich muss atmen. Mein Herz schlägt noch. Wie kann es überhaupt noch schlagen nach den Jahren voller Nähe, die brannte wie tausend Schläge von einem Boxer? Aber nicht körperlich. Seelisch wurde ich jedes Mal, wenn ein Wolf mir erdrückend nah kam, zu Boden gerissen und mein Inneres so lange gewürgt, dass ich nicht mehr wusste wer ich bin, warum ich überhaupt noch atme. Warum lebe ich noch? Ich weiß nicht wie oft ich mich das gefragt habe. Und jetzt stehe ich wieder hier. Alles was ich will ist, dass ich nicht seelisch im Koma bin, sondern körperlich. Ich kann diese Erinnerungen nicht mehr tragen. Egal wie alt ich bin, diese Erinnerungen bedeuten für mich seelischen Knast. Natürlich konnte ich in all den Jahren viele schöne Momente sammeln, aber ich komme immer wieder an einem Punkt zurück, wo ich denke, dass ich es nicht ertrage mit diesen Erinnerungen und den darauf psychischen Erkrankungen zu leben. Ich fühle mich wie eine riesigen große Blockade für mich und auch für andere. Wie kann ich weniger werden? Ich bin mir selber viel zu viel. Durch meine Kopfhörer singt seit Stunden "Wenn ich sterbe" von Elif. Und diese Zeile: "Wenn ich sterbe komm nicht an mein Grab.", spüre ich an meinem ganzen Körper. Jeder Mensch der mich behandelt hat wie ein nutzloses Objekt soll niemals mein Grab betreten. Ihr habt mein Leben zu einem Horrorfilm gemacht, der nicht Mal endet, wenn ich schlafe.
Diese Zeilen schreibe ich nach einem Kilometer Lauf in einer kalten Nacht. In meinem Beutel nur Bier und Wodka, obwohl ich seit Monaten weniger trinke. Ich lief durch einen dunklen Weg ohne Laternen und ich war bereit. Bereit für mein Ende. Nun sitze ich hier an einer Bushaltestelle und meine Beine fühlen sich taub an. Ich möchte einfach nur Sicherheit. Ich habe satt wegen Erinnerungen zu weinen, die kein Kind, kein Mensch auf der Welt erleben dürfte. Ich bin es leid mit Schmerzen zu leben, die andere Menschen verursacht haben.
Ich weiß selber nicht wohin mit mir. Ich weiß nur, ich bin gar nicht so richtig hier.
Der Gras,
Tavor
und Alkoholkonsum
steigert sich.
Erdrückende Gedanken
legen mir
eine Schlinge
um den Hals.
Meine Emotionen
durchbrechen
tausend Welten
und brechen in mir ein.
Die Tränen
gehören zu
meiner morgendliche Rituale,
sowie eine Tüte
oder ein paar Pillen.
Die lange Zeit
zuhause macht mich krank.
Das Paranoia Kino
läuft rum die Uhr,
in einem ohrenbetäubenden Lärm.
Lauter Filme flackern vor meinem Augen
und ich siehe nur noch rot.
Ich fühle mich so wenig wert,
wie in den Momenten mit den Wölfen.
Ich möchte am am lebendigen Leib
verbrennen,
weil ich immer wieder merke,
dass mein Gehirn
mich am liebsten tot sehen möchte.
first they’ll give u butterflies then mental trauma
Du ziehst
und ziehst
auf meinem Brokkoli Spiegel
und ich verschwinde
unter der Decke.
Mit der Zeit habe ich
meinen perfekten Notausgang
für schwierige Zeiten
mit dir gefunden.
Deine Freunden streiten
und ich habe doch
versucht
meine eigene Wohnung
mit Frieden zu tapezieren.
Ich habe mich letzte Woche
in Schweigen gehüllt,
doch du hast gespürt,
dass neue Wunden
an meinem Körper zieren.
Du bist high, drauf, betrunken
und traurig,
als du spürst,
dass ich mein Selbstverletzungsdrang
nicht im Zaun halten kann.
Aber wie kann ich auch,
wenn es dir selber so schlecht geht.
Wenn du drauf bist,
ist mein Oberkörper am nächsten Tag
voller blauen Flecke.
Doch das ist okay
rede ich mir ein.
Ich habe das Gefühl
nichts anderes habe ich verdient.
Deine Liebe ist
ein Gemisch
voller
Sarkasmus,
Zärtlichkeit,
Zorn,
Gewalt
und Unsicherheit.
Ich versuche das
immer noch zu verstehen
während ich alleine
betrunken
meine blauen Flecke zähle.
https://www.youtube.com/watch?v=8Tv39Xps8VY
Fahr uns nach Hause. Du bist viel betrunkener als ich
Deine Worte
fluten den Raum
voller Hass und Zerstörung.
Ich sitze gegenüber von dir
und meine Worte haben
ihren Klang
verloren.
Ich habe keine Stimme mehr.
Hatte ich die überhaupt mal?
Ich weiß nicht wie ich deine Wut
händeln soll.
Meine Tränen
schreien mich an
und ich versuche
meine Panik klein zu halten.
Du hast so viel Gewalt erlebt,
dass ich nicht mal mehr weiß,
ob ich das alles auffangen kann.
Ich kenne deine Hintergrundgeschichte.
Ich wünschte,
ich könnte dir eine andere schenken.
Ich kann deinen Hass
verstehen,
aber ich konnte sie nie zulassen so wie du.
Meine Worte
klingen so monoton,
dass ich mich dafür selber hasse.
Ich möchte dich zu meiner Therapeutin schicken
und du
willigst ein.
Du brauchst Hilfe,
die ich nicht leisten kann.
Ich fühle mich so schwach,
wie schon lange nicht mehr.
Deine eiskalten blauen Augen schreien
voller Verzweiflung
und ich halte deine Hand.
Hilft dir das?
Ich denke nicht.
Wenn du zu viel trinkst
wirst du depressiv,
was ich verstehen kann.
Ich könnte nie das aussprechen,
was du in den letzten Stunden
mir offenbarst hast.
Du sprichst
von Ex Freundinnen
und ich weiß nicht mal
warum ich überhaupt hier bin.
Ich möchte deine Gefühle auffangen,
bevor sie dich zerreissen,
aber meine Hände sind zu klein
für diese gewaltige Kraft.
Du hast fast den ganzen Jägermeister alleine ausgetrunken.
Ich bleibe bei meinem Bier,
obwohl ich mir denke,
dass ich für solche Gespräche
2 Promille brauche.
Ich möchte,
dass du weiterlebst,
aber würde es verstehen,
wenn du das nicht schaffst.
Deine frischen Wunden
triggern mich,
sowie der blutige Pulli im Bad.
Doch das kann ich dir nicht sagen.
Wie auch,
wenn deine Worte
mir meine rauben.
Ich habe das Gefühl,
dass du meine Worte
sowieso keinen Glauben schenkst.
Ich hasse deine Misogynie Witze,
auch wenn du die nie ernst meinst.
Ich möchte dich mit warmen Gefühlen
zudecken,
doch die Nähe erdrückt mich
und ich wünschte,
ich könnte weinen
wie Alice im Wunderland.
Ich bin viel zu klein
und zu verkopft
um in Ruhe einzuschlafen.
Die Vögel singen
mein Todeslied.
Ich sehne mich nach einer
offener Wunde,
die ich mir dann schlussendlich
zufüge,
als ich zuhause bin.
Das Wochenende
war
der
Horror.
Ich wünschte,
ich hätte einen Blackout,
so dass ich das alles auf einen Schlag vergessen könnte.
Vertraue dir, himmelblaue Flecke als Souvenir
How do you stop yourself from trying to kill yourself when you want to kill yourself
Ich lasse alles an mir vorbei ziehen.
Das einzig gute an meinem Leben,
beende ich,
damit der Tod
nun bessere Chancen bei mir hat.
Mein Bauch ist immer voll
mit Bier und Zigarettenrauch.
Ich wanke durch meine Existenz
und lasse mich
in meinen Träumen
zur Tode erschrecken.
Drück noch fester
meinen Hals.
Ich möchte nichts mehr spüren.
Zieh eine Line,
ich habe eh nichts mehr zu verlieren
außer meine Schande,
die in meinen Adern pulsiert.
Ich schlucke Pille für Pille
und schmücke mich
mit abfälligen Kommentaren,
die ich nicht ertrage,
aber hey,
wer zu tief in sich hinein blickt,
findet auch den Notausgang
nicht mehr.
Lila Rauch, ich weiß ich sollte es lassen.
Ich hör nicht auf mich selber zu hassen.
Stinke nach Suff, bin kaputt
Heute ist ein Tag,
wo der Horror vorprogrammiert ist.
Gefühlt noch betrunken
starte ich den Tag
und mein Kopf
erinnert mich
an all den Alkohol,
der in meinem Magen
Randale macht.
Ich halte mich an meiner Kippe fest,
aber ich falle trotzdem
in einem Strudel
voller verhassten Erinnerungen.
Ich möchte diesen Tag nicht erleben.
Noch weniger möchte ich den Tag
überleben.
Im Laufe des Tages
möchte ich
mein Kopf
gegen die Wand hauen,
oder mir etwas schlimmeres antun.
Meine Gedanken haben kein Halt.
Keinen positiven Weg,
den ich gehen kann.
Die Tränen möchten
aber einen Weg
nach draußen finden,
was ich konsequent verweigere,
außer in meiner Pause,
wo ich Minutenlang
die Bäume anschaue
und nicht weiß
wie atmen überhaupt geht.
Heute ist ein Jahrestag
eines Tages,
der mich traumatisiert hat.
Ich habe eine Entscheidung getroffen,
die ich niemals rückgängig machen kann.
Ich habe meine kleine Erbse
in meinem Bauch
kein Leben geschenkt.
Ich weiß,
ich hätte niemals eine Mama sein können,
die meine kleine Erbse gebraucht hätte,
doch jetzt,
wo so viel Zeit vergangen ist
spüre ich den Schmerz.
Ich konnte ihn niemals hinter mir lassen.
Egal wie oft
ich mit meiner Therapeutin darüber geredet habe
oder
egal wie oft ich wusste,
dass ich genau richtig gehandelt habe,
der Schmerz zerreisst
und der Vorfall traumatisiert mich.
Es fühlt sich so an,
als würde mein Leben
eine Traumastrichliste führen.
Wie viel Trauma
kann ich in meinem Herzen tragen,
bis ich komplett verrückt werde?
Für mich liegt die Antwort auf der Hand.
Genauso viel wie ich jetzt gerade tragen muss.
Ich möchte eine andere Hintergrundgeschichte.
Die ich jetzt habe,
macht mich zu einem Menschen,
den ich nicht mehr ertragen kann.
https://www.youtube.com/watch?v=MiL7uzVB6M0
Die Kinder spielen im Hof und ich bin innerlich tot.
Ich bin schon so lange leblos, doch wache jeden Tag auf und lasse das Leben auf mich regnen. Ich bin wieder etwas sportlich aktiver und versuche meine Ernährung umzustellen, was eigentlich nur heißt, dass die Essstörung wieder all meine Sinne übernommen hat. Mein Körper ist immer noch eine Hülle, die mit meinen impulsiven Gedanken und meinem Handeln gekennzeichnet ist.
Es scheint als hätte M. mich blockiert und die unlogische Reaktion darauf ist, wieder eine toxische Person in meinem Leben zu lassen, und zwar ich selbst.
Ich bin in einer toxischen Beziehung mit dem Monat Januar
Ich dachte immer
meine Depression
zeigt sich mit zu viel Alkohol.
Doch nun jetzt,
wo meine Welt
sich in den Tod gestürzt hat,
renne ich von Arzttermin
zu Arzttermin,
um das letzte lebende
in mir
auch noch
zu töten.
Der Alkohol
liegt trostlos
in der Ecke.
Ich schaffe es kaum
mich zu bewegen
ohne
zu
weinen
oder Schmerzen
zu haben.
Vielleicht lasse ich den Alkohol liegen,
weil ich es nicht verdient habe
Linderung zu erfahren.
Ich verstehe mich selber nicht mehr.
Ich weiß nur eins,
so tief bin ich noch nie gesunken.
So verfalle ich in Stille
und der,
der eigentlich mit mir im selben Boot sitzt,
tut es mir gleich.
Die Stille ist so ohrenbetäubend,
dass kein Wort
der Welt
beschreiben könnte,
was in mir vorgeht.
Ich habe viel Blut verloren und ich bade darin.
There’s a lot of small-girl hurt stuck in this big girl body. And I think that I was better at dealing with it when I was still a child.
Als die Therapiestunde vorbei ist sagt meine Therapeutin noch: "Ich sehe die Dunkelheit über dir schweben." Und genauso fühle mich. Verfolgt von der Dunkelheit, die immer stärker wird, wenn Weihnachten schon vor der Tür steht, klopft und schreit, dass ich es reinlassen soll. Tavor hilft kaum und wenn nur mit viel Alkohol. Noch Tage spüre ich diese Schwere. Als würde ein Wolf auf mir liegen und mich mit all seiner Kraft nach unten drücken und die Hand auf meinem Mund legen. Ich wünschte, ich könnte all diese Erinnerungen aus meinem Kopf aussperren. Sie sollen in der Kälte erfrieren und aufhören mir das Gefühl zu geben, als wäre ich machtlos.
https://www.youtube.com/watch?v=jN0aELsVQFA
Mein Geisterblog verschwimmt im Nebel, aber hier bin ich wieder, bis mich meine Wortlosigkeit wieder verschluckt
Heute ist Freitag und ich spüre beim aufwachen ein bisschen mehr Energie, die ich die letzten Tage so vermisst habe. Ich entwirre meine geflochtene Haare und trinke dabei meine vegane Vanillemilch. Ich rauche zwei und schaffe es sogar roten Lidschatten aufzutragen. Auf der Arbeit fragen mich die Kinder aus meiner Gruppe "Warum ich denn plötzlich Locken habe und warum rote Farbe auf meinen Augen ist?". Ich kenne diese Fragen und antworte immer gleich "Weil es mir gefällt." Sonst sieht man mich nur ungeschminkt und mit roten glatten Haare, die oft total verwuschelt sind. Ich halte mein Integrationskind, die Autismus hat, die meiste Zeit auf dem Arm, rede mit der Frühförderung und spüre, dass ich so langsam Fuß gefasst habe, als Integrationskraft, obwohl ich dazu keine Ausbildung gemacht habe. Ich laufe umher um Sachen zu erledigen, schimpfe, wiege das Essen ab für das Kind, was Diabetes hat, lege meine kleine Zwerge schlafen, helfe beim anziehen, rede mit meinen KollegInnen und endlich schlägt die Uhr 14 Uhr und ich mache mich auf den Weg zum Auto meines Papas, der mich um diese Zeit immer abholt, damit wir zusammen einkaufen gehen. Mein Einkauf ist immer gleich: viel Gemüse, vegane Lebensmittel, Toast, Eiskaffee, Gewürzgurken und Bier. Jedes Mal aufs neue motzt mein Papa im liebevollen Ton "Warum hast du immer noch kein Fahrstuhl im Treppenhaus eingebaut", als wir die Einkäufe hoch tragen. Und als ich mein Bier einräume sagt er mal wieder: "Du trinkst viel zu viel." Wir rauchen noch eine auf meinem Balkon und wie jedes Mal, wenn wir uns im meiner Wohnung treffen, fragt er mich: "Fühlst du dich hier wohl? Hast du dich hier eingewöhnt? Fühlst du dich in der großen Wohnung nicht alleine? Möchtest du am Wochenende wieder zu uns kommen?" So viele Frage und muss an die letzten Therapiestunde denken, wo meine Therapeutin sagte: "Das alleine sein in der Wohnung tut dir nicht gut. Du isolierst dich viel zu sehr. Du brauchst Menschen, zu denen du eine Bindung spürst." Aber ich antworte mein Papa: "Mir geht es hier gut. Ich habe mich eingewöhnt und für mich ist die Wohnung nicht zu groß." Ich umarme mein Papa zum Abschied und packe all meine Einkäufe weg. Vegane Lebensmittel, Gemüse, Toast und Bier halten mich am Leben. Was irgendwie ironisch klingt für meinen Magen, weil ich so viele Tage in der Woche, kein Essen zu mir nehme. Was das über mich aussagt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich im Moment immer ein Bier im Rucksack habe und mich unruhig fühle, wenn ich das mal vergesse habe. AlkoholikerInnen kennt man aus Bücher oft nur als gewalttätig. Ich erinnere mich an meine frühere besten Freundin, wo die Mutter Alkohlikerin war (und wahrscheinlich noch ist) und sie meiner Freundin einmal versucht hat mit einem Kissen zu ersticken und sie deshalb so oft bei mir übernachtet hat. Ich möchte mich von dieser Art von Alkoholismus nicht identifizieren. Ich war noch keinem Menschen über gewalttätig. Nur zu Gegenständen und gegenüber mir selber. Es macht mich unruhig darüber nachzudenken, dass diese Diagnose eigentlich zu mir gehört. Ich kratze eine Wunde auf, die schon seit Wochen nicht verheilt und schaue meine kaputte Hände an, die bei jeder Bewegung brennen. Das alleine sein in meiner Wohnung schiebt mich immer mehr in die Dunkelheit. Hier ist kein Rettungsanker, der mein Papa ist. Hier brauche ich mein Alkoholkonsum nicht verstecken. Hier kann ich mich so lange in Selbstzerstörung suhlen, bis ich nicht mehr weiß, wer ich bin, außer das. Kann kein Engel sein, weil der Teufel diese Welt regiert. Muss mich verschwenden. Meine Grenzen klär' ich selbst mit mir.
i have been a ghost since i was a child, i don’t know how to turn myself into a person
Eine Spinne neben mir,
die todesmutig
in den Abfluss springt.
Ich wünschte,
ich könnte es ihr gleich tun.
Der Abgrund ist
momentan eh
meine zweite Heimat.
Meine Welt dreht sich so schnell
wie eine Todesspirale,
wo es nur Verlierer gibt.
Mir wird ständig schlecht
und ich möchte ständig nur schlafen.
Meine Worte rennen vor mir weg,
als würden sie wissen,
dass nur noch tote Asche bleibt,
wenn ich sie ausgesprochen habe.
Wahre Liebe gibt es nicht so wie Bielefeld
Self care is getting so drunk that you forget you hate yourself
Der Mond scheint durch mein Fenster,
betrachtet mich
und ich habe das Gefühl,
dass er enttäuscht von mir ist
und meine jämmerliche Seite
am liebsten nicht sehen würde.









