There’s a lot of small-girl hurt stuck in this big girl body. And I think that I was better at dealing with it when I was still a child.

 


Seitdem wieder Flashbacks mein Nervensystem in Brand gesetzt haben, finde ich mich zitternd und fast weinend bei meiner Therapeutin wieder. Ich spüre mein Handgelenk pulsieren, genau dort wo eine frische Brandwunde meine Haut verunstaltet. Meine Worte fallen nur so aus meinem Mund und ich weiß gar nicht mehr wo oben und unten ist. Ich habe das Gefühl, dass ich kein Boden mehr unter meinem Füßen habe, sodass ich immer falle. Falle. Falle. Ich brauche all meine Kraft um nicht zu weinen. Ich erzähle von der gewaltigen Macht eines Moments, der mich tausend Tode sterben ließ. Der Regen prasselt gegen die Scheibe. Alles ist dunkel. Ich spüre die Angst, die zu Panik wird. Ich möchte schreien. Wegrennen. Doch alles in mir bleibt in Schockstarre. All meine Kraft hat sich ganz klein gemacht und sich unter dem Bett versteckt. Ich spüre deine Hand, die mir immer näher kommt. Die Schwere deines Körpers. Ich ersticke. Ich ersticke. Denke ich. Immer und immer wieder. Ich versuche deine Hand wegzuschieben, doch du bist stärker. Ich bin wieder klein viel zu klein. Ich wünschte, ich würde mich in Regen verwandeln und einfach von dir weg schwimmen.

Als die Therapiestunde vorbei ist sagt meine Therapeutin noch: "Ich sehe die Dunkelheit über dir schweben." Und genauso fühle mich. Verfolgt von der Dunkelheit, die immer stärker wird, wenn Weihnachten schon vor der Tür steht, klopft und schreit, dass ich es reinlassen soll. Tavor hilft kaum und wenn nur mit viel Alkohol. Noch Tage spüre ich diese Schwere. Als würde ein Wolf auf mir liegen und mich mit all seiner Kraft nach unten drücken und die Hand auf meinem Mund legen. Ich wünschte, ich könnte all diese Erinnerungen aus meinem Kopf aussperren. Sie sollen in der Kälte erfrieren und aufhören mir das Gefühl zu geben, als wäre ich machtlos. 

https://www.youtube.com/watch?v=jN0aELsVQFA



1 Kommentar: