Mein Papa und ich
fahren endlich weg
von hier.
Die Hölle hat sich hier
viel zu weit ausgebreitet.
Lauter innerliche Brandnarben
zieren auf unseren Körper
und unsere Blicke
sind entweder voller Wut
gemischt mit Traurigkeit
oder gehen stetig ins Leere.
Deswegen mussten wir hier weg,
weg von der Frau,
die wohl meine Mama ist
war.
Diese Auszeit
war mehr als nötig.
Ich wollte meine stetige Leere
und den Drang
mich töten
und den Drang
mich töten
im Meer ertrinken
und mich gleich mit.
Doch ich saß nur am Meer
und konnte meine Gedanken
nicht los lassen.
Alle Fotos,
die mein Papa
von mir machte,
waren so grässlich.
Ein fettes Schwein
macht sich nie gut
auf Fotos.
Ich wollte endlich
wieder mal erholsam schlafen
doch in der ersten Nacht
haben grausame Träume
mich heimgesucht.
Bei dem ersten Traum
war sie wieder die Hauptrolle.
Sie liebte mich
sowie vor ein paar Jahren.
Du wolltest
mich nicht mehr loslassen
und als ich dann aufgewacht bin
hätte ich vor lauter Trauer schreien
können.
Du warst mir plötzlich wieder so nah,
doch das war alles nicht real.
Ich werde dich nie wiedersehen,
du wirst mich nie wieder küssen
und das schmerzt
immer noch viel zu sehr.
Ich denke so oft an dich.
Dich zu vergessen dauert wohl Jahre.
Ich wünschte du würdest
auch so sehr an mich denken,
aber nachdem
ich dir gezeigt habe
das ich gut ohne dich weiterleben kann,
wirst du
niemals mehr an meinem Namen denken
und dabei warme Gefühle haben.
Kurze Zeit später schlief
ich wieder an
und der nächste Traum
fraß mich auf
und hinter ließ
nur noch traurige Knochen.
Ich war wieder gefangen
in einem Einkaufscenter.
Ein Vergewaltiger,
der all seine Opfer
nach dieser Tat tötete,
versteckte sich dort.
Ich habe mein Ende
schon vor meinen Augen gesehen.
Ich wusste,
ich komme hier niemals
lebend raus.
Ich habe mit allen abgeschlossen.
Dann fand der Mann mich
und spürte einen Schmerz,
der so groß war,
dass mein sich Herz still legte.
Ich war tot
und dann wachte ich auf
und lebte immer noch.
Nach diesen beiden Träumen
schluckte ich zusätzlich
noch Tavor zu meinen anderen Pillen.
Diese ganzen Vergewaltigungsträume
kann ich kaum ertragen.
Ich bin nirgendswo sicher.
Überall holen mich diese Taten heim.
Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft
mein Papa ein bisschen Erholung zu schenken.
Wir liefen durch die Straßen
und er kaufte mir ein Buch,
welches ich auch gleich anfing zu lesen.
Wir gingen auf eine Kirmis
und wir fuhren zusammen Kettenkarussell,
wo ich wieder Panik bekam.
Ich liebe Kettenkarussell
aber vor diese Höhe
und
diese Schnelle
hat das Kind
Angst.
Ich laufe immer
noch mit dem Kind
Hand in Hand.
Sie hat immer Angst
und diese Angst übeträgt
sie auf mich.
Ich kann die Angst
nicht loslassen.
Ich habe nur
ein Heilmittel dafür.
Ich schlucke viel zu viele
Pillen,
Opiate,
Opiate,
Alkohol,
Enttäuschungen
und Wut.
Kein Wunder
das ich in den Spiegel
blicke
und mich selbst
nicht erkenne.
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