Ich will nicht dass du siehst wer ich bin wenn ich mich selbst verlier’






Ein Gewitter staut sich auf
und ich schaue 
mit einer Kippe in der Hand
den Blitzen beim blitzen zu. 
Gewitter erinnern 
mich immer an mich. 
Ich fresse alles in mich herein 
und plötzlich kommt ein Sturm auf, 
ein kleiner Luftstoß 
und ich kann 
mich 
nicht mehr 
zusammen reißen. 
All die Gefühle, 
all die hässlichen Erinnerungen
überstörmen mich 
wie ein Hagelregen. 
Mein ganzer Druck,
der ich so lange 
versucht habe 
zu unterdrücken, 
schreit mich förmlich an 
und ist noch lauter
 als der Donner 
in stürmischen Nächten. 
Ich gebe mich den Druck hin,
sonst habe ich das Gefühl,
dass ich platze 
und alles ekelige 
kommt zum Vorschein
und jeder kann 
alle meine Fehler sehen. 
Die Blitze am Himmel 
sehen 
so wunderschön aus. 
Ich wünschte,
ich wäre so schön 
wie sie. 
Unnahbar 
bin ich,
genauso wie sie. 
 Wenn ich merke, 
dass einer mir zu nah kommt 
gehe ich auf Distanz. 
Vielleicht nicht äußerlich, 
aber innerlich. 
Ich kann 
mit den ganzen lieben Worte, 
die vor lauter Wärme und Liebe 
tropfen,
nicht mehr umgehen. 
Ich habe sie doch gar nicht verdient. 
Ich suche lieber nach Personen, 
die so unnahbar scheinen, 
wie ich selbst. 
Die Gefühle nur zeigen, 
wenn jeder Funke Selbstbeherrschung 
abhanden gekommen ist. 
Mit den Jahren 
ist das Gefühl
wahre Liebe 
verdient zu haben 
viel geringer 
geworden
und ich glaube 
mit jedem Fehler, 
den ich noch an mir finden werden, 
wird es noch weniger. 
Und jetzt stehe ich da 
mit einer Leere 
im Herzen
und kann das Gefühl 
der Liebe gar nicht mehr greifen, 
nicht mehr annehmen. 
Wahre Liebe 
ist einfach 
viel zu schön
um wahr 
zu sein. 
 
 
 
 
 

Vodka is easier to swallow than the thought of losing you






Ich fühle mich 
im Moment 
viel zu zerbrechlich, 
obwohl ich viel zu viele Kilos
auf meinen Körper trage. 
Die Nächte 
werden 
wieder dunkel. 
Eine Welle 
voller Traurigkeit 
kommt auf mich zu 
und ich ertrinke 
darin. 
Ein Bild von dir
wie du einen anderen küsst, 
Menschen die mich verlassen möchten, 
ertrage ich einfach nicht. 
Ich kann Menschen nicht los lassen 
und das ist das 
was mich in die Tiefe zieht. 
Die Vergangenheit 
einfach Vergangeheit 
sein lassen 
kann ich nicht. 
Ich suhle mich in vergangen Zeiten
und wundere mich, 
dass ich still und leise 
in meinem Bett weine 
und wünsche 
das ich endlch neue Klngen hätte, 
wo ich all die Traurigkeit 
aus mir raus schneiden kann. 
Ich möchte alles vergessen, 
was mich in den Träumen heimsucht 
und ich beim aufwachen wünschte, 
ich wäre im Traum gestorben.
Ich möchte an keinen mehr hängen, 
wo ich weiß, 
dass er nicht mehr an mich denkt 
und ich will auch nicht so eine Person sein, 
die darüber Texte schreibt. 
Ich will das alles doch nicht. 
Meine weinerliche Seite 
bringt keinen etwas, 
mir am wenigsten. 
Doch Glück scheint mir wohl nicht gegönnt, 
verständlich
bei dieser Grausamkeit 
was in meinem Herzen wohnt.




You, a forever wound.






"Ein Therapeut hat mir das mal so erklärt: 
Es gibt Frauen die auf Männer stehen. Männer die auf Frauen stehen. Frauen die auf Frauen stehen. Männer die auf Männer stehen. Und dann gibt es noch die Männer/Frauen die auf kleine Kinder stehen. Diese pädophile Neigung kann man nicht heilen, nur den Trieb auf etwas anderes lenken wie zum Beispiel in Sport."

Ich gucke die ganze Zeit auf meine Zettel und vermeide jeglichen Blickkontakt. Zähle die Minuten und als es zur Pause klingelt kann ich gar nicht schnell genug aus den Klassenzimmer heraus kommen. Wir stehen alle in der Gruppe und ich rauche und rauche und zünde mir noch eine Kippe an. Jeden einzelnen Zug für das missbrauchte Kind, welches meinen Namen trägt. Am liebsten würde ich mir meine Kippe direkt ins Herz drücken. Eine Brandnarbe auf meinem Herzen würde sich bestimmt schön auf mein eh schon vernarbetes Herz machen. Meine Gedanken hören nicht auf sich um dieses Thema zu drehen. Wenn ich irgendwann mitkriege das du das was du mir angetan hast auch noch anderen Kindern antust, dann werde ich dich anzeigen. Nie wieder sollst du das jemanden antun. Es dürfen wegen dir nicht noch mehr gebrannte Seelen durch die Welt irren und keinen Ausweg mehr finden außer in der Selbstzerstörung. Es reicht schon das du einen Menschen die Kindheit geraubt hast. Ich verachte dich. Ich kann dich nicht hassen, aber du ekelst mich so an wie noch kein anderer Mensch zuvor, obwohl ich schon viel zu viele Wölfe treffen musste. Aber keiner war so widerlich wie du. Keiner hat sich an einer 3 jährigen vergriffen. Du hast mich ausgenutzt, mir alles geraubt vor allem meine Stimme, du hast mich missbraucht und dann vor anderen so getan als könntest du keine Fliege was zu leide tun. Du hast das alles nicht nur ein mal gemacht sondern bestimmt über 30 Mal. Bitte bitte bitte bitte lass es nicht noch mehr sein. Bitte bitte. Bis ich dir "alt wurde" (10 Jahre). Ich hoffe du spürst lauter Schmerzen, wenn du an diese Zeit zurück denkst.    
 Ich hoffe, du leidest und es tut dir leid. Auch wenn mir das rein gar nichts mehr bringt. Aber wenn ich ehrlich bin glaube ich, dass dir das überhaupt nicht leid tut. Wahrscheinlich denkst du an diese Zeit mit einem Lachen zurück. Und wenn ich mir das vorstelle könnte ich würgen. Und dich anschreien bis meine Stimmbänder reißen. Doch ich schwanke jetzt zwischen weinen, mir selbst weh tun, auf den Stepper laufen bis ich keine Kraft mehr habe und mir den Tod wünsche. Mein Kopf ist vergiftet. Diese Erinnerungen sind Gift für mich doch ich kann sie nicht verdrängen. Nicht jetzt. Nicht heute. Gift bekämpft man mit gegen Gift. Flasche auf, Pillenschachtel auf und schlucken.
 https://www.youtube.com/watch?v=SzgWHmZ3P0g



I know I have a heart because I feel it breaking.





Zwischen Albträume von dunklen Männer, 
die mich gewaltsam immer und immer wieder vergewaltigen.
Zwischen solche Sätze wie:
 "Hatte N. nicht früher dünne Beine? Hat sie etwa zugenommen".
Zwischen unendlichen Selbsthass,
 der mich von Stunde zu Stunde mehr auffrisst,
 bis ich am liebsten die Klippe runter springen würde.
Zwischen kleinen vielen Tavor Pillen, 
die den Selbsthass betäuben 
und mich für den Moment 
ruhig stellen.
Zwischen Blicke im Spiegel, 
wo ich mir wünsche nicht mehr ich selbst zu sein.
Zwischen unendlichen Minuten auf dem Stepper, 
wo ich danach kaum mehr schaffe die Treppe hoch zu gehen.
Zwischen Prüfungsangst
 und das Gefühl viel zu dumm zu sein um sie zu bestehen. 
Zwischen Wolfsätze, 
die darauf hindeuten, dass er mich unbedingt wiedersehen will. 
Nur um mir wieder meine Würde, die kaum mehr verhanden ist,
 zu nehmen.
Zwischen all den Momenten dieses Tages, 
wünsche ich mir nie wieder mein Bett zu verlassen
 und tagelang nichts essen zu müssen. 





Was in die Brüche geht merkt man erst, wenn der Sturm sich legt





Kurz bevor ich losgehe, geh ich noch zu meinem Papa um mich zu verabschieden. Er sitzt wie jeden Samstag Abend auf dem Sofa und guckt Sportschau. Ich sage ihn, dass ich jetzt zu M. gehe und er guckt mich ganz traurig an. Er sagt mir, dass alles so weh tut was meine Mutter ihn antut und ich weiß einfach nicht was ich ihn antworten soll. Diese ganze Situation, die momentan bei mir zuhause abläuft, hat uns allen die Füße unter den Boden weg gezogen außer natürlich meiner Mutter. Ich streichele ihn am Arm und versuche ihn klar zu machen, dass er noch mich hat und das er niemals alleine diese Zeit durchstehen muss. Dann sagt er: "Das hoff ich doch. Aber du zerstörst dich selber doch so sehr. Ich brauche dich hier, N." Ich vergewissere ihn, dass egal was noch kommt, ich an seiner Seite bin. Ich hoffe so sehr, dass er mir das glaubt. Auch wenn ich immer mit dem Tod kämpfe weiß ich das ich ihn nicht alleine lassen kann. Nicht jetzt, nicht dieses Jahr. Auch wenn ich mir für mich nichts anderes wünsche als einrn qualvollen Tod. Ich versuche ihn dazu zu bringen heute Abend noch was zu essen und dann meinte er nur: "Ich mache es so wie du." Das macht mich so traurig. Ich kann ihn nicht zum essen zwingen, da ich selber ganz gut ohne essen auskomme. Ich wuschel seine grau braunen Haare und verlasse das Wohnzimmer. Als ich meine Schuhe anziehe muss ich nur daran denken. Was ist nur mit uns allen passiert? Ich kann das alles immer noch nicht fassen. Letztes Jahr habe ich noch mit meiner Therapeutin darüber geredet wie froh ich bin, dass unsere Familie sich nach all den dunklen Jahren, wieder zueinander gefunden hat. Und jetzt sitzen wir in den Scherben unserer Familie und meine Mutter lacht uns aus, wenn wir uns an den Scherben schneiden. Sie ist berechnend und tut die ganze Zeit sie wäre hier das Opfer. Als wäre sie nicht die, die uns allle betrogen hat.Ich weiß nicht mehr was ich tun soll um mein Vater aufzubauen. Er ist nur noch ein Schatten seiner Selbst sowie ich. Sowas wollte ich nie. Ich bin ein Papa Kind und ich würde für ihn durchs Feuer gehen und all die Brandnarben, die ich deswegen auf meinen Körper trage, wären mir so egal. Alles was ich will ist ein bisschen Frieden für unsere Familie, die immer kleiner wird. Doch ich glaube darauf kann ich lange warten. Frieden gibt es nicht mehr in diesen Höllenhaus.
https://www.youtube.com/watch?v=vkzKH9_6vio



I am destroying myself so other people can’t,“ she said, ” and it’s the worst kind of control but it’s the only form I know.







Mein erster Tag 
seit Ewigkeiten 
ohne Alkohol. 
Ich schaffe es trotzdem nicht 
nüchtern zu bleiben. 
Schlucke 
wunderschöne blaue Pillen, 
1,2,3,4,5
und ich merke 
mein Hals kratzig wird 
und ich ganz viel trinken muss,
um dieses Gefühl 
zu vernichten. 
Eigentlich wollte 
ich 
mit weniger Pillen 
anfangen, 
doch das Junkie Biest 
in mir 
konnte 
es 
einfach 
nicht 
sein
lassen. 
Ich spüre 
wie die Pillen 
meine Sinne 
vernebeln 
und 
alles in mir 
vor allem 
mein Herz 
betäubt wird. 
Ich krame nach alten 
Notizbücher 
von mir 
und 
ich fand 
lauter Sätze, 
die ich in lauter 
Not und Schmerz 
geschrieben habe. 
Sätze wie ich: 
"Oh du einsames Wesen, 
was bist du nur für ein einsames Wesen. 
Du bist schon längst tot."
Oder Sätze wie:
" Irgendwie scheint es mir 
als wäre der Tod 
ständig schneller 
als das Leben. 
Der Tod ist dem Leben 
tausend Schrite voraus
und vernebelt mir die Sicht, 
sodass ich das Leben 
gar nicht mehr sehen kann."
Und ein Ztat von der 
großartigen Lilly Lindner, 
welches mir mein Herz still legte:
 "Wortgewalt ist nichts 
gegen nackte Sexgewalt."
Ich lese mir diesen Satz 
tausend mal durch 
und ich merke 
wie ich sentimental werde. 
Tränen sammeln sich in meinem Auge
aber ich lasse es nicht zu,
dass ich anfange zu weinen.
Da ich solche Gefühle 
gerade nicht ertragen kann,
schlucke ich noch mehr Pillen.
Wie tief bin ich nur gesunken?
Ich wünschte, 
ich würde das alles 
als nicht so schlimm empfinden. 
Ich wünschte,
ich wüsste 
nicht was 
Sexgewalt ist.  
Ich wünschte,
ich würde nicht erstarren 
und gedanklich 
mein ganzen Oberschenkel 
aufschneide,
wenn ich Kondome sehe
  So langsam habe ich mich 
an die Nähe 
von M. gewöhnt
und oftmals sehne ich mich 
auch danach. 
Auch wenn ich selber weiß,
dass ich sie eigentlich 
gar nicht ertragen kann. 
Aber diese nackte Nähe 
lässt 
mich 
immer tiefer fallen.
Selbst wenn M. mich zu nichts zwingt,
habe ich das Gefühl
das ich dir sowas Schulde.
Das du das brauchst
um mich zu mögen,
das du dich dann nur gerne mit mir triffst
und auch nur deswegen bei mir bleibst.
Wie halten andere Menschen diese nackte Nähe nur aus?
Ich schaue in den Spiegel 
und merke wie meine Pupillen 
immer kleiner 
und dann größer werden. 
Ich lach mein Spiegelbild aus 
und merke 
das ich nichts anderes bn 
als eine Junkie Nutte. 
Mit jeder weiteren Kippe 
 schweife ich ab 
und fühle mich 
für einen kurzen Moment 
als wäre ich nicht ich 
sondern eine viel bessere Version, 
eine viel liebere Person. 
Doch das ist nur Illusion, 
die mit Halluzinationen 
verknüpft sind. 
Halluzinationen 
können zum besten Freund
werden, 
wenn die Realität 
dir zum Feind wird. 





 

Ich wäre so gerne mal wieder glücklich ohne Drogen zu nehmen




Die Situation zuhause spitzt sich zu. 
Meine Mutter hat anscheinend ihr Verstand verloren 
sowie ich vor Jahren. 
Sie startet ein Gefühlsamoklauf. 
Sie beleidigt mein Vater 
und mit jeden weiteren bösen Wort schießt sie auf mein Vater 
und auf mich ein. 
Ich stehe stumm daneben 
und versuche nicht laut los zu schreien. 
Ich glaube, 
wenn ich einmal angefangen habe 
zu schreien 
höre ich 
so schnell nicht mehr auf. 
Sie hat unsere Familie aufgegeben 
und ignoriert all ihre Fehler. 
Alle anderen sind schuld. 
Vor allem mein Vater 
und ich mit meinen ständigen Versuche ins Grab zu gelangen.
 Ihre Rolle als Mutter hat sie abgelegt
 und sucht sich gleich jemanden anderen 
um vor uns zu fliehen. 
Ich habe anscheinend meine Mutter verloren. 
Ich schaue sie an 
und seh eine fremde Person vor mir. 
Wenn sie mich versucht anzufassen 
zucke ich zusammen. 
Ich ertrage ihr Verhalten 
und Anwesenheit 
 nicht mehr. 
Auch wenn es hart klingt, 
es wäre besser wenn sie geht. 
Vor allem für mein Papa. 
Er geht immer mehr kaputt an ihr 
und ich versuche ihn aufzufangen, 
wenn er fällt 
und mir seine Sorgen anzuhören. 
Da wundert sich meine Therapeutin 
warum ich so viel trinke. 
Sie redet lauter Floskeln, 
beurteilt mein Körper
 und mein aufgeschwommenes Gesicht 
und ich werde immer und immer kleiner. 
Ich will raus rennen 
und sie nie wiedersehen.
 Dieses Gefühl mich bei ihr wohl zu fühlen
 hat sie in 50 Minuten im Keim erstickt. 
Egal wo ich hin gehe 
staut sich ein Sturm auf. 
Ich gerate in ihn hinein 
und komm völlig aufgewühlt daraus. 
Mein Körper sieht aus 
als hätte ich 
eine harte Schlacht 
hinter mir. 
Er ist voller voller Brandnarben an meinem Bauch und Oberschenkel, 
voller Narben an den Armen, Beinen, Hüfte 
und der Pulsader, 
die mir zeigt das es besser gewesen wäre 
mein Leben vorzeitig zu beenden. 
Voller Aschenbecher Narben 
von Nächte, 
wo der Schmerz 
und der Hass 
sich zusammen getan haben 
um auf mich ein zu prügeln.
 Ich will wieder weniger werden
 und um wenigstens ein Alkohol freien Tag zu schaffen 
suche ich mir 
andere Drogen
und verdränge 
was das wohl für Folgen hat. 
Ich falle immer tiefer in die Abhängigkeit hinein. 
Konsumiere was das Zeug hält 
um endlich vor mir selbst zu fliehen.
 Ich verabscheue meine Existenz 
und sehne mich nach den weiteren Fall, 
nur um zu sehen ob mein Lebenswille sich irgendwo in meinem Herzen versteckt hat. 
Nur dann weiß ich ob es wirklich Zeit ist zu gehen.