Vollgedröhnt und betrunken
finde ich mich
in deinem Auto wieder.
Tavor hat die Angst
in mir gefressen
und der Alkohol
schenkt mir eine scheiß Einstellung.
Scheiß egal ob er mich anfasst
obwohl ich mich wehre.
Scheiß darauf das mich abhandelt
wie ein Puppe.
Scheiß auf die erdrückende Nähe,
die mir tausend Tode schenkt.
Du hast die ganze Zeit nicht locker gelassen.
Ich habe dir die ganze Zeit das Gefühl
gegeben
das ich tausend andere Sachen
lieber machen würde
als mich mit dir zu treffen.
Doch du wolltest mich trotzdem sehen.
Er manipulierte mich mit seinen geheuchelten Wolfsworten
und da ich sowieso an die Selbstzerstörung
gefesselt bin
sagte ich zu.
Ich habe gedacht,
dass wenn wir uns einmal sehen
er endlich ruhig ist
und das er merkt das mein Elefantenkörper
mit zu vielen Narben
nichts ist
was man gerne anfassen möchte.
Und nun fahren wir durch die dunkle Nacht.
Du redest mit mir als würden wir uns Jahre kennen
(was ja auch stimmt)
aber ich habe mich verändert
und kann nicht mehr über deine Witze lachen.
Du grinst mich die ganze Zeit an,
ich zieh dir deine Cap ab
und du ziehst mich zum rauchen aus.
Wir sind an einem Waldstück,
wo kein Mensch freiwillig
um diese Uhrzeit hingeht.
Auch wenn ich schreien würde
würde mich niemand hören.
Ich könnte hier sterben
ohne das einer was mitbekommt.
Du ziehst mich aus,
machst tausend Sachen mit meinem Körper,
die ich nicht nennen kann ohne vollkommen durchzudrehen,
Deine Hand zieht mich brutal zu deinen Lippen hin.
Ich muss dich küssen,
egal wie sehr ich mich sträube.
Du fängst immer wieder an mich zu würgen.
Ich kann nichts dagegen tun,
also zwischen den Tod und den Leben wanken.
All mein Stolz und meine Würde
liegen begraben
unter deinem Auto.
Deine Hand lenkt mich nach unten
und ich weiß jetzt genau,
dass ich das Gefühl
ein Schwanz
in der Hand zu haben
nie vergessen werde.
Endlich bist du fertig,
wir rauchen noch eine
und bringst mich an die Straße,
wo er mich immer abholt.
Er hält meine Hand,
als wäre ich irgendwas besonderes für dich.
Du küsst mich langsam
und mein Hirn fängt an durchzudrehen.
Ich will einfach nur von dir fort.
Ich möchte dich aus meinem Leben streichen.
Ich will nie wieder nackt unter dir liegen.
Plötzlich fängt sich alles zu drehen
und ich sehe alles doppelt.
Ich weiß nicht mehr wie es geschafft habe
nachhause zu kommen.
Alles verschwimmt im lauter Nebel.
Die ganzen Tavor tabletten
zerschlagen
meine Gefühle zu Brei.
Ich fühle nur noch wie der Ekel
und die Scham
meinen ganzen Körper belagert.
Ich trinke und trinke
trotzdem kann ich nicht aufhören
an den Abend zu denken.
Ich habe mich an die Selbstzerstörung verkauft
und das sind jetzt die Konsequenzen.
Nicht mal mehr weinen kann ich darüber,
denn die einzige die an all der erdrückende Nähe
schuld ist
bin ich.
Ich bin eine ekelhafte Schande,
die an erdrückende,
nichtgewollte Nähe
irgendwann
bitterlich verreckt.