ich könnte aus der haut fahren. ich weiß nur nicht wohin




19:30 Uhr
all meine anteile
tanzen 
betrunken 
auf der terrasse.
sie trinken viel zu viel.
jedes meiner anteile
brauch viel zu viel alkohol.
was wohl recht erbärmlich ist. 
um diese uhrzeit sollte man 
wenn überhaupt 
erst zu trinken anfangen.
aber nein 
alles 
in 
mir
ist
betrunken.
mein magen voller leere.
nur der alkohol schwimmt darin.
meine anteile
 glauben wirklich
das 
ein junge
mich 
mag 
ohne mit ihm zu schlafen.
warum sind sie nur so 
leichtgläubig.
 kein kerl
hat
mich
je
als
ein
mensch
betrachtet.
für sie war ich nur
ein sexspielzeug.
nichts weiter.
ich bin nichts anders als dreck.
wie von geisterhand
macht irgendeiner
in mir
noch
ein bier auf.
ich kotze
stumme worte
auf meinem kissen.
mich sollte man echt nicht
alleine
zuhause lassen.
https://www.youtube.com/watch?v=kRSgYxrp1yk&feature=youtu.be


I just need to rest, that’s all, to rest and sleep some, and maybe die a little.






Ich kam noch nie mit meinen Körper klar. 
Selbst schon früh wurde mir aufgezeigt, 
dass mein Körper nicht der Norm entspricht. 
Ich war viel zu dick für ein Grundschulkind. 
Zu viel Kilo auf der Haut
und endlose fiese Bemerkungen 
haben mich geprägt. 
Doch früher brauchte ich die Kilos. 
Ich brauchte sie um mich zu schützen.
All die dunklen Erinnerungen zu verdrängen 
bis sie irgendwann 
im Nebel 
für ein paar Jahre 
verschwundeten. 
Doch jetzt brauche ich die Kilos
nicht mehr. 
Jetzt weiß ich, 
dass selbst die massigen Kilos 
mich für keinen Wolf 
der Welt 
beschützt haben.
Auch mit dem Todesgewicht
konnte ich mich nicht 
vor denen
schützen. 
Egal wie ich ausschau 
Wölfe waren immerzu in meinem Leben
und haben das letzte Funke leben 
in mir aufgesaugt.
Sie haben mich leblos gemacht.
Ich bin ein Wesen voller Scham, 
was den Alltag mehr schlecht als recht 
überlebt. 
Ich komm mit meinem Körper 
nicht zurecht,
komm mit mir nicht zurecht,
komm mit meinem Alltag nicht zurecht 
und das schlimmste ist 
das jede kleinste Kleinigkeit 
mich aus Segeln wirft. 
Ich dann an die Wand starre,
meine Haut kennzeichne 
mit all meinen Fehlern, 
und ich nicht mehr weiß 
wie ich es meistern soll 
irgendwann mal zu leben.
Ich weiß gar nichts mehr
außer 
das
ich 
nur
atmen
kann
wenn 
ich 
mein 
Körper
verdränge.



 

shame



Wem gehört
mein Körper
nach all den ungewollten
bedrängende
entblößten Momente?

You gave me a forever within the numbered days






Du bist mein kleiner Sommer, 
voller bunten Farben, 
einer Rose
die selbst
nachdem
sie schon sehr
mitgenommen aussah
wunderschön war,
warmen Gefühle 
und ein Windstoß Freiheit. 
Du nahmst meine Hand 
und 
ich
wurde 
unbesiegbar. 
Wenn ich bei dir bin 
nimmst du mir die Angst. 
Wenn ich bei dir bin fühle ich mich ganz.
Meine Gedanken
lass 
ich 
los. 
Lass sie fliegen
damit 
ich 
nur 
für 
dich 
da
sein 
kann.
Die Zeit ohne dich war so grässlich. 
Lass uns das abhacken, 
in eine Kiste sperren 
und 
sie 
nie 
wieder 
aufmachen.
Denn jetzt weiß ich mehr 
den je
das 
eine Zukunft
ohne dich 
nicht geht 
und das es ohne dich 
keine Zukunft 
mehr 
für 
mich 
gibt.
Ich schenke
dir 
all meine Liebe. 
Nun bist du wieder mein
und ich bin dein. 


where do people find the energy to live life





All meine Kräfte 
verschwinden 
in 
den 
Wolken.
Ich schaue ein Selbstversuch
über sämtliche Drogen. 
Und makaber 
wie
ich 
bin
habe 
ich 
natürlich 
mein 
Bier 
in 
der 
Hand. 
Als die Sendung 
vorbei 
ist
hänge 
ich 
in der Luft
und ich habe den Verlangen
alles in mich reinzuschütten. 
Sehe mein Körper an 
und 
merke
das 
ich 
unbedingt 
was 
tun 
muss.
Zwar verdränge 
ich
mein
Körper
manchmal 
sehr 
erfolgreich
aber so kann 
es 
nicht
weitergehen.
Der Druck
abnehmen zu müssen
um mich endlich nicht mehr
für meinen Körper
zu schämen
ist genauso groß
wie
der
Suchtdruck nach Alkohol,
Schuldruck
und die Angst
zu versagen
und der Selbstverletzungsdruck.
So viel Druck
in
mir.
Ich könnte platzen.
Mache ein Workout
und bin nach 10 Minuten
komplett 
am Ende.
Trotzdem ziehe ich es mehrere Minuten durch.
Ich hab das Gefühl 
mir mein Essen 
verdienen zu müssen. 
Egal wie krank 
das jetzt 
klingen 
mag.
Vollkommen leblos
falle ich auf mein Bett
und ich hab das Gefühl
den letzten Tropfen Kraft
verloren 
zu 
haben.
Selbst schuld 
du dreckiges 
ekeliges
etwas 



Having an eating disorder and not being skinny is the most embarrassing thing ever






Das schlimmste Satz
den man 
jemanden 
sagen 
kann,
der ein Essproblem hat 
ist 
der: 
"Hast du zugenommen?"
Als ich diesen Satz 
hörte 
sackte 
alles
in 
mir 
zusammen.
Und als ich merkte,
dass sie es daran festmacht 
das mein Gesicht viel "frischer"
aussieht 
könnte 
ich 
kotzen. 
Ich bin einfach 
keine von denen 
die
ein 
schmales Gesicht 
hat.
Das hatte ich noch nie,
selbst 
als 
ich 
mich
mit
meinem 
Todesgewicht 
gekleidet habe. 
Und ja 
ich habe nicht mehr 
mein Todesgewicht.
Aber wenn ich das noch hätte
wäre ich wohl tot
oder
immer noch im Krankenhaus. 
Ich musste ein wenig zunehmen 
um nicht zu sterben.
Natürlich weiß ich das auch 
aber allein der Gedanken,
dass Menschen 
meine ein paar Kilos mehr
sehen
könnte
ich 
in
Scham 
ertrinken.
Ich bekomme Panik 
und frage 
meine Klassenkameradin 
die ich gerne mag,
ob sie das auch so sehen würde.
Sie schaut mich entsetzt an
und schüttelte nur mit dem Kopf. 
Aber selbst das beruhigt mich nicht. 
Ich könnte auf der Stelle weinen 
und ich geh ganz schnell zum rauchen.
Ich glaube so schnell 
wie heute
habe ich schon lange nicht
zwei kippen hintereinander geraucht. 
Ich schaue ins leere 
und weiß genau,
dass ich mein Abendessen 
heute kürzen 
werde.
Selbst wenn ich mich 
nicht mehr 
dadurch lenken möchte
hat mich das Essproblem 
in der Hand.
Sie kontrolliert mich 
immer noch
immer zu. 



Ich will nur noch ertrinken in dem Glas vor mir





Meine Stimmung sinkt 
im Minutentakt. 
Ich halte endlich 
meine eigene Therapiepuppe 
in den Händen 
und 
ich 
fange
an 
zu 
weinen. 
Sie steht für all 
das
schlimme,
all das grauen 
was mein Herz 
innerlich 
sterben 
lässt.
Es macht mich so traurig,
dass mich das so traurig macht.
Ich halte sie ganz fest, 
so das niemand 
anderes 
sie 
mir 
rauben 
kann.
Ich fange an zu frieren 
obwohl es draußen 
so 
warm 
ist
und 
ich 
unter
meine Decke 
liege.
Es fühlt sich so an 
als würde ich erfrieren.
Erfrieren 
an 
der 
kälte 
in
 mir.
 Ich kann nur noch 
an den Missbrauch 
denken, 
den ich in der Kindheit 
erfahren 
habe.
 Alles ist wieder so real. 
Alles vor meinem Augen verschwimmt.
Ich zähle die Stunden 
bis 
ich 
endlich 
trinken 
kann. 
Ohne das trinken 
würde 
ich 
an
den Erinnerungen
ersticken.
Ich hoffe, 
ich werde noch 
schöne Erinnerungen 
mit dieser Therapiepuppe 
verbinden
können
sonst 
muss 
ich
sie
wohl
in 
den 
Schrank
sperren, 
sowie ich es
immer 
und
immer
wieder
mit meiner Kindheit  
versucht 
habe.
Doch all die Erinnerungen
haben mein Schrank 
verwüstet 
und 
danach 
meinem Kopf. 
In meinem Kopf
herrscht so viel Dunkelheit,
so viel Scham,
so viele Erinnerungen
das ich sie am liebsten
allsamt 
auskotzen 
möchte.
Ich möchte
meine ganze Haut
zerschneiden.
Ich will endlich
raus
aus
meiner Haut.
Ich will endlich
raus
aus
diesen
missratenden Körper.
Ich will
einen
neuen Körper,
der
nicht so grässlich dreckig ist.
Der Blick
auf
meinem Körper
ist unausstehlich.
Er wird gefühlt immer mehr.
Er ist viel zu viel
um ihn ertragen zu können.
Ich gehe raus,
eine rauchen 
und die Sonne 
wärmt mich nicht mehr.
Die Kälte frisst mein Herz auf.
Ich sehe dein Gesicht
vor 
Augen
und der Ekel 
springt 
mir 
ins 
Gesicht. 
Dieses Ekel Gefühl 
vergeht nicht. 
Sie begleitet mich schon viel zu lange.
Ich müsste mich töten 
um dieses Gefühl 
zu töten.






Es tut mir leid für die ganzen letzten Zeilen. Es dreht sich meistens um dieses eine Thema. Ich hoffe ihr findet meine Worte nicht langweilig. Passt auf euch auf.