I am so sick of being sick of who I am




"Hungern kann wie eine Droge sein.",
das kommt mir in den Sinn als ich im Auto sitze. Mir kommen die komischsten Gedanken wenn mein Bauch nach Nahrung schreit. Ich rauche kippe für kippe und wünsche mich ganz weit weg. Wohin? Ach was weiß ich schon. Das leere gefühl in meinem Herzen macht mich verrückt. Mir fehlt so viel. Mir fehlt meine Spagetti mit Tomatensoße auch wenn das dumm klingt. Mir fehlt alles so sehr das ich schreien könnte. Ich bin so weit entfernt davon stabil zu sein. Ich hab meine missbrauchten Pfunde runtergehungert und trotzdem haben sich Wölfe an meinen Körper vergriffen. Mein Körper ist nun am verhungern und meine Seele schon längst tot am Waldesrand. Ich wanke zwischen den Leben und den Tod. Alle Seiten zerren an mir. Ich bin so müde geworden in diesen Todesjahren. Ich möchte einfach nur jahrelang schlafen und aufwachen in einem Leben voller Blumen und warme Milch mit Honig. Die Essstörung lässt mich nicht los. Sie saugt mich auf und ich wundere mich mit jeden weiteren jahr wie ich es geschafft habe zu überleben. Dieses Todesleben ist wie ein Kampf der nie aufhört. 



Skinny is not a synonym for happiness





Ich schaue auf mein Lieblingsessen von früher und sofort schwirren mir lauter Fragen im Kopf herum. "Wann werde ich wieder all das Essbare in mich reinstopfen um die Erinnerungen im Keim zu ersticken? Wann wird mein Magen mich zur fassunglosikeit schreien, so das ich gar nicht anders kann als zu essen? Wann wird mein Kopf all die Stoppschilder vor so vielen Lebensmittel verbrennen? Wann hört endlich die Angst auf zu existieren wenn Menschen mich zum essen zwingen wollen? Wann dreht meine Wahrnehmung endlich das Spiel um und zeigt mir wie ich wirklich aussehe? Wann verstummen endlich die Stimmen, die mich fett, unnütz, hure, schlampe, Elefant, Nichtsnutz, Versager....tag täglich in die Ecke zwingen? Kann ich je wieder essen ohne das mein Kopf mich dafür hasst? Schaffe ich irgendwann den Absprung aus dem Tod hinein in das Leben? Werde ich irgendwann endlich wieder Kraft finden ein Leben zu führen was nicht gequält mit lauter Problemen, die mein Herz zersprengen? Werde ich mich je meinen Körper akzeptieren" Ich nehme mir ein Bier zu Hand und fange an die Treppen hochzugehen. Mein Atmen stockt, meine Bewegungen werden immer langsamer, all meine Glieder tun weh. "Selbst zu dumm um Treppen zusteigen?", werde ich angeschrien. Endlich habe ich mein Zimmer erreicht und ich lege mich erleichtert aufs Bett. Jede Bewegung ist für meinen Körper so anstrengend. All die Gedanken zerfleischen sich gegenseitig. Ich trinke mich in den Schlaf und hoff das ich die nächsten Jahre nicht mehr (oder nie mehr)  aufwach.
 https://www.youtube.com/watch?v=WPFLAjmWCtk



drink to die slut




ich trinke mich 
in die einsamkeit 
und seh 
mich 
wieder
im krankenhaus
liegen. 

I know I have lost and all the pain is everywhere






Als wäre meine Zeit hier noch kostbar 
ich liege nüchtern 
in meinem Bett 
und merke 
wie die Komplexe 
mich auffressen. 
mein köper
kommt 
mir 
so 
aufgequollen 
vor 
als 
würde 
icb 
mit jeder weiteren Sekunde 
aufgehen 
wie 
ein Hefekloß. 
Mein Körper 
wird mir immer fremder. 
Er macht 
sachen 
die mich zum fall bringen.
Lauter Schmerzen 
schenkt er mir 
auf die ich nie vorbrereitet bin. 
Jeder Schmerz 
ist 
wie 
ein weiterer Stoß 
in die Dunkelheit. 
All meine Kontrolle 
habe ich verloren.
ich irre hier nur 
verloren 
herum 
ohne 
sinn 
und 
zweck. 
Weiß nicht 
was 
ich nüchtern 
machen ,
ertragen soll.
All meine Kräfte 
sind ausgeschöpft. 
Ich bleibe liegen 
und starre an meine Wände 
das ist das beste 
was ich tun kann 
wenn mein Kopf 
zum Feind muntiert. 

there are poems inside of you that paper can't handle





Jeder Schreiber fängt mal mit einem Wort an. Aber was ist wenn die Worten vor einem wegrennen und man zu kraftlos ist hinter ihnen her zu laufen? Ist man dann wortlos oder wortmüde? Ich bin gefangen in der Stille, die sich wie eine Schlinge um mein Hals wirft. Kein Wort kommt mir über die Lippen. Kein Wort passt zu mir und meiner Stimmung. Ich bin stimmungstot. Zu tot um eine Stimme in dieser Welt zu haben. Ich würde so gerne mit Worten um mich werfen bis irgendwann ein Satz heraus kommt, den ich ohne Scham, aussprechen könnte. Bis das geschieht bleibe ich hier gefangen in der Stille, die viel zu laut ist. 



Ich trink zu viel
kann schon sein
aber sonst könnte ich nicht aufhören
mich in den Tod zu stürzen

Manchmal spür ich meinen Geist mehr als meinen Körper.bin immun gegen Schläge doch sterbe durch Wörter






meine gedanken 
drehen 
sich 
im kreis 
ein wunder 
das niemand 
sich den verstand 
aus dem Kopf 
kotzt. 
die gedanken 
leiten 
mich 
immer 
mehr 
zu trinken
und 
mich 
immer 
näher 
zum Abgrund hin 
zu bewegen. 
ich tanze 
mit 
den Tod 
obwohl 
meine Beine 
so etlich müde sind. 
all die jahre
haben 
spuren 
und narben 
hinterlassen. 
ich bin ein gebranntes Kind 
was bei jeder Berührung 
feuer fängt.
ich will mich verstecken 
nie wieder sichtbar sein
mochte mich an den Tod verkaufen 
damit endlich 
in meinen Kopf
Ruhe herrscht.