Es ist Platz genug, sich fehl am Platz zu fühlen









Was für ein Leben lebe ich? 
Ein Leben einer Hure, 
da ich mich den Wölfen 
zum Fraß vorwerfe? 
Ein Leben einer Süchtigen, 
weil ich nicht aufhören kann 
zu trinken, viel zu viel zu rauchen und zu hungern? 
Lebe ich ein Leben 
einer Zerstörerin, 
weil alles was ich anfasse zerstöre, 
vor allem die Menschen, die ich liebe 
und meine eigene Haut? 
Lebe ich ein Leben 
eines Penneres, 
weil ich orientierungslos 
durch die Straßen laufe, 
mit Bier und Büchern 
in den Taschen 
und wieder anfange 
die Schule zu schwänzen? 
Lebe ich ein Leben 
 einer Liebende, 
weil ich ständig an ein Mädchen denken muss 
und ständig den Drang habe 
sie küssen zu wollen? 
Lebe ich ein Leben
 einer Outsiderin, 
weil die Menschen auf meiner Schule 
mich allesamt komisch anstarren, 
schlecht über mich reden 
und ich ständig alleine zuhause hocke, 
da all die Freunde die ich hatte,
weggescheucht habe? 
Lebe ich ein Leben 
 eines Geist, 
weil obwohl mein Herz schlägt
ich kein Leben in mir spüre? 
In was für einer Welt lebe ich 
in der ich mir 
solche Frage stelle? 
Ich bin ratlos 
und spüre 
wie die Krankheiten, 
die reine Monsters sind,
mich zerfleischen. 
Ich spüre den Tod neben mir, 
er gibt mir seine Hand, 
sollte ich sie mir greifen 
und im vernebelten Licht 
verschwinden? 
All diese Fragen 
bleiben 
unbeantwortet 
in meinem Kopf liegen. 
Ich stolpere jeden Tag darüber. 
Sie lassen mich nicht los. 
Bin ich verrückt,
oder Realist 
weil ich weiß 
das sich das alles 
nie 
nie
ändern wird? 








Du willst aber kannst nicht und das zerstört dich






In meinem Kopf 
reden 
all die Stimmen 
auf mich ein. 
Ich versuche mich abzulenken, 
zu trinken 
und Serien zu schauen. 
Doch mein Kopf 
wird nicht stumm 
alles in mir 
ist so laut 
das 
ich 
davon 
Kopfschmerzen 
bekomme. 
Ich gehe nach unten, 
das ganze Haus 
riecht 
nach dem Essen, 
was meine Mutter gekocht hat.
Ich gehe in die Küche
es riecht so gut, es riecht so köstlich 
und mein Magen 
fängt an zu schreien.
Er sehnt sich so nach Nahrung 
das es mich zerreißt. 
Ich schaue in den großen Topf
der auf den Herd steht
oh nudeln. ich liebe nudeln. 
und atme den geruch ein. 
Die Nudeln riechen nach 
meiner Kindheit, 
nach unbeschwertheit 
und Tage voller Lachen und Freude. 
In meinem Kopf 
spielt sich eine Fressorgie stand. 
Mein kleines Kind 
in meinem Kopf 
frisst und frisst, 
kotzt und kotzt 
alles aus, 
keine Nudeln 
 bleibt dem Magen erhalten. 
Plötzlich spüre ich eine Hand 
auf meiner Schulter, 
die Fress und Kotzorgie 
spielt sich jetzt nur noch im Hintergrund ab. 
Meine Mutter steht vor mir 
und fragt 
ob bei mir 
alles okay ist. 
Ich nicke nur 
und verschwinde schnell 
aus der Küche. 
Die Kindheit 
spüre 
ich 
noch 
in meinen Knochen, 
ich zünd mir 
eine Kippe an,
erblicke den Mond 
und wünsche mir
für das kleine Kind 
und den ganzen anderen Persönlichkeit 
in meinem Kopf
den Frieden 
beim Thema 'Essen'.
doch was soll ich sagen, 
unrealistische Wünsche 
waren schon 
immer 
mein Ding. 














alle für einen, alle allein









Eine Welle aus Tränen 
für die Menschen, 
die einst mal meine Familie war. 
Ein Gebrüll 
für die Stimmen,
die in mir hausen. 
Tausende Wörter 
getränkt mit Wut
aus den Mündern meiner Eltern 
für mein verkümmertes Verhalten, 
über mein jämmerlichen Nervenzusammenbruch,
der mich nicht älter 
sondern um Jahre jünger macht. 
Ein anstimmen eines Geburtstagslied 
für den Versuch 
mein trauriges Herz 
mit künstlicher Wärme zu füllen. 
1,2,3,4 Kippen 
für den Versuch
den Selbsttötungstrieb 
im Rauch 
versinken. 
Ein leises
aber doch ernst gemeintes Lächeln
für den Punk,
der mein Verstand 
vor den ertrinken gerettet hat. 
Ein müdes plastik Lächeln 
für jeden meiner Mitmenschen,
die trotz 
meiner unsichtbaren Persönlichkeit 
an meinen Geburtstag gedacht haben. 
Ein hysterisches Lachen 
um den Abgrund 
unter mir zu verdrängen. 
Ein riesengroßen Teddy
für das kleine Kind in mir, 
die sich immer noch 
ihr Lieblingsessen zu Geburtstag wünscht. 
Eine Flasche Sekt 
für den kranken Penner in mir, 
der es nicht erträgt 
in seinen Gefühl unter zu gehen. 
Ein paar Minuten auf den Friedhof
um ungeschehen 
zu rauchen
zu trinken 
mein Teddy im Arm zu halten
und zu weinen. 
Ein Bier
für das seelenlose Mädchen,
das zu verdrängen versucht 
das sie ihr Lieblingsessen von früher 
gar nicht mehr essen könnte. 
Eine weitere Flut 
von Tränen 
um diesen Tag 
in den Wellen 
zu ertränken. 
Eine letzte Zigarette 
für den Wunsch 
so frei zu sein 
wie der Rauch meiner Zigaretten.
Eine hohe Dosis Schlafmittel
um endlich 1000 Jahre einzuschlafen.
Ein letzter Blick, 
voller Scham, 
die Gefühle in mir 
schlagen um sich, 
ich mache mich ganz klein, 
keiner ist hier, keiner schaut mir zu,
ich falle 
schneller
und tiefer 
als je 
zuvor.






In deinem Bett war ich sicher vor den Klippen der Welt








Ich verschließe 
die Augen 
nur 
um dein Gesicht 
wieder 
vor 
meinen 
zu sehen. 
Dein Atmen 
neben 
meinen,
und die Sicherheit
die du mir
mit deiner Anwesenheit
schenktest. 
Mein Lebensinhalt 
in 
meiner Welt 
voller Komplexe, 
Alkohol
und Dunkelheit. 
Ich sehne 
mich 
nach deinen Locken 
die das letzte waren 
was 
ich 
noch 
gespürt 
habe 
bevor 
ich 
mich 
im Schlaf
verliere.
Du bist mein Licht 
und nun 
liegt 
meine 
Welt
wieder 
in Trümmern, 
wo 
die Wölfe 
langsam 
wieder
die Fährte 
zu mir 
aufnehmen. 
Ich versuche 
zu flüchten 
doch das Dunkle 
findet 
immer
wieder 
ein Weg 
in mein verhasstes Herz.








I feel like I don’t deserve to get better, so I’m not even going to try.







Ich ziehe Resumé.
das Jahr ist bald vor rüber. 
so viele dinge sind geschehen, 
so vieles 
ist einfach im sand verlaufen, 
so viele dinge 
nahmen
mir die luft zu atmen. 
so viele ereignisse 
sind geschehen,
an denen
 ich heute 
noch zu knabbern hab. 
vor einem jahr 
war 
ich 
festgefahren, 
sah keine hoffnung 
in nichts und niemanden. 
heute 
ist 
es 
nicht anders.
nur heute 
vertusch,
verdränge
 ich es
mit aller macht.
in diesem jahr 
saufte 
ich 
meinen 
verstand 
weg,
flug über 
den dächern 
meiner stadt 
nur um 
danach 
wieder 
knallhart 
auf den boden 
der realität zu fallen
und 
zu 
merken 
das 
ich 
nichts 
weiter
als 
ein
stinkender
fetter
jämmerlicher
penner
bin,
der
vor
allen
und jeden
zu flüchten
versucht.
ich 
versuchte
mit jedem schluck
des wundertranks
zu verdrängen
das mein Leben 
nichts 
weiter
als 
ein Haufen 
Dreck 
und Müll 
ist.
in diesem jahr
 schlichen
sich
die Wölfe
wieder
in 
mein Leben.
Sie holten das kleine Kind 
in mir 
zum vorschein,
sie lachten über mich, 
betitelten mich 
als alkoholikerin, 
zwängten 
mich 
in die wolfshöhle
und säuselten 
mir 
hässliche, 
gelogene 
 liebeshymnen
worte
ins ohr, 
damit 
ich 
funktioniere. 
damit 
ich 
ihr
alleiniges spielzeug
bin,
was
sie
jederzeit
benutzen
können.
Ich
versuchte
zwanghaft
eines der Wölfe
zu lieben,
dank der Selbstzerstörung
und den traurigen Heulen
des Wolfes
wegen.
Ich wollte
Liebe
spüren
wie
jeder normale Mensch
auch
doch
ich
scheiterte
dabei.
Die Scham
und die Angst
vor Nähe
bauten eine Mauer
an
der
die Liebe
kläglich
abprallte. 
in diesem jahr 
nahm 
mich 
wieder
mein essproblem 
völlig 
in beschlag.
es zehrte 
an 
meinen knochen,
nahm mir die kraft 
um 
zu leben,
raubte 
mir 
all 
meine worte
und 
verseuchte 
mein
inneres
mit 
ständigen 
essensgedanken.
In diesem Jahr
lernte
ich
Menschen
kennen
nur
um
mich
wieder
in die Isolation,
meine eigene dunkle Höhle,
zu flüchten
weil
dessen
Anwesenheit
mich
mit der Zeit
verrückt
machte. 
dieses jahr 
rauchte
ich
mehr 
als 
ich 
atmen 
konnte.
meine lunge
wie auch
mein
inneres 
verdunkelten 
sich
von
monat 
zu monat.
dieses jahr 
war 
die klinge
ein helfer 
und 
ein Quäler 
zugleich. 
Kein Schnitt 
stimmte 
mich je 
zufrieden. 
Egal 
wie viel 
Blut 
ich 
in jener Nacht 
verlor,
ich wachte 
jeden Morgen 
mit Hass -
und 
Todesgedanken auf.
dieses jahr 
ist getränkt 
in alkohol 
und blut, 
beschmutzt 
mit der wolfsnähe, 
riecht 
nach zig zigaretten
und 
ist 
so 
leblos 
wie 
ein stück 
brot.











girls who eat their feelings, girls who don't eat anything







wie ein schwarzer fluch 
haftet
die stille
an mir.
der nebel
hat sich
wieder
in mein
inneres
eingenistet
in mir drin
und versperrt
mir die sicht
auf
jedes meiner worte.
all meine worte
die ich über meine lippe
bringe
klingen hohl
und
hinterlassen
ein kotzgeschmack
auf meinem lippen.
das hunger belagert
mein hirn.
reißt alles an
sich
und ich stehe
nackt
und stumm
in ewiger dunkelheit.
das hungern
frisst
all meine sinne
all meine gefühle
all meine worte
und mein leib
bis nichts mehr
von mir
übrig bleibt.
http://www.youtube.com/watch?v=4Qo1Dvg9E74






Ich kann mich nur immer wieder für meine komisch klingende worte entschuldigen. die worte gehorchen mir nicht mehr und  hinterlassen nichts als verwirrung. 
ich wurde von Lauren B.  getaggt. Ich danke dir dafür. Es tut mir so leid, dass es ich so lange dafür gebraucht habe um deine Fragen zu beantworten. 

1. Wie geht es dir (wirklich)? 
Tut mir leid, ich weiß darauf keine Antwort. Wenn ich es wüsste würde ich es dir sagen, versprochen.

2.Wie stehst du zu deiner Familie? 
Pu, das ist eine schwierige Frage. Meine Familie ist ein Schlachtfeld , doch man sieht uns jeden Tag lächeln. Wir spielen ein Spiel. Wer Schwäche offen zeigt, verliert. Der wird mit abschätzigen Blicken gemustert und mit dunklen Worte bespuckt. Wir sind komisch. Eine ungleiche Zusammensetzung von Menschen, die lieber woanders wär als hier in diesem Haus. 

3.Würdest du dein Leben lang lieber hübsch und dumm oder hässlich und schlau sein? 
Ich wäre lieber hässlich und schlau. Was bringt mir denn schon die Schönheit wenn ich vielleicht zu dumm wär um es zu bemerken? 

4.Welches ist dein Lieblingsbuch?
Es gibt so unendliche viele gute Bücher auf dieser Erde. Doch eines, für mich bestes Buch was ich bisher gelesen hab, ist Splitterfasernackt von Lilly Lindner 

5.Bist du momentan verliebt? 
Nein, Ja, Nein, Ja, Nein. 

6.Was war der schlimmste Tag in deinem Leben? 
Der Tag an dem mir bewusst wurde, dass man mir meine Kindheit geraubt hat. 

7.Was ist dein Lieblingsessen? 
Zählen Bier und Kippen auch? 

8.Was tust du wenn es dir schlecht geht? 
viele dumme sachen.

9.Liebe oder Freundschaft?
Auf jeden Fall Freundschaft. Die Liebe jagt mir Angst ein.

10.Was ist dein sehnlichster Wunsch für die Zukunft? 
Das die Menschen, die ich in meinem Herzen habe, auch bei mir hab. 

11.Was hast du getan, was du am meisten in deinem Leben bereut hast? 
Ich mache allgemein oft viel zu dumme Dinge, über die ich mich später aufrege und vor allem bereue. Aber würde sagen, was ich am meisten bereue ist, dass ich in bestimmten Momente vor Stummheit fast erstickt bin und all das ertragen hab, was stetig mein inneres plagt. 






all die dämonen fühlen sich hier zuhaus'








festgefahren 
wortlos
voller 
zwänge 
blicke 
ich 
die 
menschen
an. 
unsicher 
auf 
bei jedem schritt
den ich mache. 
all meine spuren 
verwischen, 
bin nie richtig da
ständig müde
ständig kraftlos. 
kann 
nicht essen 
und schlafen 
nur 
 mit vielen medikamente. 
atmen fällt mir schwer
ich erfrier 
an mir selbst.
taue nie 
auf. 
kein mensch 
spricht 
meine sprache. 
kein mensch 
reißt 
meine 
mauern 
ein. 
bleibe stetig allein 
wo die monster
in meinem kopf
mir all meine fehler
aufzählen.
fliehe mich
 in die selbstzerstörung
wo ich atmen kann, 
wo kein mensch 
mir zu sieht 
wie 
ich die fassung 
verliere 
und den ganzen schmerz 
und die wut 
der jahre 
gegen die mauer haue.
renne fort 
renne 
und nichts bleibt 
mir 
außer 
die schreiende einsamkeit, 
die mir die knochen bricht.