Wie dick die Wände werden, wenn alte Fotos wieder bunt und vor dir lebendig werden








die wände kommen näher
der schmerz überfällt mich von hinten 
und mein herz rastet aus. 
tränen sammeln sich 
in meinem augen 
und ich schlage mir 
immer wieder 
gegen den kopf. 
bloß nicht weinen 
hör auf
für jämmerlichkeit 
ist keine zeit 
das alles soll aufhören 
das ekelhafte bild 
eines gedachten guten bekannten 
bringt mich 
schon wieder 
zum fallen. 
übelkeit steigt mir 
in den rachen 
ich muss raus 
atmen 
atmen 
die nachtluft 
erscheint so ruhig 
als wäre die welt 
niemals laut und grässlich.
der himmel ist so klar 
es leuchtet ein paar sterne 
und mein herz beruhigt sich
bei jedem neuen zug 
meiner zigaretten. 
egal wie viel ich auch trinke, 
egal wie sehr ich mich betäube
und versuche 
diesen ganzen schmutz 
und ekel 
zu verdrängen, 
die erinnerungen holen mich 
immer wieder aufs neue ein 
und zeigen mir 
wie schutzlos 
gefangen 
ich in meinem eigenen kopf
doch bin. 
es hört nie auf
die dämonen 
tanzen in meinem kopf
täglich umher 
es wird nie aufhören 
und genau das ist es 
was mich immer wieder 
in die tiefe reißt. 
mein Leben ist geplagt 
mit schmutzigen Erinnerungen, 
jämmerlichen weinen, 
stetigen hungern, 
brüllenden selbstverletzen 
stumpfsinnigen betäuben 
wütenden gefühlen 
schmerzvollen flashbacks
und zitternden panikattaken. 
wie komm ich jemals dort 
wieder heraus?








Drugs may kill you, but they’ll never break your heart







ich drehe durch 
ich setzte den pfeil an 
lass ihn los 
und verwunde menschen 
nur um mich selbst zu verletzten. 
ich ertrage es nicht 
menschen 
aus meiner eigenen hand 
zu verwunden
doch alles in mir schreit 
und wehrt sich 
ich will doch nur wieder atmen.
ich kann mich selbst nicht verstehen.
mein inneres ist 
mit lauter fragezeichen 
versehen
ohne jeglichen antworten. 
ich liege im dreck 
und atme den schmutz ein
zu anderen sachen
 bin ich nicht in der lage.
was mache ich nur? 
ich verfalle den rausch 
häng an der flasche 
taumel durch die stadt 
um die menschen zu ertragen 
die sich um mich kreisen 
und damit ich endlich 
meine zerstörische ader in mir 
zu vergessen. 
ich kann mich an nichts mehr halten 
was lässt mich noch glauben? 
der nächste schluck aus der flasche? 
die scham ist vorbei 
einmal trinker 
immer trinker
der stempel ist mir wie auf die stirn tättowiert. 
ich muss aufhören zu denken
um existieren zu können. 
alles in mir ist tot 
und verdrängt. 
Mein Leben schenkt mir keine Hoffnung 
nur lauter Fehltritte
die mich ins dunkle befördern. 






Ich reduzier mich auf das Minimum







Die Panik
und 
die Angst 
schleichen sich ins Herz. 
Mir wird übel 
ich will schreien
mir die haut vom körper abkratzen 
weinen 
und fortrennen. 
ich will nicht hier sein 
alles in mir zieht sich zusammen. 
die waage lacht mich höhnisch aus 
als mein zerfallener,
vernarbter sich dort drauf stellt.
Niemals würde dort eine Zahl stehen, 
die ich akzeptieren könnte. 
Keine Zahl auf der Welt 
würde die Schreie 
in meinem Kopf 
zum Stillstand bringen. 
Niemals könnte sie mir die Akzeptanz 
schenken,
nach der ich mich manchmal sehne. 
Diese Krankheit 
bringt mich um den Verstand 
trotzdem kann ich nicht aufhören 
mich in ihr zu suhlen 
und ihren Anweisungen zu folgen. 
Diese Krankheit 
ist wie Sterben auf Raten. 
Und die einzige Person 
die was dran ändern könnte, 
wär ich. 
Doch es ist so
als wären mir die Hände gebunden. 
Als wär ich nicht ich selber, 
nur ein Statist am Rande 
als hätte das Extreme mein Leben in die Hand genommen 
nur um es dann immer wieder
mit Vollgas gegen die Wand zu fahren. 








gefühle, die wie messer sind, fliegen auf dich zu und treffen dich







das hupen eines autos 
erweckt mich aus den rausch. 
eben noch 
tanzte ich 
benommen 
und vernebelt 
durch die straßen 
und war den rosa wolken 
so nah
doch jetzt
 überkommt 
mich die panik. 
ich fange 
an 
immer schneller
zu gehen,
blicke mich stetig um 
aus angst
die jungs aus dem hupenden auto
könnten 
in jeder ecke
 auflauern,
 mich packen
und all diese ekeligen, 
perversen sachen mit mir veranstalten
wovon ich stetig flashbacks bekomme.
die angst schnürt
mir
die kehle zu.
selbst 
die kippe 
in meiner hand
schenkt 
mir 
keine erlösung. 
der nachhauseweg 
wird zu qual 
ich versinke 
immer mehr 
in dem meer
aus angst und panik. 
erst als ich 
nach zuhause komme
und die klinge 
ansetzte 
kann ich wieder 
atmen. 
die angst
 und die panik 
fließt an meinen armen 
herunter.
ich bandagiere meinen arm, 
verstecke all das leid 
und meine jämmerlichkeit 
und greife zum nächsten bier.
in der hoffnung 
das der nächste rausch 
mich aus diesen horrortrip 
befreit. 









the pain eating me away





zwischen 
flashbacks
und panikattaken 
sinke 
tag für tag
tiefer.
der strudel 
der dreckigen erinnerungen 
zieht mich 
immer weiter
in richtung nichts. 
wenn ich kurz mal auftauche 
um luft zu erhaschen 
packt mich eine wolfshand 
und drückt mich 
immer tiefer 
unter wasser. 
die dunkelheit füllt meine lunge
jeder atmenzug schmerzt
mein körper fühlt sich an 
als wär er
schwer wie blei.
der tod wartet unten 
auf dem meeresgrund auf mich. 
ich spüre seine anwesenheit 
ständig um mich herum 
egal welchen raum 
ich betrete. 
fühlt sich sterben wirklich so an?
"wie weit
 kann ich wohl sinken 
ohne zu ertrinken 
und den tod in die arme zu fallen?"
das frage ich den stetigen regen in mir 
doch er schweigt
und lässt mich weiter treiben 
hinein in den nächste flut.














blinde wahrheit








Die Nacht ist so dunkel 
und versteckt die Sucht so gut. 
Die Schwärze umhüllt 
die ganzen Suchtmittel 
die sich in meinen Zimmer
nur so türmen. 
Die Sucht 
verhüllt 
sich 
ganz gewiss 
in weite gewänder 
und mit einen 
betäubten lächeln 
auf den Gesicht. 
Die Menschen 
mit offenen Augen 
sind dafür blind. 
Sie trotten 
einfach umher 
ohne Sinn 
ohne Zweck. 
Sie fliehen 
von der grausamen Erkenntniss
der brüllenden Wahrheit. 
Selbst das offensichtliche 
ist für sie unsichtbar. 
Daher 
ist 
das verstecken 
eigentlich zwecklos
da sie eh nie 
den sinn und den grund 
der grausamkeit in einen 
erfassen können. 
Doch man versteckt sich weiter, 
quetscht sich in irgendeine form 
der vorgebene glitzerne welt, 
die man nur erblickt 
wenn die drogen 
einen den sternenhimmel auf erden 
ermöglichen. 
Man verfüllt 
und verbiegt 
sich weiter 
solang 
bis man bricht
und das eigene atmen
nicht mehr ist
als das sinnlose überleben
der eigene existenz. 








dunkle schatten sind in meinem hirn gefangen







Die Ferien 
neigen sich
stück für stück
den ende zu. 
so viele erinnerungen 
schenkte mir diese zeit 
so unbeschreiblich schöne 
momente 
voller leichtigkeit 
gewollte zweisamkeit 
und Liebe in der Luft. 
Ich floh 
aus meiner Geisterstadt 
rein in eine farbenfrohe Zeit
die für mich immer noch so kurios erscheint 
als wär es es nur ein Traum gewesen. 
Doch selbst irgendwann 
ist der schönster Traum 
auch vorbei. 
Die Dunkelheit sucht mich wieder heim,
 die Sucht nagt mir an den Knochen 
und der 
dichte 
erdrückende 
Nebel
stielt mir all meine Worte. 
Mein Verhalten widert mich an, 
mein Leben dreht sich im Kreis, 
ich suche nach Geld 
um all die grausamkeiten in meinem kopf 
mit alkohol zu ertränken. 
ich antworte 
dunkle männer, 
die mich anwidern 
nur damit ich irgendwas fühle
irgendwas was die schreiende leere
in mir füllt. 
ich erzähle von den köstlichsten Gerichten 
und schaffe es nicht das kleinste davon zu essen. 
Selbst der schönste Traum 
selbst die schönsten Erinnerungen 
lassen die Dunkelheit nicht verschwinden. 
Auch wenn ich das eigentlich schon weiß 
tut mir diese Erkenntnis 
irgendwie weh.