bin scheinbar ein unmensch








ich habe versucht 
die angst attaken 
weg zutrinken, 
zu zerschlagen, 
wegzuhungern 
und fort zu rauchen 
doch sie klammern 
sich 
 jedes mal
wenn 
ich 
eine menschenmenge
erblicke
fest
um 
meine 
kehle. 
meine kehle 
ist 
wie 
zugeschnürt 
wenn
ich
ein männliches wesen 
erhasche.
alles ist
in mir
dann
wie erstarrt 
und 
ich
habe 
das bedürfniss
mich in die ecke zu kauern 
und zu weinen. 
ich fühle mich  
gefangen
und zerstückelt
in meinen kopf.
jeder blick 
von den männern 
erflammt 
das feuer der panik 
in mir. 
jede schritt 
ist nur ein weiter schritt 
in die menge 
voller menschen, 
die mich anschauen 
wie eine aussätzige.
jedes laute gekicher' 
zieht 
mich 
in die tiefe, 
da ich nie das gefühl loswerde
das sie sich 
über mich lustig machen. 
jeder weiterer tag
zieht sich
 in angst 
und kraftlosigkeit
hindurch. 
kein tag vergeht 
in dem 
mein körper
nicht 
nahezu aufgibt 
und der schwindel 
meine Gliedern 
erreicht. 
der Tod 
ist mir 
wohl 
näher 
als 
ich 
dachte,
obwohl 
ich
mich
scheue 
nachzudenken
und
doch
schwirren
stetig
todesparolen
in meinem hirn.
meine gedanken 
bringen 
mich 
in den sumpf 
des alkohols, 
in dem ich 
solange 
bade
bis 
ich 
schließlich
ertrinke. 








meine worte holpern. sie stolpern nahezu in die wortlosigkeit hinein. es tut mir leid, meine worte scheinen immer weniger zu werden. ich kann sie nicht halten oder nicht an mich reißen um ein text schreiben wo die gefühle nahezu hinaus leuchten. ich scheine all die gaben des schreibens im alltag verloren zu haben. es tut mir leid, ich möchte zu gern schreiben, aber all meine worte, erscheinen mir, irren ins nichts. 







Ich möchte schreien. Ich möchte weinen. Ich möchte zerstören. Aber das was ich wirklich möchte ist, dass alles aufhört.







wie in trance 
laufe 
ich 
durch die stadt.
das hungern nagt 
an mir. 
ich habe 
keine kraft 
mehr 
ein fuß 
vor 
den 
anderen 
zu setzen. 
die geister 
in meinen venen 
haben 
mich 
zu einen 
von ihnen 
gemacht. 
betrunkene männer
ziehen 
an mir vorbei, 
bleiben bei mir stehen,
kommen
immer
näher
und näher
und nehmen
mir 
damit
die luft
zum atmen. 
ich bin gefangen,
versuche 
weiter zu gehen 
doch sie verfolgen 
mich
auf schritt und tritt. 
durchbrechen meine grenze
und zertrümmern 
meine mauer,
die mich vor 
schmerz, 
angst
und ekel 
schützen 
sollte. 
sie hinterlassen schmutz 
auf meinen körper
und meinen lippen.
in meinen herzen 
wächst 
die scham,
der ekel
und die beißende wut 
auf mich selber.
fange an 
immer wieder
gegen die mauer 
zu schlagen, 
menschen gehen 
an mir vorbei, 
schenken mir 
keines 
ihre blicke.
sie sind blind, 
wollen 
die schande 
eines mädchens
nicht sehen. 
in ihren augen 
bin 
ich 
wohl
schon
längst
tot.









Das Drama ist zum Schreien











ein zerfetztes familienbild 
kann 
man 
nicht 
mehr 
zusammen kleben. 
der schmerz, 
die trauer, 
die wut
und den tod 
würden 
jeden klebeversuch 
wieder zunichte machen. 
ich blicke 
auf 
das zerbrochene 
leblose 
etwas 
was mal 
meine
eine
familie war. 
 mir fehlt 
jede kraft 
sie 
zusammen zu halten. 
ich seh 
in die leblosen 
schmerzbeladenen augen 
meiner mutter
und ich möchte 
fliehen, 
sie in den arm nehmen 
und
ihr damit 
diese beißende krankheit 
nehmen. 
ich blicke 
auf 
mein vater,
der mich stumm anschaut, 
und solange ignoriert 
bis die wut in ihm 
mir wörter 
schenkt, 
die tagelang 
mein kopf 
bewohnen. 
ich schau 
auf das leere zimmer 
meiner schwester 
und ich wünsche mir 
das sie wieder bei uns wohnt
auch wenn 
ich genau 
weiß
das ich 
ihre anwesenheit 
nicht lang
ertragen kann, 
da ich ständig 
daran denken muss
das ich daran schuld bin 
das der tod 
sie schon in den arm hielt. 
ich schau 
auf mein spiegelbild 
und ich sehe nichts als lauter fehler, 
die ich nicht wieder gut machen kann. 
ich will den frieden 
ins geisterhaus holen 
doch 
ich 
bin 
die person,
die 
die 
schande
in dieses haus 
gelassen hat,
selbst wenn es keiner aussprechen mag.
die schuld
trägt
einzig und allein
meinen namen.
http://www.youtube.com/watch?v=_7jyYZfhqUs











die schande schreit und ich bin still







wolfsgeruch verpestet das zugabteil.
du sitzt mir gegenüber 
scheinst mir so nah 
das ich das gefühl habe 
mich gleich übergeben 
zu müssen. 
du lachst mich an
wechselst ein paar worte mir mir,
redest über die ganzen partys
die du besuchst hast
und
über mädchen, 
als wären
sie 
nichts weiter
als stumpfe objekte.
du widerst mich an
wie du 
glücklich und zufrieden 
da sitzt
und dein Leben genießt.
ich vergrabe meine worte
unter meiner wut,
möchte
das ganze
abteil
in schutt und asche 
zerschlagen
und von den fahrenden zug 
abspringen. 
ich will fliehen 
und bluten. 
es nimmt mir die luft 
zum atmen.
meine gefühle 
zersprengen 
in meinem kopf. 
meine augen
tränken 
sich 
in dunkelheit
und höre 
die klingen 
in meinem versteck 
nach frischen wunden
schreien.

ich blicke dich kurz an
und ich weiß, 
das ist ein moment,
in der mir bewusst wird
das mein körper 
kein körper mehr ist. 
jemand ist dort eingedrungen
und hat alles mitgenommen
was er kriegen konnte. 
mein inneres ist mit schande getränkt
und nun 
ertränke 
ich 
in den erinnerungen,
den tod,
und den alkohol.









dein echo raubt mir den verstand










alte berührungen 
werden wieder sichtbar. 
sehe förmlich deine hände 
zu meinen oberschenkel 
wandern, 
höre deine stimme 
in meinen ohren. 
diesen dreckige satz 
schaffte ich nie 
im alkohol 
zu ertränken 
und in die verdammnis 
zu schicken. 
ich sehe 
die unsichtbaren,
immer noch 
blutende,
wunden
der drängende nähe
auf meiner haut.
ich halluziniere.
ich glaube 
an 
den schand erinnerungen 
zu verbluten. 
ich verliere 
täglich 
meinen verstand 
und es kümmert
mich nicht mehr.
Das Leben 
scheint 
mich 
aufgegeben 
zu haben,
genauso wie ich mich selbst.










we can run but we never escape






eine unausgesprochene frage 
schleicht 
sich durch die nacht. 
ich sauge sie in mir auf, 
ich spüre förmlich 
wie mein herz anfängt 
vor der wahrheit
fort zu rennen. 
ich hunger 
um 
mich
in den knochen 
vor meiner kindheit 
zu verstecken. 
all das hungern 
bringt 
mir das ungewisse. 
die leere, 
die ich nicht 
mit erinnerungen 
füllen will 
weil 
ich 
weiß 
das ich sie 
nicht ertragen kann. 
ich hunger 
damit 
ich 
nie wieder
den körper 
von früher 
zu bekommen 
wo 
die wolfsgeschichte
angefangen hat. 
ich hunger 
damit 
nie 
wieder
menschen 
mit meinen körper
 das machen 
was 
ich 
ständig
vor augen 
habe. 
auch wenn dieser wunsch 
vergeblich ist
mache ich weiter. 
setze mein hungerstreik fort 
weil ich es nicht mehr anders kenne
weil die angst, 
das noch mehrere bilder
von den kindheitswolf 
hochkommen 
zu groß ist. 
ich verschließe meine augen 
und mein mund
auch wenn es feige ist. 
die angst 
und das hungern 
lähmen 
und begraben 
mich 
unter sich. 









verfangen in worthülsen








Als ich noch eine anständige Tochter war 
die mit ihren Eltern noch zusammen 
am Essenstisch saß 
und noch nicht 
deren Alkohol ausgetrunken hat 
konnte ich essen 
was ich wollte 
obwohl 
mein Körper 
viel zu viel Masse besaß. 
Ich hatte keine Scheu 
und fraß 
was das Zeug hält 
um zu verdrängen 
was die Familienmitglieder 
mit meinem Körper 
alles anstellten. 
Ich fraß die Erinnerungen 
an nackte Momente
auf 
die mich dann 
aber doch 
im Seelen-Knast 
wieder 
einholten.
zu werden. 
Ich konnte 
mit den Nachbarsjungen spielen 
ohne Angst 
vor Übergriffe 
zu haben
und ohne mich 
wie ein ekelhafte Hure 
zu fühlen. 
Heute ist davon nichts mehr übrig. 
Heute laufe 
ich 
mit einem Körper 
voller Dreck 
herum, 
der mit Schandtaten 
meiner selbst 
verewigt ist. 
Heute ist die Hure 
in meinem Verbrennungen 
gebrandmarkt. 
Heute kriege 
ich 
Panikanfälle 
wenn ich mich
nicht 
nach irgendwas essbaren 
 bewegen kann. 
Heute hält mich nur noch der Gedanken
am Leben 
das ich mich 
jederzeit umbringen könnte. 










An alle die Morgen auch wieder zur Schule müssen wünsche ich einen erträglichen Schulbeginn. Ich hoffe ihr werdet euch nicht allzu schlecht zwischen den ganzen Menschen fühlen. Ich hoffe ihr könnt vom Herzen lachen und euch nicht mit irgendwas betäuben. Und auch an die schon länger wieder Schule haben oder arbeiten müssen wünsche ich eine angenehme Woche. Lasst euch bitte nicht von euren innerlichen Geister anschreien. Rebelliert gegen das Dunkle, ich weiß ihr könnt das, ihr seid allesamt Stark genug dafür. Ich denke an euch. 

Freiheit schreit so laut macht eine Blogvorstellung. Ihr könnt ja mal dort reinschauen. Sie hat ein echt schönen Blog.