Ein schöner Tag um drauf zu gehen






Ich habe mir wirklich was vorgemacht. 
Ich stehe draußen,
rauche 
und fange an zu weinen. 
Ich höre dieses unfassbar schöne Lied
und spüre mal wieder,
dass ich keine Heimat habe.
Egal wie gut ich mich mit M. 
verstehe, 
er ist nicht meine Heimat. 
Er wird es nie sein,
weil ich es nicht zu lassen werde, 
dass er so viel Macht besitzt 
mich irgendwann heimatlos 
zu machen. 
 Das Haus,
 in dem, 
wo ich wohne,
ist auch keine Heimat mehr. 
Alles wird hier nur schlimmer,
wenn meine Mutter anwesend ist. 
Hier ist es wie im Krieg.
Ein Wort 
und die Bombe 
geht hoch. 
Und wenn ich daran denke, 
dass ich hier die nächste Zeit 
hausen
werde, 
könnte ich mir 
tief in die Haut schneiden. 
Ich habe keine Arbeit, 
ich habe nichts 
wofür es sich lohnt 
aufzustehen. 
Ich fühle mich 
wie die größte Versagerin 
auf Erden. 
Ich schaffe es kaum 
mein Bett 
zu verlassen. 
Vernachlässige alles, 
vor allem mein Körper. 
Ich kann nicht in den Spiegel 
gucken
ohne 
daran 
zu denken, 
dass ich diese Person 
im Spiegelbild
am liebsten 
tot 
sehen
möchte. 
Ich möchte wieder
ein Grund haben
wofür 
es sich lohnt 
zu leben. 
Seitdem ich letztes Jahr, 
die Person verloren habe, 
die ich bis zum tot geliebt hätte, 
ist alles nur noch schlimmer geworden. 
 Das einzige was ich gut kann, 
ist Drogen zu konsumieren 
und Menschen 
von mich weg zu schubsen. 
Doch sowas kann ich nicht 
unter Stärken 
in einen meiner Bewerbungen schreiben.
Außer sie suchen 
genau das, 
ein herzloses Mädchen, 
was Gefühle verabscheut. 




Und du fragst dich, ob du dich den Menschen wieder näherst oder mehr entfernst von ihnen






Ich nahm dich in dem Arm, 
du nahmst mein Gepäck 
und danach meine Hand, 
weil ich dir vorher gesagt habe, 
dass ich Panik kriege, 
bei solchen Menschenmassen. 
Wir verstanden uns von Anfang an 
viel zu gut. 
Du redest
und redest. 
Ich glaube,
ich habe noch nie ein Kerl 
so viel an einem Stück reden hören. 
Wir kauften uns Bier, 
obwohl du eigentlich 
gar kein Bier magst. 
Deine Mutter 
war sofort nett zu mir 
und als ich ihr die Pralinen gab, 
die ich ihr als kleines Dankeschön gekauft habe, 
lächelte sie 
und bedankte sie sich. 
Als sie erfahren hat 
das ich rauche,
hat sie mir 
eine Schachtel Zigaretten 
geschenkt, 
damit ich meine teuren Schachteln 
nicht aufbrauchen muss. 
Noch nie hat mich eine Mutter
von einem Kerl 
gleich so lieb aufgenommen. 
Ich weiß noch wie eine Mutter 
von einem Wolf 
mir gesagt hat, 
dass ich hässlich sei. 
Seit dieser Sache 
vermeide ich es so sehr es geht, 
die Mütter von Kerlen 
kennenzulernen.
Ich bin nicht gerade
die Art von Frau, 
die man mit nachhause nimmt. 
Ich bin nicht gerade der Traum
von Schwiegermütter. 
Ich bin gepierct, 
tättowiert, 
habe rote Haare 
und trage viel große 
Band T-Shirts. 
Das Wochenende bei dir 
in der Hauptstadt 
war so durchwachsen, 
das ich kaum Worte dafür finde. 
Ich habe mir etwas vorgemacht.
Ich dachte, 
wenn du mich erst 
mit meinen Narben 
von dem Unfall 
und den Schwellungen 
im Gesicht 
siehst, 
wirst du anders von mir denken.
Ich dachte, 
ich könnte dich damit abschrecken. 
Aber ich habe gemerkt
wie du mich ansahst. 
Diese Blicke waren so intensiv.
Du sahst mich so an, 
als wäre ich das schönste
Mädchen 
auf der ganzen Erde. 
Das machte mich so nervös, 
weil ich genau wusste, 
dass es falsch ist, 
da ich M. 
an meiner Seite habe, 
der komplett das Gegenteil 
von dir ist. 
Als wir zum Badesee gangen
war ich so gemein zu dir. 
Ich habe gemerkt,
wie ich deine Gefühle 
mit jedem fiesen Wort
verletzte,
aber ich konnte nicht damit aufhören.
Er wollte trotz meinen Worten
noch meine Hand nehmen,
aber die verweigerte ich ihn.
Deine Augen wirkten so traurig, 
als wir endlich am See angekommen waren 
und ich dir dein Bier aufgemacht habe. 
Du starrtest die ganze Zeit auf dein Handy
und mir fehlten die Worte. 
Ich möchte dich doch nur von mir beschützen,
mehr nicht. 
Ich nahm zig Schlücke von meinem Bier 
und zündete mir gefühlt jede 10 Minuten 
eine Kippe an. 
Du sagtest mir, 
dass du mich liebst
und ich schwieg. 
Er wollte tausend Worte 
von mir hören 
und ich starrte 
einfach nur auf den See.  
Ich lenkte die ganze Zeit ab,
aber er hörte nicht auf nachzufragen. 
Ich erzählte das 
ich 
das alles nicht kann. 
Ich erzählte,
dass ich mir eine Beziehung
mit ihm nicht vorstellen kann. 
Auf dem Nachhauseweg schwiegen wir nur. 
Ich versuchte 
Späße zu machen, 
aber ich merkte 
wie er immer trauriger wurde. 
Als wir dann bei ihm zuhause angekommen 
waren,
machte er noch eine Folge 
iZombie an 
und wir lagen stumm nebeneinander.
Plötzlich fing ich leise an zu weinen, 
meine Beine hörten nicht auf zu zucken
und meine Gedanken hörten nicht auf 
mich anzuschreien.
Ich spürte so einen festen Druck
auf der Brust.
Ich wollte das nicht so beenden. 
Ich möchte ihn nicht verlieren.
Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten 
und ich drehte mich zu ihm um 
und klammerte mich an ihm.
 Er ließ es geschehen 
und so lagen wir Minuten 
oder Stunden.
Ich weiß es nicht. 
Als ich am nächsten Tag 
im Bus nachhause war,
dachte ich über den Abend nach. 
Ich kann dieses Verhalten nicht einordnen, 
welches ich die Nacht zuvor gezeigt habe. 
So unberechenbar 
war ich schon 
lange nicht mehr. 
Ich weiß, 
dass ich sein Herz gebrochen habe, 
und das es nicht richtig war 
mich an ihm zu klammern, 
als wäre ich eine 5 Jährige, 
aber ich glaube, 
ich habe mich einfach verloren und verwirrt gefühlt, 
weil er mir in den wenigen Tagen 
mehr Liebe gezeigt hat, 
als M. in den ganzen Monaten,
wo wir so viel Zeit miteinander verbracht haben.
Er hat mein Herz berührt 
und auch wenn ich es nicht richtig 
zeigen konnte, 
war ich ihm dafür sehr dankbar.
Ich habe nicht nur sein Herz gebrochen, 
sondern mein Herz auch gleich mit. 
Es schmerzt, 
alles schmerzt wieder so sehr. 
Menschen loszulassen 
war noch nie meine Stärke, 
Lieber verzwicke ich mich in tausenden Fehler,
kaum durchdachten Taten 
und zu 
bissigen Worten, 
als einen Menschen
loszulassen. 
Denn dann bin ich alleine
und bereit 
für den nächsten großen Fall.





Please let me forget. I don't want to remenber.








Panik, 
pure Panik. 
Als ich nach den Fall 
wieder zu mir kam
schmerzte alles höllisch.
Überall ist Blut.
Mein Gesicht hört nicht auf zu bluten.
Ich weiß nicht wie es geschafft habe
aufzustehen.
Ich schrie vor Schmerzen,
ich konnte nicht mehr richtig atmen. 
Ich schrie 
und weinte.
Alles ist dunkel. 
Es fühlt sich so an wie das Ende.
Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, 
sagen sie.
So fühle ich mich gerade. 
Tausend Tränen, 
ein netter Mann 
fuhr mich nachhause. 
Und als ich die Tür aufmachte
war mein Papa schon da. 
Ich konnte mich nicht beruhigen. 
Das ganze Blut 
floss und floss.
Mein Papa fährt über rot
und so schnell er kann.
Die Panik 
und die Angst 
nehmen mir den Atem.
Ich senke den Blick 
als wir in die Notaufnahme 
gingen 
und mir der Arzt 
meine Lippe 
und meine Nase nähte.
Gefühlte tausend Panikattaken
durchlebte ich. 
Meine Hände zittern so sehr.
Alles schmerzt so sehr,
mein Gesicht, 
meine Hand 
und meine Knie. 
Selbst die Schmerzmittel helfen nicht.
Selbst als ich in meinem Bett angekommen bin
konnte ich nicht aufhören zu weinen.
Tausend Bilder im Kopf.
Ich wünschte,
ich wäre tot. 
Zig Panikattaken 
später 
versuchte ich wieder zu lächeln 
aber als ich in den Spiegel guckte
und mein so aussieht 
als hätte mich jemand verprügelt,
Überall blaue Flecke,
die mich anstarren.
Ich breche wieder zusammen. 
Ich sah mein Papa weinen. 
Ich spürte wie alles in mir zusammenbrach.
 Mir tut alles so leid. 
Ich will aufwachen 
und merken 
das ich alles nur geträumt habe. 
Aber ich weiß schon längst, 
mein Leben ist ein Albttraum 
aus dem ich nicht mehr aufwache.