Was in die Brüche geht merkt man erst, wenn der Sturm sich legt





Kurz bevor ich losgehe, geh ich noch zu meinem Papa um mich zu verabschieden. Er sitzt wie jeden Samstag Abend auf dem Sofa und guckt Sportschau. Ich sage ihn, dass ich jetzt zu M. gehe und er guckt mich ganz traurig an. Er sagt mir, dass alles so weh tut was meine Mutter ihn antut und ich weiß einfach nicht was ich ihn antworten soll. Diese ganze Situation, die momentan bei mir zuhause abläuft, hat uns allen die Füße unter den Boden weg gezogen außer natürlich meiner Mutter. Ich streichele ihn am Arm und versuche ihn klar zu machen, dass er noch mich hat und das er niemals alleine diese Zeit durchstehen muss. Dann sagt er: "Das hoff ich doch. Aber du zerstörst dich selber doch so sehr. Ich brauche dich hier, N." Ich vergewissere ihn, dass egal was noch kommt, ich an seiner Seite bin. Ich hoffe so sehr, dass er mir das glaubt. Auch wenn ich immer mit dem Tod kämpfe weiß ich das ich ihn nicht alleine lassen kann. Nicht jetzt, nicht dieses Jahr. Auch wenn ich mir für mich nichts anderes wünsche als einrn qualvollen Tod. Ich versuche ihn dazu zu bringen heute Abend noch was zu essen und dann meinte er nur: "Ich mache es so wie du." Das macht mich so traurig. Ich kann ihn nicht zum essen zwingen, da ich selber ganz gut ohne essen auskomme. Ich wuschel seine grau braunen Haare und verlasse das Wohnzimmer. Als ich meine Schuhe anziehe muss ich nur daran denken. Was ist nur mit uns allen passiert? Ich kann das alles immer noch nicht fassen. Letztes Jahr habe ich noch mit meiner Therapeutin darüber geredet wie froh ich bin, dass unsere Familie sich nach all den dunklen Jahren, wieder zueinander gefunden hat. Und jetzt sitzen wir in den Scherben unserer Familie und meine Mutter lacht uns aus, wenn wir uns an den Scherben schneiden. Sie ist berechnend und tut die ganze Zeit sie wäre hier das Opfer. Als wäre sie nicht die, die uns allle betrogen hat.Ich weiß nicht mehr was ich tun soll um mein Vater aufzubauen. Er ist nur noch ein Schatten seiner Selbst sowie ich. Sowas wollte ich nie. Ich bin ein Papa Kind und ich würde für ihn durchs Feuer gehen und all die Brandnarben, die ich deswegen auf meinen Körper trage, wären mir so egal. Alles was ich will ist ein bisschen Frieden für unsere Familie, die immer kleiner wird. Doch ich glaube darauf kann ich lange warten. Frieden gibt es nicht mehr in diesen Höllenhaus.
https://www.youtube.com/watch?v=vkzKH9_6vio



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