Meine Gedanken finden keine Ruhe







6 Tage am Stück
 arbeiten 
und
 mit jedem weiteren Herzschlag
spüre ich 
wie kaputt ich bin. 
Meine Gefühlslage 
bricht 
mir 
die Beine. 
Den Gedanken 
mir die Pulsader aufzuschneiden 
verschwindet 
einfach nicht 
aus meinem Kopf. 
Bei jeder Fahrt zu Arbeit 
male ich mir aus,
wie ich blutend auf den Boden liege
und schon die Sirenen 
des Krankenwagens 
höre. 
Ich weiß das dieser Schnitt 
mich 
nicht 
100% sterben lässt, 
aber es wäre ein Versuch, 
ein Aufschrei
meiner gestohlenen
kranken Seele.
Mit jeden weiteren Gespräch 
mit meinem Papa 
auf den Nachhauseweg 
macht mich so traurig. 
Noch nie habe ich mein Papa
so verzweifelt gesehen. 
Noch nie hat er mir seine Gefühlswelt
so offenbart wie jetzt.
Er hat sowas nicht verdient. 
Er hat nicht das verdient, 
was meine Mama 
ihn angetan hat. 
Und es macht mich 
so wütend, 
dass meine Mama 
nicht 
ihren Mund 
aufmacht 
um mir ihr Verhalten 
erklärt. 
Auf sie zu zugehen
schaffe ich nicht,
da die Enttäuschung
zu groß ist.
Ich wünschte,
ich könnte irgendwas tun
um das Ende meiner Familie
aufzuhalten,
doch ich merke 
Tag für Tag 
wie ich versuche 
die Situation Zuhause 
zu verdrängen,
ihn auf der Arbeit 
wegzulächeln 
und so zutun 
als wäre ich stark. 
Es war schon so lange
nicht so schwer
so zutun 
als 
könnte
ich 
mit so einer Situation 
umgehen. 
Ich bin dafür nicht gemacht. 
Ich verdränge und verdränge.
Trinke mir mein Herz aus den Kopf 
und ich treffe mich mit M.
der mich kurz 
aus diesem Stress herausholt.
Mir die Panda Decke 
beim rauchen 
über die Schultern legt,
damit ich es schön warm habe.
Mich festhält
und
mir einen Joint dreht, 
den ich fast alleine verrauche.
Mir sagt das ich immer bei ihm willkommen bin,
egal wie schlecht gelaunt ich auch sein mag
doch meine Gedanken drehen 
sich im Kreis, 
im Todeskreis.
Ich verdränge und verdränge.
Sehe meine Eltern beim schweigen zu. 
Schlucke meine Tränen weg 
und versuche mich 
wie eine erwachsene Frau zu verhalten, 
doch daran scheitere ich kläglich.
In meinem inneren bin ich klein, 
viel zu klein
um das alles zu verarbeiten. 
Ich bin viel zu klein 
um das alles zu verstehen.
Wie kann man sowas auch verstehen?
 In meinem inneren
bin ich immer noch
das Mädchen,
was ihre Eltern
 jahrelang
mit zitternden Stimme
gefragt hat,
ob sie in ihren Bett
 schlafen darf,
da die Vorstellung
allein zu sein
und ein gefundenes Fressen
für Männer
die im dunklen stetig auftauchen,
verrückt,
panisch
und verzweifelt
gemacht hat.
Ich verdränge und verdränge 
und 
irgendwas in mir zerbricht. 
Ich bin zerbrochen 
und ich habe das Gefühl 
das, 
dass nicht so leicht 
zu reperaieren ist 
wie ein kaputtes Auto.







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