The loneliest moment in someone’s life is when they are watching their whole world fall apart, and all they can do is stare blankly









"Ich lasse mich scheiden."
"Ich will die Scheidung"
Ich stehe in meiner Zimmertür 
und 
spüre wie mein Herz rast.
Ich kann nicht aufhören zu weinen 
und 
ich kann nicht aufhören 
meine Eltern beim streiten 
zu zu hören.
Noch nie war das so schlimm.
Noch nie wurde von Scheidung gesprochen. 
Mein Herz schmerzt so sehr, 
dass ich nicht atmen kann.
Ich will es bei lebendigen Leib 
rausreißen. 
Ich will es einfach nicht mehr 
spüren. 
Ich will all den Schmerz 
im Keim 
ersticken. 
Ich höre wie mein Papa 
seine Sachen 
packt. 
Ich versuche zig mal 
meine Schwester anzurufen
doch sie geht einfach nicht ran. 
Noch nie habe ich sie so gebraucht wie jetzt.
Mein Hund schleicht die Treppe hoch. 
Er scheint genauso Angst zu haben wie ich.
Ich nehme ihn in den Arm 
und weine in sein Fell. 
Weinen ist so anstrengend 
doch ich kann nicht aufhören. 
Verdammt nochmal 
ich kann nicht mehr.
Als ich höre das mein Papa 
die Haustür aufmacht 
und die Garage öffnet 
laufe ich panisch nach unten. 
Ich bettele ihn an hier zu bleiben 
und breche in seinen Armen zusammen, 
"N. alles gut. Ich bleibe erstmal hier."
Ich habe Angst ihn zu fragen 
wie lange sein erstmal dauert. 
Ein erstmal kann so verdammt kurz sein.
Er versucht mich zu beruhigen 
doch ich merke 
wie alles in mir 
panisch schreit,
bluten möchte 
und endlich aufhören will 
zu atmen.
Irgendwann schleppe ich mich
kraftlos nach oben
Schlucke Pille für Pille
Nein es reicht nicht.
Schluck noch eine und noch eine.
 Ich bin von den Weinen und den Pillen
völlig benebelt. 
All die Scherben meiner Familie 
habe ich mit den Jahren 
versucht
zusammen zu kleben,
da ich die wütende Stille
nicht ertragen konnte,
an der ich Schuld gewesen bin.
All die Mühe, 
all die Zeit, 
all die Kraft 
ist 
mit 
einem Atemzug
zunichte gegangen.
All die Schuld klebt
wie Blut an meinen Händen. 
Ich möchte nicht schon wieder Schuld sein.
Nein nein nein nein. 
Nach den grässlichen Taten 
die im Februar geschahen 
fing ich an diesen Monat zu hassen
und ich spüre 
wie der Monat 
immer dunkler wird
und das ich in ein Loch rutschte
welches mich auf langer Sicht
 verschlucken wird.
All die Totessucht  
scheint mich auffressen zu wollen.
Ich hätte sterben sollen.
Verdammt.
 Ich habe das Gefühl 
dieses Jahr 
bringt mich ins Grab.
Und egal wie beängstigend 
dieser Gedanke 
früher auch sein gewesen sein mag
jetzt ist die Angst verschwunden.
Der Tod kann kommen.
Ich bin nur noch ein verheulter Geist
mehr nicht. 







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