Do you ever miss yourself?






Wie können Tage vergehen, 
die man eigentlich nicht 
überleben will? 
Ich stehe mittags auf, 
weil die Nacht zu meinem Feind wurde. 
Vor 4 Uhr oder 5 Uhr 
finde ich kein Schlaf, 
keine Ruhe. 
Es ist 
als würden 
die Dämönen 
mir nachts 
all meine Fehler, 
all meine Schandtaten 
ins Ohr brüllen. 
Ich welse mich umher 
und betrachte Nacht für Nacht 
meine vernarbten Oberschenkel,
die viel zu breit geworden sind. 
Und ich frag mich,
was das alles noch 
ein Sinn hat.
Ich wache auf,
starre minutenlang an meine Wand
und mache Sport.
Mache eine Pause 
und mache wieder Sport. 
Doch ich schaue 
immer noch
in den Spiegel 
und seh 
der viel zu unsichere Elefant, 
der nur das Leben erträgt,
wenn sich entweder die Pupillen weiten, 
Gras in der Lunge
der Magen voller Alkohol ist
oder hungert.
Ich habe das Gefühl,
ich bin dem Ende 
schon wieder viel zu nah. 
Wenn ich selbst nachts 
keine Ruhe 
finde, 
wann dann? 
Wenn ich selbst von hungern
nicht abnehme,
wie soll ich jemals 
mein Körper 
vertrauen 
und akzeptieren können? 
 Und wie soll ich jemals
mein Körper akzeptieren
ohne zu hungern?
Ich habe mein halbes Leben 
nichts anderes gemacht 
als zu hungern. 
Heute habe ich überlegt 
wann ich das letzte Mal 
ein Eis gegessen habe. 
Ich war mir nichts sicher,
aber ich glaube 
es ist schon 10 Jahre her. 
Immer ging es darum mich selber 
zu akzeptieren,
aber kaum einer versteht, 
dass das nicht so einfach geht. 
Um mich akzeptieren zu können 
muss ich mir selbst verzeihen, 
muss ich mich bei meinem Körper
entschudligen 
für all die schlimmen Dinge, 
die ich ihm angetan habe. 
Aber ich schaffe das einfach nicht. 
Auf meiner Stirn
steht  
Schuldig
bis in den Tod.


 

I'm so fucking afraid of never being good enough






Trotz der kleinen Überdosis
habe ich die Nacht 
kaum geschlafen. 
Die Gedanken 
haben 
einfach 
keine 
Ruhe 
gegeben. 
Meine Gedanken
wussten 
alles besser.
"Du wiederholst 
sowieso 
die Klasse. 
Pack bloß 
viele Taschentücher 
ein. 
Du wirst 
heulen 
wie 
ein kleines Kind,
du Versagerin."
Mit einem 
schlechten Gefühl 
wachte ich auf
und ich hatte 
das Gefühl 
mich übergeben 
zu müssen. 
Meine Augenringe
lachten 
mich aus,
als ich 
mich
im Spiegel 
betrachte. 
Mit nassen Haaren
saß 
ich 
auf meinem Bett
und hätte
mich am liebsten 
den ganzen Tag 
dort versteckt. 
Die Übelkeit 
stieg
als ich im Auto 
meiner Klassenkameradin
saß
und es wurde 
immer schlimmer
als wir in der Schule 
waren 
und jeder 
wirklich jeder
davon sprach, 
dass sie die Prüfungen
eh 
nicht bestanden 
hätten. 
Ich wollte einfach nur 
weg rennen 
und mich hier 
nie wieder 
blicken lassen. 
Meine Klassenlehrerin
betrat 
den Raum 
und mit jeder Minute,
die ich warten musste,
bis ich endlich 
an der Reihe war,
fühlten sich an wie Stunden. 
Ich musste 
die ganze Zeit 
meine Tränen 
zurückhalten. 
Wie erbärmlich 
wäre das denn 
wenn ich hier 
plötzlich anfange
zu weinen? 
In meinen Venen 
floss mehr Angst
und Panik 
als Blut.
Diese ganze Panik 
strömt 
durch mein Körper.
Es fühlt sich so an 
als wäre 
ich eine 
Panikattacke 
viel zu nah.
Als dann eine 
von meinen liebsten
aus der Klasse
bestanden hatte
war ich kurz
erleichtert, 
aber dann 
holten 
mich wieder Zweifel ein. 
Alle wären so enttäischt 
von mir, 
wenn ich es nicht schaffen würde.
Als ich dann endlich 
dran war
wurden meine Knie 
weich 
und ich hatte 
Gefühl, 
dass ich sofort 
anfagen würde zu weinen, 
wenn ich meine Klassenlehrerin
in die Augen schauen würde.
"Beruhigen sie sich,
sie haben bestanden."
Als sie diesen Satz sagte
fiel jegliche Last 
von meinen Schultern. 
Ich bekam nichts mehr  
von ihren Worten mit. 
Ich wollte einfach nur hier raus 
und meine liebsten umarmen. 
Als ich in die Klasse ging 
und gesagt habe, 
dass ich bestanden habe, 
fingen meine Klassenkameraden
 an zu klatschen 
und ich hätte am liebsten 
losgeweint. 
Als dann 
noch die nächste
von meinen liebsten 
vor Freude weinend 
sagte,
dass sie auch bestanden 
hat, 
starten wir 
eine Gruppenumarmung. 
"Wir haben es alle geschafft. 
Ich kann das alles noch nicht realisieren."
Noch nie habe die Nähe 
von zwei Personen 
so gebraucht.
Ich habe es geschafft. 
Ich hätte nie gedacht, 
dass ich es schaffen würde.
Ich bin nun
angehende Erzieherin.
Ich glaube,
ich brauche noch
ein paar Tagen
um das wirklich
zu realisieren. 
Immer noch 
ist meine Zukunft
ungewiss, 
aber wenigstens 
konnte ich 
meine Stimmen zeigen, 
dass ich in dieser Hinsicht
nicht versagt habe. 
Das ist doch zumindest etwas,oder?
 

 

Die Frage ist jetzt, ob sich Leben so lohnt.





Mein Papa und ich 
fahren endlich weg
von hier. 
Die Hölle hat sich hier
viel zu weit ausgebreitet. 
Lauter innerliche Brandnarben 
zieren auf unseren Körper
und unsere Blicke 
sind entweder voller Wut 
gemischt mit Traurigkeit
oder gehen stetig ins Leere.
Deswegen mussten wir hier weg,
weg von der Frau, 
die wohl meine Mama ist  
war.
 Diese Auszeit 
war mehr als nötig. 
Ich wollte meine stetige Leere
und den Drang
mich töten
im Meer ertrinken 
und mich gleich mit. 
Doch ich saß nur am Meer 
und konnte meine Gedanken 
nicht los lassen. 
Alle Fotos, 
die mein Papa 
von mir machte, 
waren so grässlich. 
Ein fettes Schwein 
macht sich nie gut 
auf Fotos. 
Ich wollte endlich 
wieder mal erholsam schlafen 
doch in der ersten Nacht
haben grausame Träume 
mich heimgesucht. 
Bei dem ersten Traum 
war sie wieder die Hauptrolle. 
Sie liebte mich
sowie vor ein paar Jahren. 
Du wolltest 
mich nicht mehr loslassen 
und als ich dann aufgewacht bin
hätte ich vor lauter Trauer schreien 
können. 
Du warst mir plötzlich wieder so nah,
doch das war alles nicht real. 
Ich werde dich nie wiedersehen, 
du wirst mich nie wieder küssen 
 und das schmerzt 
immer noch viel zu sehr. 
Ich denke so oft an dich.
Dich zu vergessen dauert wohl Jahre. 
Ich wünschte du würdest 
auch so sehr an mich denken, 
aber nachdem 
ich dir gezeigt habe
das ich gut ohne dich weiterleben kann,
wirst du
 niemals mehr an meinem Namen denken 
und dabei warme Gefühle haben.
Kurze Zeit später schlief 
ich wieder an
und der nächste Traum 
fraß mich auf 
und hinter ließ 
nur noch traurige Knochen. 
Ich war wieder gefangen 
in einem Einkaufscenter. 
Ein Vergewaltiger, 
der all seine Opfer
nach dieser Tat tötete, 
versteckte sich dort.
Ich habe mein Ende 
schon vor meinen Augen gesehen. 
Ich wusste,
ich komme hier niemals 
lebend raus.
Ich habe mit allen abgeschlossen. 
Dann fand der Mann mich
und spürte einen Schmerz,  
der so groß war, 
dass mein sich Herz still legte. 
Ich war tot
und dann wachte ich auf 
und lebte immer noch. 
Nach diesen beiden Träumen 
schluckte ich zusätzlich 
noch Tavor zu meinen anderen Pillen.
Diese ganzen Vergewaltigungsträume 
kann ich kaum ertragen.
Ich bin nirgendswo sicher. 
Überall holen mich diese Taten heim.
Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft 
mein Papa ein bisschen Erholung zu schenken. 
Wir liefen durch die Straßen
und er kaufte mir ein Buch, 
welches ich auch gleich anfing zu lesen. 
Wir gingen auf eine Kirmis 
und wir fuhren zusammen Kettenkarussell, 
wo ich wieder Panik bekam. 
Ich liebe Kettenkarussell 
aber vor diese Höhe
und
diese Schnelle
hat das Kind 
Angst.
Ich laufe immer 
noch mit dem Kind 
Hand in Hand. 
Sie hat immer Angst
und diese Angst übeträgt 
sie auf mich. 
Ich kann die Angst 
nicht loslassen. 
Ich habe nur 
ein Heilmittel dafür. 
Ich schlucke viel zu viele 
Pillen,
Opiate,
Alkohol,
Enttäuschungen 
und Wut. 
Kein Wunder
das ich in den Spiegel
blicke 
und mich selbst 
nicht erkenne. 




 

Ich will nicht dass du siehst wer ich bin wenn ich mich selbst verlier’






Ein Gewitter staut sich auf
und ich schaue 
mit einer Kippe in der Hand
den Blitzen beim blitzen zu. 
Gewitter erinnern 
mich immer an mich. 
Ich fresse alles in mich herein 
und plötzlich kommt ein Sturm auf, 
ein kleiner Luftstoß 
und ich kann 
mich 
nicht mehr 
zusammen reißen. 
All die Gefühle, 
all die hässlichen Erinnerungen
überstörmen mich 
wie ein Hagelregen. 
Mein ganzer Druck,
der ich so lange 
versucht habe 
zu unterdrücken, 
schreit mich förmlich an 
und ist noch lauter
 als der Donner 
in stürmischen Nächten. 
Ich gebe mich den Druck hin,
sonst habe ich das Gefühl,
dass ich platze 
und alles ekelige 
kommt zum Vorschein
und jeder kann 
alle meine Fehler sehen. 
Die Blitze am Himmel 
sehen 
so wunderschön aus. 
Ich wünschte,
ich wäre so schön 
wie sie. 
Unnahbar 
bin ich,
genauso wie sie. 
 Wenn ich merke, 
dass einer mir zu nah kommt 
gehe ich auf Distanz. 
Vielleicht nicht äußerlich, 
aber innerlich. 
Ich kann 
mit den ganzen lieben Worte, 
die vor lauter Wärme und Liebe 
tropfen,
nicht mehr umgehen. 
Ich habe sie doch gar nicht verdient. 
Ich suche lieber nach Personen, 
die so unnahbar scheinen, 
wie ich selbst. 
Die Gefühle nur zeigen, 
wenn jeder Funke Selbstbeherrschung 
abhanden gekommen ist. 
Mit den Jahren 
ist das Gefühl
wahre Liebe 
verdient zu haben 
viel geringer 
geworden
und ich glaube 
mit jedem Fehler, 
den ich noch an mir finden werden, 
wird es noch weniger. 
Und jetzt stehe ich da 
mit einer Leere 
im Herzen
und kann das Gefühl 
der Liebe gar nicht mehr greifen, 
nicht mehr annehmen. 
Wahre Liebe 
ist einfach 
viel zu schön
um wahr 
zu sein. 
 
 
 
 
 

Vodka is easier to swallow than the thought of losing you






Ich fühle mich 
im Moment 
viel zu zerbrechlich, 
obwohl ich viel zu viele Kilos
auf meinen Körper trage. 
Die Nächte 
werden 
wieder dunkel. 
Eine Welle 
voller Traurigkeit 
kommt auf mich zu 
und ich ertrinke 
darin. 
Ein Bild von dir
wie du einen anderen küsst, 
Menschen die mich verlassen möchten, 
ertrage ich einfach nicht. 
Ich kann Menschen nicht los lassen 
und das ist das 
was mich in die Tiefe zieht. 
Die Vergangenheit 
einfach Vergangeheit 
sein lassen 
kann ich nicht. 
Ich suhle mich in vergangen Zeiten
und wundere mich, 
dass ich still und leise 
in meinem Bett weine 
und wünsche 
das ich endlch neue Klngen hätte, 
wo ich all die Traurigkeit 
aus mir raus schneiden kann. 
Ich möchte alles vergessen, 
was mich in den Träumen heimsucht 
und ich beim aufwachen wünschte, 
ich wäre im Traum gestorben.
Ich möchte an keinen mehr hängen, 
wo ich weiß, 
dass er nicht mehr an mich denkt 
und ich will auch nicht so eine Person sein, 
die darüber Texte schreibt. 
Ich will das alles doch nicht. 
Meine weinerliche Seite 
bringt keinen etwas, 
mir am wenigsten. 
Doch Glück scheint mir wohl nicht gegönnt, 
verständlich
bei dieser Grausamkeit 
was in meinem Herzen wohnt.




You, a forever wound.






"Ein Therapeut hat mir das mal so erklärt: 
Es gibt Frauen die auf Männer stehen. Männer die auf Frauen stehen. Frauen die auf Frauen stehen. Männer die auf Männer stehen. Und dann gibt es noch die Männer/Frauen die auf kleine Kinder stehen. Diese pädophile Neigung kann man nicht heilen, nur den Trieb auf etwas anderes lenken wie zum Beispiel in Sport."

Ich gucke die ganze Zeit auf meine Zettel und vermeide jeglichen Blickkontakt. Zähle die Minuten und als es zur Pause klingelt kann ich gar nicht schnell genug aus den Klassenzimmer heraus kommen. Wir stehen alle in der Gruppe und ich rauche und rauche und zünde mir noch eine Kippe an. Jeden einzelnen Zug für das missbrauchte Kind, welches meinen Namen trägt. Am liebsten würde ich mir meine Kippe direkt ins Herz drücken. Eine Brandnarbe auf meinem Herzen würde sich bestimmt schön auf mein eh schon vernarbetes Herz machen. Meine Gedanken hören nicht auf sich um dieses Thema zu drehen. Wenn ich irgendwann mitkriege das du das was du mir angetan hast auch noch anderen Kindern antust, dann werde ich dich anzeigen. Nie wieder sollst du das jemanden antun. Es dürfen wegen dir nicht noch mehr gebrannte Seelen durch die Welt irren und keinen Ausweg mehr finden außer in der Selbstzerstörung. Es reicht schon das du einen Menschen die Kindheit geraubt hast. Ich verachte dich. Ich kann dich nicht hassen, aber du ekelst mich so an wie noch kein anderer Mensch zuvor, obwohl ich schon viel zu viele Wölfe treffen musste. Aber keiner war so widerlich wie du. Keiner hat sich an einer 3 jährigen vergriffen. Du hast mich ausgenutzt, mir alles geraubt vor allem meine Stimme, du hast mich missbraucht und dann vor anderen so getan als könntest du keine Fliege was zu leide tun. Du hast das alles nicht nur ein mal gemacht sondern bestimmt über 30 Mal. Bitte bitte bitte bitte lass es nicht noch mehr sein. Bitte bitte. Bis ich dir "alt wurde" (10 Jahre). Ich hoffe du spürst lauter Schmerzen, wenn du an diese Zeit zurück denkst.    
 Ich hoffe, du leidest und es tut dir leid. Auch wenn mir das rein gar nichts mehr bringt. Aber wenn ich ehrlich bin glaube ich, dass dir das überhaupt nicht leid tut. Wahrscheinlich denkst du an diese Zeit mit einem Lachen zurück. Und wenn ich mir das vorstelle könnte ich würgen. Und dich anschreien bis meine Stimmbänder reißen. Doch ich schwanke jetzt zwischen weinen, mir selbst weh tun, auf den Stepper laufen bis ich keine Kraft mehr habe und mir den Tod wünsche. Mein Kopf ist vergiftet. Diese Erinnerungen sind Gift für mich doch ich kann sie nicht verdrängen. Nicht jetzt. Nicht heute. Gift bekämpft man mit gegen Gift. Flasche auf, Pillenschachtel auf und schlucken.
 https://www.youtube.com/watch?v=SzgWHmZ3P0g



I know I have a heart because I feel it breaking.





Zwischen Albträume von dunklen Männer, 
die mich gewaltsam immer und immer wieder vergewaltigen.
Zwischen solche Sätze wie:
 "Hatte N. nicht früher dünne Beine? Hat sie etwa zugenommen".
Zwischen unendlichen Selbsthass,
 der mich von Stunde zu Stunde mehr auffrisst,
 bis ich am liebsten die Klippe runter springen würde.
Zwischen kleinen vielen Tavor Pillen, 
die den Selbsthass betäuben 
und mich für den Moment 
ruhig stellen.
Zwischen Blicke im Spiegel, 
wo ich mir wünsche nicht mehr ich selbst zu sein.
Zwischen unendlichen Minuten auf dem Stepper, 
wo ich danach kaum mehr schaffe die Treppe hoch zu gehen.
Zwischen Prüfungsangst
 und das Gefühl viel zu dumm zu sein um sie zu bestehen. 
Zwischen Wolfsätze, 
die darauf hindeuten, dass er mich unbedingt wiedersehen will. 
Nur um mir wieder meine Würde, die kaum mehr verhanden ist,
 zu nehmen.
Zwischen all den Momenten dieses Tages, 
wünsche ich mir nie wieder mein Bett zu verlassen
 und tagelang nichts essen zu müssen. 





Was in die Brüche geht merkt man erst, wenn der Sturm sich legt





Kurz bevor ich losgehe, geh ich noch zu meinem Papa um mich zu verabschieden. Er sitzt wie jeden Samstag Abend auf dem Sofa und guckt Sportschau. Ich sage ihn, dass ich jetzt zu M. gehe und er guckt mich ganz traurig an. Er sagt mir, dass alles so weh tut was meine Mutter ihn antut und ich weiß einfach nicht was ich ihn antworten soll. Diese ganze Situation, die momentan bei mir zuhause abläuft, hat uns allen die Füße unter den Boden weg gezogen außer natürlich meiner Mutter. Ich streichele ihn am Arm und versuche ihn klar zu machen, dass er noch mich hat und das er niemals alleine diese Zeit durchstehen muss. Dann sagt er: "Das hoff ich doch. Aber du zerstörst dich selber doch so sehr. Ich brauche dich hier, N." Ich vergewissere ihn, dass egal was noch kommt, ich an seiner Seite bin. Ich hoffe so sehr, dass er mir das glaubt. Auch wenn ich immer mit dem Tod kämpfe weiß ich das ich ihn nicht alleine lassen kann. Nicht jetzt, nicht dieses Jahr. Auch wenn ich mir für mich nichts anderes wünsche als einrn qualvollen Tod. Ich versuche ihn dazu zu bringen heute Abend noch was zu essen und dann meinte er nur: "Ich mache es so wie du." Das macht mich so traurig. Ich kann ihn nicht zum essen zwingen, da ich selber ganz gut ohne essen auskomme. Ich wuschel seine grau braunen Haare und verlasse das Wohnzimmer. Als ich meine Schuhe anziehe muss ich nur daran denken. Was ist nur mit uns allen passiert? Ich kann das alles immer noch nicht fassen. Letztes Jahr habe ich noch mit meiner Therapeutin darüber geredet wie froh ich bin, dass unsere Familie sich nach all den dunklen Jahren, wieder zueinander gefunden hat. Und jetzt sitzen wir in den Scherben unserer Familie und meine Mutter lacht uns aus, wenn wir uns an den Scherben schneiden. Sie ist berechnend und tut die ganze Zeit sie wäre hier das Opfer. Als wäre sie nicht die, die uns allle betrogen hat.Ich weiß nicht mehr was ich tun soll um mein Vater aufzubauen. Er ist nur noch ein Schatten seiner Selbst sowie ich. Sowas wollte ich nie. Ich bin ein Papa Kind und ich würde für ihn durchs Feuer gehen und all die Brandnarben, die ich deswegen auf meinen Körper trage, wären mir so egal. Alles was ich will ist ein bisschen Frieden für unsere Familie, die immer kleiner wird. Doch ich glaube darauf kann ich lange warten. Frieden gibt es nicht mehr in diesen Höllenhaus.
https://www.youtube.com/watch?v=vkzKH9_6vio



I am destroying myself so other people can’t,“ she said, ” and it’s the worst kind of control but it’s the only form I know.







Mein erster Tag 
seit Ewigkeiten 
ohne Alkohol. 
Ich schaffe es trotzdem nicht 
nüchtern zu bleiben. 
Schlucke 
wunderschöne blaue Pillen, 
1,2,3,4,5
und ich merke 
mein Hals kratzig wird 
und ich ganz viel trinken muss,
um dieses Gefühl 
zu vernichten. 
Eigentlich wollte 
ich 
mit weniger Pillen 
anfangen, 
doch das Junkie Biest 
in mir 
konnte 
es 
einfach 
nicht 
sein
lassen. 
Ich spüre 
wie die Pillen 
meine Sinne 
vernebeln 
und 
alles in mir 
vor allem 
mein Herz 
betäubt wird. 
Ich krame nach alten 
Notizbücher 
von mir 
und 
ich fand 
lauter Sätze, 
die ich in lauter 
Not und Schmerz 
geschrieben habe. 
Sätze wie ich: 
"Oh du einsames Wesen, 
was bist du nur für ein einsames Wesen. 
Du bist schon längst tot."
Oder Sätze wie:
" Irgendwie scheint es mir 
als wäre der Tod 
ständig schneller 
als das Leben. 
Der Tod ist dem Leben 
tausend Schrite voraus
und vernebelt mir die Sicht, 
sodass ich das Leben 
gar nicht mehr sehen kann."
Und ein Ztat von der 
großartigen Lilly Lindner, 
welches mir mein Herz still legte:
 "Wortgewalt ist nichts 
gegen nackte Sexgewalt."
Ich lese mir diesen Satz 
tausend mal durch 
und ich merke 
wie ich sentimental werde. 
Tränen sammeln sich in meinem Auge
aber ich lasse es nicht zu,
dass ich anfange zu weinen.
Da ich solche Gefühle 
gerade nicht ertragen kann,
schlucke ich noch mehr Pillen.
Wie tief bin ich nur gesunken?
Ich wünschte, 
ich würde das alles 
als nicht so schlimm empfinden. 
Ich wünschte,
ich wüsste 
nicht was 
Sexgewalt ist.  
Ich wünschte,
ich würde nicht erstarren 
und gedanklich 
mein ganzen Oberschenkel 
aufschneide,
wenn ich Kondome sehe
  So langsam habe ich mich 
an die Nähe 
von M. gewöhnt
und oftmals sehne ich mich 
auch danach. 
Auch wenn ich selber weiß,
dass ich sie eigentlich 
gar nicht ertragen kann. 
Aber diese nackte Nähe 
lässt 
mich 
immer tiefer fallen.
Selbst wenn M. mich zu nichts zwingt,
habe ich das Gefühl
das ich dir sowas Schulde.
Das du das brauchst
um mich zu mögen,
das du dich dann nur gerne mit mir triffst
und auch nur deswegen bei mir bleibst.
Wie halten andere Menschen diese nackte Nähe nur aus?
Ich schaue in den Spiegel 
und merke wie meine Pupillen 
immer kleiner 
und dann größer werden. 
Ich lach mein Spiegelbild aus 
und merke 
das ich nichts anderes bn 
als eine Junkie Nutte. 
Mit jeder weiteren Kippe 
 schweife ich ab 
und fühle mich 
für einen kurzen Moment 
als wäre ich nicht ich 
sondern eine viel bessere Version, 
eine viel liebere Person. 
Doch das ist nur Illusion, 
die mit Halluzinationen 
verknüpft sind. 
Halluzinationen 
können zum besten Freund
werden, 
wenn die Realität 
dir zum Feind wird. 





 

Ich wäre so gerne mal wieder glücklich ohne Drogen zu nehmen




Die Situation zuhause spitzt sich zu. 
Meine Mutter hat anscheinend ihr Verstand verloren 
sowie ich vor Jahren. 
Sie startet ein Gefühlsamoklauf. 
Sie beleidigt mein Vater 
und mit jeden weiteren bösen Wort schießt sie auf mein Vater 
und auf mich ein. 
Ich stehe stumm daneben 
und versuche nicht laut los zu schreien. 
Ich glaube, 
wenn ich einmal angefangen habe 
zu schreien 
höre ich 
so schnell nicht mehr auf. 
Sie hat unsere Familie aufgegeben 
und ignoriert all ihre Fehler. 
Alle anderen sind schuld. 
Vor allem mein Vater 
und ich mit meinen ständigen Versuche ins Grab zu gelangen.
 Ihre Rolle als Mutter hat sie abgelegt
 und sucht sich gleich jemanden anderen 
um vor uns zu fliehen. 
Ich habe anscheinend meine Mutter verloren. 
Ich schaue sie an 
und seh eine fremde Person vor mir. 
Wenn sie mich versucht anzufassen 
zucke ich zusammen. 
Ich ertrage ihr Verhalten 
und Anwesenheit 
 nicht mehr. 
Auch wenn es hart klingt, 
es wäre besser wenn sie geht. 
Vor allem für mein Papa. 
Er geht immer mehr kaputt an ihr 
und ich versuche ihn aufzufangen, 
wenn er fällt 
und mir seine Sorgen anzuhören. 
Da wundert sich meine Therapeutin 
warum ich so viel trinke. 
Sie redet lauter Floskeln, 
beurteilt mein Körper
 und mein aufgeschwommenes Gesicht 
und ich werde immer und immer kleiner. 
Ich will raus rennen 
und sie nie wiedersehen.
 Dieses Gefühl mich bei ihr wohl zu fühlen
 hat sie in 50 Minuten im Keim erstickt. 
Egal wo ich hin gehe 
staut sich ein Sturm auf. 
Ich gerate in ihn hinein 
und komm völlig aufgewühlt daraus. 
Mein Körper sieht aus 
als hätte ich 
eine harte Schlacht 
hinter mir. 
Er ist voller voller Brandnarben an meinem Bauch und Oberschenkel, 
voller Narben an den Armen, Beinen, Hüfte 
und der Pulsader, 
die mir zeigt das es besser gewesen wäre 
mein Leben vorzeitig zu beenden. 
Voller Aschenbecher Narben 
von Nächte, 
wo der Schmerz 
und der Hass 
sich zusammen getan haben 
um auf mich ein zu prügeln.
 Ich will wieder weniger werden
 und um wenigstens ein Alkohol freien Tag zu schaffen 
suche ich mir 
andere Drogen
und verdränge 
was das wohl für Folgen hat. 
Ich falle immer tiefer in die Abhängigkeit hinein. 
Konsumiere was das Zeug hält 
um endlich vor mir selbst zu fliehen.
 Ich verabscheue meine Existenz 
und sehne mich nach den weiteren Fall, 
nur um zu sehen ob mein Lebenswille sich irgendwo in meinem Herzen versteckt hat. 
Nur dann weiß ich ob es wirklich Zeit ist zu gehen.





Ich war als Kind schon scheiße






Wie konnte ich denken,
 dass ich an diesen Feiertage nicht mein Verstand verliere? 
Wie konnte ich denken, 
dass ich an diesen Tagen
 nicht versuche mein ganzen Schmerz und Scham
versuche weg zu schneiden
und am Ende auf dem Fußboden liege, 
mein Herz völlig austickt 
und Blut an meinem Arm herunter läuft? 
Wie konnte ich denken, 
dass ich unbeschadet davon komme?
Ich hätte es besser wissen müssen.
 Schließlich kenne ich dieses Verhalten von mir nur zu gut. 
Ich kann nur noch daran denken 
wie all das Grauen an den Feiertagen begonnen hat. 
Wie klein und hilflos ich war 
und es immer noch bin. 
Ich kann nur noch daran denken, 
dass wenn ich es meinen Eltern erzählen würde, 
sie mir nie glauben würden.
 Ich könnte es ihnen nicht verübeln. 
Ich war über diese ganzen Jahre so stumm. 
Ein stummen Mädchen, 
welches sich an die Selbstzerstörung verkauft hat. 
Und in all den Jahren 
habe ich mein 
Schlampen Ruf 
allen Grund 
zum existieren gegeben. 
Und mit diesen ganzen Gedanken
 und Erinnerungen
 verweile ich den ganzen Abend 
und die Nacht
 und all der Frohsinn,
 der nur wegen M. sich in meinem Herzen eingenistet hat, 
ist nun weg.
 Nun weiß ich wieder, 
dass ich viel zu unbeständig für andere Menschen bin. 
All diese Stimmungsschwankungen 
kann ich keinen Menschen zumuten
 vor allem nicht dir. 
Ich fühle mich schmutziger den je 
und ich weiß das dieses Gefühl ewig bleibt. 
Egal ob ich mich für einen Menschen freiwillig ausziehe 
oder ob mir einer mit Gewalt was antun möchte. 
Nichts kann dieses Gefühl rein waschen. 
Selbst du nicht.




Why do people stay longer in my head then they do in my life





Ich dachte die ewige Wut gemischt mit Traurigkeit wäre vorbei. 
Ich benutze meine Haut als Aschenbecher 
und heule den Mond mit meinen ewigen Lasten vor. 
Warum müssen alle Menschen gehen, 
die sich in meinem Herzen so wohl gefühlt haben? 
Warum fühlt sich das Haus indem ich wohne so fremd an? 
Ich fühle mich so falsch in dieser Welt. 
Als wäre ich kein Bestandteil dieser Welt. 
Es wäre ich ein ewiger Fehler. 
Ein Fehler für die Menschen, 
die mir jemals was bedeutet haben. 
Ein Fehler, 
den man niemals wiederholen möchte.
 Ein Fehler, 
den man keines Blickes mehr würdigt. 
Ein Fehler über den man nicht mehr nachdenken möchte. 
Ich gehöre hier einfach nicht mehr hin.




Wunder liegen bei Wunden, darum werden uns Narben bleiben






Ich weiß nicht was ich davon halten soll.
Du triffst dich ständig mit einen meiner früheren Wölfe. Ständig erwähnst du seinen Namen und jedes Mal aufs neue prallen Erinnerungen auf mich ein und ich sehe mich wieder in seinem Bett und ich höre wie der Regen an die Scheibe klopft. Ich sehe mich innerlich weinen und ich spüre wie mein Herz diese Erinnerungen nicht stand halten kann. Du weißt, wie fies er zu mir war. Wie er schreckliche Sachen über mich erzählt hat und mich mit den Namen Schlampe betitelte. Seitdem du ständig betonst, wie lustig es mit ihm ist Zeit zu verbringen, höre ich meine Stimmen ständig Schlampe rufen. Natürlich weißt du nicht, wie er ohne mit der Wimper zu zucken mir meine Klamotten auszog, selbst als ich mich versucht habe zu wehren. Schließlich behält man die größte Dunkelheit immer für sich. Trotzdem hätte ich von dir erwartet, dass du dich von ihm entfernst sowie ich es mit deiner Ex Freundin gemacht habe, da ich dir ein gutes Gefühl geben wollte. Wahrscheinlich kann ich sowas von dir nicht erwarten. Ich kann nicht ständig erwarten, dass Menschen genau das gleiche für mich tun würden, wie ich für sie. Du triffst dich häufiger mit ihm als mit mir und das hinterlässt Enttäuschung in meinem Herz. Wenn ich daran denke, dass ich mich irgendwann auf der gleichen Seite des Sofas hinsetze, wo auch mal der Wolf saß, wird mir ganz schlecht. Ich weiß ganz genau, wenn du bald dein Geburtstag feierst und du mich und auch den Wolf einlädst, werde ich mich zuhause unter Decken verstecken und dort Stunden verweilen. Wenn ich daran denke, dass ich mich im gleichen Raum wie er mich bewege, werde ich ganz panisch und kann nicht aufhören meine Haut blutig zu kratzen. Wenn ich nur an sein rotes lockiges Haar und seine etwas bereitere Statur denke wird mir ganz anders. Ich kann nicht von dir verlangen dich nicht mehr mit ihm zu treffen. Da habe ich kein Recht zu. Aber ich dachte du würdest etwas Empathie zeigen und mir das Gefühl geben, dass meine Worte einen Wert haben und nicht in Vergessenheit geraten. Doch da lag ich wohl vollkommen falsch, wie in so vielen Dingen.





Wie überlebt man einen Tag den man gar nicht überleben will?







Was für ein Wochenende.
Ich weiß gar nicht 
wo mir der Kopf steht.
Das Wochenende war getränkt in
voller Wärme einer lieben Person
die ich gar nicht genießen konnte,
ganz viel Alkohol, 
Drogen, 
zwei Tage ohne essen
und
ein bekannter Fremder,
bei dem ich die Nacht über blieb.
Das Wochenende war getränkt 
von leeren Versprechen, 
die mir die ganze Nacht raubten.
 Dunklen Taten,
die ich wohl niemals vergessen werde. 
Dunkle Taten,
von dem ich mir schwor, 
sie niemals in meinem Leben zu machen. 
Ich habe dabei auf meine verlorene Seele 
quasi eingeschlagen, 
nur weil 
das Nein sagen so schwer viel 
und ich getan habe, 
was von mir verlangt wurde.
Durch das verstummen habe
ich mich selbst 
verwundetet, 
was mir erst richtig auffiel 
als ich im Zug auf den Weg nachhause war. 
All die dunklen Taten 
letzte Nacht 
und heute Morgen 
prasselten auf mich ein. 
Ich hätte schreien können 
vor Scham.
Der ganze Sonntag 
war getränkt in 
ständigen Panikattaken, 
wo ich kaum Luft bekam,
geweint 
und gezittert habe.
Einmal Hure immer Hure.
An was anderes konnte ich nicht denken.
Ich merkte von Mal zu Mal, 
wie du anfingst dich zu entfernen.
Ist ja auch klar. 
Wenn man mit mir alles machen kann, 
ohne das ich wiederspreche,
wer hat dann auch noch Interesse  
an meiner Persönlichkeit.
Wer will mich schon haben,
wenn der erste Spannungsbogen 
draußen ist 
und man das bekommen hat, 
was man nur die ganze Zeit wollte?
Panik war mein ständiger Begleiter 
selbst am Montagmorgen, 
wo ich mit zitternder Stimme 
nach einen Medikament in der Apotheke fragte.
Und schon wieder habe was in mir getötet,
was wahrscheinlich nie da war,
aber es fühlt sich so an,
als wäre irgendwas in mir gestorben. 
An dieses tote Gefühl 
in meinem inneren 
werde ich mich wohl nie gewöhnen. 
Als ich dann heute 
einer meiner ersten Wölfe
im Bus begegnete 
fühlte sich mein Herz 
mit Schmerz. 
Seine Anwesenheit 
ließ mich innerlich aufschreien.
Alles kam wieder hoch 
und ich ertrug es nicht, 
dass er nicht mal ein Meter von mir entfernt war
und wahrscheinlich nicht mal mehr wusste,
dass dank ihn
Stunden voller Scham und Ekel ertragen musste
und 
immer mehr Angst 
vor der Nähe bekam.
In diesen Zeilen 
kann ich gar nicht ausdrücken,
wie sehr mich das alles zu Boden drückt.
Worte können niemals ausdrücken 
was in mir brodelt. 
Ich spüre nur das mir jeder Schritt schwer fällt
und ich die ganze Zeit 
das Bedürfnis habe 
mir die Pulsader aufzuschneiden.
Mit diesen Hurenverhalten,
was ich an den Tag lege,
werde ich wohl stetig allein bleiben.
Was anderes
verdiene
ich auch einfach nicht.
Alle Gedanken kreisen sich im Kreis.
Leben oder sterben?
Ich habe meine Wahl wohl schon längst getroffen, 
auch wenn der kleine Lebenswille in mir 
das nicht einsehen will. 
Ich weiß nicht mehr was ich vom Leben hat
und genau 
deswegen 
macht 
es
für
mich
so 
schwer
den Sinn 
 meiner Existenz zu verstehen.




I know I can survive this but I don’t know if I want to






All die Worte, 
die ich schreiben möchte, 
hinterlassen nichts 
als 
lauter Leere in mir. 
Ich füttere mich täglich 
mit Lügen wie
"Du wirst damit schon klar kommen."
Doch ich hänge in den Seilen 
und so langsam 
fängt 
das Seil 
an zu reißen.
Ich suche all die Aufmerksamkeit
von anderen Menschen,
fixiere mich auf ihre Worte
damit ich nicht 
in der Stille 
abhanden komme.
All die Gefühle,
die ich nicht zeigen darf,
lass ich in die Gespräche
einfließen
um zumindest
Halt in Worten
zu haben.
Baue mir
ein Raum
voller Illusionen,
nur damit sie mir
keiner nehmen kann.
Mir wurde einfach schon viel
zu viel
genommen.
Ich versuche 
für all die Menschen da zu sein, 
vor allem für meinem Papa,
der keinen Boden 
mehr unter seinen Füßen hat. 
Ich versuche ihn aufzufangen 
doch ertabe mich dabei,
wie groß diese Last
doch auf meinen Schultern liegt.
In diesem Höllenhaus
kann ich kein Kind mehr sein. 
Ich bin die,
die stätig versucht 
die Wände 
vor den Einsturz 
zu bewahren. 
 Doch alles stürzt 
wieder ein, 
wenn meine Eltern sich streiten, 
und 
die Türen 
knallen lassen. 
Mein Herz 
hat ständig Panik 
und ich lasse mich 
davon beeinflussen.
Ich bin ständig
auf Alarm-Modus
und habe Angst
vor jedem lauten Wort,
welches ich von meinen Eltern höre.
 Versuche all die Gefühle 
zu betäuben 
indem ich immer früher anfange 
zu trinken. 
Doch selbst wenn sich 
mein Körper 
mit Alkohol füllt,
fühle ich 
wie ich immer trauriger werde
und nicht aufhören kann 
meine Tränen 
runterzuschlucken. 
In diesen Höllenhaus
habe ich gelernt 
meine Gefühle 
ständig zu unterzudrücken.
Hier haben Gefühle 
keinen Platz
und ich selbst
schon lange nicht mehr. 








Maybe im just not meant for anyone






Mein betrunkendes Ich 
wollte dir
was liebes schreiben,
doch 
ich 
konnte 
es nicht
den ganzen Tag lang.
Ich 
tippte 
dir
nur kleine Gemeinheiten.
Ich schaffte es einfach nicht
auf irgendeiner Art und Weise
nett 
zu dir zu sein.
Bei jeder weiteren Nachricht 
lief 
mein Mut 
davon 
und 
ließ 
mich 
einsam 
zurück. 
 Kein Wort 
könnte 
das Chaos 
beschreiben, 
was du bei mir zurück gelassen hast. 
Kein Satz 
der Welt 
könnte
diesen Kampf 
zwischen warmen Gefühlen
und lauter Panik 
erklären. 
Nichts würde 
mein dunkles Ich 
erklären, 
welches sich 
in Scham 
suhlt 
nach jeden unseren Treffen. 
All die anderen Mädchen 
würden 
dich 
mit Liebeshymen 
voll kleistern 
und 
ich 
sitz einfach nur 
schweigend 
neben dir, 
weil in mir 
nichts als 
wütende Leere 
herrscht. 
 Meine Worte 
haben sich von mir 
verabschiedet 
und 
hinterlassen 
in mir nichts 
als Aggressionen, 
die ich versuche zu betäuben. 
Mein betrunkendes Ich 
wird zum Alltag, 
wie das kleine etwas in mir 
was ständig weint. 
Ich habe nichts mehr 
woran 
ich 
mich 
festhalten 
kann.
Ich falle 
und falle 
bis 
alles 
in 
mir 
zerbricht.  

Ich atme ein und raste aus






Ich glaub dieser Monat 
will mich leiden sehen.
Meine Gefühle
schlagen mich zu Brei
und ich laufe nur
mit toten Augen
durch den Alltag.
Bei jeder Kleinigkeit
verliere ich die Beherrschung
und die Tränen
würgen sich wieder heraus.
Meine Aggressionen
und die Trauer
kann ich nicht zurückhalten.
Das Gespräch,
wo wir über den weiteren Verlauf
meiner toten "Familie",
geredet haben,
machte mich verrückt.
Es war so als wäre ich nicht da,
musste ständig meine Wut zügeln
um nicht plötzlich los zu schreien.
Ich rede mit meinem kleinen Etwas in mir
um nicht völlig,
 vor den Augen anderer,
auseinander zu brechen.
Die Tränen meines Vaters
machte das alles nicht besser.
Und solche Sätze zu hören wie,
ich hätte dich nicht heiraten dürfen
lassen mein Herz und alles in mir bluten. 
Die Angst war viel zu groß
um sie einfach runterzuschlucken.
Ich konnte die Angst nicht umgehen
und erst recht
nicht mit ihr umgehen.
 Selbst all das Blut
erweckte mich nicht zum leben.
Ich spüre nichts außer eine gebaltige Welle
des Todes in mir.
Was bleibt mir
außer mit Menschen zu reden,
die nur in meiner Fantasie existieren?
Mein Verrücktheitsgrad
steigt von Tag zu Tag.
Und ich weiß nicht wie viele Tage
es noch so andauert
mit diesem Gefühl,
dass ich jede Minute
explodieren könnte.
Ich bin wie eine tickende Zeitbombe.
 https://www.youtube.com/watch?v=1_noYntdT18



 

Was bleibt,sind heiße Luft und brennende Brücken, Erinnerungen und Erinnerungslücken






Mein Praktikum ist vorbei 
und mein Herz 
fühlt sich so schwer an. 
Es wird sich am Montag 
so komisch anfühlen 
nicht die Kinder 
zu sehen. 
Hier habe ich eine 
so schöne 
und 
doch 
so anstrengende Zeit 
erlebt. 
Ich schwelke in Erinnerungen 
und sehe vor mir
wie ich mit Kim 
abends wo alles dunkel war
in der Werkstatt war, 
da sie etwas für ihre Freundin 
basteln wollte
und wir beide so viel gelacht haben,
da wir keine Ahnung hatten 
wie wir mit einer Säge umgehen 
sollen. 
Oder wie sie mir
mir komische Frisuren machte,
die total schrecklich aussahen
und wir uns deswegen
nicht mehr vor lachen
halten konnten.
Oder wie wir mit der Gruppe 
eines Sonntags 
8 km spazieren waren, 
ich den kleinsten in der Hand hatte
und plötzlich alles um mich herum, 
all der Stress 
der mich kontrollierte,
kurz verschwandt. 
Wie wir dann nachhause fuhren 
und die Kinder 
Lieder im Radio 
mitsangen. 
Oder wie Anthony mich 
immer wieder in den Arm nahm 
auf seinen USB-Stick zogen. 
Oder wie ich mit Paul, 
den jüngsten, 
in der Mittagspause 
puzzelten 
und ich ihn das Wort 
"Tusse"
beibrachte. 
Wie ich mit Marlon und Vin,
als es noch Schnee lag,
 über das Feld zu ihrer Bude gegangen sind 
und die beiden mich auf den Schlitten 
dahin gezogen haben. 
Oder als Paul 
sich an meinen letzten Tag 
weh tat
und laut stark weinte.
Ich zu ihm hin lief,
ihn hoch half,
seine Hand nahm
und er plötzlich aufhörte zu weinen.
Es war so 
als hätte ihn allein
meine Anwesenheit 
beruhigt.
Ich verarzte ihn 
und er war wieder der alte, 
der komische Sprüche klopfte.
 Es gab noch so viele andere
schöne Momente. 
Ich könnte mich hier tot schreiben. 
Die Arbeit hat mir geholfen 
nicht ständig in meinen Gedanken 
zu ertrinken.  
Selbst nach den großen Streit 
mit meinem Eltern 
konnten sie mich zum lachen bringen, 
wenn auch nur halbherzig. 
Mein Herz fühlt sich immer noch so schwer an. 
Natürlich blicke ich auch auf die dunklen Zeiten 
dort zurück.
Wie Mel mich ohne Grund 
schubste
und ich mir 
mein Handgelenk prellte.
Wie er danach ständig 
darüber Witze machte,
stolz darüber war
und mich respektlos behandelte.
Wie Anthony diesen schrecklichen Satz
sagte 
und er dank mir 
sein ganzes Zimmer auseinander nahm.
Wie ich oftmals versuchte Kim 
nach ihren Wutausbrüchen 
an ihrer Tür klopfte
und 
sie mich  
immer wieder abwieß.
Doch all das gute überwiegt.
Mein Herz ist traurig 
und ich ebenso. 
Ich habe mein Herz 
in diese Arbeit 
gesteckt 
und 
mir 
wurde
von 
den Kindern
Vertrauen 
zurück geschenkt.
Das ist mehr als ich erwartet habe
und das fühlt sich so schön an.
Nichts gibt es schöneres,
wie
wenn du merkst
das jemanden 
dir Vertrauen 
schenkt.
Nun stehe ich hier 
im Regen  
und 
lasse mein Gesicht 
voll regnen. 
Alles um mich herum verschwimmt 
und ich sehe nur noch die Erinnerung.
Ich atme die Erinnerung aus
wie mein Rauch meiner Zigarette.
 Ich wünschte,
ich könnte in diesen Erinnerungen
weiterleben 
und nie wieder 
Luft holen 
und in mein jetziges Leben
tauchen.
Mein jetziges Leben 
ist nicht zu gebrauchen. 
Voller Streit, 
toter Familienasche 
und ein Herz 
was nicht aufhört 
sich ständig 
mit Schmerz 
zu füllen.