schöner tag um drauf zugehen






Ich finde keine Worte für diesen Tag, der in so großer Dunkelheit getaucht ist. Wie soll ich nur anfangen diesen Text zu schreiben ohne, dass all die Bilder wieder vor meinen Augen auftauchen, als wären sie ein Film. Ein Film voller Angst und Übergriffe.  Es fing schon allein morgens an, als ich viel zu früh aufstehen musste und mich mein Körper mit kalter Kraftlosigkeit begrüßte. Ich stieg in den Bus und die Angst überfiel mich. Ich war auf einer Alkoholtour und weil nur eine Stadt dafür in Frage kam, wo ich alles in einem Laden bekomme, bin ich in die Wolfsstadt gefahren. Wie immer fühlte ich mich unwohl dabei, aber an diesem Tag war es so schlimm wie noch nie. Ich war die einzige im Bus, der Busfahrer war männlich und ich hatte so Angst wie noch nie das er plötzlich in einer Gasse anhält und mich überall berühren könnte. Als ich endlich in der Wolfsstadt angekommen bin lief ich extra einen anderen Weg, damit der Wolf mich auch nicht aus dem Auto erblicken konnte. Trotzdem schaute ich mich tausendmal um. Die Paranoia überfiel mich und ich fühlte mich wie ein kleines Kind, welches das erste Mal alleine zuhause ist. Und natürlich habe ich den Wolf nicht gesehen, aber das ließ meine Angst nicht sinken. Sie wurde immer stärker und ich hatte das Gefühl, dass mir jeglicher Atem fehlt. Als ich alles erledigt hatte saß ich wieder im Bus. Natürlich fuhr der gleiche Busfahrer den Bus wie auf der Hinfahrt und schon wieder war ich alleine im Bus. Die Angst pulsierte in meiner Brust und hoffte einfach das, dass alles schnell vorbei geht. Als ich die nächsten Stunden zuhause verbracht habe schrieb mir natürlich der Wolf komische und ekelige Sache, wo ich nur würgen könnte. Dann war ich so doof und schaute natürlich ein Film, welches natürlich dem Thema entsprach, welches mir so Schmerzen bereitet und Flashbacks hervor holte. Ich machte es unbewusst und einfach weil meine Selbstzerstörung mich endlos anschrie. Als die schlimmsten Szenen für meinen kranken Kopf kam musste ich stoppen und einen großen Schluck von dem Jägermeister nehmen. Mir wurde ganz schummerig. Harten Alkohol auf meinen tagelangen leeren Magen zu trinken ist wohl nicht grad das was man machen sollte. Doch ich konnte nicht anders und plötzlich musste ich raus. Raus aus diesem Haus. Mein Zimmer fühlte sich an wie ein Kerker. Doch als ich draußen war verfiel ich wieder in Panik, lief so schnell wie noch nie, schneller als mein Körper es ertragen konnte. Überall waren Kerle und die Angst nahm mir wieder dem Atmen. Als dann noch der Wolf schrieb hätte ich am liebsten geschrien. All meine Angst und Schmerz rausgeschrien doch ich guckte endlos ins Leere. Das war der erste Tag, wo ich es hasste allein zuhause zu sein.  Die Dunkelheit wird immer dichter. Ich sehe alles schwarz in schwarz. Jedes lächeln schmerzt. Ich wünsche mich weit weg, in eine Welt wo mich diese Erinnerung und diese Angst nicht berührte.   Was für ein kindlicher Wunsch, welches sowieso nie in Erfüllung gehen wird. Aber ich bin wohl noch ein kleines Kind. Ein kleines Kind in einem viel zu erwachsenen Körper. Ein Kind welches all die Übergriffe nie verarbeiten konnte. Und nun sitze hier und ziehe an meiner Kippe. Als würde das was helfen. Als würde mir je irgendwas helfen. Ich atme aus und atme ein und merke wie ich verletzlich ich doch bin. Viel zu verletzlich für diese Welt.
https://www.youtube.com/watch?v=XCJRoCivGUU 




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