Elefantenmädchen oder das Mädchen auf Stelzen



Ich schlage die Autotür zu, zünde mir eine Zigarette an und fühle mich so kraftlos, müde und übel wie schon lang nicht mehr. Es ist eine komische Mischung an Gefühlen, die es mir schwer machen, ein Lächeln vorzutäuschen. Jeder Tag beginnt gleich. Ich steh mit einen Hoffnungslosen Gefühl auf und starre viel zu lange in meine Tasse Tee, die ich kaum schaffe zu trinken, da sogar das schwer in meinem Magen liegt. Obwohl ein Bus mich zu Schule fahren könnte, fährt mich meine Mutter. Ich werfe mit Lügen um mich um die Wahrheit unter den Teppich zu kehren. Ich schaffe es einfach nicht in der Dunkelheit zur Bushaltestelle zu gehen, da ich so voller Angst bin. Die Dunkelheit würde mich auffressen und Visionen voller Wölfe zerreissen mich. Keiner würde es verstehen. Ich selbst verstehe diese Gefühle ja kaum. Früher lief ich duch dunkle Gassen ohne mit einer Wimper zu zucken und jetzt verhalte ich mich wie ein kleines Kind. Ich hab Angst vor allem, vor allem vor Nähe. Nähe von vielen Personen lassen mich tausend Tode sterben. Ich möchte von niemanden mehr angefasst werden. Mein Körper trägt lauter Narben davon, die ständig anfangen zu bluten, wenn Erinnerungen mein Verstand benebeln. Ich könnte mich mit Tabletten vollpumpen. Ich hab so viele Tabletten in meinem Zimme liegen, damit könnte ich den Himmel viel näher kommen. All der Tavor soll meine Angst töten doch ich nehme sie nicht. Ich glaube, einfach nicht das sie vedient habe. Ich habe es verdient all diese grässlichen Gefühle zu spüren. Ich will sie bunkern für den Fall das Wölfe wieder meinen Körper viel zu nahe kommen. Ich will sie bunkern für den Fall das meine Rest Kraft verschwindet und ich wirklich nichts mehr machen kann außer im Bett rumzuliegen und von sterben zu träumen. All diese Gedanken kommen aufeinmal. Ich steh schon viel zu lange draußen. Ich muss rauf in den Unterricht. Ich laufe den Gang entlang und betrachte mich stetig im Fenster. Ich brauche das um zu wissen wie heute meine Körperwahrnehmung ist. Ob ich der Elefant auf zwei Beinen bin oder das Mädchen, was auf Stelzen läuft. Meine Sicht verschwimmt, all die Kraft lässt schon wieder nach. Mein Kopf sagt 'bleib stehen' doch ich kämpfe mich weiter. Die letzten Treppen muss ich noch schaffen. Ich ziehe mich am Geländer hoch und ich fühle mich als wäre ich stundelang gejoggt. Ich komme an meinen Klassenzimmer an und alles in mir schreit wieder nachhause zu fahren. All meine Kraft für den heutigen Tag ist schon aufgebraucht. Alles in mir schreit 'ich kann nicht mehr' doch ich lächel und setzte mich auf meinem Platz. Ich kann nicht mehr. Diese Worte gehen nicht mehr aus meinem Kopf heraus. Wie löscht man Sätze aus meinem Kopf? Wie lösche ich meine Existenz? Wie bekommt man Kraft, wenn man so endlos kraftlos ist? Ich weiß es nicht. Ich weiß gar nichts mehr außer das Tod mir viel zu nah ist. Ob ich Angst habe? Auch das weiß ich nicht. Ich will leben aber alles fällt mir so schwer. Ich weiß nicht wie ich weitermachen soll, alles erscheint mir viel zu dunkel.Ich glaub das Leben hat mir mein Atmen genommen.
https://www.youtube.com/watch?v=f74Qi8rpzwY



Kommentare:

  1. du hast diese Ängste nicht verdeint. Nehm die Tablette, wie verordnet wurde. Du hast Frieden verdient! und damit meine ich nicht den Tod.

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  2. Liebste Wärmflaschenfreundin. Ich wünschte eine Wärmflasche könnte deinem Herzen etwas Wärme schenken anstatt bloß deinem Körper. Ich weiß wirklich nicht so viel, halt selber ja kaum was von mir; aber eins kann ich dir sagen, meine liebe: Du hast nichts, und zwar rein gar nichts, von dem verdient was dir passiert ist. Du hast es nicht verdient all diesen Schmerz zu spüren der so schwer auf deinen Schultern lastet. Und es war nie und ist bis heute nicht deine Schuld gewesen. Doch vergiss nicht, dass die Heilung deiner Seele ein langer Prozess ist und auch wenn es schwierig ist, solltest du diesen langen Weg gehen um irgendwann auch von den schönen Seiten des Lebens zu kosten. Und wenn ich darf, nehme ich auch gerne für ein Stück des Weges deine Hand und versuche dir ein bisschen Licht in die Dunkelheit zu bringen.
    Ich denke an dich.

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  3. Du brauchst deinen ganzen Atem für dich, verschwende ihn nicht an mich.
    Im Moment würde ich viel lieber bei dir sein um DIR zu helfen.
    Was immer ich auch tun kann - sag es mir. Ich bin hier.

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  4. Du bistnweder Elefant noch Stelzen. Du bist Nadine.
    Und du hast diese Gefühle nicht verdient.
    Ich denke an dich.

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  5. All meine Worte sind verschwunden, deshalb kann ich dir leider nur da lassen, wie wichtig du mir bist und wie sehr ich hoffe, dass die Welt bald leichter und heller für dich wird.
    Du hast nur das Beste verdient.
    Ich hab dich sehr lieb.

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  6. Ich wünschte, ich könnte an deiner Seite sein. Ich würde dich bis ans Ende der Welt tragen wenn deine Stelzen brechen.

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  7. Danke... Oh N du bist auch eine so wichtige Person für mich geworden!
    Jetzt ... muss ich heulen, weil ich jetzt erst gelesen hab... dass du auch für mich beten wirst... Das ist ... ohne Worte, dankedankedanke für dich und ALLES was du bist und tust.
    Du bist Teil meines Lebens, N... ich würde mich sehr über deinen Besuch freuen. Aber bitte, schenk mir nicht alle Hoffnung. Du brauchst auch welche für dich selbst. Ich hoffe jedenfalls auch für dich. Dann können wir uns aneinander festhalten. Du bist ein so wundervoller Mensch. Danke. Mehr als Danke... so viel mehr, was du bekommen solltest. ♥

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