Man versucht uns immer wieder einzureden, dass es noch möglich wär, hier frei zu leben









Weihnachten ist getränkt in Alkohol. 
Meine Großeltern kommen an Heiligabend 
und ich verziehe mich immer wieder 
in die Küche 
und 
trinke die Sektflasche 
 alleine aus. 
Ihre Anwesenheit
 ist nüchtern einfach nicht zu ertragen. 
In Gedanken denke ich immerzu, 
dass wenn alles geklappt hätte,
ich jetzt tot gewesen wäre.
Ein mulmiges Gefühl steigt auf.
Bist du froh das du noch am leben bist?
Wenn ich genau daüber nachdenke;
nein. 
 Weihnachten ist getränkt 
mit den Tränen 
meiner labilen Schwester. 
Ganz plötzlich fängt sie an zu weinen 
und ich steh völlig benebelt daneben
und schaffe es nicht mal sie in den Arm zu nehmen.
Ihre Tränen fließen viel zu schnell 
und all meine Worte 
schwimmen im Alkohol umher 
so das ich nichts sagen könnte
was sie beruhigen würde.
Der erste Weihnachtstag 
ist getränkt 
in den
wütenden Worte 
von meinen Opa. 
"Wärt ihr doch lieber zuhause geblieben."
Wir passen nicht hier hin. 
Er verflucht uns mit jeder Faser seines Körpers. 
Nur weil wir nicht so sind 
wie er uns haben möchte.
Wir sind viel zu krank
so das er uns mögen könnte.
"N. möchtest du ein Stück Kuchen?
Deine Schwester isst doch auch was mit."
Ich gucke beschämt nach unten 
und verfluche ihn dafür. 
Ich stehe von Kaffee und Kuchentisch auf
und verziehe mich in die dritte Etage. 
In das Missbrauchzimmer.
Ich verfluche mich dafür 
doch die Selbstzerstörung lenkt mich dorthin.
Ich schlage dort gegen die Wände
und trete gegen das Sofa. 
Doch ich spüre kein Schmerz. 
Nur der Ekel,
der jedes Körperteil von mir belagert.
  Die Bilder von meinem Kindheitswolf
hängen hier überall rum 
und ich möchte sie auf dem Boden werfen 
und drauf treten. 
Ich will sein Gesicht nie wieder sehen.
Alles in mir fühlt sich an 
als wäre ich tot. 
Hier wurde mir all meine Lebensfreude
und
all mein Gefühl von Lebendigkeit  
genommen.
Ich bin nichts weiter als ein Geist, 
der durch das Leben schwebt. 
Ich bin nie wirlich da.
Nie wirklich hier. 
Die Nacht beende ich mit 
blutigen Armen. 
Nicht mal mehr ein tiefer Schnitt 
schmerzt mehr.
Alles in mir tot. 
Kann ich wieder zum leben erweckt werden?
Ich glaube nicht.
 





 

Atemlos in Panik, vor dem nächsten, neuen Schub, vor den ruhelosen Geistern, die man selber schuf








Ich atme auf,
mein Kindheitswolf kommt wahrscheinlich 
doch nicht zur Weihnachten 
doch 
im gleichen Atemzug 
bemerke ich das,
dass Haus 
meiner Großeltern 
eigentlich schon reicht 
um mich erstarren zu lassen, 
um zu weinen, 
gegen Wände zu schlagen 
und ständig versuchen ein Weg zu finden
zu rauchen 
ohne das die was merken.
Ich kann mich noch daran erinneren,
als wäre es gestern gewesen. 
Jede Feier aufs neue 
fraß ich mich voll, 
zwei Teller in Anwesenheit
von der meiner Familie
und
zig Teller unten in der dritten Etage, 
wo keiner mehr da war, 
der mich davon abhalten konnte.
Ich war allein mit dem Essen
und da passierte nie was gutes.
Ich fraß
meine Gefühle weg.
Vor allem die Angst 
da ich wusste 
was unten in der dritten Etage geschieht, 
wenn die Erwachsene uns nach unten 
zum "spielen"
schickten. 
Ich aß mir eine Schutzschild an.
Ich dachte, 
wenn ich nur viel aß
dann tut das alles nicht weh. 
Dann spüre ich seine ekeligen Taten nicht. 
Wenn ich so viel esse 
bis mein Bauch vor Schmerzen schreit 
dann platze ich vielleicht 
und dann kann mir keiner mehr was tun.
Was für ein kindliches denken. 
Doch woher sollte das früher mit 3 Jahren besser wissen?
 Ich wünschte,
ich wäre früher geplatzt.
Dann wäre ich nicht mehr hier
und all das was mich innerlich zerfleischt
wäre nicht meine Realität geworden.
In den vergangenen Jahren
 habe ich nicht nur  
meine Unschuld verloren
sondern auch mein Stolz,
die Kontrolle über mich selbst,
mein Verstand 
und meine Stärke.
Das Missbrauchhaus
ist nur paar Meter
von meinem Haus
entfernt.
Dort schlummern 
alte Geistern, 
die mich jedes Mal 
mit Erinnerungen 
voll saugen, 
die ich nicht ertrage. 








Drugs kept me from killing myself but also almost killed me







Was soll ich sagen, 
die Sucht begleitet mich ständig. 
Ich trinke 
beim Bewerbungsschreiben, 
beim lernen, 
in der Schule wenn ich das Thema nicht ertragen, 
zuhause in meinem Bett 
und auf dem Weg zu M. 
Ich verstecke mein Glühwein 
im Kaffeebecher, 
damit keiner Verdacht schöpft. 
Ich rauche extra viel das die Mitarbeiterin 
im Laden, 
wo ich Kippen kaufe
meine Fahne nicht riecht.
Die Sucht hat mich fest im Griff
und zieht mich zu Boden.
Das schlimmste ist,
dass ich nicht mehr weiß
was ich ohne sie bin.
In der Sucht ist so viel Scham in Spiel,
dass ich wünschte
nie damit angefangen zu haben.
Doch dafür ist es zu spät
und ich hänge an der Flasche,
wie ein Baby an der Muttermilch.
Die Sucht macht mich labil.
Ich hänge zwischen den Seilen
zwischen leben und tot,
nüchtern und betäubt sein
und
viel zu dünn und für mein Kopf zu dick.
Auf die Frage meiner Therapeutin, 
ob eine Entzugsklinik
für mich
in Frage kommt 
schüttel ich nur den Kopf. 
Wie soll ich das meinen Eltern klar machen, 
dass ihr Kind 
nicht nur an der Sucht der Knochen,
 leidet 
sondern auch noch an der Alkoholsucht?
  Die Essstörung wird "akzeptiert"
und das Selbstverletzten, 
die Beruhigungstabletten 
und der Alkohol 
wird tot geschwiegen. 
Es wird alles unter den Teppich gekehrt. 
Ich bin ein Schandfleck, 
was niemand mit allen Facetten haben will. 
Ein schwarzer Fleck,
in getränkt mit Blut und Alkohol
auf dem weißen Teppisch. 
Wenn es hier nach Tod und Alkohol stinkt, 
bin ich das.








I met a evil when I was only a child








Kein Tag vergeht 
an dem ich nicht an die Missbräuche denken muss.
Sie haben sich in mein Hirn 
und in meine Haut 
gebrannt. 
Laute Versuche sie zusätzlich 
noch mit kochend heißen Wasser
oder
eine Zigaretten
zu verbrühen
oder verbrennen
oder mit einer Klinge
rauszuschneiden
hat
nie
geklappt.
Die Erinnerungen
sind unsterblich
selbst
dann
wenn
ich
versuche
mir
mein eigenen Atem
zu
nehmen.
Zusätzlich hört ein Wolf mir nicht auf
zu schreiben.
Er versucht mich mit solche Sätzen
zu manipulieren
wie
"Auf irgendeine Weise liebe ich dich ja schon"
oder
"Wenn wir es ernsthaft miteinander probieren würden,
würden wir eine Beziehung bestimmt hinkriegen."
Du willst mich damit wieder in deine Wolfhöhle locken,
das kleinste Funken leben aufsaugen,
und meine Haut so lange berühren
bis ich ihn,
ohne mit einer Wimper zu zucken,
anzünden
möchte.
Du könntest mich niemals wahrhaftig lieben,
dafür kenne ich dich viel zu lange und viel zu gut.
Fast verdammte 5 Jahre kenne nun den Kerl,
der mich gewürgt habe 
bis ich dachte, 
jetzt ist es soweit,
der Tod ist nicht mehr weit. 
Du lockst in mir die Hure hervor.
Sie ist in den Momente,
wo du mir so ekelige Sachen schreibst
wie
"Der S. war immer mit dir total gut"
oder
"Darf ich ein Nacktbild von dir?"
anstatt mir
zur Stelle.
Sie lacht.
Ich spalte mich ab
und bin nicht mehr da.
Die Hure dominiert mich.
Ich bin nur ein kleines etwas
was erstarrt und weinen muss,
wenn ich solche Sätze lese.
Die Hure ist stark
oder versuchst zumindest
das zu sein.
Auch wenn ich die Hure verabscheue,
ich wünschte,
ich wäre auch so stark wie sie.
 https://www.youtube.com/watch?v=x0vO2z3eVZU








There's a voice in my head says I'm better off dead








Zwischen etlichen blauen Flecken, 
raue Hände, die sich blau färben, 
Blut, was mein Fußboden färbt, 
frischen Wunden, die nach tot schreien, 
Schulschwänzerei, aus Angst rauszugehen
und aus Scham der Welt meinen Körper zu zeigen,
Liebeshymen von einem Wolf, die mich erstarren lassen
und die ich lieber von M. hören möchte,
Abende mit M. die ich mich aus der Isolation treiben,
ein Beutel voll Gras welches unsere Sinne vernebelt,
Familienfeier die nur ertrage mit vielen unteschiedlichen Pillen
die ich mit Alkohol mische,
Gedanken "was wäre wenn" ich doch ein paar mehr Pillen genommen hätte,
ein Gefühl das ein Anteil in mir sich versucht hat umzubringen
aus Angst den Familienwolf wiederzusehen,
Todeswünsche nachdem die Schlampe die Überhand übernommen hat,
Spiegelbilder, die stetiges Futter für den Selbsthass ist,
Zukunfstangst nachdem ich meine Bewerbungen abgegeben habe,
ein hässlichen verbrannten Bauch, den ich mit jedem Tag neu verbrenne,
ein Körper voller Scham und Ekel, der mich zu Verzweiflung bringt, 
 ein Gefühl von Wärme als mir M in der Öffentlichkeit sehr nah kommt,
gehasste Liebesgefühle die nicht sein dürfen, 
benebelte Momente an dem plötzlich wieder alles hochkommt,
leisen Tränen aus Angst
das du plötzlich merkst das ich nicht mehr bin als ein Fehler,
tobende Stille, die ich versuche mit Bier und Kippen zu stillen, 
Ein Tornado voller Gedanken, die ich nicht händeln kann,
besorgte Blicke von meinen Eltern, 
 zähle ich weiter 
die Tage
bis zu meinem Todestag. 
Eigentlich bin ich schon seit fast 6 Jahren tot. 
Eigentlich,
leider
nur 
eigentlich. 





Ja, dass das weh tun muss, weiß ich. Erzähl' mir nach diesem Jahr nichts von Schmerzen.









Ich sitze mit meiner Klasse
bei einer Frauenberatungsstelle. 
Allein das Thema Missbrauch in Kindesalter
 macht mich unruhig.
Wir machen ein Quiz darüber
und trauigerweise
weiß ich stetig
die richtigen Antworten. 
Ich schaue die ganze Zeit auf die Uhr 
und wünsche mich einfach nur weit weg. 
Ich vermeide Blickkontak mit den Fachkräften.
Ich habe einfach viel zu viel Angst,
dass sie merken könnten 
was mein Körper 
schon 
alles 
miterleben 
musste.
Plötzlich kommen diese Sätze
Wenn Missbrauch in den Familien passiert,
wo zwei Kinder gibt
versucht das missbrauchte Kind 
alles dafür zutun 
das sein Geschwisterkind 
sowas nicht wiederfährt. 
Es versucht alles dafür zutun 
um es zu schützen. 
Lauter Bilder prasseln auf mich ein. 
Nein nein nein nein 
Komm wir gehen in einen anderen Raum 
ohne K.
Wir machen dort was ganz schönes.
Dir wird das bestimmt gefallen.
Nein nein nein nein nein 
Ich spalte mich ab
Ich bin nicht mehr ich. 
Ich bin ein anderer Mensch, 
der nie sowas wiederfahren ist. 
Ich muss jemand anderes sein 
um die restlichen Minuten
ertragen 
zu 
können.
N. gibt es nicht mehr. 
Eine andere Persönlichkeit 
drängt sich in den Vordergrund. 
Niemand scheint zu merken, 
dass N. nicht mehr dort ist.
Ein Glück.
Endlich ist diese Stunde vorbei.
Wir gehen durch die Stadt
und dort sehe ich eine Bäckerei, 
die Glühwein verkaufen. 
Ich gehe dorthin 
und kaufe mit meiner Klassenkameradin 
mir dort einen. 
Das warme alkoholische Getränk 
wärmt 
mein 
von Wolfen zerfleischtes Herz.
Ich merke wie langsam alles weit weg rückt.
Alkoholisiert und betäubt 
sitze 
ich 
später 
in 
der Klasse. 
Sowas erbärmliches 
aber 
ich 
ertrage
diese Gefühle
und die Bilder
 nicht
die mir die Flashbacks 
an den Kopf werfen.
Ich brauche Alkohol
um all das
händeln
zu können.
Ich ertrage nichts mehr.
Zuhause vergrabe ich mich in meinen Bett. 
Ich will rein gar nichts mehr. 
Mein missbrauchter Körper 
ist 
viel
zu viel
für mich. 
Ich verachte ihn, 
ich verachte mich. 
Meine Gedanken sollen aufhören zu denken.
Ich will meine denken stoppen.
Ich will diese schreiende Gedanken 
im Keim ersticken.
Ich will mich selbst ersticken. 
Es ist so schrecklich, 
ich habe den Glauben verloren,
dass ich jemals 
mit diesen
  splitterfasernackten Erinnerungen
 abschließen kann. 
Mit jedem kleinen Satz 
kommt 
der alte Dreck 
wieder hoch.
Meine älteste Narbe
spuckt
stetig
Blut.
Bald leide ich wohl an den
blutverlust.
Ich habe das Gefühl, 
dass es mein ganzes Leben 
bestimmen wird. 
Ich war stumm, klein und naiv
und das 
bricht mir jetzt das Genick. 

Frag mich bitte nicht wie es weitergeht







Ein paar Tage sind vergangen 
doch ich kann 
deine Worte einfach nicht vergessen. 
Egal wie viel 
ich trinke, 
blut vergieße, 
ich gegen die Wand schlage
und Nikotin und Gras 
sich in meine Lunge 
sammel,
nichts lässt mich deine Worte vergessen.
Die Wände rücken näher
und
 gleichzeitig auch deine Worte.
Solche Worte von dir hätte nie erwartet.
Es sind fast die gleiche Worte
die ein Wolf von früher 
hinter den Rücken 
über mich erzählt hat.
Ich habe vollkommen mein Verstand verloren.
Wie schnell kann nur 
aus Liebe 
Hass 
werden?
Du solltest es besser wissen. 
Ich weiß,
ich bin kein unbeschriebenes Blatt 
was erdrückende 
und 
spltterfasernackte Nähe 
angeht. 
Ich weiß, 
dass mein Körper 
in Dreck 
und 
in Scham 
getränkt
ist.
Aber mich so hin zu stellen, 
als würde ich voller Lust
von Betten zu Betten springen?
Als würdest du mich gar nicht kennen.
Als hättest du nie die Angst
in meinen Augen 
 gesehen, 
wenn ich von solchen erdrückenden Momente 
gesprochen habe.
Als würdest du denken, 
dass ich alles vorgespielt habe,
wenn ich mit zitternder Stimme 
und voller Panik 
wegen 
den Flashbacks 
geweint habe. 
Als würdest du denken, 
ich wäre eine wandelne Lüge.
Es tut so weh, 
dass dieses Bild von dir 
jetzt mit solchen Worten
beschmutzt wurde.
Du bist mir verdammt wichtig,
aber diesen Schmerz 
halte 
ich 
schon lange 
nicht mehr 
aus. 






I am terrified by this dark thing that sleeps in me









Ich habe dich jetzt tagelang nicht gesehen 
und seitdem geht es mir tag für tag schlechter. 
Ich bin gefangen in meiner eigenen Horrorshow. 
Alles um mich ist so dunkel, 
dass ich nicht mehr weiß 
was mir all das noch bringen soll.
Ich habe das Bedürfniss mir jeden Tag ins Haut zu schneiden,
so tief
bis mir nicht mal mehr das Krankenhaus helfen kann. 
Der Blick in den Spiegel ist ein Albtraum.
Schon wieder habe ich das Gefühl 
jeden Tag 
mindestens 2 Kilo zuzunehmen 
auch wenn ich weiß, 
dass es aufgrund meines wenigen Essens unmöglich ist.
Der Alkohol lässt mein Gesicht aufgeschwollen wirken.
Ich möchte es zerreissen, 
all das Fett 
verbrennen 
und mich gleich mit.
Allein bei dem Gedanken 
morgen 
wieder 
aufstehen 
zu müssen
möchte ich weinen,
 mich in meinem Zimmer verstecken 
und so viel Alkohol trinken 
bis 
all das schreien 
in mir aufhört.
Das kleine etwas in mir schreit immer zu 
bei dem Gedanken, 
dass Weihnachten vor der Tür steht. 
All diese Feste sind mit so vielen Missbräuchen verknüpft. 
Ich kann nicht atmen bei diesem Gedanken,
dass mein Kindheitswolf vor mir steht, 
mir die Hand gibt 
und so tut als wäre alles gut. 
Als hätte er mich kleines rundes etwas
 nie ausgezogen 
und Sachen gemacht,
 die ich mich nicht zu aussprechen wage. 
Ich träume davon ihn wiederzusehen 
und ich wache panisch auf. 
Ich kann diese Scham auf meinem Körper 
kaum ertragen. 
Ich überlege stundenlang mir endlich wieder was zum rauchen 
zu holen,
was mir schon früh morgens 
die taube Stille 
schenken 
könnte.
Ein Wort zu dir
 und ich habe das Zeug. 
Ich brauche diese taube und stumpfe Stille
sonst 
wird 
es 
wohl
oder 
übel 
darauf hinaus laufen 
in die Wolfhöhle 
zu schleichen 
um mein Körper 
an die Selbstzerstörung 
zu verkaufen
oder 
wieder anfange mein essverhalten 
 zu reduzieren, 
so lang 
bis meine Knochen 
nach den Tod schreien.
Ich überlege stundenlang
 und starre an die Wände.
Du bist nicht hier 
und 
ersticke 
an mir 
selber.
Der Tod rückt mir viel zu nah
dabei 
bist 
du 
der einzige 
im Moment 
von dem ich diese erdrückene Nähe ertrage. 






 

I told you I was trouble. You know that I'm no good.







Was kann ich dir schon bieten 
außer 
ein totgeprügeltes Herz,
welches sich seine Wunden
mit Alkohol 
versucht 
zu reinigen? 
Außer ein Körper 
der in 
 Scham,
Traurigkeit
und
Selbsthass
getränkt ist? 
Ich bin ein viel zu trauriger Mensch, 
mit lauter Narben und Wunden, 
die zeigen 
wie knapp 
ich 
davor 
war 
in 
den Tod 
zu fallen. 
Ich schlucke Pillen 
wie Bonbons 
und 
trinke Alkohol 
wie Wasser.
Rauche viel zu viel
und drücke die Kippen
auf meinen Körper aus,
wenn in mir drin ein Gewitter herrscht.
Wie kann ich dir nur gerecht werden? 
Mein Verhalten 
ist 
so berechnend, 
sprunghaft 
und so impulsiv 
das 
mich 
kaum 
ein Mensch 
 halten kann.
Ich werfe mich selbst in die Wolfhöhle,
wenn in mir nichts mehr herrscht
außer Selbstzerstörung
und den schreienden Tod.
Ich bin viel zu tot,
gefühlskalt
und gleichzeitig
voller Emotionen.
Ich hause viel zu oft in der Isolation,
lasse keinen an mich ran
und verstecke
mich
hinter meiner Mauer,
wo kein Laut mich erreicht.
Jeder Mensch, 
der mir viel bedeutet 
stoße 
ich 
weg
aus Angst. 
Aus Angst 
das 
ich 
irgendwann 
viel zu viel 
für ihn empfinde
und 
ich 
merke 
das ich kaputt gehen 
würde
wenn der Mensch 
mich verlässt.
Also gehe lieber frühzeitig
und lasse 
mich lieber von meinen Schuldgefühle
zerreissen 
als 
von Gefühlen der Abhängigkeit.
All die Gefühle 
die in mir toben
sind wie ein Wirbelsturm. 
Sie lassen kaum was von mir übrig
außer 
ein 
verwirrter Kopf, 
der einfach nicht für ein Moment 
still 
sein kann. 
Alles was ich dir bieten kann 
ist 
ein kaputter Kopf 
mit toten und blutgetränkten Gedanken, 
eine Tasche voller Klingen,
Erinnerungen die mich splitterfasernackt machen,
ein Elefanten Körper der viel zu oft entblößt wurde, 
eine viel zu große Angst vor Nähe,
Venen voller Alkohol
und ein viel zu gestörtes Essenverhalten.
Ich bin kein Mädchen deiner Träume 
dafür 
habe 
ich 
viel 
zu 
kleine Titten,
trage viel zu viel weite Oberteile 
und 
lache an den falschen Stellen 
viel zu komisch
und
 laut. 
Ich bekomme stetig Flashbacks
und habe viel zu oft das Gefühl 
um mich schlagen zu müssen, 
wenn jemand mich berührt.
Du kannst mich nicht mehr retten, 
denn ich bin schon viel lange an dem toten Ort,
der sich Abgrund nennt.
Ich bin nicht gut genug für dich, 
für niemanden bin oder war ich das je.
Ich bin nur ein Objekt,
ein Spielzeug
für die Menschen.
Man kann mich
 nehmen oder gar entführen,
mir all meine Knochen brechen,
mich so lange anschreien bis alles in mir taub ist,
Klamotten vom Leib reißen,
und benutzen
aber mehr nicht.
Mit mir eine Beziehung führen
ist nervend aufreibend
und wohl nicht zu händeln.
Ich kann dir nichts bieten
und 
diese Erkenntnis
setzt
mein Herz 
in Flammen,
da auch wenn sich alles in mir sträubt
ich 
dich 
wohl 
verdammt nochmal
brauche.







Ich versuche ja, keine Angst zu haben, verstehst du. Aber ich mache trotzdem alles kaputt. Ich baue trotzdem immer scheiße.








Es ist 2 Uhr morgens. 
Ich bin auf dem nachhause Weg
und
 steh unter Spannung. 
Ich weiß nicht wohin 
mit 
meinen ganzen Gefühlen. 
Wenn mir nicht von einem Wolf
 vor Jahren
meine Stimme 
genommen 
 hätte
würde 
ich 
schreien.
So laut 
sodass
mein Herz 
vor Schreck 
zerspringt
und meine Gefühle
tot in der Ecke liegen.
Von Sekunde zu Sekunde
wird 
alles 
schlimmer. 
Ich trete gegen alles 
was mir in den Weg 
kommt. 
Eine Laterne,
eine Ampel,
Müllsacke 
ganz egal. 
Es ist viel zu viel passiert
in den Abendstunden. 
Diese verganenen Stunden
bringen
mich
um
den Verstand.
 Was habe ich nur wieder angerichtet?
Plötzlich 
fange 
ich 
an 
zu 
weinen.
Wie soll es nur weitergehen?
Ich hader mit mir selbst. 
Die Gefühle haben die Überhand 
übernommen.
Ich lasse mich von ihnen leiten 
und das 
kann ich 
nicht ertragen.
Ich sehe immer noch dein Gesicht vor mir. 
Ich kriege zu viel.
Ich trete gegen irgendwas ein. 
Was genau das war 
nehme 
ich 
gar 
nicht
mehr wahr. 
Mir stockt der Atem.
Es fühlt sich so an 
als 
würde
ich 
vor 
lauter Gefühlen
ersticken.
Der Alkohol in meinem Blut 
hilft
mir 
nicht,
deine braungrünen Augen
sehe
ich
immer noch
mich liebevoll anschauen.
Ich versuche 
ein 
und
aus
zu atmen
aber egal
was ich mache
ich spüre deine Anwesenheit  
neben mir
obwohl 
du schon längst 
in deinem Bett liegst 
und schläfst.
Ich bin verwirrter denn je.
Ich habe solche Angst.
Ich möchte nichts falsch machen
aber egal
welchen Weg
ich
gehe,
ich
zersprenge 
alles
mit meinem Verhalten.
Ich komme zuhause an 
und nehme 
eine kleine Überdosis. 
Ich will endlich nichts mehr spüren.







Sadness is leaking out of my skin and it’s drowning all the people around me. Stay away from me, please. I’m dangerous.








Nun ist das Praktikum vorbei. 
Ich vermisse die kleinen dort jetzt schon. 
Noch nie habe ich mich bei einer Arbeit 
so angenommen gefühlt. 
Wie soll ich jetzt meine Tage gestalten?
Ich habe viel zu viel Zeit. 
Viel zu viel Zeit 
um mich 
immer weiter zu zerstören.
Wie soll ich tag aus tag ein 
mit diesem Elefanten Körper 
zurecht kommen 
ohne 
mich 
jeden Tag 
selbstzuverletzen? 
Ich vermisse jetzt schon 
die Einrichtung. 
Die gemütlichen Stunden, 
wenn A. mich in den Arm nimmt, 
den Kopf auf meine Schulter legt 
und sich komische Videos anschaut 
oder Kinderspiele im Internet spielt. 
Und die gemeinsame Zeit mit K.
K. ist so verletzlich 
und stark 
zugleich. 
Eine Kämpferin 
mit weinenden Herzen, 
was anfängt zu schreien 
wenn sie sich angegriffen fühlt.
Obwohl sie mich ständig versucht hat zu ärgern
habe 
ich 
ihre weiche Seite 
kennenlernen dürfen. 
Sie hat mich gleich in ihr Herz 
aufgenommen, 
was bei ihr nicht 
selbstverständlich 
ist. 
Ich vermisse jetzt schon 
die Momente, 
wenn ich gerade Feierabend gehabt habe 
aber
sie mich nicht gehen lassen wollte.
Wo sie sich an mich klammert 
und mir die Tür versperrt
sodass ich nicht raus kann. 
Selbst die Momente, 
wenn die Kids durchdrehen,
anfangen zu schreien, 
um sich schlagen, 
Erzieher schlagen, 
sich selber schlagen
möchte 
ich 
nicht 
 missen.
 Auch wenn ich es nie für möglich gehalten hätte,
ich habe mich an diese Aggressionen gewöhnt. 
Ich habe gelernt damit umzugehen, 
zumindest auf der Arbeit. 
Doch wenn es um mich geht 
kriege 
ich 
immer 
noch 
wackelige Knie, 
fange an zu weinen, 
wenn einer mich anschreit
oder schlägt. 
Ich habe noch einen weiten Weg vor mir
und ich weiß nicht 
wie ich den jemals 
meistern soll. 
Wann fangen bloß die guten Zeiten an? 
Manchmal konnte ich sie erahnen, 
erhaschen 
wie 
ein 
Luftzug 
der durch mein kaltes Zimmer 
weht. 
Doch nun sind sie eingefroren, 
sowie 
mein Herz. 
 Ich erfriere an meiner eigenen Kälte. 
Na bist du doch wie dein Vater? 
Die warmen Zeiten sind nun vorbei 
und mit jeden weiteren Tag
werde 
ich 
kälter. 
Du bist meine Heizung, 
aber
leider 
bist 
du 
nicht 
hier
und 
ich starre 
Löcher 
in meine Wände. 
Sehnsucht schlägt mir 
mein Herz 
wund. 
Es ist kaum 
auszuhalten.
Ich bin stumm. 
Sowie so oft.
Ungesagte Worte
sind 
wohl
voll
mein Ding.









Du denkst, ich habe das alles vergessen was du mir angetan hast doch ich sehe dein Gesicht jedes mal wenn ich einschlaf







Es wird dunkel um mich herum.
Dein Gesicht taucht auf.
Du bist über meine hohe Mauer gesprungen, 
wie auch immer du das geschaffst hast. 
Ich hänge in einer Zeitschleife fest, 
wo du mich immer wieder anfasst. 
Immer und immer wieder. 
Lauter Emotionen 
sammeln 
sich 
in meiner Brust.
Ich fange an zu weinen. 
Ich ertrinke 
in den Tränen,
in den Erinnerungen 
und im Alkohol 
um das in mir
zu betäuben.
Du bist hartnäckig.
Ziehst immer wieder meine Hose runter, 
wenn ich versuche 
sie hoch zu ziehen. 
Verdammt 
die Tränen hören 
einfach nicht auf 
meine Wange
herunter zu laufen.
Die Kippe berührt meine Haut. 
Der Schmerz tötet nicht deine Anwesenheit 
in meinen innern. 
Was hast du nur mit mir gemacht? 
Ich kann mich nicht mehr berühren. 
Alles 
wirklich 
alles 
hast 
du 
angefasst. 
Ich komm nicht von diesen Erinnerungen los. 
Du hast mich kaputt gemacht. 
Der Abgrund lächelt mir verführerisch zu. 
Ich überlege nicht lange, 
ich springe dort hinein 
und lass mir lieber von den Tod 
alle Sinne 
nehmen 
als dich 
neben mir zu spüren
obwohl 
du
gar 
nicht 
da
 bist. 



 

Ich wär so gern dein Superheld







Die Blätter verfärben sich 
in den 
wunderschönsten Farben. 
Um mir herum stürmt ein Wirbelsturm. 
In einem Moment 
ist 
alles 
ruhig.
Ich spiele mit den Kindern, 
lache mit ihnen
und plötzlich
ist ein kleines Wort 
zu viel 
und 
der Sturm 
stürmt 
durch 
das ganze Haus.
Türen knallen, 
sie fangen an zu schreien, 
Tränen fließen auf den Boden, 
werfen mit Gegenständen 
und laufen weg. 
Ich stehe kurz neben mir. 
Versuche ruhig zu atmen 
und sammle mich. 
Ich gebe ihnen Zeit 
um 
ein wenig 
runterzukommen, 
mach mir ein Tee 
und lauter Gedanken, 
die nicht aufhören wollen 
mich als Auslöser dieser verzwickten Situation
zu sehen. 
Es gibt hier lauter Momente, 
wo mir kurz den Atem fehlen. 
Das einzige Mädchen in dieser Wohngruppe, 
wo ich arbeite 
liegt weinend in meinen Atmen 
und stammelt 
Worte, 
die ich nicht verstehen kann. 
Sie ist lauter Angst. 
Ich warte vor der Badezimmertür,
damit sie weiß 
das keiner ihr was 
antun kann, 
wenn sie am duschen ist.  
Wir hören zusammen Musik, 
sie zeigt mir ihren besten Moves 
und ich tanze bekloppt daneben 
damit 
ich 
sie 
endlich
wieder 
lächeln 
seh. 
Ich habe Feierabend. 
Sie schaut traurig. 
Ich vergewisser ihr das ich am Montag wiederkomme,
nehme sie in den Arm 
und 
schließe ihre Zimmertür.
Ich verlasse das Haus
aber 
die Momente 
hören nicht auf 
sich in meine Gedanken 
zu mischen. 
Aber all das ist mir wert. 
Diese Arbeit ist goldwert. 
In keinen anderen Bereich möchte ich später arbeiten.
Da bin ich mir sicher.




And now I just sit in silence. Sometimes quiet is violent








Dieser Satz
hallt 
nach.
Mein Herz setzt aus
und 
ich 
merke 
das 
ich 
anfange zu zittern. 
Ihr geht nach unten 
und ich versinke im Bett. 
Flashbacks zertrümmern mein Hirn 
bis alles verschwimmt. 
Ich fange an bitterlich zu weinen. 
Ich bin nicht mehr hier.
Ich bin nicht mehr 21 Jahre alt . 
Ich bin bei ihm im Zimmer
und ein kleines Kind. 
Du ziehst deine
 und meine Hose aus. 
Was ist hier los?
Von weit entfernt 
höre 
ich 
eine Stimme. 
Sie schreit immer wieder 
Nein nein nein nein nein nein nein 
hör auf 
bitte
bitte 
hör auf
Ich will das nicht. 
Viel zu spät merke ich, 
dass ich wohl die Person bin, 
die schreit. 
Er hört nicht auf.
Er wird immer brutaler 
und  
ich bekomme keine Luft mehr. 
Du hälst deine Hand auf meinem Mund. 
Ich will das nicht
ich will das nicht
ich will das nicht.
Ich ersticke an den Bilder.
Zeit ist nicht mehr vorhanden. 
Die Minuten verstreichen 
und ich weiß nicht mehr 
wie lang 
dieses schreien,
dieses weinen, 
diese Panikattake, 
diese Bilder 
 mich 
schon
gefangen 
halten.
Ich schlage um mich
immer
und 
immer 
wieder. 
Alles schmerzt. 
Noch immer
 bekomme ich keine Luft. 
Ich versuche von ihm zu weichen
doch ich kann mich nicht bewegen
als hätte er mich gefesselt
sodass ich keine Chance habe 
vor ihm 
zu fliehen.
Ich spüre plötzlich etwas hartes. 
Ich kleines Mädchen 
blute 
untenrum. 
Es tut so weh 
hör doch bitte auf.
Nach gefühlten Stunden
ist 
er 
fertig
und 
ich 
am Ende. 
Ich spüre sein Schweiß 
auf 
meinem Körper. 
Alles ist so ekelig
vor allem ich selbst. 
Ich zittere
und
lache
wenn meine Eltern
kurz reinkommen
um nach den rechten zu sehen.
Danach
spielen wir
wieder Playstation
 als
wäre
nichts
passiert.
 Alles verschwimmt wieder.
Ich bin wieder 21 
und in ihren Bett. 
Noch nie waren die Flashbacks 
so stark 
so real 
so bedrückend.
Nun weiß ich, 
dass ich mir 
das alles nicht nur 
ausgedacht habe. 
Jetzt habe ich es schwarz auf weiß. 
Ich wünschte ich wäre tot.
Ich schaue zitternd auf die Uhr
5 Uhr morgens.
Noch immer bin ich alleine. 
Wo bleiben die nur?
Schlucke meine Pillen 
und versinke wieder 
in den viel zu großen Bett. 
Ich schäme mich zu Tode. 
Kann man von zu viel Scham sterben? 
Ich atme aus.
Ich hoffe es doch.

 

Controll is an illusion






Irgendwas läuft 
gewaltig schief.
Ich laufe 
in Richtung 
Dunkelheit,
wo das Ende 
vorbestimmt ist. 
Meine Gedanken 
drehen sich die ganze Zeit
im Kreis. 
Warum. Warum verdammte scheiße hast du das zugelassen, 
dass dein Körper so aussieht als wäre er ein Elefant?
Ich hasse diese Gedanken. 
Sie machen mich verrückt
bis ich an nichts mehr anderes denken kann 
als 
an tagelanges hungern.  
Warum kann ich nicht aufhören 
mich im Kreis zu drehen? 
Warum nehme immer zu, wieder ab, wieder zu, wieder ab 
bis alles zum tode gestimmt ist 
und 
ich 
merke 
wie 
mein Körper
schon 
mit 
dem Leben 
abgeschlossen 
hat?
Ich brauche endlich Kontrolle 
in dieser Sache. 
Ich möchte mich nicht mehr von der Essstörung 
kontrollieren 
lassen
doch ich merke 
tag täglich
wie sie mir 
die Luft
zum atmen 
nimmt 
und ich mich 
ganz klein machen will,
 Meere weinen möchte
und eine Flasche Schnaps 
in meine verkorkste Leber 
schütten 
möchte.
Nur das trinken lässt mich wieder atmen, 
wenn die Essstörung 
mir 
jeglichen Raum 
zum atmen 
nimmt.
Von eine Sucht 
in die andere Sucht. 
Ich leide unter jeglichen Kontrollverlust. 
 
 

Hungerfahrt statt Studienfahrt








Trauige Zeiten
trauiges ich. 
Die ständigen Fragen 
"Warum isst du nichts"
und meine ständige Antworten
"Ich habe kein Hunger"
lassen mich müde stimmen. 
Ständige Sätze 
wie 
"Unter Stress habe nie Appetit"
hängen mir zum Halse raus.
Sätze wie 
"Kein Wunder das du so dünn bist, 
wenn du so gut wie nichts isst"
kann ich einfach kein Glauben schenken, 
wenn ich an mir runtergucken 
und alle Fehler von mir aufleuchten.
  Ich fühle mich so außen vor, 
wenn Menschen darüber reden, 
was sie gerne essen. 
Ich bin ein Alien
unter den Menschen,
die am Mittagstisch sitzen 
und essen können 
ohne darüber nachzudenken 
was die Nahrung 
mit ihren Körper macht. 
Nüchtern neben meine Klassenkameraden 
zu sitzen 
und zu essen 
macht mir so Angst.
Wenn es um Nahrung geht
verhalte ich mich zwanghaft.
Ich esse jeden Tag das gleiche
und um die genau die gleiche Uhrzeit
und jetzt muss ich mich neu sortieren
und das macht mich wahnsinnig
und verdammt unsicher.
Die Angst steigt
bis ich
nichts anderes spüre
außer dieses Gefühl.
Ich fange an zu zittern 
und meine Kopfschmerzen 
hören einfach nicht 
mein Hirn zu belagern.
Ein Mädchen schaut mich immer wieder an. 
Ich hab angst das ich aufgeflogen bin. 
Das doch Essstörung auf meiner Stirn steht. 
Ich beeile mich so schnell wie es nur geht. 
Ich verlasse den Esstisch 
und rauche zwei Kippen nacheinander. 
Ich kann das einfach nicht. 
Ich kann nicht meine Essstörung loslassen.
Ich kann einfach nicht so tun 
als wäre alles okay 
und mehrere Mahlzeiten 
am Tag
essen.
Ich kann das nicht.
Ich kann das alles nicht mehr. 
Ich will weg
nur weg
Am liebsten ganz weit weg von meinen Gedanken 
und meinen Körper.
Ich will ihn einfach nicht mehr haben. 




Teach your fucking sons that women don’t owe them a fucking thing





Mein Dorf 
ist geplagt 
von Sexbessene Monster, 
die mit Mädchen spielen, 
als wären sie purer Dreck. 
Mit mir wurde so oft gespielt, 
da kann ich ja nichts anderes sein 
als eine dreckige Hure.
Ekelige Nachrichten 
von einem Kerl
zu kriegen, 
die ich nicht mal kenne
bringen mich aus dem Konzept. 
"Willst du mir einen blasen?"
Mir wird sofort schlecht.
Das ist das letzte 
was ich auf dieser Welt will.
Was gibt ihm das recht
mir sowas zu schreiben?
Etwa nur weil ich zwei Bilder
von ihm geliket habe
oder weil nunmal eine Frau bin
und es ja
 "selbstverständlich"
ist
sofort  
mit den x-beliebigen Kerl  
 ins Bett
zu springen
nur weil er darauf lust hat?
Warum wird viel zu oft
eine Frau
nur auf ihren Körper
reduziert? 
Ich habe das Gefühl 
auf mir hängt ein Fluch, 
dass 
alle Sexbessene Monster, 
all die Wöfe 
zu mir führt 
als hätte ich 
in meinem Leben 
nicht oft genug 
Schwänze
gesehen 
Als hätte ich nicht oft genug 
den Tod gespürt, 
wenn ein Wolf 
mir viel nah kommt.
Ich ziehe an meiner Kippe
und wünsche mir sehnlichst 
weit weg
von diesem Dorf zu sein.