I am so sick of being sick of who I am




"Hungern kann wie eine Droge sein.",
das kommt mir in den Sinn als ich im Auto sitze. Mir kommen die komischsten Gedanken wenn mein Bauch nach Nahrung schreit. Ich rauche kippe für kippe und wünsche mich ganz weit weg. Wohin? Ach was weiß ich schon. Das leere gefühl in meinem Herzen macht mich verrückt. Mir fehlt so viel. Mir fehlt meine Spagetti mit Tomatensoße auch wenn das dumm klingt. Mir fehlt alles so sehr das ich schreien könnte. Ich bin so weit entfernt davon stabil zu sein. Ich hab meine missbrauchten Pfunde runtergehungert und trotzdem haben sich Wölfe an meinen Körper vergriffen. Mein Körper ist nun am verhungern und meine Seele schon längst tot am Waldesrand. Ich wanke zwischen den Leben und den Tod. Alle Seiten zerren an mir. Ich bin so müde geworden in diesen Todesjahren. Ich möchte einfach nur jahrelang schlafen und aufwachen in einem Leben voller Blumen und warme Milch mit Honig. Die Essstörung lässt mich nicht los. Sie saugt mich auf und ich wundere mich mit jeden weiteren jahr wie ich es geschafft habe zu überleben. Dieses Todesleben ist wie ein Kampf der nie aufhört. 



Kommentare:

  1. Du, Hungern kann nicht nur wie eine Droge sein, es ist eine Droge. "Hungers High", der Körper schüttelt Adrenalin aus, wenn wir hungrig sind (früher nützlich, weil wir ja dann jagen mussten). Das eigentlich unangenehme Hunger Gefühl lange genug als Positives umgepolt findet dann diese Verknüpfung statt: Der Körper meldet Hunger und im Gehirn wird Adrenalin ausgeschüttet, das Belohnungssystem angeregt (weil wir lange genug Hunger mit positiven Gedanken verknüpft haben). Genau das funktioniert bei allen Essstörungen, nur dass manchmal Essen, manchmal nicht Essen die Droge ist.

    Das Doofe: Ist man drogenabhängig, muss man sich komplett davon fernhalten, clean bleiben, nie wieder in die Regionen gehen, wo es Drogen gibt, sein Leben ändern.
    So einfach ist das beim Essen nicht. Es ist ein bisschen so, als müsste sich ein Heroinsüchtiger Heroin geben, aber immer nur ein bisschen einmal die Woche.
    Schwierig, wirklich schwierig.

    Man kann aber auch wieder zurückpolen. Wir sind so lernbereit, liebe N. Wir sind so wandelbare Wesen, wir Menschen. Wenn du wirklich willst, kannst du das, was du jahrelang gelernt hast, wieder zurück lernen. Und eines Tages dann Spaghetti mit Tomatensoße.
    Cuidate. <3

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  2. Das mit dem Hunger High hat Butterfly ja schon wunderbar erklärt, deshalb erspar ich mir das.
    Ich wünsche dir so sehr, dass die Leere in deinem Herzen mit schönen und warmen Dingen und Gefühlen gefüllt wird, du hast es so verdient glücklich zu sein.
    Egal wie sehr wir unsere Körper verändern, innen drin bleibt doch alles gleich, deshalb bringt alles Hungern dieser Welt nichts gegen die Leere und Schmerzen, die in uns sind.
    Vielleicht essen wir irgendwann zusammen Spaghetti mit Tomatensoße, schauen danach einen Film und vor dem Schlafen trinken wir eine heiße Milch mit Honig.
    Ja, diese Vorstellung klingt bestimmt ganz weit weg und unmöglich, aber alles ist möglich, zusammen kann man stark sein und viele Menschen schaffen es, wir können das auch.

    <3

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