Wie dick die Wände werden, wenn alte Fotos wieder bunt und vor dir lebendig werden








die wände kommen näher
der schmerz überfällt mich von hinten 
und mein herz rastet aus. 
tränen sammeln sich 
in meinem augen 
und ich schlage mir 
immer wieder 
gegen den kopf. 
bloß nicht weinen 
hör auf
für jämmerlichkeit 
ist keine zeit 
das alles soll aufhören 
das ekelhafte bild 
eines gedachten guten bekannten 
bringt mich 
schon wieder 
zum fallen. 
übelkeit steigt mir 
in den rachen 
ich muss raus 
atmen 
atmen 
die nachtluft 
erscheint so ruhig 
als wäre die welt 
niemals laut und grässlich.
der himmel ist so klar 
es leuchtet ein paar sterne 
und mein herz beruhigt sich
bei jedem neuen zug 
meiner zigaretten. 
egal wie viel ich auch trinke, 
egal wie sehr ich mich betäube
und versuche 
diesen ganzen schmutz 
und ekel 
zu verdrängen, 
die erinnerungen holen mich 
immer wieder aufs neue ein 
und zeigen mir 
wie schutzlos 
gefangen 
ich in meinem eigenen kopf
doch bin. 
es hört nie auf
die dämonen 
tanzen in meinem kopf
täglich umher 
es wird nie aufhören 
und genau das ist es 
was mich immer wieder 
in die tiefe reißt. 
mein Leben ist geplagt 
mit schmutzigen Erinnerungen, 
jämmerlichen weinen, 
stetigen hungern, 
brüllenden selbstverletzen 
stumpfsinnigen betäuben 
wütenden gefühlen 
schmerzvollen flashbacks
und zitternden panikattaken. 
wie komm ich jemals dort 
wieder heraus?








Kommentare:

  1. Hallo N.

    Ich weiß nicht, ob das der richtige Einstieg ist, aber ich habe dich gefunden, nachdem ich den kompletten Blog "boys can be too skinny too" durchlaß.
    Dein Post erinnert mich sehr an meine eigenen Nächte und (immer öfter) auch Tage.
    Ich wünsche dir die Kraft, die du brauchst, um dein tägliches Leben meistern zu können.
    Vielleicht klingt das naiv von mir, aber trotzdem hoffe ich, dass du wieder mehr Freude in dein Leben lassen kannst.
    Alles Gute,
    Lovely

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    1. Liebe N.,

      ich freue mich, dass ich dir mit meinen Worten helfen konnte!
      Natürlich habe ich nichts dagegen, wenn du meinem Blog folgst. Ich freue mich über jeden Follower und jedes Kommentar, also brauchst du dir auch in dieser Hinsicht keine Sorgen zu machen. Ich kommentiere selbst sehr gerne.
      Worte sind nur Worte. Aber Worte sind manchmal meine stärkste Hilfe.
      Meine Schlafmittel helfen mir schon, durch die Nacht zu kommen. Aber das Gefühl, dass mein Körper eine Last ist, die ich nicht loswerde, bleibt.
      Dankeschön. Ja, vielleicht sollte ich mich wirklich mehr freuen, denn bisher hat niemand daran geglaubt, dass ich die Schule schaffe.
      Ich wünsche dir ruhigere Nächte und schöne Träume. Schöne Träume sind wichtig, weil sie durch den Alltag helfen.
      Alles Liebe,
      Lovely

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