manche wollen für immer bleiben, andere wollen für immer fliehen







ich habe nicht geschrien 
mich nicht gewehrt 
der ort war nicht mit liebe gefüllt 
er war getränkt 
in hass und selbstzerstörung. 
die schuld ganz allein trage ich 
ich habe es so gewollt 
er zwar noch mehr 
und ich aus falschen gründen 
doch ich habe nichts  
gegen 
sein verhalten getan.
ich hure. 
nun trage ich meine konsequenzen 
mit den ich leben muss. 
ich kann die konsequenzen 
nicht mit einer pille 
 von mir fort schieben. 
die konsequenzen 
sind damit 
nicht fort, 
sie schlummern immer noch in mir,
nein sie schreien in mir 
ich bin verdammt noch mal selbst schuld. 
als ich die pille geschluckt habe 
schien die sonne.
ich habe sie so sehr dafür gehasst. 
ich hab sie gehasst 
das sie an diesen todestag schien. 
ich wollte sie genauso töten 
wie das etwas in mir.
ich hab versucht die konsequenzen 
tot zu trinken 
weg zu weinen
weg zu rauchen
weg zu schweigen 
weg zu schneiden
und schluss endlich 
habe ich versucht 
davor wegzulaufen.
nur doof 
das die socken an meinen füßen 
den asphalt nicht standhalten konnten 
und ich zusammen brach,
mein schluchzen immer lauter wurde. 
mörderin mörderin mörderin
schrien meine stimmen so laut.
ich kann ihnen nicht entfliehen 
mein jämmerliches verhalten 
widert mich an 
ich will alles in mir aufschneiden 
und in meinem blut ertrinken
obwohl ich kein blut oder wasser brauch 
um innerlich zu ertrinken. 
ich ertrinke 
in meiner scham. 
mein meer ist getränkt 
mit blut und tot 
und tauch tiefer darin ein.
ich will das sich meine lungen sich mit wasser füllen 
ich will mein ende so sehr 
eine mörderin 








Kommentare:

  1. Es ist nicht deine Schuld, nur weil du nichts getan hast. Man kann nicht immer etwas tun. Das geht einfach nicht.
    Und deshalb bist auch du nicht die Mörderin, sondern er ist der Mörder, denn er hat dich dazu gezwungen, die Pille schlucken zu müssen.

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  2. eine Floskel, die leerer gar nicht geht: Ich wünschte, ich könnte Dir helfen.
    Nur, dass ich es mir wirklich wünsche; nur, es bringt Dir leider nichts. Mir fallen keine passenden Worte ein. Keine wohlproportionierten Sätze oder berührenden Gedichts-Versuche. Alles, was ich Dir hiermit anbiete ist ein Ohr, das Dir zuhört, wenn Du es möchtest.

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  3. Nicht du bist Schuld, meine Liebste, auch wenn es für dich so scheint. Niemand hat es verdient für Entscheidungen, die er einst traf auf dem Weg zum Licht, so bestraft zu werden. Ich kann verstehen, wie du dich fühlst. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut.
    Sich nicht zu wehren, macht dich nicht zu einer Täterin. Sich selbst zu töten macht dich nicht zu einer Mörderin, sondern nur zu einem tieftraurigen und verzweifelten Wesen, dass nach einem Ausweg sucht.
    Vielleicht hilft dir das nicht, aber ich kann dir einmal was aus meinem Leben erzählen.
    Ich weiß nicht, wie lange das schon her ist, aber ich konnte damals nicht verstehen, wie jemand den Tod als einzigen Ausweg siehst. Ich wusste nicht, wie man sich selbst verletzen könnte. Ich habe einst geglaubt, dass ich mich niemals betrinken würde, auf jeden Fall nicht, um zu vergessen. Ich habe geglaubt, ich würde niemals auch nur einen einzigen Zug von einer Kippe nehmen und ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich jemals nicht gerne essen würde.
    Doch alles das hat sich geändert. Ich war naiv damals. So naiv. Ich habe mir sooft gewünscht, ich wäre tot. Ich habe oft versucht, es selbst zu tun. Ich habe die Kippen auf meiner Haut ausgedrückt, um mich zu bestrafen. Ich liebe das Gefühl betrunken zu sein, weil es alles wegspült. Ich rauche und ich will nicht aufhören.
    Ich weiß, dass das alles schlecht ist, aber es hält mich nichts ab.
    Wie konnte es sich so ändern? Das frage ich mich. Die Antwort ist, dass man nicht nur selbst sein Leben in die Hand nehmen kann. Das Leben hat einen eigenen Willen. Es spielt mit einem und manchmal hat man eben Pech und man spielt, um zu verlieren. Ich habe sicherlich auch viele dumme und falsche Entscheidungen getroffen, die dazu geführt haben, dass ich hier bin, aber es gibt eine Variable im Leben, die man nicht beeinflussen kann. Du nicht, ich nicht, niemand. Man kann sie nicht errechnen, man kann sie nicht mit einbeziehen, man kann sie nicht planen. Es geht nicht. Unter dieser Variablen leiden manche mehr und manche weniger und ich traue mich zu sagen, dass du leider mehr darunter leidest.
    Doch lass dir eins gesagt sein. Es ist nicht deine Schuld. Du bist an nichts Schuld. Du bist weder eine Mörderin, noch eine Schänderin. Du bist einfach ein Mädchen, dass es nicht verdient hat, so ein Leben zu leben. Aber ich bitte dich, bleib stark. Zeig dem Leben, dass es dich nicht kleinbekommt. Zu viele wertvolle Menschen wurden vom Leben zerstört. Ich will dich nicht verlieren.
    Du sollst scheinen, wie die Sonne dort draußen.

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  4. http://endtanz.blogspot.de/2014/03/aufgewacht.html
    willst du mitmachen und die fragen beantworten?

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  5. hey, du wurdest getaggt
    vielleicht hast du ja Lust, vorbeizuschauen ♥'
    http://my-gun-your-head.blogspot.de/
    alles Liebe !

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