Ich möchte schreien. Ich möchte weinen. Ich möchte zerstören. Aber das was ich wirklich möchte ist, dass alles aufhört.







wie in trance 
laufe 
ich 
durch die stadt.
das hungern nagt 
an mir. 
ich habe 
keine kraft 
mehr 
ein fuß 
vor 
den 
anderen 
zu setzen. 
die geister 
in meinen venen 
haben 
mich 
zu einen 
von ihnen 
gemacht. 
betrunkene männer
ziehen 
an mir vorbei, 
bleiben bei mir stehen,
kommen
immer
näher
und näher
und nehmen
mir 
damit
die luft
zum atmen. 
ich bin gefangen,
versuche 
weiter zu gehen 
doch sie verfolgen 
mich
auf schritt und tritt. 
durchbrechen meine grenze
und zertrümmern 
meine mauer,
die mich vor 
schmerz, 
angst
und ekel 
schützen 
sollte. 
sie hinterlassen schmutz 
auf meinen körper
und meinen lippen.
in meinen herzen 
wächst 
die scham,
der ekel
und die beißende wut 
auf mich selber.
fange an 
immer wieder
gegen die mauer 
zu schlagen, 
menschen gehen 
an mir vorbei, 
schenken mir 
keines 
ihre blicke.
sie sind blind, 
wollen 
die schande 
eines mädchens
nicht sehen. 
in ihren augen 
bin 
ich 
wohl
schon
längst
tot.









Kommentare:

  1. deine texte haben so eine starke wirkung auf mich. dieser hier wieder besonders!

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  2. das ist irgendwie schön zu hören, dass sich leute für meine worte interessieren. ich danke dir!

    das klingt super super schön. freut mich wirklich, dass es dir gefallen hat. was hörst du sonst für musik, wenn ich fragen darf?
    ich glaube, ich hab nur ein einziges. von joy divison. aber das auch schon seit jahren und eigentlich trage ich es nie.

    ich schicke dir liebe, N., und hoffe, dass du sie in dich aufnimmst und sie ein wenig ekel und hass vertreibt.

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  3. Danke. Ich bin nunmal beides: Feingeist und Vollasi.

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  4. ich denke, weil diese sätze so klingen wie meine gedanken und ich es immer wieder erschreckend finde sie dann auf deinem blog zu finden. aber i.wie auch schon <3

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  5. In meinen Augen bist du alles andere als tot. In meinen Augen bist du stark, liebevoll, wunderschön und vor allem liebenswert.

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  6. in meinen augen bist du wunderschön

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  7. aber ich will doch reden.

    wie ich das kenne, was du schreibst. nicht genau, aber ähnlich. nur kommen die menschen mir nicht mal nahe, aber es fühlt sich so an. was in meinen fall gar keinen sinn ergibt, ich weiß nicht.

    fühl dich gedrückt..

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  8. ich will, dass du ein Geist bist, der sich materialisiert,
    weil die Welt zu grau ohne dich ist.

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  9. In meinen Augen bist du nicht tot. Du bist alles für mich und ich habe dich die drei Tage, die ich nicht da war vermisst. Es war so schlimm. Jedes Wort, dass du schreibst ist wie aus meinem Inneren geschrieben. Ich habe alles so gehasst. Ich wollte raus. Ich wollte weg. Ich wollte die Spiegel zerschlagen, die Menschen, die mich angesehen haben. Ich wollte im Erdboden versinken verschwinden. Ich wollte tot sein. Um jeden Preis. Ich wollte nur noch, dass es aufhört, genau wie du. Ich wollte, dass mich jemand erschießt, mich von einem Dach stößt, mir die Pulsadern aufschneidet. Alles mögliche. Jede Menge Möglichkeiten zu sterben fluteten meine Gedanken, doch es hörte nicht auf. Ich wollte irgendein Gefühl. Wollte, dass mich jemand schlägt. Ich habe so heiß geduscht, dass ich mir die Haut verbrannt habe, doch es hat nichts genützt, ich war genauso tot wie vorher.
    Kaum bin ich wieder hier im Geisterhaus, sehe ich die Menschen, die mir wichtig sind. Dich. Ich will dich nicht verlieren und du wärst der Mensch, um den ich trauere. Du hälst mich am Leben.
    Ich danke dir. Ich möchte auch dir Leben geben, denn du bist noch nicht tot. Nicht für mich. Für mich bist du so unglaublich nah und in meinem dunklen Herzen wirst du ewig deinen Platz haben. Du bist das allerschönste auf dieser hässlichen Welt. Du bist das Licht am Ende des Tunnels.
    Dein auf den Tod wartendes anonymes Wesen

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  10. Du bist nicht tot. Die Welt braucht dich noch. Ich schenke dir die Blicke, die dir sonst niemand schenken will. Ich kenne das Gefuehl, wenn jeder wegguckt. Wenn niemand sehen will, wie verdammt nah dran man ist, die Welt zu verlassen, wenn es einfach egal ist. Aber es ist nicht egal! Niemals ist es egal, wenn ein Mensch sterben will. Und du bist viel zu wertvoll, als einer von vielen zu gehen, den Weg in den Tod zu waehlen.
    Und die Magersucht wird mich nicht umbringen. Nicht jetzt. Nicht solange ich noch einen Ausweg habe. Und den habe ich momentan: mein Leben. Einfach nur mein Leben, mehr nicht.

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  11. Danke, das bedeutet mir viel. Zwischen all den Zusprüchen "Es tut mir leid für dich", "Mein Beileid" etc ist deiner wohl eines der schönsten - Zerstreuung und Freundschaft und ein Tee - es hört sich so wundervoll an.
    Natürlich kannst du mir auf tumblr schreiben, verstehe ich vokommen, wenn du das diskreter beantworen möchtest.
    Dein Text oben - Gänsehaut!

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  12. Und hinter jedem einzelnen Wort steckt etwas, was mich gerade einfach nur sprachlos sein lässt. Es sind Wörter die jedoch so viel Aussagen und einen jegliche Art von Gefühle erwecken lassen.
    <3 Seelenschwester

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  13. Danke das du auch weiterhin an mich geglaubt hast. Danke! Ich war eine Zeit lang nicht fähig zu schreiben, oder mich wieder in meine Welt zu bewegen.
    Aber jetzt will ich wieder da sein.
    Vielleicht habe ich auch die Melancholie vermisst.

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