wo ein wunderkind war ist jetzt ein fauler säufer









das nicht-essen 
macht 
mich leblos. 
vergrabe 
mich 
in 
meiner geisterhöhle, 
wo 
die vielen bierflaschen 
mich 
hämisch 
angrinsen. 
ich verstecke mich, 
was anders 
ertrage
ich nicht. 
ersticke 
meine 
worte
in 
zigaretten, 
und höre 
meine narben 
ständig
hassparole
 flüstern. 
mein kopf macht verrückt, 
und
 ruhelos. 
erst nachts 
traue 
ich 
mich 
meine höhle 
zu verlassen, 
wo 
mir 
dann
die angst 
eine schlinge
um mein hals 
legt.
die dunkelheit
hat
mich verschluckt
und spuckt
nur noch einzelteile
von mir heraus.
alles verliert an sinn, 
nur noch die angst 
schleicht 
sich täglich 
in mein herz
und 
versucht 
mir 
den letzen funken Leben 
aus mir rauszuprügeln. 

der geist 
in meinen knochen 
hat 
sich wohl in meinem lebenslauf 
verewigt.














Kommentare:

  1. Ein wundervoller Text, der exakt ausdrückt, wie es mir im Moment geht...danke.

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  2. Anonym8/12/2013

    Du sprichst das aus, was mein Mund verweigert.
    Du fasst die Gedanken in Worte, die mein Gehirn nicht mehr erfassen kann.
    Du legst das Gefühl in die Zeilen, was mein Herz nicht mehr fühlen will.
    Du beschreibst den Zustand, in dem meine Seele schon so lange liegt.
    Mein Ich ist heute so ohne Worte. Du schenkst mir so viele davon, doch ich kann dir nur diese leeren Hüllen hinwerfen.
    Ich hoffe einfach, dass du trotzdem verstehst, was ich dir sagen möchte, so wie du es immer verstanden hast, als meine Seelenverwandte.
    Welch ein großes Wort, doch ich finde, es passt zwischen uns.
    Mein Ich sehnt sich nach dir.
    Die Fragen, die mich befallen, können nicht beantwortet werden und ein neues dunkles Zeitalter bricht an.
    Dein für dich lebendes anonymes Wesen

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  3. Liebe N.,
    danke für deine Worte, die aifrichtig erscheinende Anteilnahme, die Worte "haben mir gefehlt", das alles ist auf jeden Fall einer der Gründe und Anspurn, den Weg wieder hierher zu finden, und es zu genießen. Ich danke dir für all das. Für alles jetzige, vergangene und das kommende.
    Ich glaube, einen Nachtrag muss ich noch ergänzen, da es zu MIssverständnissen kam: Ich habe mir nicht direkt selbst das Leben genommen, die Motivation war zumindest nicht da. Ich wurde von einem Auto angefahren, mit geriger Geschwindigkeit und der Aufprall war nicht die Todesursache, sondern mein Herz, das in den JAhren der Magersucht Schäden davo getragen hat, war so schwach, dass es einfach stehen blieb. Sie konnten mich erst beim dritten Versuch wiederbeleben. Ich weiß nicht, inwiefern ich behaupten kann, dass es kein Suizid war, immerhin habe ich mein Herz soweit zugerichtet, dass mich letzten Endes die Magersucht umgebracht hat, und das wuchs aus meiner Motivation heraus. Ich habe mir zwar keine Klinge ins Fleisch gepresst, aber der "Selbstmord auf Raten" fand auch sein kurzes Ende.
    Ich danke dir so sehr für alles! Und hier sein zu dürfen. Danke!

    {Entschuldige, dass ich nichts zu deinem text sage, er ist wundervoll, mehr weiß ich nicht zu sagen, auch wenn ich dir diesen Zustand nicht wünsche! Keep your chin up!}

    Alles, alles erdeklich Liebe!
    ♥♥♥

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  4. Ich bin auch froh wieder hier zu sein, auch wenn es erstmal Angst macht. Was ist bei dir so in der Zwischenzeit passiert? Pass auf dich auf

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  5. das nicht-essen und rauchen macht einen kaputt und irgendwie will man das auch, irgendwie aber auch nichz. ich kenn' das von mir selber nur zu gut. ich mach' mir sorgen um dich, liebes.

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  6. Kann ich wirklich nichts dafür? Manchmal denke ich, ich bin die Böse, die das alles verursacht hat, und manchmal bekomme ich es auch indirekt gesagt.
    Genau so ist es, egal ob du kämpfst oder dich fallen lässt, die Krankheit bleibt bei dir.
    Danke, dass du das sagst, das bedeutet mir viel. Es ist gut zu hören, wenn wenigstens noch du an eine Heilung glaubst.
    Glaubst du denn, dass es noch Licht für uns gibt?
    Nein, das werde ich nie vergessen. Es hat sich schon in mein Herz gebrannt ;) Ich bin auch immer für dich da!

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  7. ich sollte mich zu allererst entschuldigen, wie immer, aber es hat nunmal auch seinen grund, was es nicht besser macht, das weiß ich
    es tut mir leid, dass ich noch nicht geschrieben habe seitdem du wieder da bist, während du mir mehrfach geschrieben hast und ohne mich wirklich rechtfertigen zu wollen: ich konnte nicht, ich konnte niemandem wirklich schreiben, auch wenn das kein grund ist, entschuldige

    ich freue mich, dass du zurück bist, weil es bedeutet, dass du zurück bist (logisch) und deine texte wieder da sind, aber ich habe das ungute gefühl dass es dir dort wo du warst besser erging, was meine freude über deine 'rückkehr' verringert

    ich danke dir für deine worte, so wie ich dir immer danke, denn ich bin jedes mal so dankbar etwas von dir zu lesen, es ist außergewöhnlich wie viel zeit du dir nimmst und das für einen menschen wie mich, vielen dank dafür
    dein text ist wunderschön geschrieben, aber gefüllt mit zu viel schmerz der dort nicht sein sollte.. du solltest glücklich sein und du solltest essen, aber man soll immer so viel und ich weiß, dass das alles nicht so einfach ist, aber bitte sink nicht noch tiefer in diesem meer aus leid
    (entschuldige diese grauenhafte ausdrucksweise meinerseits)

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  8. ich mach mir aber sorgen um dich.
    du fehlst mir auch.

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