was soll ich schon sagen? ich hab doch keinen grund









Meine Stimme stockt.
Worte stolpern heraus 
verschließen sich 
verstummen sich


Nichts als meine Stimme und den schreienden Wind ertönt den Friedhof auf den ich verweile. Grabensruhe an den Grabstein vor dem ich stehe. Meine Worte kommen nur stockend heraus, als würden sie sich in mir verstecken wollen. Als würden sie sich weigern aus meinen Mund herauszukommen. Als würden sie mich betrafen wollen, weil ich immer in den bestimmten Momente, wo es darauf ankam zu schreien, geschwiegen habe und mich hinter meinen Körper versteckte. Als würden sie sich in mir festbeißen und mein inneres vergiften wollen. Als würden die Worte keinen Sinn sehen mein Da sein auszudrücken. Als wären die Worte in mir zu klein und so voller Hass sein, das sie es nicht verdient haben die dunkle Welt zu erblicken. Als würden sich die Worte gegen mich stellen wollen, weil ich selbst heute noch lieber schweige als rede. Als würden sich die Worte über mich lustig machen und mich mit den Schweigen in die Ecke schieben  wollen, damit andere Menschen auf mich einprügeln können. Als würden die Wörter mit Genuss zu sehen, wenn ich zu einen Freak muntiere wenn die Worte wie ein alter, kaputter Traktor aus meinen Mund herausfallen. Als würden die Wörter es genießen, wenn ich die bittersten Worte anderer Menschen runterschlucken anstatt etwas dagegen zu steuern. Als würden sich die Worte mir ein schlechtes Gewissen machen wollen, mich dafür betrafen das ich zu viel Lüge um mein Leben für andere Mitmenschen erträglich zu machen. Als würde die Worte nur so vor Kotze triefen wenn ich die Alltagsworte 'Es geht mir gut' auf den Tisch meiner Mitmenschen haue. Als würde die Worte mich als ewige Kind sehen, das lieber vor sich selbst wegrennt und schweigt, als erzählt und aufarbeitet. Als würden die Worte mich dafür betrafen wollen, dass ich atme es aber nicht schaffe zu leben. Als würden sie mich dafür verachten, dass ich lieber mein eigenes Blut fließen sehe als meine Tränen. Als würden mir Worte absichtlich Steine in den Weg legen, weil sie mich so gern am Boden sehen. Als würden sich die Worte darüber lustig machen, dass ich den Sinn meines Lebens nur in den Tod finde. Als würden die Worte in mir mich hassen, weil ich eher denke als große Reden zu halten. Als würde mir die Worte heißes Wasser über mein Körper schütten, weil sie wissen das ich dort in irgendeiner Ecke kauern und zerfalle. Als würden die Worte nicht existieren wollen, weil ich nicht existiere, weil ich atme und nichts dafür tue ein geregeltes Leben zu leben. Als würden die Worte mich anspucken, weil ich in einen Körper festsitze, den ich nicht liebe kann, und nur mit verachtung strafen kann. Als würden meine Worte in mir weinen, weil sie nicht so bedeutend sein wollen. Als würden sich die Worte in mir für immer vor den Grauen, den Monster der meinen Namen trägt, verstecken wollen. 

All das fällt mir ein als ich stockend einen unsichtbaren Wesen 'Eine wie Alaska' vorlese. Das alles fällt mir ein während, die Zeit an mir vorbeifliegt, wie der Wind durch mein Haar und ich stetig in den Himmel schaue und die Sehnsucht mir mein Herz auffrisst. Das alles fällt mir ein während die Scham des eigenen Körpers mein Gehirn verseucht. Das alles fällt mir ein während ich nichts weiter bin als ein rotes dunkles Wesen, dessen inneres schon längst ein Friedhof für gestorbene Seelen ist. 








es tut mir leid, liebste Leser, das ich euch so einen unendlich langen Text serviere. ich nehme es euch nicht übel, wenn ihr dieses etwas was ich geschrieben habe, nicht liest. nächstes mal werde ich mich wieder kürzer fassen, versprochen.
lasst die sonne euer herz erstrahlen, passt gut auf euch auf.





Kommentare:

  1. du schreibst so wundervoll und mir so oft aus der seele. deine texte können nicht lang genug sein.
    was dir auf den herzen liegt, solltest aufschreiben, egal wie viel es ist.
    pass auf dich auf.

    AntwortenLöschen
  2. wow. du hast dein herz in die zeilen gesteckt, das ist wohl wahr.
    wahnsinn.
    und danke für dein kompliment.
    aber schau mal in den spiegel, du talent. du hast es echt drauf.
    bleib stark

    AntwortenLöschen
  3. entschuldige dich nicht für die länge deiner texte, du könntest seiten schreiben und ich würde es lesen, nicht nur ich
    du schreibst wunderschön und echt, mit persönlichkeit und gefühlen, es ist eine sache worte auf papier zu bringen, eine andere die gefühle in ihnen zu einem menschen zu bringen, du kannst das mehr als gut
    ich möchte mich auch noch einmal bedanken, für deine worte an mich und für dein dasein, bleib stark

    AntwortenLöschen
  4. Entschuldige dich nicht für diese Worte, die mein Herz ergriffen. Ich wünschte ich hätte nur halb soviel Talent wie du mit Worten umzugehen. Selbst in einem Kommentar wie jenem, das du mir herzlichst hinterlassen hast, steck soviel, auch wenn du das vielleicht nicht sehe und glauben magst.
    Es bedeutet mir unendlich viel, dass du an mich denkst, obwohl dein eigenes Leben nicht so läuft wie du es dir wünscht. Ich würde vieles dafür tun, dass jemand da ist, der dich halten kann. der alles dafür tut, dass du zumindest einmal am Tag aus dem Herzen heraus lächeln kannst, vielleicht an guten Tagen sogar ein richtiges Lachen schafft. Aber es scheint mir, dass es so eine Person nicht unbedingt gibt, keine die das alles verändern kann zumindest. die den Schmerz und das leid ruhen lassen kann.
    Und ich wollte dir gerade mitteilen, dass es irgendwann wieder gut wird. Aber gerade hat mich A. angeschrieben, nach 2 Monaten, nach dem Desaster und naja, vielleicht wird nie alles wieder gut. Aber du bist gut, du bist toll und ich mag dich und tut mir leid, mein kommentar sollte echt sinn machen, aber das hat mich gerade rausgehauen, verzeih mir. Pass auf dich auf, liebes, du bist ein Mensch mit riesiger Begabung.
    Ach ich wollte dir noch ein Lied zeigen: https://www.youtube.com/watch?v=-8P6U_80r7Y schau es dir an. Es ist echt wunderschön irgendwie. So traurig, so melancholisch.

    AntwortenLöschen
  5. Ich würde auf alle deine Kommentare eine Antwort finden wobei es mir noch nie schwer gefallen ist. Ich freue mich jedes mal von dir zu lesen. Es freut mich dass dir das Lied gefällt dann habe ich ja eine gute tat getan sozusagen. <3

    AntwortenLöschen
  6. Anonym5/06/2013

    Eine wie Alaska habe ich auch gelesen. Ich habe sie immer als Vorbild gesehen, weil sie das tat, was ich nie tun konnte und nie tun werde, zu sich stehen.
    Worte. Ja, diese vielen Worte. Worte, die grausam sein können, die sich wie Messer in meine Seele und mein Herz bohren und mir sagen, dass ich versagt habe, schon wieder. Oder Worte, die ehrlicher nicht sein könnten. So klar und durchsichtig und doch so verschlungen, als wollten sie versuchen durch mein innerstes Wirrwarr wandern, so sind deine Worte.
    Es gibt so viele Arten von Wörtern. Doch sie alle sprechen eine Sprache, die ich nicht verstehen will. Eine Sprache, die mich zwingt zu sehen, wer ich bin, mir einen Spiegel vorhält und doch versuchen mich irgendwo zwischen Geschichten und stummen Schreien zu verstecken.
    Manchmal, wenn ich nicht mehr mit mir klar komme, versuche ich das alles in Worte zu fassen und jedes Mal stelle ich fest, wie sehr ich mich selbst anwiedere und das zeigen dann auch meine geflüsterten, gezischten, geschrien, geflehten Worte.
    Aber solange es Worte gibt, werde ich nicht aufhören, deinen zu lauschen. Ich werde sie aufsaugen. Solange es Worte gibt, versuche ich sie zu zähmen, so wie du und sie dir zu senden. Sie als zahmes Wesen zu dir zu schicken, dass dich beschützt, in Nächten, wo du alleine bist und Angst hast. Ich möchte sie dir als Teil von mir schicken, auch wenn dises Teil zu zertückelt und wiederlich und niemals ganz ist. Ich möchte doch nur, dass wenigstens du ein wenig Wärme spürst, denn du hast sie so verdient die Wärme.
    Dein anonymes Wesen

    AntwortenLöschen