Death ain’t shit, I’d rather die than be alive in this life





 
Ich verstehe mein Leben 
im Moment selber nicht mehr.
 Ich bin ständig so übermüdet. 
Ich finde in der Nacht 
keinen Schlaf mehr. 
Wenn die Kinder
 in der Kita 
Mittagschlaf abhalten,
 schlafe ich immer mit ein. 
Seitdem jemand 
aus meiner alten Realschulklasse 
mich 
wegen einen Klassentreffen
 angeschrieben hat, 
träume ich 
ständig
 von Männer, 
die mich vergewaltigen
 und von den Wölfen. 
Schweiß gebadet
 wach ich dann auf 
und fühle mich so beschmutzt.
 Ich will nicht 
zu diesem Klassentreffen
 gehen, 
da ich es nicht ertragen könnte, 
den Klassenwolf zu sehen. 
Allein wenn ich 
seine Bilder 
auf Facebook 
oder Instagram sehe, 
wird mir schlagartig übel. 
Ich weiß
 all das 
ist schon so lange her,
 aber die Erinnerungen daran 
sind immer noch nicht verblasst.
 Ich weiß noch
 wie er mir Honig ums Maul 
geschmiert 
hat 
und ich habe es zugelassen,
 weil ich
 endlich mal 
irgendwo 
ankommen wollte. 
Ich wollte 
nicht die Ewige 
verkorkste Neue 
in der Klasse sein. 
Doch wie konnte ich auch denken, 
dass ein Kerl 
ohne Hintergedanken nett zu mir ist.
 Ich falle jedes mal aufs Neue 
in diese Masche herein.
Und was könnte ich auch auf den Klassentreffen erzählen. 
Das einzige
was 
 einigermaßen
 gut 
läuft
 ist meine Arbeit. 
Aber ich kann 
dort nicht
 mit meinen 
suizidalen Verhaltensweisen 
prahlen. 
Niemand möchte ich hören, 
dass man 
sterben möchte 
und alles dafür tut, 
um nicht länger atmen müssen. 
Ich kann nicht damit angeben,
 dass ich mir ständig Drogen einwerfe, 
um für einen kurzen Moment 
die Realität nicht mehr ertragen 
zu müssen.
 Ich kann nicht
 mit Sätze
 um mich werfen, 
die ausdrücken.
wie ich tagelang 
nichts esse
 und wenn ich dann 
mal was esse,
so viel esse, 
dass mir schlecht wird, 
dass das Essen 
wieder hochkommt
 und ich laute Abführmittel schlucke, 
damit die Nahrung
 so schnell wie möglich
 nicht mehr
 in meinem Magen ist. 
Ich kann nicht davon erzählen, 
dass ich keine Mutter
 mehr habe 
und das sie mich unter Druck
 setzt 
und sich nur mit mir trifft, 
um meinen Papa
 schlecht zu reden 
und um mir 
Vorwürfe
 zu machen. 
Ich kann nicht davon erzählen,
 wie Stimmungsschwankungen 
meinen Alltag bestimmen 
und ich oftmals
 das Gefühl habe,
 dass alle Menschen
 mich entweder hassen
 oder sich wünschen
 mich nie
 gekannt zu haben.
 Ich kann nicht davon erzählen,
 dass ich mit einem Kerl zusammen bin,
 der so viele Gefühle 
für mich besitzt wie ich
 Lebensmut besitze.
 Aber ich trotzdem 
so abhängig
 von ihm bin 
und ihm ständig verzeihe, 
weil er mir jedes mal 
aufs neue zeigt,
 dass ich Gefühle besitze,
 die mir nicht schmerzen. 
Ich hätte niemals gedacht, 
dass ich mich
 irgendwann wieder 
auf einen Kerl einlassen kann. 
Doch es kam alles anders
 und oftmals weiß ich nicht,
 ob das alles so gut ist.
 Menschen machen mir Angst.
 Sie können so schnell 
ihre Meinung
 ändern,
Sie können sich so
 schnell verändern, 
dass man sie früher
 oder
später 
nicht mehr wieder erkennt. 
Und irgendwann wacht man
neben einer Person auf, 
die einen nichts mehr als Schmerz
und Trauer schenkt.
Irgendwann
guckt man in den Spiegel 
und merkt 
das man nur noch 
eine Hülle ist,
die sich selbst 
hinten anstellt 
und alles tut, 
nur damit der andere
einen nicht verlässt.
Alles in einen
 kann ich einfach nicht 
zu diesem Klassentreffen
 gehen.
 Ich war nie ein richtiger Teil 
von dieser Klasse. 
Ich war einfach nur da 
und habe versucht
 nicht negativ
 aufzufallen,
 auch wenn meine Fehlzeiten
 eine andere Geschichte
 erzählten.
In diesem einem Jahr,
wo ich in dieser Klasse war,
 wurde ich seit meiner Kindheit 
das erste Mal 
wieder missbraucht. 
Und das wurde zur trauriger Regelmäßgkeit. 
Wenn es wirklich einen Gott geben würde, 
dann würde er mich eindeutig hassen. 
Als würde er mir extra die Wölfe schicken, 
damit ich mit jedem weiteren Übergriff 
ein weiteres Stück Lebenswillen
 verliere. 
Wenn es so weiterläuft,
 erreiche ich nicht die 30. 







Kein Ausblick auf Heilung


 



Meine Tage
bestehen
nur noch
aus Kraftlosigkeit,
Suizidgedanken,
Angst,
 Unsicherheit
und Selbsthass.
Jeden Tag
fällt es mir
schwerer aufzustehen.
Ich sehe in alles keinen Sinn mehr.
 Nicht mal in meiner Arbeit,
obwohl das eigentlich
 das einzige war,
wofür es sich noch gelohnt hat
aufzustehen.
Doch meine Stimmen
und meine Unsicherheit
 machen mir alles kaputt.
 Ich glaube nicht,
dass ich jemals
eine gute Erzieherin
 werde.
Ich bin so kreativlos.
Wer würde eine kreativlose Erzieherin
 schon einstellen?
 Ich frage mich,
 wie ich mein lebenlang
 arbeiten soll,
wenn mir dieses Jahr
 schon in den Knochen
 hängt
 und
 ich
 am liebsten
die Tage
 durchschlafen möchte,
weil mir alles zu anstrengend ist.
Mein Lebenslauf
 zeigt
schon
viel zu viele Lücken auf,
dass ich es mir
nicht leisten kann,
Monate zuhause zu bleiben.
Meine Zukunft
 erscheint mir so dunkel.
 Ich kann mich
 einfach nicht
 in zehn Jahren sehen.
 In zehn Jahren
 sehe
ich
 mich
unter der Erde.
Andere sehen
sich
in zehn Jahren,
 als Mutter,
verheiratet,
in einer eigenen Wohnung
und selbstbewusster.
Doch meine Zukunft
wird nicht
 so sein.
 Ich will keine Kinder.
Ich bin nicht
der Typ
von Frau,
die man heiraten möchte
und selbstbewusst
war ich noch nie.
Ich habe schon
 immer
 mit mir
und meinen Aussehen
 gekämpft.
 Zwar habe
 ich
mein Aussehen
 drastisch
verändert,
aber das hat alles nichts gebracht.
Ich fühle
 mich
immer noch
wie ein hässlicher,
 jämmerlicher
Elefant.
 Und wie soll sich das jemals ändern,
wenn mein Körper
mir ständig Streiche spielt?
Mein Körper
kann sich nicht
entscheiden,
 ob er
an
 einen Hungertot
 erleiden will
oder er sich
 bei Weight Watchers
 anmelden soll.
Meine Essstörung
 hat sich seit
dieses Jahr
 gewandelt.
 Jetzt
hänge
ich
zwischen
 hungern und fressen.
 In meinem Prinz Pi Beutel
 verstecke die Lebensmittel
  für meinen heimlichen Fressabend.
So wie früher
 als ich
 unter meinem Bett
meine geklauten Süßigkeiten
 vor meinem Eltern
versteckt habe.
Ich fühle mich an den Anfang
 von meiner Essstörung zurück versetzt,
 wo ich ständig versucht habe
 meine Mahlzeiten zu kürzen,
um dann am Wochenende
die Brötchen im Keller
 in mich
 rein zu stopfen.
Die Abführmittel
 stapeln sich
 und ich
wundere mich
 mit jedem Tag,
wie mein Magen
 das nur aushält.
Wenn ich an Magenkrebs
 irgendwann sterbe,
würde mich das
kein Stück wundern.
 Mein Magen
kennt
 einfach
keine normale Portionen.
Ich habe einfach kein Maß
dafür
und entweder
 habe
 ich
Magenschmerzen
 wegen dem vielen essen,
oder wegen den hungern.
Ich weiß noch,
wie meine erste Therapeutin
 die ganze Zeit dachte,
 ich hätte Bulimie,
was früher überhaupt nicht stimmte,
doch jetzt
erkenne ich Merkmale
 davon
 in meinen Verhaltensweisen
 und das macht mir Angst.
Mit Magersucht
 zu leben
ist schon anstrengend genug.
 Wie soll ich
dann noch
mit dieser Erkrankung
 klar kommen?
 Ich pack nicht
noch
 eine psychische Erkrankung.
Die Angststörung,
die letztes Jahr
 noch dazu
gekommen ist,
 machte mich zu einen Wesen,
was gar nichts mehr packte,
ohne Tavor.
Und gegen Bulimie
 kann man
 keine Tabletten schlucken.
Niemand
 kann mich
davor schützen
und das ist das schlimmste.
Ich kann niemanden
 von meiner Vorahnung erzählen.
Wer würde mich schon ernst nehmen?
Ich bin viel zu einsam
und wortlos
 um dafür
 die richtigen Worte zu finden.
Ich bin ein Bündel
voller psychischen Störungen
 und einer Persönlichkeitsstörung.
Ein Blick auf meinen Diagnosen
und ich könnte kotzen.
Ich fühle mich,
als wäre ich an mein Limit angelangt.
Ich weiß nicht mal mehr,
wie ich die nächsten Tagen überstehen soll,
ohne mich
in irgendeiner Form
selbstzuverletzen.
Das Leben
ist
ein
einziger Schmerz
und mit jedem weiteren Fehler,
die ich mache,
wird das Gefühl
noch
stärker,
einfach
einen Schlussstrich
zu ziehen.
Ich rede nie darüber,
doch ich glaube,
aufgeben hilft.
Und du weißt, irgendwann geht der Moment vorbei,
 dabei wollte ich doch Unendlichkeit.



I’m homesick for arms that don’t want to hold me






"Ich möchte so ein Leben nicht mehr führen."
flüstere ich leise. 
Ich flute mein Bett
 mit Tränen 
und wenn ich nicht
 so kraftlos 
wäre, 
würde ich um mich schlagen. 
All das
 woran 
ich
 mich 
die letzten Monate 
 festhalten konnte, 
verschwindet mit jedem Tag mehr. 
Es ist wieder ein ewiger Fall. 
Als das mit meinem Wunderkind 
zu Grunde ging, 
konnte ich mich noch
 an meinem Todesgewicht 
festhalten, 
aber ich bin zu einem Elefant geworden. 
Also kann ich mich 
nicht mal mehr
 an meine Knochen
 festhalten. 
Ich wünschte, 
ich könnte mich 
in meinem Zimmer 
einschließen 
und mich nur von Alkohol 
ernähren. 
Ich will nichts mehr essen, 
nur jahrelang schlafen
 und mich betäuben. 
Alles kommt wieder hoch 
und ich spüre einfach, 
dass das alles 
nicht mehr
 lange
 gut 
gehen
 wird. 
Ich werde einsam
 enden 
und 
wieder 
die Isolation
 als meinem besten Freund 
ansehen 
und
 mit ihm
 durch 
Stille 
kommunizieren. 
Ich kann mich
 nicht mehr 
lange 
 an dir 
festhalten, 
dafür 
stehen
 so viele 
ungesprochen Worte
 zwischen uns. 
Bald wird mein neustes Tattoo
 auf meinem Oberschenkel 
auch zu dir passen. 
"Dein Geruch war meine Heimat."
 Die Betonung liegt auf war.  
Alles was wir haben
 und 
hatten
 ist bald Vergangenheit. 
Eine bittere Erkenntnis, 
die mich zum weinen bringt. 
Aber wie lange
 soll 
ich 
das alles
 noch 
versuchen 
zu retten,
 wenn du nur stumm daneben stehst, 
 und meine Taten keine Blicke würdigst? 
Ist das alles noch was wert?  
Verdammt, ich weiß es nicht





Ich träume jede Nacht von einem Trümmerfeld in dem jemand lebt. Dann seh ich, das bin ja ich selbst.






Februar, Februar,
was für ein Monat.
Seit Jahren
 kann ich diesen Monat
 nicht leiden.
Seit Jahren
quälen mich diese schaurigen Momente,
die mir ständig die Sicht nehmen
und ich merke
 wie ich mit jedem Mal
 trauriger werde.
So viele Wolfsmomente
schlagen auf mich ein.
Ein Grund
mehr den Valentinstag zu hassen,
da ich vor Jahren
diesen Tag
 mit einem Wolf
 geteilt habe.
 Noch schlimmer ist,
dass dieser Wolf
immer noch
 in meinem Leben
herum läuft
 und mit jeder weiteren Nachricht
mich zu einen Treffen
 drängt.
 Ich weigere mich ständig,
doch es wird einen Tag kommen,
wo ich ihn sehen muss,
damit er endlich locker lässt.
 Ich will ihn nicht sehen.
Ich weiß ganz genau,
dass er irgendein
abfälliges Kommentar
über mein Gewicht ablässt,
da ich seitdem
wir uns das letzte Mal gesehen haben,
glaub ich,
zugenommen habe.
Noch schlimmer ist
der 24. Februar.
Das Wochenende voller Schmerzen
und Würgegriffe.
Ein Montag
voller Scham
und Selbsthass.
Nun kommt noch dazu,
dass letztes Jahr
genau in dieser Zeit
 mein Papa
herausgefunden hat,
dass meine Mama
ihm fremdgeht.
 Diese Nacht werde ich nie vergessen.
Wie völlig hilflos
ich
mich
 gefühlt
 habe
 in der Angst,
dass mein Papa
 mich
mit
 ihr
alleine
lässt.
Ich habe mich gefühlt,
 als wäre ich wieder 5 Jahre alt.
Klein, verlassen und ohne Macht.
Nun ist in ein paar Monaten
 das Trennungsjahr durch
 und mein Papa
 ist
 dann
endgültig geschieden.
 Dann bin ich offiziell ein Scheidungskind.
Wie ich diesen Ausdruck verabscheue.
Die Sorgenfalten
von meinem Papa
werden immer mehr,
da er die Hälfte
 von seinem Geld
an eine Frau abgeben muss,
die all seine Gutmütigkeit ausgenutzt,
beschmutzt
und in den Dreck gezogen hat.
 Ich vermisse meine Mutter nicht,
 vor allem nicht,
 wenn sie mich
 ständig unter Druck
setzt
und sie auf die Tränendrüse
 drückt
 nur um mich zu manipulieren.
Sie denkt,
 sie könnte so eine Show abziehen
und ich könnte ihr verzeihen.
Ich weiß nicht mal,
ob ich ihr jemals verzeihen kann.
Ihre narzischtische Züge
unterdrücken mich. 
Nun gibt es auch noch M.
Wir sind nun
 seit einem Jahr zusammen
und treffen uns
ab Sommer
 schon zwei Jahre.
Ich weiß nicht
 wie ich darüber fühlen soll.
Ich weiß nicht
 wie es mit uns weitergeht.
Ich weiß nur,
dass ich bei ihm bleiben möchte.
Auch wenn mir Leute sagen,
dass ich eine Person verdient habe,
 bei der ich auch weiß,
dass sie mich liebt.
Doch
wir
bekommen
meistens die Liebe,
wo wir denken,
dass wir sie verdient haben.
Also in meinem Fall keine Liebe.
Nur ein lustiges
und wärmendes
zusammen sein,
Nähe spüren,
 Drogen nehmen,
viel rauchen,
viel trinken
 und
 vielleicht
 ein Hauch von Gefühlen.
Mehr hat M. nicht
und um ihm nicht
 zu verschrecken,
muss ich die Welle
an Gefühlen
unausgesprochen
 lassen.
Wäre leichter,
 wenn er nicht wüsstest,
dass ich ihn liebe.
Doch man kann Worte
 nicht ungeschehen
 machen
 und ich kann nur hoffen,
dass er irgendwann
solche Gefühle
zulassen kann.
Aber ob das dann
mir
zugute
 kommt
 oder einer anderen Frau,
weiß ich nicht.
Jahrelang konnte ich ohne Liebe leben,
doch
jetzt
wo die Gefühle so stark sind,
 kann
 ich
 sie
nicht mehr ignorieren.
Die Wut
hat sich
wieder tief in mir versteckt,
 doch die Enttäuschung ist noch da.
Ich brauche irgendein Zeichen.
Irgendein Zeichen,
dass ich weitermachen soll.
Aber ich bekomme
 nur ein Tritt
 ins Gesicht,
wenn ich sehe
 wie sehr sich Paare lieben
 oder wenn ich merke,
 dass dieses stark sein
 überhaupt nichts bringt
und ich wieder
weinend
 im Bett liege
und mein einziger Halt Drogen sind.  
Alle haben Liebe gegen Drogen getauscht. 
Nur ich kann im Moment von beiden nie genug bekommen.
 Ich bin zu gierig 
und deshalb 
ist 
alles
 was ich bekomme Verlustängste, 
Aggressionen 
und tiefe stumpfe Leere,
die mich anschreit. 
Fuck this hurts, I won't lie.
Doesn't matter how hard I try,

half the words don't mean a thing.
And I know that I won't be satisfied.





Ich weiß nicht was der größere Fehler ist, jetzt zu gehen oder zu bleiben






Mit Bier intus
 sitze 
ich
 bei meiner Therapeutin. 
Ich erzähle ihr, 
was die letzte Zeit 
alles passiert ist 
und als ich dann von M. anfange, 
fange ich an zu zittern
 und zu beben. 
Mein Herz 
schlägt viel zu schnell 
und mir ist gleichzeitig 
so kalt und warm. 
Wenn meine Therapeutin 
mich nicht ständig 
daran erinnern würde, 
mal ein und aus 
zu atmen, 
würde 
ich 
das 
vergessen.
Ich fühle mich so erbärmlich.
 Ich 
kämpfe 
so sehr 
mit den Tränen,
 dass es mich anstrengt.
 Meine Trauer 
 vermischt
 sich mit so vielen Gefühlen, 
dass ich nicht mehr klar denken kann. 
Durch die Worte 
von meiner Therapeutin 
wird mir eiskalt bewusst, 
warum
 ich 
mich plötzlich
 so jämmerlich, 
verlassen 
und benutzt fühle. 
M. hat mir mit seiner Aktion 
das Gefühl gegeben, 
wie es die Wölfe 
und meine Mutter
 mir schon vorher 
vor die Füße 
gekotzt haben. 
Diese Gedanken, 
dass du mich nur benutzt hast
und mich wahrscheinlich 
nur deswegen
so 
lange
ausgehalten hast,
weil ich mich 
nie geweigert habe
und nie
um mich geschlagen habe, 
als du mir
viel zu oft
die Klamotten 
auszogen hast,
hört einfach nicht auf.
 Du hast mich mit deinem Lachen 
und deiner warmen Nähe, 
in dein einsames 
und dunkles Loch, 
 was wohl dein Herz ist, 
gelockt. 
Und jetzt wunderst du dich, 
warum ich voller Gefühle verrückt werde. 
Ich bin viel zu viel für dich. 
Du ziehst dich zurück 
und strafst mich
 mit deiner Stille, 
nur weil ich Worte gesagt habe, 
die dir nicht gefallen.
Die Worte von mir, 
haben dir wohl gezeigt, 
dass ich doch nicht so emotionlos bin, 
wie du angenommen hast.
Es war auch mein Fehler 
Ich habe dich 
im Glauben gelassen, 
dass ich so bin. 
Du
 möchtest 
mit 
mir 
immer noch Zeit 
verbringen, 
aber du tust nichts dafür. 
Ich gebe und gebe
 und nimmst und nimmst nur.
Du denkst dir gar nichts dabei,
 doch ich bin das alles so leid. 
Ich bin es leid keine wirkliche Rolle 
in deinem Leben
 zu spielen. 
Ich wollte auf uns bauen,
 damit wir auch
 noch 
eine Zukunft
 zu zweit haben. 
Aber du hast mich so sehr verletzt. 
All die Wunden, 
die ich mir selbst zugefügt habe,
 sind ein scheiß Dreck 
dagegen. 
Ich könnte dich 
tagelang anschreien
 und die Wut 
würde trotzdem nicht vergehen. 
Ich frage mich so oft, 
wie er sich das alles so mit mir vorgestellt hat. 
Etwa 
das wir beide
  eine unverbindlich Beziehung 
haben. 
Es bloß nicht an die große Glocke hängen. 
Bloß
 nicht 
deiner Mutter 
davon erzählen.
Das könnte
schließlich 
vielleicht bedeuten, 
dass deine Mutter 
dich häufig
auf mich anspricht, 
was dir ja nur zu 
unangenehm ist.
Bloß die Gefühle
 nicht so sehr 
an dich ranlassen 
aus was für einen Grund 
auch immer. 
Ich weiß, 
ich bin schwer zu händeln.
 Ich bin viel zu impulsiv. 
Tanze bewusst vor dem Tod umher, 
damit er mich erwischt. 
Aber diese Seite
 habe
 ich 
vor dir
 nie 
raus gelassen. 
Ich habe die Dunkelheit versteckt. 
Sie war nur an meinen Narben sichtbar.
 Und selbst die 
hast du 
 kommentarlos hingenommen. 
Ich habe das Gefühl, 
dass wir beide 
eine komplette andere Ansicht haben, 
was Beziehungen angeht.  
Du hast nur Schiss, sagte meine Therapeutin
 Aber das habe ich doch auch. 
Ich habe dir so viel von mir gezeigt 
und jetzt wünsche ich mir, 
dass ich das doch nie getan hätte.
 Ich weiß nicht wie es weitergehen soll.
 Ich weiß gar nichts mehr, 
außer
 das mein Zigaretten und Alkohol Konsum
 gestiegen
 ist 
und meine Gefühle 
mich schwach 
und 
splitterfasernackt 
machen. 
Ich will nicht nur für dich ein Objekt sein.
 Aber ich muss mir eingestehen, 
dass dies wohl der Fall ist. 
Die Liebe scheint mich zu hassen. 
Sie schlägt bitter böse auf mich ein 
und ich liege weinend daneben. 







Der Halt, an den ich mich klammere, er verhält sich berechenbar: Er hält inne und lässt mich angewidert los.





Ich kann immer noch nicht 
darüber schreiben, 
über das was mir 
die letzte Woche 
wiederfahren ist. 
Ich habe das Gefühl, 
wenn ich alles 
detailgetreu 
aufschreiben 
würde, 
würde 
ich
wie 
am
Donnerstag 
um 13 Uhr anfangen 
in Minutentakt 
ein neues Bier aufmachen
und keine Miene verziehen 
bei den vielen Schnaps
der meine Kehle 
runterläuft
oder
aus lauter Wut 
wieder eine Bierflasche 
in das alte Zimmer 
meiner Schwester 
werfen 
und 
mich 
extra 
an den Scherben
schneiden. 
Als wäre die letzte Woche 
nicht schon schlimm genug gewesen. 
Seit letzter Woche 
sind dieses Gefühle
der unfassbarer Wut 
und unstillbarer Trauer 
gewachsen
und mit jeder Minute, 
die verstrichen ist, 
hatte ich das Gefühl 
das mein Herz
immer dunkler wird
und meine Worte 
immer böser werden. 
Die vielen Drogen, 
die ich mir eingeschmissen habe, 
haben rein gar nichts gebracht, 
außer Halluzinationen, 
extremen Zittern 
und besorgten Blicke 
und Worte 
von meinem Papa. 
"Hast du irgendwas eingenommen?"
Ja, ich habe Tavor genommen."
Was für eine scheiß Lüge, 
aber wie kann 
  ich kann ich meinem Papa
erklären, 
dass ich den Alltag
und vor allem 
mich selber 
ohne Drogen 
nicht ertrage? 
Das ich seit Jahren 
mich nur noch 
von Monat zu Monat 
schleppe
und mein Herz 
drei Kreuze macht, 
wenn ich mich 
nicht umgebracht habe? 
Ich hätte niemals gedacht, 
dass ich mir
 jede Woche 
mehrmals chemische Drogen
einschmeisse. 
Aber irgendwann 
hat mir der Alkohol 
nicht gereicht. 
Ich brauchte mehr Betäubung,
mehr Kontrollverlust, 
mehr Gedankennebel 
und nun sitze ich hier 
und meine Hände 
zittern 
seit Stunden, 
weil mein Körper 
mir einreden will, 
dass ich ohne 
den scheiß 
nicht mehr leben kann. 
In der letzten Woche
musste ich wieder feststellen, 
dass nicht jeder das gleiche Herz hat, 
wie ich, 
egal wie sehr 
ich 
das 
doch 
gehofft 
habe. 
Ich musste feststellen, 
dass mein Lieblingskerl
nun eine Person ist,
wo die Wut nur so 
in mir hochkommt
und ich kotzen könnte 
vor Enttäuschung. 
Ich war nie gut in Gefühle zeigen 
und habe immer gewartet.
bis der andere mir ein Zeichen gibt. 
Aber all deine Zeichen waren gelogen. 
All deine Taten 
sind 
für 
mich
nun
ein 
Dreck 
wert. 
Du scheinst doch 
ein herzloser Mensch zu sein,
der nur dann Gefühle bekommt,
wenn er zockt.
Was habe ich nur 
für einen Menschen 
in mein Leben gelassen?
Wie konnte ich so blind sein? 
Ich weiß,
Liebe macht blind, 
aber ich dachte,
ich sehe dich im richtigen Licht. 
Doch all diese
 Gedanken waren falsch. 
Die Bitternes in mir wächst 
und wächst. 
Meine Laune 
ist 
so 
dunkel
wie 
der 
Nachthimmel, 
wo keine Sterne zu sehen sind
Und sie wird immer dunkler
bei jedem 
doch so gutgelaunten Wort 
von dir. 




My Birthday breaks my bones and I laugh






Alle Jahre wieder
 kommt der Tag, 
den man wohl meinen Geburtstag nennt. 
Schon wieder
 bin ich
 ein Jahr
 älter geworden.
 Ich bin älter geworden,
 ohne das Gefühl zu haben
 mein Leben 
im Griff 
zu haben.
 Der Tag
 fängt 
viel zu früh an
 und als mein Papa 
mich
 mit einem Geburtstagsständchen
 weckt, 
muss ich kurz lächeln, 
aber
 die Müdigkeit
 und die Dunkelheit
 schlägt 
mir bitter böse 
ins Gesicht 
und
 ich 
vergrabe
 mich noch tiefer 
in meine Einhorn Bettwäsche. 
Erst nachdem mein Papa
 noch zwei mal
 in mein Zimmer gekommen ist,
 versuche ich aufzustehen. 
Mein Papa
 hat mir im Wohnzimmer
 einen Geburtstagstisch 
vorbereitet.
 Eine Kerze leuchtet, 
Geschenke liegen
 auf den Tisch
 und 
einen Strauss 
voller roter Rosen
 blickt mir entgegen. 
Es scheint für die Außenwelt 
alles ganz schön zu klingen, 
doch ich habe die ganze Zeit 
das Gefühl
 weinen zu wollen.
 Ich will mein Papa
 seine Freude 
nicht versauern, 
also 
setze
 ich
 ein freundliches Gesicht auf.
 Als ich dann in der Kita bin, 
merke ich
 wie ich mich
 ein bisschen entspanne, 
wahrscheinlich auch deshalb,
 weil mir dann M.
 doch noch gratuliert hat.
In meiner Gruppe
ist alles 
 mit Einhörner
 dekoriert, 
da 
meine Kolleginnen 
wissen, 
wie sehr ich die doch mag. 
Ich bekomme eine Einhorn Krone aufgesetzt, 
dann singen alle Kinder 
aus der ganzen Kita
 für mich
 Happy Birthday
 und
 überreichen mir Geschenke.
 Ich muss meine Tränen zurückhalten
 und zum Schluss
 gibt
 es 
noch
 eine riesen großen Gruppenumarmung. 
Alles scheint so harmonisch, 
aber ich weiß ganz genau, 
Geburtstag in der Kita zu feiern,
 ist wie in einer Seifenblase zu leben. 
Du spürst keinen Schmerz, 
alles scheint so friedlich 
und 
deine Gefühle
 sind 
nicht
 erreichbar für dich. 
Doch als ich aus der Kita gehe, 
merke ich wie die Seifenblase platzt, 
da meine Mutter
 draußen 
schon
 auf mich 
wartet.
 Ich 
versuche
 an meinen 
gefälschten Lächeln 
fest zu halten. 
Sie redet und redet 
und ich wünsche mich
 einfach nur weit weg. 
Zuhause angekommen, 
hole ich als erstes 
die Sektflasche rauf, 
um ihre Worte zu ertragen. 
Sie möchte nichts trinken, 
also bleibt für mich selbst
 mehr übrig.
 Ich wünsche mir ein Joint her, 
damit ich den Rauch
 ihr 
ins Gesicht
 pusten kann 
und 
um innerlich
 ganz weit 
von ihr 
entfernt zu sein.
 Es scheint so, 
als würde ich mein Geburtstag 
mit jemanden vollkommen Fremden zu verbringen. 
Als sie dann noch damit anfängt, 
dass ich sie doch endlich mal besuchen soll, 
starre ich nur noch auf die Uhr 
und hoffe das die Zeit schnell umgeht.
  Die Sektflasche
 wird
 immer leerer
 und 
mein Herz 
füllt sich mit Alkohol.
 Als sie sich
 dann 
auf den Weg machen 
möchte, 
wird sie sentimental, 
fängt an zu weinen
 und sagt:  
"Ich liebe deinen Vater immer noch
aber ich habe 
das alles 
hier nicht mehr ertragen."
 Nach diesem Satz 
hätte
 ich
 sie 
am liebsten 
sofort 
rausgeschmissen. 
Aber der Alkohol 
hält mich davon ab 
und dann ist sie auch schon aus der Tür raus. 
Ich trinke den letzten Tropfen 
von der Flasche aus.
 Ich rauche 
gleich zwei Kippen nacheinander 
und ich schaffe es einfach nicht 
diesen Satz von ihr 
zu vergessen. 
Ich verziehe mich unter meine Einhorn Decke 
und höre so lange Musik 
bis mein Papa 
zur Tür 
herein kommt
Natürlich sage ich ihm nicht all die Sachen, 
die meine Mutter 
von sich gegeben hat. 
Das würde ihn nur verunsichern.
 Er hat genug zu kämpfen 
mit all dem. 
Als dann noch vor dem Abendessen 
meine Großeltern 
bei uns klingeln, 
bröckelt mein Fassade. 
Von dem ganzen künstlichen Grinsen 
tut mein Gesicht 
schon weh. 
Als dann 
noch eine
 nächste Sektflasche 
aufgemacht wird, 
trinke ich mein erstes Glas auf Ex
 und 
gieße mir schnell 
noch ein nächstes Glas ein.
 Ich habe heute mehr Sekt
 als Blut 
in meinem Venen.
 Schon wieder fangen
 sie von meinem Hund
 an zu erzählen 
und ich merke 
schon wieder 
wie ich meine Tränen 
zurückhalten muss. 
Dieses Thema
 ist wie eine offene Wunde, 
die keiner sieht,
 aber sie blutet ständig, 
wenn das zur Sprache kommt. 
Natürlich kommt
 wieder mein Kindheitswolf 
ins Spiel 
und 
ich gehe schnell aufs Klo. 
Da kann ich meine Tränen
 nicht zurückhalten. 
Ich weine und weine, 
aber ich habe keine Zeit 
für all die Tränen,
 deswegen
 setze ich mich 
wieder aufs Sofa. 
Nachdem meine Großeltern
 sich verabschiedet haben, 
fängt
 mein Papa 
an mir Sachen 
an den Kopf
 zu werfen
 und
 wieder 
fange ich an zu weinen. 
Ich kann es einfach 
nicht mehr 
aufhalten
 und ich sehe wie Tränen
 auf mein Essen tropft. 
Wir räumen den Tisch ab 
und 
ich gehe schnell
 eine rauchen.
 Aus eine Kippe 
wird zwei 
und um endlich aufhören zu weinen, 
verbrenne ich mir meine Haut. 
Der Schmerz 
lenkt mich
 leider nicht 
von der Traurigkeit ab. 
Ich hole mir noch zwei Bier
 und merke mal wieder 
das der Alkohol
 all das das
Dunkle nicht aufhalten kann. 
Ich weiß
 ganz genau
 warum ich meinem Geburtstag 
nicht mag.
 All die dunklen Gedanken
 kommen wieder zum Vorschein 
und schon wieder
 wird mir klar,
 warum ich nicht mal 16 Jahre alt
werden wollte. 
Auch wenn viele Sachen 
sich verändert haben, 
vergeht keine Woche 
an dem ich mir nicht wünsche, 
endlich tot zu sein.